Welt-Geschichte

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»Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der Lüge. Ein Dialog. Das Bühnenprogramm mit Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen - Roger Willemsen»Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der Lüge. Ein Dialog. Das Bühnenprogramm mit Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen
Roger Willemsen

Gebundene Ausgabe, 16. August 2007
     Verkaufsrang: 156441      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das allein ist ja schon ein Ereignis: Diese zwei Großmeister der gehobenen Unterhaltung auf einer Bühne, vereint im geistreich-witzigen Gespräch. Deutschlands bester Kabarettist Dieter Hildebrandt und Multitalent Roger Willemsen erörterten während des Literaturfestes lit.Cologne gemeinsam das Wesen von Wahrheit und Lüge und erarbeiteten en passant eine kleine Weltgeschichte der Unwahrheit. Das kurzweilige Unternehmen fand großen Gefallen beim anwesenden Publikum. Und nun gibt es eine Tournee und ein Hörbuch und auch eine Buchfassung, die zudem auch noch ausführlicher ist als die Bühnenfassung.
Wenn Hildebrandt und Willemsen sich hier im feuilletonistischen Plauderton die Bälle zuwerfen, sich ins Wort fallen und eins ums andere Mal tief in ihre prall gefüllten Zitatenkästchen greifen, könnte man fast vergessen, dass es sich eben nicht um ein Gespräch handelt, sondern eher um eine szenische Lesung, ein Essay mit verteilten Rollen, ein Stück über die Suche nach der Wahrheit inklusive lustvollem Scheitern (den Text, der hier so pointiert zweistimmig dargebracht wird, verfasste Roger Willemsen gemeinsam mit Traudl Bünger). Denn das wird schnell klar: dass Lügen, Täuschen, Tricksen und Schmeicheln seit der unrühmlichen Sache mit Adam, Eva und der Schlange zum Menschen dazugehören. Und deshalb werden hier die großen Fälscher und Betrüger der Geschichte nicht etwa angeprangert, sondern fast schon glorreich präsentiert. Und selbst Berufslügner wie die Politiker werden ob ihrer permanenten Vergewaltigung der Wahrheit eher als Spitze des Eisbergs belächelt. Wo wir doch alle andauernd und bei jedem "Guten Tag, freut mich, Sie zu sehen" lügen, oder wenn uns die Gattin mal wieder fragt, ob ihr Hintern auch wirklich nicht zu groß sei?
Menschliches, Allzumenschliches also. Und ein gefundenes Fressen für Willemsen und Hildebrandt, die bei Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort zu großer Form auflaufen. Ungelogen! -Christian Stahl


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Die Weltgeschichte der Lüge      5 von 5 Punkten
Alles Lüge, von vorn bis hinten, alles erstunken und erlogen, so oder so ähnlich lässt sich der erdachte Dialog zwischen Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen zusammenfassen und dabei geht es ja um die LÜGE an sich. In der Geschichte, in der Politik, in den Medien und in der heutigen Gesellschaft, überall und um uns herum.
Zuerst habe ich an eine Vertonung gedacht, denn das Buch ist wie ein immer weiter fortgeführter Dialog zwischen Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen aufgebaut, doch dann machte das Lesen immer mehr Spaß, wobei einem so mancher Witz im Halse stecken bleiben sollte.
Urkunden - gefälscht, das halbe Mittelalter erfunden, Ehernworte, nichts wert und Pressemeldungen gehen meist auf Kosten der Wahrheit an den Start.
Das Buch ist eine einzige Aneinanderreihung von groben Schnitzern der Geschichte, brutaler Demaskierung von Politikern und offener zur Schaustellung von Gier, Gewalt und Heimtücke.
Egal auf welche Seite man gerade blättert, es wird einem Angst und Bange.
Ziel erreicht, Patient tot - wollen Sie sich fürchten, dieses Buch ist zum Abgewöhnen, danach glauben sie niemand mehr ein Wort.
Sehr Empfehlenswert!


 Weitere Lesermeinungen


Nachgefragt: Weltgeschichte: Basiswissen zum Mitreden - Reinhard BarthNachgefragt: Weltgeschichte: Basiswissen zum Mitreden
Reinhard Barth

Broschiert, Januar 2008
     Verkaufsrang: 139439      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wer erfand die ersten Schriftzeichen? Seit wann gibt es Geld? Wo entstand die Demokratie? Vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, geht auf Entwicklungen zurück, die im Laufe von Jahrhunderten stattfanden. Um die eigene Kultur zu verstehen, ist es wichtig, über den Tellerrand zu schauen und sich mit Ereignissen in verschiedenen Ländern und Epochen auseinander zu setzen. Damit man mitreden kann beim Thema Weltgeschichte!

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Inhaltlich und sprachlich ungeeignet      1 von 5 Punkten
Die bewährte Methode der Reihe "Nachgefragt", Kinder beim Herumschmökern in kurzen Kapiteln für ein Thema zu gewinnen, eignet sich für das Thema Geschichte weniger. Reinhard Barth stellt typische Geschichtslehrer-Fragen und beantwortet sie aus der Perspektive des Fachmanns. Er zeigt wenig Verständnis für jugendliche Leser, die die von ihm benutzten Begriffe und Formulierungen möglicherweise nicht kennen. Begriffserklärungen sind im Buch verteilt und nicht durch das Stichwortverzeichnis erschlossen, die Stichwortsuche ist nur eingeschränkt möglich. Die Aneinanderreihung von Personenbeschreibungen, Ereignissen und Epochen hätte für Einsteiger ins Thema deutlicher strukturiert und ansprechend illustriert sein müssen. Die Ereignisse werden nicht verständlich dargestellt, stichhaltige Begründungen finden in den sehr kurzen Kapiteln keinen Platz. Das Buch hat erhebliche stilistische Mängel. Interessierte Sachbuchleser finden kaum brauchbare Informationen; Kinder, die ungern lesen, können mit der unübersichtlichen Darstellung ohne aussagefähige Illustrationen und dem wenig kindgerechten Stil nicht als Leser geworben werden.


CD WISSEN - Große Frauen und Männer der Weltgeschichte (Teil 11): Peter der Große, Johann Sebastian Bach, Friedrich der Große, Maria Theresia, 1 CD - CD WISSEN - Große Frauen und Männer der Weltgeschichte (Teil 11): Peter der Große, Johann Sebastian Bach, Friedrich der Große, Maria Theresia, 1 CD

Audio CD, 1. März 2006
     Verkaufsrang: 84264      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 5,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Großes hören! Werden auch Sie zu einem grandiosen Entdecker - bei einem besonders lebendigen und musikalisch eingerahmten Hörerlebnis mit vielen Anekdoten und O-Tönen." (Zeitschrift Büchermenschen)



Kleine Weltgeschichte der Wissenschaft - Hans Joachim StörigKleine Weltgeschichte der Wissenschaft
Hans Joachim Störig

Broschiert, 1. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 203001      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Generationen sind mit Hans Joachim Störigs Einführungen in die Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte groß geworden. Nun gibt es die "Kleine Weltgeschichte der Wissenschaft" in einer vollständig überarbeiteten Neuausgabe - für eine neue Generation von Lesern..

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Großes Kompendium      5 von 5 Punkten
Das Buch enthält auf 650 Seiten 12 Kapitel, Anmerkungen, Namen und Stichwortverzeichnis. Drei Kapitel bilden die Einführung, das vierte und fünfte widmet sich dem Altertum, das sechste und siebente dem Mittelalter, das achte bis 12. der Neuzeit, endend mit dem Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert.
Jedes Kapitel beginnt mit einer Charakteristik der betreffenden Zeit und ihrer besonderen Probleme. Dabei werden auch die bedeutendsten Forscherpersönlichkeiten dargestellt. Daran schließt sich die Charakterisierung der verschiedenen Wissenschaften in der betreffenden Zeit. Das beginnt mit Mathematik und Astronomie, später kommen Physik, Biologie hinzu, noch später Geografie, Recht, Geschichte und am Ende, im 19. Jahrhundert, Wirtschaft, Soziologie und Psychologie.
Das ist ein kluger, zweidimensionaler Aufbau, der das Zurechtfinden in der ungeheuren Stoffmenge leicht macht. Die eine Dimension ist das Zeitalter, die andere die Entwicklung der einzelnen Wissenschaften in diesem Zeitraum.
Und der Inhalt? Hält er, was die "Kleine Weltgeschichte der Philosophie" desselben Verfassers versprach? Ja und Nein. Ja, denn Störig stellt die großen Wissenschaften übersichtlich dar, nennt die wichtigen Namen und Daten, so daß der Neuling einen ausgezeichneten Einblick bekommt. Das ist mehr als man erwarten kann. Und alles ist in einen geistigen, philosophischen Zusammenhang gestellt.
Nein, denn der Stoff ist einfach zu umfangreich für ein Buch mit 650 Seiten. Vieles muß an der Oberfläche oder unvollständig bleiben. Das ist dem Verfasser bewußt, er nennt sein Verfahren selbst "Dilettantismus". Aber "den lieb ich, der Unmögliches begehrt!" Für denjenigen, der bisher nicht wissenschaftlich gearbeitet hat, dürfte das Buch einzigartig sein. Wer schon mit einer Wissenschaft oder mehreren vertraut ist, mag dagegen Enttäuschungen erleben. So erging es mir, als ich nach Max Weber und seine Bedeutung für die Soziologie suchte. Ich fand über das Personenregister nur eine nackte Erwähnung seines Namens, Geburts- und Todesjahres.
Zur Erschließung eines so großen Lese- und Nachschlagewerkes ist ein ausführliches Stichwortverzeichnis unentbehrlich. Das vorhandene ist zu kurz. So fehlen die in den Überschriften genannten Wörter und andere, häufig im Text vorkommende, wie "Soziologie".
Alles in allem genommen ist dieses Lese- und Nachschlagewerk eine Zierde jeder Bibliothek und hat deshalb fünf Sterne verdient.


Wissenschaftsgeschichte - auch verstanden als Säule unserer Kulturgeschichte!      5 von 5 Punkten
Obwohl Wissenschaft ein zentraler Teil unserer Kultur verkörpert, ist dass Wissen über diesen Themenkreis wenig verbreitet.
In zwölf Kapiteln stellt der Autor seinen Lesern/Leserinnen ein gewaltiges Panorama der Wissenschaft vor, basierend auf einer methodischen Einleitung und einem kurzen Blick auf die Anfänge der Wissenschaft in frühgeschichtlicher Zeit, ehe er die Tür zur Geburt der Wissenschaft im antiken Griechenland öffnet. Der imposante Bogen schliesst die Leistung der Antike ein, befasst sich mit den Errungenschaften des Islams, beleuchtet das abendländische Mittelalter und leitet über zu den Wurzeln der modernen Wissenschaft an der Wende von Mittelalter zur Neuzeit. Sein Eckpunkt findet der vom Autor skizzierte Bogen mit der Evolution der Wissenschaft im 19. Jahrhundert und einem Kapitel über die Geisteswissenschaften im 19. Jahrundert. Das 20. Jahrhundert kommt nur punktuell zur Sprache.
Es sprengt den Rahmen dieser Würdigung, auf alle bekannten Namen und behandelten Wissensgebiete zu verweisen.
Angesichts des bescheidenen Preises darf das Fehlen von Illustrationen nicht bemängelt werden. Andererseits wertet ein nützliches Register dieses beeindruckende Handbuch auf, das in keiner Bibliothek fehlen sollte.


Vergangene Reiche und Kulturen: Atlas der versunkenen Welten mit über 400 Abbildungen, zahlreichen Karten und Zeitleisten - Markus HattsteinVergangene Reiche und Kulturen: Atlas der versunkenen Welten mit über 400 Abbildungen, zahlreichen Karten und Zeitleisten
Markus Hattstein

Gebundene Ausgabe, Dezember 2009
     Verkaufsrang: 26986      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Vergangene Reiche & Kulturen gibt einen faszinierenden Überblick über die Völker und prägenden Zivilisationen aller Kontinente der Erde. Macht und Einfluss der Perser, Griechen oder Römer werden ebenso beleuchtet wie die alten Reiche und Dynastien in China und Indien und die Errungenschaften der Hochkulturen der Inka, Maya und Azteken. Über 400 Abbildungen, zahlreiche Karten sowie infromative Texte liefern faszinierende Porträts früher Gesellschaften, den den Lauf der Menschheitsgeschichte geprägt haben.



Das Jahrhundert der Bilder: Bildatlas 1949 bis heute - Das Jahrhundert der Bilder: Bildatlas 1949 bis heute

Gebundene Ausgabe, 1. September 2008
     Verkaufsrang: 110778      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 39,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das 20. Jahrhundert war mehr als jede Zeit zuvor ein Jahrhundert der Bilder. In zwei Bänden, auf rund 1.600 Seiten, präsentieren 160 ausgewiesene Expertinnen und Experten aus fünfzehn Wissenschaftsdisziplinen und zehn Ländern die wichtigsten und bekanntesten Bilder und Bildmedien dieses Jahrhunderts aus Politik, Kultur, Werbung und Freizeit. Das Spektrum der Bilder reicht von der Bildpostkarte und dem Sammelbild, dem Plakat und der Werbeanzeige, über die Fotografie und den Versandhauskatalog, das Kunstwerk und das Plattencover bis hin zu den elektronischen Bildern des Fernsehens und den digitalen Bildwelten von Google Earth und Second Life.
Der "Bildatlas 1949 bis heute" zeigt das zunehmend global werdende Bild der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, beginnend mit den Fotografien des Gründungsaktes der Bundesrepublik und endend mit den interaktiven Bildwelten von Second Life. Der "Bildatlas 1900–1949", der im März 2009 erscheint, untersucht die Bilderwelten der ersten Hälfte des Jahrhunderts bis zur Friedenstaube Picassos.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Wahnsinn      5 von 5 Punkten
Das Buch gehört mit zu den schönsten Büchern der letzten Jahre. Es ist wie eine Reise in die eigene Vergangenheit, den wir sind ja alle im Jahrhundert der Bilder aufgewachsen. Was besonders auffällt, ist die wissenschaftliche und erzählerische Qualität der (meisten) Essays, die präzise Entstehung, Sachgehalt und Wirkungsgeschichte darstellen. Immer wieder gibt es verblüffende Erkenntnisse. Wer wußte beispielsweise (aus Band 1), daß das berühmte Foto der Verhaftung des Attentäters von Sarajewo gar nicht den Attentäter, sondern einen Mitläufer zeigt. Insgesamt hat Gerhard Paul hier ein Meisterwerk geschaffen. Meine Empfehlung: mehrere Exemplare kaufen, eins behalten, die anderen verschenken.


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Um alles in der Welt: Die Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert - Christopher LloydUm alles in der Welt: Die Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert
Christopher Lloyd

Gebundene Ausgabe, September 2008
     Verkaufsrang: 134145      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wie alt ist das Universum? Woher stammt das Wasser auf der Erde? Was haben der aufrechte Gang und Fastfood miteinander zu tun? Was hat die europäische Renaissance dem Islam zu verdanken? Und inwiefern könnten Ghandis Ideen helfen, die Probleme von heute zu lösen? Um alles in der Welt nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise durch Raum und Zeit: von den ersten Sekundenbruchteilen nach dem Urknall bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts. In einzigartiger Weise verknüpft Christopher Lloyd dabei die Naturgeschichte mit der Geschichte der menschlichen Zivilisation und macht deutlich, wie alles mit allem zusammenhängt - von Ökosystemen, Artenvielfalt und Energiequellen bis zu Kolonialismus, ethnischen Konflikten, Globalisierung und Überbevölkerung. Lloyd erklärt nicht nur, was alles geschehen ist, sondern auch, woher wir überhaupt davon wissen und welche Entdeckungen und Erkenntnisse zu unserem heutigen Verständnis der Vergangenheit beigetragen haben. Um alles in der Welt bietet einen spannend komponierten und attraktiv gestalteten Fundus des Wissens darüber, wie der Planet Erde, das Leben und die Menschen im Hier und Jetzt angekommen sind. Das Buch ist somit unentbehrliches Rüstzeug und Vademekum für alle, denen der weitere Lauf der Dinge nicht gleichgültig ist.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

gelungener Höhenflug über Zeit und Raum      5 von 5 Punkten
Was für eine schier unglaubliche Herausforderung, fast schon eine unverschämte Anmaßung: Wer bitte vermag es, einen Überblick über 13,7 Milliarden Jahre Geschichte zu geben, ja, die gesamte "Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert" in einem einzigen Werk zu erzählen???
Mit "Um alles in der Welt" stellt sich Christopher Lloyd solch einer Aufgabe. Er nimmt diese Herausforderung an, und das Ergebnis ist ein Buch von 528 Seiten, für jedermann verständlich, mit einer Fülle an Wissen, reichhaltig illustriert und wirklich unterhaltsam geschrieben.
Ein Buch mit wissenschaftlichem Tiefgang? Denken Sie daran: 13700000000 Jahre auf 528 Seiten ... Hier eine detaillierte wissenschaftliche Arbeit zu erwarten, wäre völlig verfehlt. Dies kann und darf nicht Zweck eines solchen Buches sein. Die Herausforderung besteht vielmehr in der Breite als in der Tiefe der Informationen. So bietet "Um alles in der Welt" gewissermaßen einen Höhenflug über die Geschichte von Raum und Zeit. Wir sehen also mehr die Schönheit des Waldes als die Einzigartigkeit der Bäume (obwohl das Buch - ganz nebenbei bemerkt - auf ganz wunderbare Weise zu erklären versteht, wie die ersten Bäume entstanden sind.)
Um sich diesen gewaltigen Zeitraum besser vorstellen zu können, vergleicht Christopher Lloyd die gesamte Geschichte mit einem Tag von 24 Stunden. So findet sich auf jeder Seite des Buches die seit dem Urknall als Stunde Null verstrichene Zeit. Eine äußerst geschickte Hilfe, um die dargestellten Zeiträume als kleiner Mensch überhaupt erfassen zu können. Während Seite für Seite die Stunden, Minuten und Sekunden bis zum heutigen Tag verrinnen, tauchen die Leserinnen und Leser ein in die Unendlichkeit der Geschichte. Um 0.00 Uhr ist das Leben selbst noch in weitester Ferne. Erst gegen 5.19 Uhr dieses 24-Stunden-Tages entstehen Aminosäuren als ein Nebenprodukt der klimatischen Veränderung auf der Erde. Viel später wird der erhöhte Sauerstoffgehalt in der Luft die Voraussetzung für ein vielfältiges, artenreiches Leben schaffen, bis hin zu den weltweit größten Kreaturen, die um 22.24 Uhr gelebt haben, während nur 20 "Minuten" später fast alle Tiere am Ende der Perm durch ein großes Aussterben ausgerottet werden. In den restlichen 75 Minuten des Countdowns der Geschichte explodiert mit dem Auftreten neuer Arten das Leben erneut. Geographie und Klima der Erde bestimmen dabei das Schicksal aller Lebewesen.
Wenn schließlich die ersten Menschen die Bühne der Geschichte betreten, ist auf unserer Uhr schon längst die letzte Minute vor Mitternacht angebrochen. Tatsächlich nimmt die Gesamtheit der menschlichen Geschichte gerade einmal die letzten drei Sekunden dieses Countdowns ein. Doch diesen drei Sekunden widmet Christopher Lloyd rund 400 Seiten seines Buches, von 70.000 v. Chr. bis ins Jahr 2008 n. Chr., vom Entstehen der vier großen ethnischen Gruppen und den ersten Hochkulturen im Nahen Osten bis hin zu einer immer globaleren und technisierten Welt von heute.
Pünktlich zum Glockenschlag um Mitternacht stellt Lloyd schließlich die entscheidenden Fragen für unser aller Zukunft: Wie werden die Einflüsse des Homo sapiens die Welt von morgen gestalten? Wird der Mensch in ihr überhaupt eine Zukunft haben?
Wäre "Um alles in der Welt" ein Buch, das wissenschaftliche Fakten aneinanderreiht, wäre es für die meisten Leser(innen) sicher eine allzu trockene Lektüre. Zum Glück aber ist Lloyd Historiker und Journalist, der es gekonnt versteht, den Erzählfluss stets interessant zu gestalten. Unterstützt wird das Geschriebene durch eine Vielzahl an Zeichnungen und Fotos, die die geschichtlichen Entwicklungen wirkungsvoll veranschaulichen. Der umfangreiche Index lässt das Buch zudem zu einem guten Nachschlagewerk werden.
Zugegeben, wer sich wissenschaftliche Details und entsprechenden Tiefgang erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Mag auch sein, dass einige den Schreibstil zu einfach finden. Nicht alle werden Lloyds Ansichten zum menschen(mit)gemachten Klimawandel teilen. Und sicher wird es manch wissenschaftliche Ungereimtheit, Ungenauigkeiten oder sogar Fehler geben. Dabei darf nie vergessen werden, dass dieses Projekt tatsächlich von einem einzigen Menschen gestemmt wurde. Und hierin liegt sicher auch eine Schwäche! Also ist das Buch am Ende doch mehr Anmaßung als gelungene Herausforderung? Dem möchte ich absolut widersprechen! Christopher Lloyd hat sich durch seine Arbeit wirklich Respekt und Bewunderung verdient. Denn auf eine wunderbare Weise versteht er es, Zusammenhänge zwischen den geologischen, klimatischen, biologischen und soziologischen Kräften unserer Welt aufzuzeigen, und wie diese miteinander im Lauf der Zeit so zusammengearbeitet haben, dass unsere Welt entstanden ist, wie wir sie heute kennen: So sind Tektonische Platten beispielsweise nicht nur Felsgestein, das sich bewegt, sondern sind die Bühne der Natur für die Schaffung neuer Arten. Prähistorische Reptilien werden zu Kohle, die das Feuer anfacht, in dem schließlich Eisen zu Waffen und Werkzeugen geschmolzen wird, um Gesellschaften aufzubauen und zu erobern.
"Um alles in der Welt" wird seinem Namen dadurch gerecht, dass es seine Leserinnen und Leser zu einem wahren Höhenflug über Raum und Zeit einlädt, und so die Augen öffnet für die wunderbare Art und Weise der Natur, alles was ist und was sein wird, miteinander zu verbinden. Das hat dieses Buch für mich zu einem echten Aha-Erlebnis werden lassen!


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CD WISSEN - Große Frauen und Männer der Weltgeschichte (Teil 5): Wilhelm der Eroberer, Friedrich Barbarossa, Dschingis Khan, Marco Polo, 1 CD - CD WISSEN - Große Frauen und Männer der Weltgeschichte (Teil 5): Wilhelm der Eroberer, Friedrich Barbarossa, Dschingis Khan, Marco Polo, 1 CD

Audio CD, 1. Juni 2005
     Verkaufsrang: 136752      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Großes hören! Werden auch Sie zu einem grandiosen Entdecker - bei einem besonders lebendigen und musikalisch eingerahmten Hörerlebnis mit vielen Anekdoten und O-Tönen." (Zeitschrift Büchermenschen)



Unbekannte Helden der Weltgeschichte - Helge HesseUnbekannte Helden der Weltgeschichte
Helge Hesse

Gebundene Ausgabe, 25. August 2009
     Verkaufsrang: 41137      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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'...äußerst lesenswert, spannend, anrührend und mit unter auch kurios und es ist aller Ehren wert, diese unbekannten Helden bekannt zu machen.'
(HR 4, 15. September 2009)
"...die Sammlung von erstaunlichen Begebenheiten am Rande des Geschichts


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Eine unterhaltsame Lektüre über bislang kaum beachtete Menschen und Ereignisse      5 von 5 Punkten
Schon in seinen Büchern "Hier stehe ich, ich kann nicht anders. In 80 Sätzen durch die Weltgeschichte" und "Ich habe einen Traum. In 80 Sätzen durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts" , alle bei Eichborn verlegt, hatte sich der freie Autor und Publizist Helge Hesse als ein ungewöhnlicher Chronist ganz bemerkenswerter historischer Ereignisse und Personen gezeigt.
Waren es hier (Martin Luther vor dem Reichstag in Worms) wie dort ( Martin Luther King bei seiner berühmten Rede) sehr bekannte Gestalten der Geschichte sind es in seinem neuen Buch die eher "unbekannten Helden der Weltgeschichte", denen er mit subtilen und unterhaltsam zu lesenden kleinen Geschichten große Denkmäler setzt.
Die wahren Geschichten sind chronologisch geordnet und beginnen im Jahr 401 vor Christus mit dem Philosophen Xenophon, einem Schüler Sokrates' und Mitschüler Platons. Sie enden mit dem erschütternden Bericht eines gewissen Hugh Thompsons vom Schauplatz My Lai im Vietnamkrieg. Mutig rettete er Frauen und Kinder vor seinen amerikanischen Kameraden, in dem er sich einfach zwischen sie stellte. Und: Dem Hubschrauberpiloten ist es zu verdanken, dass das grausige Massaker der Amerikaner an der vietnamesischen Zivilbevölkerung 1967 überhaupt ans Licht der Öffentlichkeit kam.
Eine wie gesagt unterhaltsame Lektüre über bislang kaum beachtete Menschen und Ereignisse.


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Zwischen den Fronten. Erlebte Weltgeschichte - Peter Scholl-LatourZwischen den Fronten. Erlebte Weltgeschichte
Peter Scholl-Latour

Gebundene Ausgabe, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 104715      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Auf ganz unpolitologische Weise kommen scharfe politische Analysen zustande, die sich so spannend wie ein Abenteuerbericht lesen." FAZ

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)

Einmal um die Welt und zurück bitte!      5 von 5 Punkten
Der Nah-, Mittel- und Fernost-Spezialist Scholl-Latour erklärte mal wieder die Welt, spannend und aufschlussreich untermauert mit praxisnahem Sach- und Fachwissen.
Mit scharfem Verstand und fundierten Kenntnissen der Welt- und Zeitgeschichte zeichnete er treffende Sittengemälde der Länder die er besuchte.
Er zeigte auf wo es kriselt, Konflikte schon aktuell sind und wo künftige Spannungen zu erwarten sind.
Was er zu sagen hat ist nicht politisch korrekt und wider der Heilsverkündungen unserer politischen Führer, so wundert es ihn auch nicht wenn er keinesfalls "everybodys Darling" ist, doch unsere Soldat(innen)en, die man zur angeblichen Verteidigung demokratischer Werte, mitlerweile in die entlegensten Winkel der Erde schickt lesen seine Bücher.
Er warnt vor blindwütigem Globalisierungswahn, naiver US-Hörigkeit und romantisch verträumten Multi-Kulti-Ideologien und zeigt auf wo auf der Erde solche Philosophien ein schlimmes Ende nahmen.
Er sitzt zwischen allen Stühlen wenn er von den Welgeschehnissen zwischen den Fronten berichtet, doch einer Mainstream-lastigen Berichterstattung, im Sinne einer pseudomoralischen political correctness zu frönen hat er nicht nötig.
Denn letztendlich galt, bis dato, immer die Aussage dass er wieder mal Recht hatte!
Wer sagt denn dass Politik langweilig sein muss?


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Vergangene Zukunft: Zur Semantik geschichtlicher Zeiten - Reinhart KoselleckVergangene Zukunft: Zur Semantik geschichtlicher Zeiten
Reinhart Koselleck

Taschenbuch, 7. Dezember 2006
     Verkaufsrang: 29591      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Koselleck untersucht in verschiedenen Durchgängen geschichtliche Zeiterfahrungen und Zeitbegriffe. Dabei wendet er sich vor allem unserer Neuzeit zu, zieht aber immer wieder Vergleiche mit früheren Perioden. Methodisch wird dabei auf sozialgeschichtliche Daten zurückgegriffen, in erster Linie werden aber Sprachzeugnisse analysiert, um die darin enthaltenen Zeiterfahrungen und -begriffe aufzudecken und miteinander zu vergleichen. Die Semantik liefert strenge Indizien, um dem Wandel der Geschichte und mit ihr den Veränderungen geschichtlicher Zeiten auf die Spur zu kommen. Koselleck liefert in dem vorgelegten Band Bausteine zu einer Theorie geschichtlicher Zeiten.



Die 101 wichtigsten Erfindungen der Weltgeschichte - Hans-Joachim BraunDie 101 wichtigsten Erfindungen der Weltgeschichte
Hans-Joachim Braun

Broschiert, 23. August 2007
     Verkaufsrang: 166606      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"In aller Kürze zeigt dieses kompakte Buch, auf welchen Säulen unsere Kultur beruht, die sich ohne Technik kaum so weit entwickelt hätte." (Die Welt)



Der große Ploetz Atlas zur Weltgeschichte - Holger VornholtDer große Ploetz Atlas zur Weltgeschichte
Holger Vornholt

Gebundene Ausgabe, 16. September 2009
     Verkaufsrang: 193432      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 32,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mit über 260 farbigen Karten und rund 130 Grafiken, Tabellen und Chronologien führt er den Leser durch die Geschichte der Menschheit: von den ersten Hominidenfunden über die griechische Hochkultur und die mittelalterliche und neuzeitliche Staatenwelt bis in die Nachkriegszeit und die heutige Welt. Aktuelles Kartenmaterial und leicht verständliche Begleittexte ermöglichen eine schnelle und umfassende Information über ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklungen der Weltgeschichte. Der Atlas folgt der bewährten Struktur des Großen Ploetz: Er ist nach historischen Epochen aufgebaut und regional oder thematisch untergliedert. So werden sowohl die Besiedelung Griechenlands, die Züge der Wikinger, die großen Entdeckungsreisen als auch der Dreißigjährige Krieg, koloniale Handelsrouten, die beiden Weltkriege und der Nahostkonflikt anschaulich dargestellt. Die Kartensammlung auf der beiliegenden DVD ermöglicht die Darstellung der Karten mit dem Beamer oder auf dem Monitor und ist das ideale Hilfsmittel für LehrerInnen und DozentInnen. Wer schnell und präzise über die geografische Dimension der Weltgeschichte informiert werden will, der greift zum Großen Ploetz Atlas dem Navigationssystem durch die Weltgeschichte.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Wo bleibt die Sorgfalt?      3 von 5 Punkten
Der Name Ploetz steht für Nachschlagewerke und Übersichtsdarstellungen zur Geschichte. Diesem Programm ist auch der vorliegende Atlas verpflichtet, welcher kein reines Kartenwerk ist, sondern Texte und Karten verbindet; auch Zeittafeln und Statistiken fehlen nicht. Die Karten sind dadurch relativ klein, aber noch gut lesbar. Wer will, kann sie auf der beiliegenden DVD vergrößert anschauen und auch ausdrucken. Die DVD läuft auf einem Browser und ist einfach zu bedienen.
Eine umfassende, leicht zugängliche Darstellung der Weltgeschichte also. Natürlich muß man auswählen, und je nach Interesse wird man das eine oder andere vermissen. (Mir persönlich kommen in der Antike Ägypten und Mesopotamien, wie auch andere außereuropäische Kulturen gegenüber den "alten Griechen" zu kurz, wie auch die biblische Geschichte.) Auch ist bei allem Bemühen um Sachlichkeit und Neutralität gelegentlich doch eine gewisse Tendenz erkennbar. (Etwa wenn es auf den Karten immer "Deutsches Reich" statt "Deutschland" heißt; dann hätte man auch "Französische Republik" statt Frankreich schreiben müssen. Weder die sowjetische Besetzung Ostpolens noch der Winterkrieg gegen Finnland werden erwähnt, u.a.)
Aber was mich wirklich stört: Warum kann so ein Werk heutzutage nicht sorgfältiger gemacht werden? Nur ein paar Beispiele:
- Auf mehreren Karten sind Teilgebiete mancher Staaten anders eingefärbt, ohne daß dafür ein Grund ersichtlich ist.
- Auf S. 85 erscheint ein "Bistum Ellwangen" (statt "Propstei"), auf S. 105 ein "Erzherzogtum Salzburg" (statt "Erzbistum").
- Mehrfach wird das Memelland fälschlich als Teil des deutschen Territoriums 1937 dargestellt und dann als 1939 an Deutschland gefallenes Territorium sozusagen ein "zweites Memelgebiet" eingezeichnet, das es nie gegeben hat.
- Die Karte zur Religionsverteilung auf der Welt (S. 234) liefert teilweise ein völlig falsches Bild. Sie ist absolut unbrauchbar.
- Lindau gehörte zur französischen Besatzungszone, und es gab nie ein Land namens "Nord-Württemberg Nord-Baden" (anders als auf S. 221).
Das sind vielleicht alles Kleinigkeiten, aber ein Atlas besteht nun mal aus vielen Kleinigkeiten, und wenn man die Namen "Ploetz" oder "Vandenhoek & Ruprecht" liest, erwartet man verläßliche Daten. Ihrem selbstgestellten Anspruch sind Redaktion und Verlag hier nicht gerecht geworden.


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Schlachten: Die größten Gefechte der Weltgeschichte - Schlachten: Die größten Gefechte der Weltgeschichte

Gebundene Ausgabe, Oktober 2009
     Verkaufsrang: 166768      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine übersichtliche, reich bebilderte Einführung in 30 berühmte Schlachten der Weltgeschichte - darunter Marathon, Cannae, Höchstädt, Trafalgar, Austerlitz, Waterloo, Gettysburg. Verdun, Stalingrad, Normandie und andere.

Farbig illustrierte Karten verdeutlichen die entscheidenden Manöver, Strategien und Taktiken der Gegner.

Mehr als 250 Farb- und Schwarz-Weiß-Fotos sowie Illustrationen von Uniformen, Persönlichkeiten, Taktiken und Ausrüstung veranschaulichen das Militärwesen jeder einzelnen Epoche.




CD WISSEN - Große Frauen und Männer der Weltgeschichte (Teil 14): Napoleon I., Alexander von Humboldt, Ludwig van Beethoven, Simón Bolívar, 1 CD - CD WISSEN - Große Frauen und Männer der Weltgeschichte (Teil 14): Napoleon I., Alexander von Humboldt, Ludwig van Beethoven, Simón Bolívar, 1 CD

Audio CD, 1. Mai 2006
     Verkaufsrang: 86730      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Großes hören! Werden auch Sie zu einem grandiosen Entdecker - bei einem besonders lebendigen und musikalisch eingerahmten Hörerlebnis mit vielen Anekdoten und O-Tönen." (Zeitschrift Büchermenschen)



Land und Meer: Eine weltgeschichtliche Betrachtung - Carl SchmittLand und Meer: Eine weltgeschichtliche Betrachtung
Carl Schmitt

Broschiert, Juni 2008
     Verkaufsrang: 162786      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Land und Meer - diese elementaren Gegebenheiten menschlichen Daseins - bestimmen auch den Charakter der völkerrechtlichen Ordnungen und der Kriege. Die bei den Völkern und Nationen unterschiedlichen Begriffe von Politik, Krieg, Feind, Recht und Humanität wurzeln in einem je eigenen Verhältnis zum Raum.



Jahrhundert der Bilder 1900-1949 Hg.Paul: Bildatlas 1900-1949 - Gerhard PaulJahrhundert der Bilder 1900-1949 Hg.Paul: Bildatlas 1900-1949
Gerhard Paul

Gebundene Ausgabe, 19. März 2009
     Verkaufsrang: 137011      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 39,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das 20. Jahrhundert war mehr als jede Zeit zuvor ein Jahrhundert der Bilder. In zwei Bänden, auf rund 1.600 Seiten, präsentieren 160 ausgewiesene Expertinnen und Experten aus fünfzehn Wissenschaftsdisziplinen und zehn Ländern die wichtigsten und bekanntesten Bilder und Bildmedien dieses Jahrhunderts aus Politik, Kultur, Werbung und Freizeit. Das Spektrum der Bilder reicht von der Bildpostkarte und dem Sammelbild, dem Plakat und der Werbeanzeige, über die Fotografie und den Versandhauskatalog, das Kunstwerk und das Plattencover bis hin zu den elektronischen Bildern des Fernsehens und den digitalen Bildwelten von Google Earth und Second Life.
Der "Bildatlas 1949 bis heute" zeigt das zunehmend global werdende Bild der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, beginnend mit den Fotografien des Gründungsaktes der Bundesrepublik und endend mit den interaktiven Bildwelten von Second Life. Der "Bildatlas 1900–1949", der im März 2009 erscheint, untersucht die Bilderwelten der ersten Hälfte des Jahrhunderts bis zur Friedenstaube Picassos.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Wahnsinn      5 von 5 Punkten
Das Buch gehört mit zu den schönsten Büchern der letzten Jahre. Es ist wie eine Reise in die eigene Vergangenheit, den wir sind ja alle im Jahrhundert der Bilder aufgewachsen. Was besonders auffällt, ist die wissenschaftliche und erzählerische Qualität der (meisten) Essays, die präzise Entstehung, Sachgehalt und Wirkungsgeschichte darstellen. Immer wieder gibt es verblüffende Erkenntnisse. Wer wußte beispielsweise (aus Band 1), daß das berühmte Foto der Verhaftung des Attentäters von Sarajewo gar nicht den Attentäter, sondern einen Mitläufer zeigt. Insgesamt hat Gerhard Paul hier ein Meisterwerk geschaffen. Meine Empfehlung: mehrere Exemplare kaufen, eins behalten, die anderen verschenken.


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»Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der Lüge - Dieter Hildebrandt»Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der Lüge
Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen

Broschiert, 6. Februar 2009
     Verkaufsrang: 111483      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Der Tag, an dem Kabarettistenlegende Dieter Hildebrandt zusagte, bei der Aufführung von "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort" mitzumachen, war für Roger Willemsen nach eigner Aussage "ein glücklicher Tag". Das Publikum der Kölner Lese- und Veranstaltungsreihe lit.Cologne, auf dem das bekannte Duo erstmals mit seinem Programm über die Lügenhaftigkeit des Menschengeschlechts gemeinsam auf der Bühne stehen sollte, empfand das offenbar ähnlich. Die tausend Karten für die Uraufführung 2007 waren so schnell verkauft, dass in aller Eile eine Nachmittagsveranstaltung anberaumt werden musste. "Ja, die Nervosität war spürbar, als wir uns mit Dieter Hildebrandt nur Stunden vor der Premiere zur allerersten Probe trafen", schreibt Willemsen im (leider wieder allzu schmalen) Booklet von "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!". Das Alter des Kollegen - immerhin war Hildebrandt inzwischen stolze 80 Jahre - schwang da sicher mit.
Die Uraufführung von "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!" geriet dann tatsächlich zu einer Show, die man getrost als legendär bezeichnen kann. Das kann selbst der behaupten, der bei der Premiere nicht zu den tausend Glücklichen gehörte. Denn man kann das Ursprungsprogramm, dass sich in der Folge seiner Tournee immer weiter entwickelte, jetzt auf CD in über zwei Stunden nachhören. Darin präsentiert sich nicht nur Willemsen, sondern vor allem auch Hildebrandt in Höchstform. Wie sich die beiden in ihren Dialogen die Bälle zuspielen, wie souverän sie selbst Versprecher einbauen und wie spontan sie auf den jeweils anderen reagieren, ist schon grandios. Da mag man es auch verschmerzen, dass das Publikum bei derlei Veranstaltungen inzwischen offenbar derart darauf fixiert ist, über Alles und Jedes zu lachen und zu grölen, dass selbst die (wenigen) flacheren und billig kalkulierten Scherze unerklärliche Beifallsstürme entfachen.
Nur eins sei noch gesagt: Die zweite Überschrift von "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort" - Die Weltgeschichte der Lüge - ist etwas hoch gegriffen. Beim Programm handelt es sich keineswegs um einen systematischen Gang durch die Historie der internationalen Heuchelei. Aber das ist bei dieser Besetzung auch gut so. Denn der Tag, an dem Kabarettistenlegende Dieter Hildebrandt zusagte mitzumachen, war für alle ein glücklicher Tag. - Thomas Köster


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Wortgewaltig      5 von 5 Punkten
Diese CD ist die absolute Kurzweile, ein wortgewaltiges Spektakel das auch ohne historische Wissens auskommt.
Aber auch wenn viele historischen Zusammenhänge bekannt sind, so bleiben Hildebrand & Willemsen Wortwitz ein einziges Vergnügen.
Die Welt ist verlogen und wir lügen mit also "0 Sterne und lassen Sie ja die Finger davon, .... um so mehr bleibt für mich!"
Viel Vergnügen


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Geschichte im Überblick. Daten, Fakten und Zusammenhänge der Weltgeschichte - Imanuel GeissGeschichte im Überblick. Daten, Fakten und Zusammenhänge der Weltgeschichte
Imanuel Geiss

Gebundene Ausgabe, 20. März 2008
     Verkaufsrang: 163316      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ohne Kenntnis der Daten bleibt Geschichte Spekulation. Ohne Einordnung der Daten in Zusammenhänge bleibt Geschichte abstrakt. 'Geschichte im Überblick' kombiniert ein Gerüst zentraler Daten mit erklärendem Text. Gegliedert in 133 Epochen, Themen und Längsschnitte - von der Altsteinzeit bis zur Neuen Weltunordnung - erfaßt es den Gang der Weltgeschichte in chronologischer Abfolge und mit systematischem Zugriff. Knapp und übersichtlich, aber gestützt auf profunde Kenntnisse der Weltgeschichte, macht dieses Kompendium von Immanuel Geiss das historische Grundwissen für Oberschüler, Studienanfänger und Geschichtsinteressierte zugänglich.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Genial      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch aufgrund der positiven Rezension meiner Vorrednerin gekauft und teile ihre Begeisterung. Da hat Jemand mit viel Sachverstand und vor allem einem Blick über den Tellerrand des eigenen Metiers geschrieben. Das Buch bietet Erkenntnismöglichkeiten über ZUSAMMENHÄNGE von historischen und menschheitsgeschichtlichen Entwicklungen. Mir gefallen Bücher immer, wenn sie nicht nur das eigentliche Gebiet gehandeln, sondern auch im Fall von Geschichte die Verbindung zu Politik und Religion herstellen. Und es ist allein wegen seines etwa 50-seitigen Anhangs kaufenswert. Herr Geiss hat da so viele Informationen in übersichtliche Tabellen gefasst - einfach hervorragend.
Und es wird auch die Frage beantwortet, wie denn Menschen 13000 v.Chr. von Asien nach Amerika kommen konnten...Antwort im Buch!!!


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Kleine Geschichte des Kolonialismus - Wolfgang ReinhardKleine Geschichte des Kolonialismus
Wolfgang Reinhard

Gebundene Ausgabe, 3. März 2008
     Verkaufsrang: 33494      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Hinweise auf Bücher
So hübsch wie nur Rom
Hg. Hans Hinterhäuser hat eine italienisch-deutsche Anthologie zusammengestellt: Texte, weit vorwiegend Verse, aus dem letzten und aus diesem Jahrhundert, über die Stadt Rom, und zwar für einmal nicht von Autoren, die aus der Fremde kamen und nach langer oder auch kurzer Umschau das Lob der "Ewigen Stadt" sangen, sondern von Landsleuten. Giuseppe Antonio Borgese hat zwar mit dem Gedanken gespielt, "durch Italien zu schlendern, die Hände in den Taschen und mit Goethes erstaunten Augen"; aber es ist beim Gedankenspiel geblieben: man war näher daran, man musste keine Ungezwungenheit mimen, und besonders erstaunt war man auch nicht. Zwei Schwerpunkte ergeben sich aus dem Vorliegenden: Giuseppe Gioacchino Belli, der römische Dialektdichter mit seinen Veduten, leider von Otto Ernst Rock übersetzt, und Pier Paolo Pasolini, von Hinterhäuser auf hohem - fast möchte man sagen, auf hohes - Niveau übertragen. Darum herum aber viel Unbekanntes, Reizvolles, was selten Dämonie oder Magie der Stadt erfasst und Zauber mehr im Sinn des Zauberhaften als des Hintergründigen verspüren lässt. Rom von seiner liebenswürdigsten Seite: ein genussreich-unbeschwertes Hin- und Widerblättern. Merkwürdig karg die Illustration (mit zwei vertauschten Legenden). Kunstgriff oder - wohl eher - begreifliche Fehlleistung: Hinterhäuser überträgt im ersten Satz einer D'Annunzio-Passage zwei Wörter nicht: "su Roma".
Vergangene Wahrheit
bhi. Ob das "Niveau" der deutschsprachigen feministischen Kunstwissenschaft tatsächlich so weit unter dem der angelsächsischen liegt, wie die Herausgeberin des anzuzeigenden Sammelbandes uns zur Begründung ihres Unternehmens wissen lässt, kann man dahingestellt sein lassen. Interessant jedenfalls ist zu lesen, was hier unter dem Titel "Rahmenwechsel" versammelt wurde: eine Auswahl ausschliesslich von Übersetzungen aus der englischsprachigen, überwiegend der englischen Kunstwissenschaft mit zeitlichem Schwerpunkt zwischen 1988 und 1994. Es macht sich bemerkbar, dass England schon früher als der deutschsprachige Raum von den sozialen Folgen eines neoliberalen Fanatismus gequält wurde: klassenbezogene und neomarxistische Analysen haben dort auch in den letzten fünfzehn Jahren nie ganz aufgehört, hof-, d. h. universitäts- und wissenschaftsfähig zu sein. Nicht nur nehmen viele der versammelten Texte zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts auf soziale Machtkonstellationen Bezug, das Bild wird generell als "historischer Text" und das Kunstschaffen als "gesellschaftliche und historische Praxis" analysiert. Psychoanalytische Gesichtspunkte, Rezeptionsforschung und die Frage, wie Geschlechterkonzepte den Zugang zu Institutionen und Ausbildung und den Diskurs über Kunst und Künstler(innen) formen, dürften in der Tat die komplizierte Grundlage jeder feministischen Kunstwissenschaft darstellen. In der Durchführung an den Kunstwerken selbst allerdings erweist sich als ein Qualitätsmerkmal, wie weit ein Werk machtgesättigte Erstarrungen und Fetischisierungen zu überschreiten oder in eine komplexe Schwebelage zu bringen fähig ist: zu sehen an Rosettis "Astarte Syriaka" (G. Pollock), an Manets "Frühstück im Freien" (M. Pointon) oder an van Goghs "Kartoffelessern" (G. Pollock). Damit scheint die feministische Untersuchung vor einem ähnlichen Problem zu stehen, wie es Luhmann für die konventionelle Wissenschaftssoziologie benannt hat: sie könne nur (vergangenen) Irrtum, nicht aber (gegenwärtige) Wahrheit erklären. Die Einsicht, dass auch "grosse" Kunst durch und durch Kunst des Patriarchats gewesen ist - eine schmerzhafte Einsicht, weil sie Neid aktiviert und zugleich nötigt, Ideale zu relativieren, an denen auch Feministinnen hängen -, kann vielleicht erst in dem Masse wachsen, in dem wir angesichts des Neuen sicherer werden, dass es sich dabei um eine in historischer Hinsicht endgültig vergangene Gestalt der Wahrheit handelt.
Musikwissenschaftliche Soziologie
tsr. Die vorliegende Studie entstand als Dissertation in den Jahren 1981-1983. Da der Autor es ablehnte, daraus "ein leicht lesbares Buch" zu machen, blieb damals eine Publikation aus. Nun eröffnet Max Beckers "Narkotikum und Utopie" in der leicht überarbeiteten Originalgestalt die von seinem Lehrer Christian Kaden gegründete Schriftreihe "Musiksoziologie". Getreu der Absicht der Reihe, explizit soziologisches Denken gerade auch für die historische Musikwissenschaft fruchtbar zu machen, untersucht der Autor anhand deutschsprachiger Schrifterzeugnisse Deutungen und Sinnzuschreibungen von Musik (und anderer Künste) zwischen Empfindsamkeit und Frühromantik. Musik wird als Austragungsort sozialer Konflikte in einer Zeit des Übergangs von der absolutistischen zur bürgerlichen Gesellschaftsordnung verstanden. Dabei fiel ihr je nach Standpunkt zum Beispiel die Rolle einer narkotisierenden Beschwichtigerin oder einer zum Ausbruch reizenden Aufwieglerin zu. Wer den akademischen Soziologenjargon nicht scheut, wird belohnt mit originellen Denkanstössen zu einem turbulenten Abschnitt europäischer Kunst- und Sozialgeschichte.
Kleine Kolonialgeschichte
Ubi. Vor sieben Jahren ist Wolfgang Reinhards "Geschichte der europäischen Expansion" in vier Bänden erschienen - das einzige Übersichtswerk zum Thema in deutscher Sprache, das den neueren Forschungsstand verarbeitet. Nun liegt auch eine handliche Kurzfassung dieses Werks vor, welche die geschichtliche Entwicklung bis zur Gegenwart nachzeichnet. Der Verfasser unterscheidet drei Grundtypen der Kolonisation: die Stützpunktkolonisation, wie sie die Portugiesen und Holländer im asiatischen Raum betrieben; die Siedlungskolonisation der Spanier und Engländer in Amerika, die von grossen Migrationsbewegungen getragen wurde; die Herrschaftskolonien, wie Engländer und Franzosen sie in Indien und Teilen Afrikas einrichteten. Wie schon im vierbändigen Werk legt Reinhard besonderes Gewicht auf die wirtschaftlichen und politischen Vorgänge, wobei er generalisierende Erklärungsmodelle meidet und - soweit auf knappem Raum möglich - den regionalen Besonderheiten Rechnung trägt. Demgegenüber tritt die geistesgeschichtliche Entwicklung zurück: Sie wird zwar im Zusammenhang mit der Mission gestreift; der emanzipatorische Diskurs im Zusammenhang mit der Dekolonisation wird aber nicht berücksichtigt. Das trotz unvermeidlichen Verkürzungen überzeugend gegliederte und gut lesbare kleine Werk ist nicht zuletzt Ausdruck einer seit einiger Zeit sich anbahnenden Neubewertung der europäischen Überseekolonisation, was etwa dann sichtbar wird, wenn der Autor bemerkt, der Historiker habe dafür Verständnis aufzubringen, "dass Menschen unter Umständen lieber von ihresgleichen schlecht als von Fremden gut regiert werden wollen".
Thorstein Veblen über den Sport
upj. In seiner "Theorie der feinen Leute" (1899) hat der Sozialökonom Thorstein Veblen den "Überresten der Barbarei im modernen Leben" ein ganzes Kapitel gewidmet. Zu finden sind darin auch etliche Reflexionen über das Phänomen Sport, in welchem der Amerikaner ein zentrales Indiz für die "Restbarbarei der Moderne" zu erkennen glaubte. Es sei eine "merkwürdige Puerilität" im sportlichen Wettkampf sichtbar, nüchterne Männer übten sich in Kinderspielen, zu welchen Theatralik, Geschwätz und Ritual zu gehören hätten, damit an der Ernsthaftigkeit des sportlichen Tuns nicht gezweifelt werde. Der "Jargon der Sportler" bestehe im übrigen aus äusserst blutrünstigen Wendungen, die dem Sprachschatz der Kriegführung entnommen seien; auch das galt Veblen als Indiz für die These, dass der Sport etwas vortäusche, was in der Wirklichkeit keine (ökonomische) Entsprechung finde. - Doch liess sich die Körperkultur von Veblens Beckmesserei nicht aufhalten; Ernst Bloch, Karl Jaspers, Alfred Vierkandt, Eduard Spranger, Helmuth Plessner, Theodor W. Adorno . . . - der Sport wurde ein reizvolles Thema auch für Philosophen. - Volker Caysa hat einen "sportphilosophischen" Reader zusammengestellt, der Antworten geben soll auf die Frage, weshalb der Sport im 20. Jahrhundert zu einer identitätsstiftenden Lebensform geworden sei.
Berlin-Cölln 1640-1688
lx. Unzählige Naturwissenschafter, Theologen, Schulmänner und Juristen haben das wissenschaftliche Antlitz des Kurfürstentums Brandenburg zwischen 1640 und 1688 geprägt; wenige von ihnen allerdings waren so herausragende Forscher, dass die Gegenwart sich ihrer noch deutlich erinnern würde. Lothar Noack und Jürgen Splett haben im Auftrag der Arbeitsgruppe "Brandenburgische Geistesgeschichte der Frühen Neuzeit im europäischen Kontext" nun in monatelanger Kleinarbeit die Bio-Bibliographien von 54 brandenburgischen Gelehrten der Frühen Neuzeit erarbeitet. Der Band dokumentiert anhand einer Vielzahl von Lebensläufen auch die Bildungsetappen sowie die unterschiedlichen Methoden, Lehr- und Lektürepläne, die den Werdegang eines Gelehrten in der Regierungszeit des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm prägten. In die einzelnen Artikel eingearbeitet ist überdies das für die damalige Zeit sehr charakteristische Personal- und Gelegenheitsschrifttum. In Vorbereitung findet sich ein unmittelbar anschliessender Band mit Bio-Bibliographien von 1688 bis 1713. (Vielleicht wird dort auch die eine oder andere Frau mit wissenschaftlichen Leistungen vertreten sein?)
Der Geliebte der Frau Nobel u. a.
rox. Der Apfel ist das berühmteste Objekt der wissenschaftlichen Folklore. Die Ballistik muss ihn kennen (Tells Apfelschuss), die Physik kann ohne ihn nicht auskommen (Isaak Newton und die Anziehungskraft), eine Computerfirma bietet eine bereits angebissene Variante an. Wer aber fragen wollte, ob es sich beim Apfel Newtons um einen Granny Smith oder einen Golden Delicious gehandelt habe, tut Schändliches


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