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Seite 20

Das Pferd, das den Bussard jagte - Maarten 't HartDas Pferd, das den Bussard jagte
Maarten 't Hart

Taschenbuch, Juni 2003
     Verkaufsrang: 49869      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Ein Dame spielender Onkel, der bibelfeste Vater, der verliebte Biologe, ein Pastor auf dem Rennrad: Immer ist es Maarten ’t Hart selbst, dem wir in diesen zwölf grandiosen Geschichten begegnen, die der Autor eigens für die vorliegende Ausgabe zusammengestellt hat. Seine Orte und Landschaften, die Klänge eines Konzerts, das Summen von Wespen im April – Maarten ’t Harts ganzer Kosmos findet sich in diesen poetischen Stücken wieder und zeigt den Autor des Bestsellerromans »Das Wüten der ganzen Welt« als einen der großen niederländischen Geschichtenerzähler.

»Man kann sich nicht losreißen – einfach weil Maarten ’t Hart ein hinreißender Erzähler ist.« Die Zeit


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ruhige Geschichten, schöne Stimmungen      5 von 5 Punkten
Zwölf wunderbare Kurzgeschichte verbergen sich hinter diesem Buchtitel.

Wer seinen ruhigen und oftmals augenzwinkernden Erzählstil mag, kommt hier voll auf seine Kosten. So schreibt nur Maarten 't Hart. Wer ihn kennt, erkennt ihn aus 1000 Texten sofort wieder.

Maarten 't Hart gibt dabei einmal mehr Details aus seiner eigenen Kindheit und seinem Leben preis. Rückblicke in die eigene Familie ergänzen Details um seinen Vater in "Gott fährt Fahrrad" und zeigen eine Kindheit, die tief religiös geprägt ist, mit ihren Auswirkungen auf das Erwachsenenleben.

Was wir immer schon ahnten, wird hier literarisch aufgearbeitet: Elternhaus und Kirche drücken Menschen Stempel auf, die "waschecht" sind. Die Reaktionen des erwachsenen Hart darauf sind unterschiedlich. Sie reichen auch in Hart's Erzählungen von Depression und Wut bis zu Sarkasmus und Trauer.

Die Liebesgeschichte, die den Titel hergab, ragt als Erzählung aus den anderen heraus - als abweichende Betrachtungen der Ehe.

Lesen mit Gewinn - für den der's mag.



Hundstage - Walter KempowskiHundstage
Walter Kempowski

Taschenbuch, Oktober 2004
     Verkaufsrang: 133443      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"Hundstage" - die heiáesten Tage des Sommers. Diese Zeit will der Schriftsteller Alexander Sowtschick auf seinem sch”nen Anwesen in Norddeutschland verbringen. Allein, ohne seine Ehefrau und ganz auf sein neues Werk konzentriert. Aber die geplante Idylle wird grndlich gest”rt: Es kommt zu einer Reihe unvorhergesehener Ereignisse - bis hin zu einem Mord. Und Alexander Sowtschick n„hert sich immer mehr den Abgrnden der eigenen Seelenlandschaft.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Erstklassig      5 von 5 Punkten
Feiner Humor, Ironie und viel unterschwellige Erotik, am besten zu lesen an heißen Sommertagen, denn die Stimmung der heißesten Tage ist einmalig gut eingefangen.

Gleichzeitig eine Zeitreise in die 80er, aus der Sicht eines damals 60jährigen. Die Hauptfigur lebt auf einem Anwesen, wie es sich Erfolgreiche in den 60ern und 70ern bauen ließen, als der Grund auf dem Land noch fast umsonst zu haben war und als ein eigenes Schwimmbad dazugehörte. Allein die ausführlichen Beschreibungen des Hauses sind schon sehr nostalgisch.

Das Nachkriegs-Westdeutschland einschließlich der unvermeidlichen 68er bekommt sein Fett ab, aber niemals platt, sondern beiläufig eingestreut und gerade deswegen erheiternd. Natürlich wird auch der Literaturbetrieb gnadenlos vorgeführt.

Die beiden Mädchen (eine Schülerin und eine junge Studentin), die dem Hauptdarsteller als Musen die Tage und Nächte versüßen, sind späte Babyboomer. Hut ab vor Walter Kempowski, wie treffend er diese Generation trotz des großen Altersunterschieds beschreibt.

Der Vergleich mit Thomas Mann ist keineswegs unangemessen. Es ist ein heiterer und lockerer Roman, aber keine Unterhaltungsliteratur (das erklärt die Enttäuschung einiger Leser hier). Wer das Lesen von großer Literatur gewöhnt ist, dem wird keine Minute langweilig vorkommen.

Einer der besten deutschen Nachkriegsromane!


 Weitere Lesermeinungen


Eine Vielzahl von Sünden: Storys - Richard FordEine Vielzahl von Sünden: Storys
Richard Ford

Taschenbuch, Mai 2004
     Verkaufsrang: 40530      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Mit seinem neuen Erzählband tritt Richard Ford den Beweis an, dass er ein Meister der zeitgenössischen Kurzgeschichte ist. Die zehn Erzählungen umkreisen das Thema der Untreue. In Momentaufnahmen zeigt Ford Episoden einer heimlichen Liaison. Dabei fängt er das Verlangen ein, das Männer und Frauen in eine Affäre treibt, die sie nicht beabsichtigt haben, der sie aber auch nicht widerstehen können, und schildert widersprüchliche Gefühle: Manche bedauern, dass es die Beziehung je gab, andere, dass sie zu Ende gehen musste. Da ist ein Mann, der Gefallen daran findet, einer Unbekannten in der gegenüberliegenden Wohnung beim Entkleiden zuzuschauen, während seine Frau neben ihm schläft. Da sucht ein Paar seine Eheprobleme durch die Sorge um einen vor ihrer Tür ausgesetzten Hund zu verdrängen, und eine Steuerberaterin konfrontiert ihren Geliebten mit "ihrem Ehemann" (in Wahrheit ist es ein eigens angeheuerter Schauspieler), um eine Entscheidung über ihre Beziehung zu erzwingen. Was die Erzählu ngen verbindet, ist der Wunsch der Protagonisten, der eigenen Bedeutungslosigkeit zu entkommen, ihre Suche nach Nähe und Vertrauen. Richard Ford zeigt einmal mehr seine große Fähigkeit, die Figuren psychologisch auszuleuchten: Raffiniert webt er Dialoge, Reflexionen und Erinnerungen ineinander und offenbart so verborgene Gefühle und Sehnsüchte. Dabei besticht seine Prosa durch ihre oft lyrisch verdichtete Sprache.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Amerikanische Seitensprünge      4 von 5 Punkten
Die zehn Geschichten unter dem Titel "Eine Vielzahl von Sünden" ("A Multitude of Sins") von Richard Ford liegen jetzt auch als Taschenbuch vor, leider in einem blassen, wenig leser- und augenfreundlichen Druck.
Die "Sünden" sind meist Seitensprünge, über die hier in verschiedenen Variationen berichtet wird. In einer nachdrücklichen, unaufgeregt-poetischen Sprache fließen die Stories dahin, meist ohne eine endgültige Lösung oder eine Pointe anzubieten. Ford schreibt nicht auf den Effekt hin, sondern lässt seine Figuren in Bildern der Melancholie und Alltäglichkeit ihr kleines Glück suchen - oder das, was sie dafür halten.
Sinngemäß heißt es einmal, der Betrug sei etwas sehr Amerikanisches. Tatsächlich ist Amerika mit seinen Großstädten, Highways, Motels und Restaurants als äußerer Rahmen ständig präsent, in dem auf verschiedenste Weise über die amerikanische Befindlichkeit reflektiert wird. Der Nebeneffekt manch themenzentrierter Erzählbände, nämlich eine gewisse Austauschbarkeit und Ähnlichkeit der Geschichten, findet sich leider auch in "Eine Vielzahl von Sünden". Das Buch häppchenweise zu lesen, bringt sicher den größeren Lesegenuss.
Besonders die abschließende Story "Abgrund", die letzte Reise eines seitenspringenden Pärchens zum Grand Canyon, ist ein Konzentrat der Kunst Richard Fords: Psychogramm und erotischer Kommentar, Roadstory und Beziehungskiste - alles auf 85 Taschenbuchseiten verdichtet. Lesenswert !


Der Tod des Teemeisters: Roman - Yasushi InoueDer Tod des Teemeisters: Roman
Yasushi Inoue

Gebundene Ausgabe, März 2007
     Verkaufsrang: 19454      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Yasushi Inoues historischer Roman führt uns ins Japan des ausgehenden 16., beginnenden 17. Jahrhunderts. Es ist die Zeit der Shogune und der Samurai. Der geheimnisumwitterte Tod des berühmten Teemeisters Sen no Riky-u (1522-1591), des Begründers der japanischen Teezeremonie, gibt bis heute Anlaß zu Spekulationen. Als Meister Riky-u im Alter von 69 Jahren als offizieller Teemeister auf dem Höhepunkt seines Ruhms steht, begeht er Selbstmord. Den Befehl dazu erhielt er von dem Kriegsherrn Hideyoshi, in dessen Diensten er stand. Weigerte sich Sen no Riky-u, seine der Einfachheit verpflichtete Kunst als politisches Machtinstrument mißbrauchen zu lassen? Oder sollte mit dem Tod des Teemeisters die höchste Stufe der Vollendung der Teezeremonie erreicht werden? Riky-us Schüler, der Mönch Honkaku, zieht sich nach dem Tod seines Meisters in die Einsamkeit zurück und beginnt, nach den Hintergründen der mysteriösen Selbsttötung zu forschen. In einem Tagebuch zeichnet er die Chronologie der Ereignisse nach, spürt Intrigen und geheime Machenschaften auf ... Der Tod des Teemeisters, erschienen 1981, ist eines der wichtigsten Werke Inoues. Es gilt als eine Art künstlerisches Vermächtnis. Wie schon in seiner frühen Erzählung Das Jagdgewehr zeigt er sich auch hier als großartiger Geschichtenerzähler, der es meisterhaft versteht, ahistorische Themen wie den Widerspruch zwischen Individuum und Gesellschaft, den Konflikt zwischen Pflichterfüllung und eigener Überzeugung sowie zwischen Kunst und Leben zu veranschaulichen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

schlichte Strenge, großartige Erzählkunst      5 von 5 Punkten
Dieser Roman spielt im Japan des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts, zur Zeit Toyotomi Hideyoshis und nach dessen Tod.
Im Blickpunkt steht der mysteriöse Tod des großen Teemeisters Sen no Rikyu, der auf Befehl Hideyoshis erst in die Verbannung geschickt und anschließend Seppuku begehen mußte.
Haupfigur ist dessen langjähriger Schüler der Zen-Mönch Honkaku, der nach und nach die Zusammenhänge und Verstrickungen hinter dem Tod des Meisters lüftet.
Dieses Buch ist sozusagen "literarisches Zen" , beim Lesen kommen eine unglaubliche Atmosphäre und eine große Spannung rüber, ein gewisses Interesse für die japanische Zen- und Samuraikultur vorrausgesetzt.
Der Autor hat einen unglaublichen Erzählstil und geht auch auf jedes noch so kleine Detail ein, so daß man manche Kapitel und Stellen mehrfach lesen muß um nicht den Überblick und die Zusammenhänge aus den Augen zu verlieren. Dazu kommt, daß man durch diese Lektüre auch noch sehr viel Hintergrundwissen über die Teezeremonie erfährt.

Der wahre Geist des Tees ...      5 von 5 Punkten
Selten habe ich ein Buch gelesen, das derart den wahren Geist der Teezeremonie atmet. Welch eine Klarheit, Kühle und Stille von diesem Buch ausgeht ... Wer als Leser allerdings keine Erfahrung und Kenntnisse über Zen, Meditation, Teezeremonie und das alte Japan mitbringt, dürfte sich mit diesem Buch reichlich schwer tun. Für Kenner jedoch ein echter Genuss!


Harun und das Meer der Geschichten - Salman RushdieHarun und das Meer der Geschichten
Salman Rushdie

Taschenbuch, Juli 2005
     Verkaufsrang: 92765      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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In der traurigsten Stadt aller Städte lebt der Geschichtenerzähler Raschid mit seiner Familie. Raschid hat Feinde, doch das beeinträchtigt ihn nicht in seiner Fähigkeit, ganze Feuerwerke an Phantasie zu versprühen. Seine Geschichten von Prinzessinnen, bösen Onkeln und fetten Tanten und von schnauzbärtigen Bösewichten finden eine begeisterte Zuhörerschaft. Eines Tages allerdings wird Raschid von seiner Frau verlassen, und von Stund an versiegt die Quelle seiner Phantasie, und keine einzige Geschichte will ihm mehr über die Lippen kommen. Da begibt sich Raschids Sohn Harun zum Meer der Geschichten, in der Hoffnung, dem Vater das große Erzähltalent zurückbringen zu können . . .

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Was für eine Geschichte!      5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch vor zwölf Jahren im Englischunterricht gelesen und es hat mich absolut fasziniert. Rushdie und seine unglaublich fantasievollen Geschichten begeliten mich seit da durch mein Leben. Der Autor versteht es wie kein Zweiter Bilder zu zeichnen und den Leser in eine für ihn unbekannte Welt zu entführen.
Die englische Version von "Haroun" gefällt mir allerdings wesentlich besser wie die deutsche Übersetzung, da in letzterer die vielen Wortspiele leider komplett verloren gehen. Dennoch, ein Buch, dass man getrost sogar sienen Kleinkindern vorlesen kann.


 Weitere Lesermeinungen


Der Scherz - Milan KunderaDer Scherz
Milan Kundera

Taschenbuch, April 1998
     Verkaufsrang: 133567      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Wütend schickt der Student Ludvik eine Postkarte an seine Freundin Markéta: »Optimismus ist das Opium der Menschheit! Ein gesunder Geist mieft nach Dummheit! Es lebe Trotzki! Ludvik.« Mit dieser als Scherz gedachten Karte stürzt Ludvik sich ins Unglück. Er wird von der Universität relegiert und mit einem Strafbataillon in die Kohlegruben geschickt. Jahre später versucht Ludvik sich zu rächen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

Wunderbare Poesie beschreibt unerträglichen Schmerz      5 von 5 Punkten
Dieses Buch begleitet mich seit meinem 20 Lebensjahr, alle zehn Jahre muß ich es einfach nochmal lesen. Und nie hat es an Aussagekraft und Bedeutung verloren, wenn sich auch alles immer wieder ein wenig verschiebt.

Die Geschichte: in seiner Studentenzeit wurd Ludvik aufgrund eines zynischen Scherzes aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen und verliert damit alle Hoffnung auf seine bis dahin so gut beginnende Karriere. Die nächsten Jahre seines Lebens im Arbeitslager und - etwas undefinierbarer die Zeit danach - ist er sehr mit sich selbst beschäftigt, sucht verzweifelt nach Liebe und will sich an den Menschen, die ihm das angetan haben, rächen. Auf diesem Weg verkennt er immer und immer wieder was er für die Menschen, mit denen er zu tun hat, bedeutet und hinterläßt eine Spur der emotionalen Verwüstung. Erst sehr viel später - vielleicht ist er 30, vielleicht 40, das wird nicht klar - wird ihm bewußt, daß es keine Möglichkeit gibt, das Vergangene zu verändern und wiedergutzumachen. Der Leser wünscht Ludvik, daß er ab nun mit innerem Frieden den Rest seines Lebens verbringen darf.

Dabei wird die Geschichte anhand von vier Protagonisten erzählt, die jeder ein einzelnes komplettes Bild im Mosaik abgeben. Am poetischsten und literarisch am schönsten verfaßt empfinde ich die Geschichte von Jaroslaw, welcher der alten mährischen Musik verfallen ist und so viel archaische Weisheit in ihr sieht und der verzweifelt - und zum Schluß leider vergeblich - veruchst, diese Musik in die Moderne zu transportieren.

Der Schmerz, den jeder einzelne Protagonist erlebt, erlebt der Leser hautnah. Mit 20 war es das Leid der von Ihrem Liebsten verstoßenen Helena - das tat so sehr weh. Mit 30 Ludvik selbst, der den Boden unter den Füßen komplett verloren hat. Und nun, mit 40, hat mich besonderes Jaroslaw gepackt, der irgendwo in der Vergangenheit verhaftet bleibt und keinen Bezug zu seinem Sohn aufbauen kann.

Zum Schluß sei gesagt - daß Buch ist wunderschön und sehr tiefsinnig, aber es ist keine schwere Lektüre. Ich kann es jedem empfehlen, der sich mit einem "Kleinod" versehen und sich einem Mix aus Gefühlen, Gedanken und Genießen hingeben möchte.


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Hundert Jahre Einsamkeit. Roman - Gabriel García MárquezHundert Jahre Einsamkeit. Roman
Gabriel García Márquez

Taschenbuch, 1984
     Verkaufsrang: 54177     

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Nach einem Mord, und nachdem der Geist des Ermordeten ihn und seine Frau nicht mehr in Ruhe gelassen hatte, machen sich José Arcadio Buendía, seine Frau Ursula und einige andere auf den Weg, um ein neues Dorf zu gründen. Macondo liegt irgendwo im Urwald, keine Straße führt dorthin, und nur die Zigeuner finden immer wieder ihren Weg zu ihnen, um ihnen die neuesten Erfindungen zu präsentieren -- die von José Arcadio jeweils mit Begeisterung gekauft und ausprobiert werden, ob es sich nun um Magneten oder um Chemikalien handelt. Melchíades, der Weise, der diese Erfindungen jeweils präsentiert, unterweist ihn im Gebrauch dieser Neuerungen.

Zwei Söhne werden ihnen geboren; José Arcadio und Aureliano. Das Haus füllt sich auch sonst mit Menschen; immer mehr werden es, die Kinder der Gespielinnen der Söhne werden ebenso im Haus deponiert wie entfernte Verwandte, von denen keiner weiß, wer sie eigentlich sind. Über Generationen hinweg wird nun von dieser Familie erzählt; vom General, der 32 Aufstände anzettelt und jedesmal scheitert, der unzählige Attentate überlebt, der siebzehn Söhne zeugt und alle in einer einzigen Nacht wieder verliert; von Eifersüchteleien, von unerfüllter Liebe und Leidenschaft, von Inzest, vom Leben und vom Sterben. Mit der Familie wächst auch das Dorf, wird immer weiter an die Errungenschaften der Technik angeschlossen, eine Eisenbahn verkehrt, eine Bananengesellschaft wird gegründet; bis das Rad sich wieder dreht und das Dorf wieder zu seinem Ursprung zurückkehrt. Naturkatastrophen verhindern das Bleiben der Bananengesellschaft, auch sonst passiert hier nicht mehr viel, und zum Schluss soll sich auch noch die alte Prophezeiung erfüllen, dass zu viel Inzucht zu Söhnen mit Schweineschwänzchen führt.

Zu diesem Buch eine Inhaltsangabe abzugeben, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Viel zu viel passiert auf diesen beinahe 500 Seiten; und vor allem: Es ist ausgesprochen schwierig, bei diesen vielen sich überschneidenden Generationen mit den ewig gleichen Namen den Überblick nicht zu verlieren. Wobei der Autor mit dieser Unsicherheit ja auch ganz bewusst arbeitet; es gibt ein Zwillingspärchen, das sich bis zum Tod immer wieder vertauscht und selber nicht mehr weiß, wer nun wer ist.

Vor zehn Jahren hatte ich dieses Buch ja schon einmal gelesen. Meine Erinnerung an den Inhalt war recht spärlich, aber woran ich mich noch genau erinnern konnte, war das Gefühl, ein höchst beeindruckendes Buch gelesen zu haben. Es lohnt sich sehr, sich für dieses Buch eine längere Zeitspanne zu reservieren, in der man ununterbrochen lesen kann; der in diesem Buch begründete magische Realismus kann so seine Wirkung am besten entfalten.

Woran ich mich auch nicht erinnern konnte, oder was mir damals vielleicht auch noch gar nicht aufgefallen war, ist der unglaubliche Humor, der hier versteckt ist. Allerdings ist es ein tiefgründiger Humor, der seine Wirkung daraus bezieht, dass man die Figuren im Buch kennt, und der sich schwerlich durch die Erzählung von Anekdoten wiedergeben lässt. Alles in allem bin ich wiederum schwer begeistert und freue mich schon auf den Genuss, den dieses Buch mir beim nächsten Lesen bieten wird. --Daniela Ecker

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 39 Bewertungen)

Abtauchen in eine phantastische Welt      5 von 5 Punkten
Das Buch ist das schönste Buch, das ich je gelesen habe. Bereits nach wenigen Seiten tauscht man ab in den südamerikanischen Urwald, ins fiktive Macondo, in dem die Geschichte des Dorfes und der Familie Buendía über 100 Jahre erzählt wird. Teilweise witzig, teilweise traurig, aber immer mit einn gehörigen Portion Charme, so dass man das Buch garnicht weglegen möchte. Leicht beschwinglich wird diese Familiengeschichte erzählt, nicht so melodramatisch wie "Das Geisterhaus" von Isabel Allende oder so nüchtern-trocken wie "Die Buddenbrooks" von Thomas Mann.


 Weitere Lesermeinungen



Selim oder Die Gabe der Rede - Sten NadolnySelim oder Die Gabe der Rede
Sten Nadolny

Sondereinband, Juli 2007
     Verkaufsrang: 107328      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der eine will um jeden Preis ein großer Redner werden, obgleich ihm nichts schwerer fällt als das freie Sprechen. Der andere träumt von einem sorglosen Leben inmitten einer Schar von Freunden. Nichts scheint Alexander, den neunzehnjährigen Studenten aus Rosenheim, und Selim, den einundzwanzigjährigen Amateurringer aus der Südtürkei, zu verbinden - bis Alexander in Selim den geborenen Erzähler und seinen möglichen Lehrmeister entdeckt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Die Rede, Das Erzählen, Deutschland und die Türkei      4 von 5 Punkten
Ein sehr langatmiges Buch, das von den 60er Jahren bis in die 90er den Lebensweg der Hauptperson Alexander schildert. Das ganze wechselt von Tagebucheintragungen bis zu der erzählten Geschichte, über die in den Tagebüchern wiederum als Roman geschrieben wird, den unsere Hauptperson schreiben will. Diese Schreibform hat durchaus etwas erfrischendes, weckt das Gefühl, als hätte der Autor hier selbst mitgespielt, und gleichzeitig als wäre dieser Alexander sehr lebendig, ehrlich, wie er da schreibt. Inwiefern sich der Autor hier selbst mit seiner Hauptperson identifizieren kann, interessant wäre es, wenn auch nicht unbedingt wichtig, man stellt sich diese Frage bei diesem Roman jedenfalls leicht aufgrund der Art wie es geschrieben ist.
Inhaltlich wird zum einen das Leben, die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland in genannter Zeitspanne geschildert. Hier erzeugt das Buch eine durchaus gelungene Atmosphäre, allerdings ist der Blickwinkel nicht sehr allgemein gehalten, eher immer aus Sicht der jeweiligen Personen der Handlung, hier natürlich auch aus der der Türken.
Zum anderen werden Gedanken über die Rede, über das Erzählen an sich, über Diskussionen, über politisches Erörtern geformt, treiben durch das ganze Buch dahin, berühren hier und da philosophische Grenzen, um sich schliesslich auch in einfachen Lebensweisheiten wiederzufinden.
Zum dritten wird am Schluss des Romans die Türkei in den Mittelpunkt gerückt. Und die Türken. Hier wird die Atmosphäre gleich noch besser, diesen Schluss habe ich sehr genossen, und gegenwärtig ist die Türkei durch Orhan Pamuk als Literaturnobelpreisträger wieder brandaktuell, und dadurch auch eventuell dieses Buch hier von Sten Nadolny.
Dennoch hat es neben seiner Langatmigkeit auch andere Schwächen. An den im Buch erwähnten Spruch "Man soll eine gute Geschichte nicht durch die Wahrheit verderben" wird sich scheinbar mit Absicht nicht gehalten, was zwar eine gute weil gewagte Idee ist, aber den Leser doch irgendwie ein bisschen enttäuscht zurücklässt. Die Ideen der Hauptperson wandeln sich durch seine launige Art fast zu extrem, zu sehr ein hin und her bei dem man die Richtungen manchmal nicht deutlich ausmachen kann.

Fazit: Trotz kleiner Schwächen ist dieses Buch sehr lesenswert, vor allem für Leute die dieser Generation angehören (ich selbst bin ein zwei Generationen jünger, dennoch war die Atmosphäre auch für mich noch gut fühlbar). Zudem ist wie erwähnt die Türkei ein aktuelles Thema, auch wenn hier die in Deutschland lebenden Türken eher im Mittelpunkt stehen und nicht die Türkei selbst. Eine schöne Beschreibung Istanbuls findet sich dennoch.

Ein wunderbares Buch!      5 von 5 Punkten
Sten Nadolny schildert in seinem Buch nicht nur die Geschichte des türkischen Einwanderers Selim und die des jungen Deutschen Alexander, sondern vermittelt auch ein Bild der BRD von den 60er bis zu den 80er Jahren. Dabei verfolgt Nadolny einen ganz eigenen Standpunkt, der z.B. die Geschehnisse von 1968 in einem anderen Licht erscheinen lässt als man das normalerweise gewohnt ist. Nadolny versteht es so gut, sich in seine Charaktere hineinzuversetzen und ihren Gefühlszustand mal ernst mal lustig und ironisch zu schildern, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann. Ganz wunderbar beschreibt Nadolny u.a. die Ankunft türkischer Gastarbeiter in Deutschland. Man kann dabei herzlich lachen und mitfühlen, bekommt aber auch gleichzeitig ein Bild der BRD aus anderer Perspektive vermittelt. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen!


Die Vertreibung aus der Hölle - Robert MenasseDie Vertreibung aus der Hölle
Robert Menasse

Broschiert, Mai 2008
     Verkaufsrang: 176111      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das Portugal des frühen 17.Jahrhunderts: Religiöser Fanatismus im Zeichen des Kreuzes, die Scheiterhaufen brennen. Hier lebt Manoel Dias Soeiro, das jüngste Kind einer Familie von Marranen, geheimen Juden unter der ständigen Bedrohung, entdeckt und an die Inquisition verraten zu werden. Manoel weiß noch nichts von seiner Herkunft und beteiligt sich an den grausamen Spielen der Kinder, die sich schon früh im Denunziantentum üben. Doch dann fallen seine eigenen Eltern den Inquisitoren in die Hände. Manoel, auch Mané gerufen, was soviel heißt wie "der Naive", ist das Kind mit den vielen Namen. Nach einer abenteuerlichen Flucht wird er schließlich in Amsterdam als der jüdische Gelehrte Samuel Manasseh ben Israel in die Geschichte eingehen.

Das heutige Wien: Der Historiker Viktor Abravanel, geboren 1955, besucht 25 Jahre nach Schulabschluss ein Klassentreffen und provoziert bereits beim Aperitif einen Eklat, als er die anwesenden Lehrkräfte beschuldigt, ehemalige NSDAP-Mitglieder zu sein. Nachdem sich die Gesellschaft fluchtartig aufgelöst hat, lässt Viktor im Gespräch mit seiner Jugendliebe Hildegund die überwiegend tragikomischen Ereignisse seiner Schüler- und Studentenzeit wiederaufleben.

Fast vier Jahrhunderte liegen zwischen diesen beiden Biografien. Im Roman bilden sie zwei so eng ineinander gewobene Handlungsstränge, dass die Übergänge fließend zu sein scheinen. Immer wieder zeigen sich deutliche Parallelen: Samuels Familie entkam nur knapp der Inquisition, Viktors jüdischer Vater musste vor den Nazis nach England flüchten. Aber auch alltägliche Zwänge und Grausamkeiten in Familie, Ausbildung und Beziehungsleben scheinen als das immer Gleiche wiederzukehren, als private Höllen, die wir immer erst rückblickend erkennen: nachdem wir aus ihnen vertrieben wurden.

Robert Menasse hat mit Die Vertreibung aus der Hölle bereits seinen vierten Roman vorgelegt. Wie schon in der Trilogie der Entgeisterung zeichnet er, nun vor historischem Hintergrund, ein düsteres Bild unserer Zeit -- ohne Larmoyanz, aber mit viel Sarkasmus, Wortwitz und Sinn für Groteskes. Die autobiografischen Züge an der Figur Viktors werden durch die Namensgleichheit mit ihrem geschichtlichen Alter Ego noch pointiert. (Ein von Rembrandt gemaltes "Portrait des Rabbi Menasse" ziert auch das Buchcover.)

Die historischen Passagen versteht Robert Menasse mit viel Fantasie und Einfühlungsvermögen packend zu schildern: die von religiösem Fanatismus aufgeheizte Stimmung auf den Straßen Lissabons, das mörderische Spektakel eines Autodafés, die Angst der Verfolgten, ihre Flucht in die Freiheit und die nie endende Qual der Erinnerung. Die narrative Engführung mit der letztendlich als Farce erscheinenden Lebensgeschichte Viktors geht dabei aber nicht ganz auf. Der groß angelegte Roman verliert durch den Anschein, primär eine vergleichende Fallstudie zu sein, ein wenig an innerer Kraft. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass sich die Geschichte insofern wiederholt, als wir uns selbst in ihr wiedererkennen: unsere ratlosen Gesichter, unsere verzerrten Fratzen. --Mathis Zojer

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Wechselspiele      5 von 5 Punkten
25 Jahre nach der Matura kommt es bei einem Klassentreffen, bei dem auch viele ehemalige Lehrer anwesend sind, durch den Geschichtsprofessor Viktor zu einem Eklat. In geselliger Runde verliest er plötzlich die NSDAP - Mitgliedsnummern der anwesenden Lehrer, worauf diese empört das Restaurant verlassen. Nur Viktor und seine ehemalige Schulkollegin Hildegund bleiben. Zwischen ihnen entspinnt sich im Laufe des Abends ein Austausch an Erinnerungen, Geständnissen, Erklärungen, den sie als Schüler nie haben konnten.

Die Parallelhandlung erzählt von Máne, einem jüdischen Kind im Portugal des 17. Jahrhunderts. Seine Eltern werden von der Inquisition verfolgt, Máne soll als Jesuit aufwachsen, doch nach vielen Mühen gelingt ihnen die Flucht nach Amsterdam, wo Juden eine Bleibensberechtigung haben. Máne geht in die Rabbinerschule und soll schon bald der Lehrer Spinozas werden.

Was auf den ersten Blick nicht zusammen gehen kann, weil die Zeit zu weit auseinander ist und die Gesellschaften sich in nichts ähneln, wird bald zu einem Vexierspiegel indem man Viktor und Máne wiederfindet. Menasses erzählerischer Stil schafft es eine spannende Geschichte zu formen, die das Aufwachsen zweier Männer erzählt und deren Handlungen und Erlebnisse sich trotz der wenigen Gemeinsamkeiten, die sie haben, immer mehr verstricken und bald ist die Jugendgeschichte Mánes ein Vorläufer der von Viktor. Sachen, die im 17. Jahrhundert den sicheren Tod bedeutet hätte, werden im 20. zu Peinlichkeiten und genauso umgekehrt.
Immer deutlicher kommt aber der Machtwahn des Menschen heraus. Máne und Viktor sind Mitläufer, Ausgegrenzte, die nur zu gerne dazugehören wollten. Ihr gesellschaftliches Manko versuchen sie mit Fleiß wegzumachen, doch müssen sie immer wieder einsehen, dass der größte Fleiß und willenloseste Anpassung nichts nützen, wenn die Gesellschaft nicht will, dass sie dazugehören.
Ein sehr erschreckender Roman, der jedoch leicht und locker erzählt wird, das macht die großen Qualitäten Menasses aus.

 Weitere Lesermeinungen



Pinguine frieren nicht - Andrej KurkowPinguine frieren nicht
Andrej Kurkow

Taschenbuch, August 2005
     Verkaufsrang: 89081      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Pinguine frieren nicht, und hin und wieder haben sie ein ziemlich heißes Leben. Zumindest, wenn sie Mischa heißen und Teil sind von Andrej Kurkows skurriler Erzählerwelt. Im Roman Picknick auf dem Eis hatte der russische Schriftsteller eben jenen Mischa-Pinguin nach Moskau verfrachtet und als Zimmergenossen bei seiner Hauptfigur Viktor einquartiert. Als erfolgloser Schriftsteller erhielt dieser vom Chefredakteur einer Zeitung den Auftrag, Nachrufe auf noch lebende Prominente zu schreiben, die sich dann allerdings hartnäckig dem Tod verweigerten: Ein tragischer Umstand für einen Autor, der sich endlich publiziert sehen will. Glücklicherweise wurde dieser Grund in Picknick auf dem Eis durch ein paar Morde der Mafia etwas abrupt aus der Welt geschafft.

Nun ist die Mafia hinter Viktor her, und als er in jener Klinik in Teofania auftaucht, die Mischa einstmals operiert hat, muss er erfahren, dass sein bester Freund inzwischen von finstren Gesellen entführt worden ist. Nur ein Zettel mit einer Botschaft bleibt als Spur zurück. Erst der Besuch eines von der Mafia belieferten Friedhofs, auf dem Viktor nicht nur auf bekannte Tote stößt, bringt weitere Klärung. Natürlich macht sich Viktor sofort auf die Suche nach dem Pinguin. Mit einer neuen Identität im Gepäck, die ihm auf einer Polarstation quasi aufgedrängt wurde, stellt er sich der kalten Verbrecherwelt. Und zum Schluss -- das darf man ruhig verraten -- gibt es ein (wenn auch melancholisches) Happyend.

"Jede Geschichte hat ihren Schlusspunkt", heißt es irgendwo in Pinguine frieren nicht: "Nicht unbedingt ein Finale, der Punkt ist wichtiger. Und einen dickeren Punkt als den Tod gibt es nicht." Was Kurkow angeht, so hat er viele dicke Punkte hinter die gelungenen Sätze seines faszinierenden Romans gesetzt. Bis zum Finale hat man deshalb große, trotz des kühlen Themas erwärmende, Lesefreude. --Thomas Köster

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Kein billiger Abklatsch von seinem Vorgänger!      5 von 5 Punkten
Von Kinofilmen kennt man es, dass meistens ein zweiter Teil produziert wird, der noch spektakulärer, dramatischer, brutaler, aufwändiger usw. als der erste Teil sein soll. Oftmals wird bei der Umsetzung dieser Vorgaben maßlos übertrieben und ein Film produziert, der die Qualität seines Vorgängers bei weitem nicht erreicht - sprich: das Ergebnis solcher Vorhaben ist meist nur ein billiger Abklatsch.

Sieht man sich die Fortsetzung von Andrej Kurkows "Picknick auf dem Eis" oberflächlich an, so könnte man gleiches befürchten. Das Buch ist fast doppelt so dick, als sein Vorgänger und Viktor hält sich nicht mehr nur in Kiew und Umgebung auf, sondern umreist die halbe Welt - unter anderem geht es ins umkämpfte Tschetschenien. Sexszenen werden ebenso umschrieben, wie Situationen, in denen Viktor brutal zusammen geschlagen wird. Das lässt befürchten, dass auch dieses Buch nur ein billiger "spektakulärerer" Abklatsch seines grandiosen Vorgängers sein könnte.

Das ist es aber nicht. Dafür sorgt schon alleine mal wieder Andrej Kurkows einzigartiger und zugleich auch unspektatulärer Schreibstil aus "Picknick auf dem Eis", dem er in diesem Fortsetzungsroman absolut treu bleibt.

Der Kiewer Autor scheut sich nicht vor Emotionen, stellt Gefühlsduselei im nächsten Moment der kühlen Realität gegenüber, und Viktor wird mal wieder zwischen allem hin und hergerissen - zusammen mit dem Leser -, mit viel Trubel und jeder Menge neuer Leute sowie alter Bekannter um sich herum, aber trotzdem einsam. Das Buch, so abenteuerlich auch sein Verlauf ist, hebt inhaltlich, wenn überhaupt, nur selten ein klein wenig ab.

Der großartige Nebendarsteller Mischa tritt erst spät in Erscheinung. Man vermisst ihn aber nicht ganz so sehr, weil sich eine ebenso wunderbare Nebendarstellerin dazu gesellt: die kleine Sonja, die letztendlich zur Hauptdarstellerin neben Viktor avanciert.

Nebenbei gibt es neben jeder Menge Wodka, Cognac, Kaffee und Tee noch ein bisschen Romantik bei Grießbrei mit Marmelade und Butter. Nicht zu vergessen ist auch der Winnie-Puh-Emailbecher, der Viktor ans Herz wächst.

Mal zieht sich die Handlung des Buches eine ganze Weile hin, mal geht es dann plötzlich wiederr Schlag-auf-Schlag geht, das alles natürlich versehen mit dem kühlen, trockenen, teilweise auch sehr makaberen Humor, wie wir ihn schon aus "Picknick auf dem Eis" kennen. Egal, ob es sich gerade hinzieht oder Schlag-auf-Schlag geht: langweilig wird es dem Leser dabei nie. Und letztendlich wird er jedes Mal, wenn er zu dem Buch greift, mehr von den kleinen, praktischen Kapiteln lesen, als er es sich zuvor vorgenommen hatte.

Dieses Buch wird die allermeisten seiner Leser fesseln, sollte aber ausschließlich nach "Picknick auf dem Eis" gelesen werden, da es sich sehr stark darauf rückbezieht.

An jenen Vorgänger kommt es meiner Meinung nach nur fast heran, weswegen ich hier am liebsten nur 4 1/2 Sterne vergeben würde. Zweifelsohne wird es wohl ein jeder lieben, der auch schon "Picknick auf dem Eis" geliebt hat.


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Bin ich schön? (Fiction, Poetry & Drama) - Doris DörrieBin ich schön? (Fiction, Poetry & Drama)
Doris Dörrie

Taschenbuch, November 1995
     Verkaufsrang: 186009      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Bin ich schön ist bereits das sechste Buch von Doris Dörrie und trotzdem ist ihr Name immer noch mehr mit ihren sehr erfolgreichen Filmen als mit ihren Büchern verbunden. Obwohl diese in ihrer Originalität und ihrem Witz den Filmen in nichts nachstehen.

Sie bietet in ihren neuen Erzählungen einen bunten Querschnitt aus unserer verrückten Alltagswelt -- den ganz normalen Wahnsinn eben.

Da ist die junge Mutter, die für ihre Tochter nur das Beste will, selbstverständlich kein Plastikspielzeug, schon gar keine Barbie-Puppe und nur Nahrung aus gesundem, biologisch-dynamischem Anbau. Daß sie dabei restlos verbiestert wird, das Lachen verlernt und ihrer Familie durch ihre Nervosität und Hektik den letzten Nerv tötet, merkt sie gar nicht. Da wirkt das von ihr beschäftigte, dunkelhäutige Au-Pair Mädchen aus Amerika herrlich unkompliziert und erfrischend: Gerade so wie eine jener roten Tüten mit knusprigen Pommes, die natürlich nur heimlich verdrückt werden dürfen und zu keinem Zeitpunkt auf dem Speisezettel der Familie zu finden sein werden.

Doris Dörrie beschreibt mit einer schonungslosen Ehrlichkeit das Nerven der Kinder, die Kleinlichkeit der Mütter, den Haß unter den besten Freundinnen und den täglichen Kleinkrieg zwischen den Ehepartnern.

Da engagiert sich das liberale Öko-Ehepaar für die vietnamesischen Asylanten und versteckt sich am Schluß hinter zugezogenen Gardinen, weil es die Freundlichkeit der Familie Hung auf Dauer nicht mehr ertragen kann.

Doris Dörrie verbindet einige ihrer besten Geschichten miteinander. Zuerst stellt sie die Nöte und Sorgen der besorgten Mutter mit ihrer heranwachsenden Tochter dar. In der folgenden Story dreht die Tochter den Spieß um und nimmt ihre Mutter so haarscharf ins Visier, daß sie deren unsinnigen Verhaltensweisen und Gewohnheiten wie unter dem Mikroskop zerpflückt. Hier zeigt Doris Dörrie, daß sie mit ihrem Erzähltalent aus dem vollen schöpfen kann.

Sie beschreibt die aufgeklärte, alternative Intellektuellenszene auf so herrlich offene Weise, daß man beim Lesen nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Doris Dörrie hält Tausenden von Frauen und Familien den Spiegel vor und nicht immer ist der Blick in den Spiegel angenehm, aber ehrlich. --Manuela Haselberger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Der ganz normale Wahnsinn      5 von 5 Punkten
In diesen wunderbar tragischen und klugen Geschichten von Doris Dörrie habe ich mich mehrmals wieder gefunden. Auch wenn ich weit weg von Midlife Crisis, Ehe und Kinderkriegen bin, haben sie mich sehr angesprochen. Intelligente Einsichten in das Alltagsleben, sprachlich hervorragend auf den Punkt gebracht. Auch die Zwischentöne und die unausgesprochenen Tragödien bringt Dörrie sehr gut rüber. Wer nach der Lektüre noch Lust auf Kinder kriegen und lähmenden Familienalltag hat, dem ist nicht mehr zu helfen.


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Von Mexiko nach Polen - Lily BrettVon Mexiko nach Polen
Lily Brett

Taschenbuch, April 2005
     Verkaufsrang: 73697      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lily Brett macht sich auf eine Reise, die sie von Mexiko nach Berlin und Polen und zurück in ihre Wahlheimat New York führt, wo sie die Anschläge des 11. September 2001 aus unmittelbarer Nähe erlebt.
Offen und unverstellt schildert sie ihr Leben, ihre Gedanken, Gefühle, ihre Arbeit als Schriftstellerin und stellt wieder ihre unnachahmliche Kunst unter Beweis, schwere Themen in ein leichtes Sprachgewand zu hüllen. Die persönliche Welt wird in ihrem neuen Buch...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Das Lächeln in Mexiko, der Tod in New York und immer wieder      5 von 5 Punkten
Lily Brett hat ihre Sammlung von Aufzeichnungen gleich vierfach dem Mann gewidmet, mit dem sie zusammenlebt, den sie liebt und der obendrein noch ihr Ehemann ist. Dies unterstreicht einmal mehr die sehr persönliche Art der Autorin, Auskunft zu geben. Der Originaltitel lautet „Between Mexico and Poland"; allein die Verfehlung des einen übertragenen Wortes etikettiert das Buch falsch. Es ist etwas völlig anderes, von A. nach B. zu fahren, als sich dazwischen aufzuhalten. (ansonsten gelungene Übersetzung: Melanie Walz)
Deutlich wird dies bereits im ersten Text. Die Autorin erzählt von einem Aufenthalt in Mexiko; selbst dort glaubt sie, jemanden polnisch sprechen zu hören. „Ich hatte mir tatsächlich eingebildet, ich hätte mich schreibend von Polen befreit. Aber das war ein Irrtum. Man kann sich schreibend nicht befreien. Wenn man das könnte, dann hätten all jene unter uns, die schreiben, ein glattes Leben ohne Makel."
Lily Brett wurde 1946 in Deutschland geboren, ihre Eltern heirateten im Ghetto von £odz und wurden im KZ Auschwitz getrennt. Sie fanden einander nach einem Jahr wieder. 1948 übersiedelte die Familie nach Australien. In all ihren Romanen ist die Geschichte der Familie ein zentrales Thema und der Autorin gelingt es immer wieder auf meisterhafte Weise, ihren Erkenntnissen und Betrachtungen neue Facetten hinzuzufügen. Reisen mit Lily Brett bedeutet im vorliegenden Buch einmal mehr, ganz in ihrer Nähe zu sein. Schonungslos offen und zuweilen herrlich selbstironisch schreibt sie von ihrer etwas neurotischen Art, Ordnung in die Welt bringen zu wollen, ihrer Liebe zum Planbaren, zur Routine. Diese wird gerade in Mexiko auf eine harte Probe gestellt, denn dort verabredet man sich sehr wage, die Busse fahren wann sie wollen und schließlich gibt es ein paar Tage lang kein Wasser im Haus. Doch es kann und wird noch schlimmer kommen: Als Lily und David zurück nach New York kommen, hat es in ihrer Wohnung, die sie in der Zwischenzeit untervermietet hatten, einen verheerenden Brand gegeben. Genau und bestürzend verfasst die Autorin hier eine Chronologie der Verluste. Diese wiederum wird in einem Maße übertroffen, wie sich die Autorin niemals vorstellen konnte, durch die Ereignisse am 11. September 2001. Durch ihre genaue und sehr private Darstellung zieht die Autorin den Leser ins Geschehen. Geschildert werden fast absurde Momente. So geht die Autorin, kurz nachdem das erste Flugzeug in einen der Türme des World Trade Centers eingeschlagen war, zum Zahnarzt. „Es ist erstaunlich, welche normalen Dinge man automatisch verrichtet, (...) Fast so, als könne man nicht wirklich erfassen, was geschehen ist, um nicht den Verstand zu verlieren."
Der letzte Text trägt den schlichten Titel „Polen". Lily Brett schildert darin erneut eine ihrer vielen Reisen nach Auschwitz und Birkenau. Ihr Leben lang ist sie auf der Suche nach Worten für das Unfassbare, was dort geschehen ist. Diese Worte trägt sie gleich Puzzleteilen zu einer Ahnung dessen zusammen, wohl wissend, dass das Sichtbare und das Wahre oft unterschiedliche Dinge sind.
Lily Brett hat im vorliegenden Buch erneut bewiesen, dass nicht große Themen an sich gute Literatur ausmachen, sondern eben jene Konzessionen an die kleinen, scheinbar unwichtigen Dinge am Rande Geschichten und Geschichte fasslich und lebendig werden lassen. Lily Bretts Art zu schreiben ist unverwechselbar, sie gehört zweifellos zu den bedeutendsten Autorinnen der Gegenwart.

Undine Materni



Der Sterne Tennisbälle - Stephen FryDer Sterne Tennisbälle
Stephen Fry

Taschenbuch, März 2003
     Verkaufsrang: 39929      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das Verschwinden von Ned Maddstone wird nicht von jedem betrauert. Der Musterschüler ist Sohn eines Tory-Abgeordneten, Cricket-As von blendendem Aussehen und Manieren -- und einer der Glücklichen, die Sex mit der schönen Portia schon einmal live erlebt haben. Grund genug für seine Mitschüler, den tumben Rufus und den schnöseligen Ashley, Ned von Herzen zu hassen. Auch Portias Vetter Gordon, unsterblich in seine Cousine verschossen, ist von dem Beau nicht sonderlich angetan.

Ein Dummerjungenstreich des hämischen Triumvirats, der dem Kameraden lediglich eine Nacht in einer Gefängniszelle bescheren sollte, mündet für Ned in einen 17-jährigen Albtraum. Kurz zuvor war ihm nämlich während einer Segelpartie von einem irischen Bootsmann ein Briefumschlag mit einer Londoner Adresse zugesteckt worden. Nachdem die Polizei den Schrieb als IRA-Botschaft identifizierte, tritt ein mysteriöser MI5-Beamter (eine Schlüsselfigur des Romans) auf den Plan, verhört Ned und schafft ihn umgehend und heimlich in die auf einer Insel gelegene Irrenanstalt des Dr. Mallo!

Gleich Nabokovs schwärzesten Romanen, gleitet hier die Story sanft ins Surreale. Von der Bildfläche verschwunden und in jahrelangem Tranquilizer-Nebel dahindämmernd, wird Ned von einem Mitinsassen, dem verrückt-genialen Babe, wieder aufgebaut, bis er die Zusammenhänge einer teuflischen Verschwörung erkennt. Babe, dem kein langes Leben beschert ist, arbeitet kurz vor seinem Tod für Ned einen minutiösen Fluchtplan von der Gefängnis-Insel aus (das Spannendste, was man seit langem gelesen hat!). Nach beinahe 20-jähriger Tortur kehrt ein veränderter Ned -- versteckt in Babes Sarg -- und nicht länger mehr nur ein von den Sternen hin- und hergeschlagener Tennisball, als hasserfüllter Racheengel in die englische Heimat zurück.

Upperclass-Themen, englische Schultradition, Geheimdienstaktivitäten, Hass zwischen Torys und Labour (hier verkörpert durch die köstlichen Tiraden von Portias linkem Papa) -- alles Lieblingssujets des mit dem Tweedimage behafteten Kultautors und Schauspielers Stephen Fry. Neu allerdings und stärkster Tobak dieses großen Fry-Wurfs, ist der haarsträubende Horror, verursacht durch Neds Besuchertour zu alten Freunden. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 55 Bewertungen)

überraschend kaltblütig      5 von 5 Punkten
ist schon etwas länger her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber ich war begeistert. Die Charaktere waren perfekt ausgearbeitet und die Wende kommt, obwohl sie vorhergesagt war überraschen und brutal! Wirklich faszinierend!


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Unter dem Astronautenmond - John UpdikeUnter dem Astronautenmond
John Updike

Taschenbuch, Januar 1978
     Verkaufsrang: 116785      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Harry Angstrom, gutsituierter und zufriedener Bürger, und seine Frau Janice, weniger satt und weniger zufrieden, spielen miteinander das alte Spiel von Überdruß und Gleichgültigkeit, Trauer und Schmerz, Trennung und Versöhnung. Aber als der verlassene Harry einen drogensüchtigen Teenager und ihren Black Power-Freund bei sich aufnimmt, bahnt sich eine Katastrophe an. Mit eindringlichem Realismus beschwört John Updike, der Autor des Welterfolges „Ehepaare“, den Zustand einer Gesellschaft.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Harry und seine Clique      4 von 5 Punkten
Hatte man nach Hasenherz geglaubt, die Ehe zwischen Janice und Harry Angström sei endgültig gescheitert, erlebt man im zweiten Band der Rabbit-Saga, wie eine Ehe weiter existiert, in der die Abgestumpftheit und gegenseitige Abneigung dazu führt, daß man sich kleine und große Wunden zufügt. Gleichzeitig ist der Roman ein Sittengemälde der späten Sechziger, frühen Siebziger Jahre, suhlt Harry sich im privaten Drogenmißbrauch, wie in großspurigen politischen Ansichten über Vietnam und Rassenfragen, die er mit Jill und Skeeter ausdiskutiert. Ein Leben aus zweiter Hand, das knapp unter der Oberfläche nach Luft schnappt, das alles dem Fernseher entnimmt und selbst zur Konserve geworden ist.

Reden kann Harry Angström gut, mit Worten deckt er seine Schwächen zu. Dabei zieht die Frau aus, verliert er seinen Sohn, brennt sein Haus und doch bleiben die Angströms in der Mitte Amerikas haften. Eine nicht ganz so faszinierende Geschichte wie Hasenherz, aber in seiner stoischen Poesie beeindruckend.


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Jedermann - Philip RothJedermann
Philip Roth

Gebundene Ausgabe, August 2006
     Verkaufsrang: 80092      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Jedermann, das ist nicht zuletzt Teil des Namens vom Juwelierladen seines jüdischen Vaters. Jedermann, das könnte aber auch sein eigener Name sein: Drei Exfrauen hat er hinterlassen, zwei Söhne aus erster Ehe, die ihn hassen, eine Tochter aus zweiter, die ihn vergöttert. Diese Tochter, Nancy, war es auch, die alle an sein Grab gerufen hat. Bereits hier, bei der beschriebenen Beerdigung im Anfangskapitel, der letzten Konfrontation Jedermanns mit dem Tod, entfaltet der US-amerikanische Schriftsteller Philip Roth gekonnt die psychologische Zusammensetzung der Gruppe, die einzig durch die Person des toten Helden zusammen gehalten wird. Danach entfaltet er aus der Retrospektive das Leben eines Werbefachmanns und späteren Frauenhelden, sein Siechtum im Alter: eine Biografie, die in der Einsamkeit mündet und den Protagonisten zu einer Gestalt werden lässt, der er nie hatte sein wollen. „Würde es nicht jeder Durchschnittsmensch genauso machen?“ fragt sich der Held an einer Stelle des Buchs, nachdem er in die Gefangenschaft der Ehe geschlittert ist. Später wird er eine treu sorgende Frau heiraten, die er wegen eines wesentlich jüngeren Fotomodels verlässt. Und am Ende wird er dies wie vieles andere bereuen. Der Leser aber ist angezogen und abgestoßen vom Lebenswandel dieser Figur, von seinen Schwächen und Fehlern zugleich: das große Verdienst des sezierenden Blicks von Philip Roth.

Jedermann ist ein trauriges, fast schon deprimierendes Buch. Unerschütterlich beschreibt es das Altern als eine Aneinanderreihung von Abschiednahmen: Von Freunden, die sterben, von Lieben, die vergehen, von Gesundheit, die nicht wiederkehrt -- und damit vom Leben selbst. Dadurch aber wird Jedermann auch zu einem überaus ehrlichen Buch, das zudem -- dem Autor sei dank -- wieder einmal blendend geschrieben ist. Mit diesem Roman ist Philip Roth vielleicht noch radikaler als bei seinen Vorgängern gewesen und hat damit einmal mehr beweisen, dass er zu den großen alten Männern der US-amerikanischen Literaturszene gehört. Schon deshalb möchte man ihm ein langes Leben wünschen. Denn Bücher wie dieses zu schreiben gelingt nur den Wenigsten. --Stefan Kellerer

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 46 Bewertungen)

Sehr intensiv, wirkt lange nach!      5 von 5 Punkten
Jedermann wird beim Rückblick auf sein Leben feststellen, daß er manche Dinge falsch und andere richtig gemacht hat; daß er richtige und falsche Entscheidungen getroffen hat, deren Auswirkungen er erst erkennt, wenn es zu spät ist. Jedermann kann Dinge ändern aber nicht mehr rückgängig machen.
Jedermann hat also ein ganz gewöhnliches Leben gelebt, wir alle finden uns irgendwo darin wieder.

Philip Roth schreibt sehr sachlich vom Leben und Sterben, ohne Sentimentalität und dennoch sehr sensibel über ein Thema welches uns letztendlich alle irgendwann betreffen wird. Sind wir uns unserer Endlichkeit wirklich bewußt? Sind wir mit uns zufrieden wenn wir gehen müssen? Gibt es soetwas wie Gerechtigkeit im Leben oder im Sterben? Philip Roth führt uns ein sehr beeindruckendes Resumee vor, aus dem Jedermann etwas für sich mitnehmen kann!


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Tod in den Anden - Mario Vargas LlosaTod in den Anden
Mario Vargas Llosa

Taschenbuch, September 2004
     Verkaufsrang: 178284      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Auf ihrem Polizeiposten hoch oben in den Anden sitzen Korporal Lituma und sein junger Helfer Tomas wie in einer Falle. Unter ständiger Bedrohung durch Terrorkommandos und grausame Naturgewalten, sollen sie das mysteriöse Verschwinden dreier Menschen aufklären. Überall schlägt ihnen Mißtrauen entgegen, unheimliche Geschichten dringen an ihr Ohr. Hätte Tomas nicht die Erinnerung an seine abenteuerliche Liebesgeschichte mit Mercedes, von der er Lituma Nacht für Nacht erzählt, die beiden müßten schier verzweifeln in dieser feindseligen Bergwelt. Mit diesem Roman führt Mario Vargas Llosa mitten hinein in die lateinamerikanische Wirklichkeit, die er als extreme Existenzform des Menschen begreift.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Mythos & Gegenwart      5 von 5 Punkten
Ein gewaltiges, vielschichtiges & virtuoses Buch. Gespielt wird mit der Handlungs- und Zeitstruktur, Erzählform und die Rückgriffe auf die Urmythen der Menscheit sind unübersehbar...Der zweigeschlechtliche Kantinenwirt Dionisio deren Mutter vom Blitz erschlagen wurde, entspricht dem Weingott Dionysos; zu dessen Kult nicht nur Orgien sondern auch kannibalistische Menschenopfer gehörten. Und seine Frau Dona Adriana? In ihr wird keine Geringere als die kretische Prinzessin Ariadne reflektiert, die hier wie dort mit einem schlauen Einfall dazu beiträgt, in einem Höhlenlabyrinth hausenden Monster zu töten und die vom Dionysos/Dionisio auf dem Insel Naxos/Naccos zu Frau genommen wird... Die Ebenen greifen ineinader, es werden gleichzeitig kannibalistische Menschenopfer zu Besänftigung der Berggötter vollführt und Menschen im Nahmen einer imaginären proletarischer Weltrevolution von der Sendero Luminoso zu Tode gesteinigt... Die beiden Haupfiguren Lituma & Tomás handeln wenig, die erzählen, reflektieren, suchen nach Erklärungen & am Ende steht Lituma -genau wie in dem Buch "Wer hat Palomino Molero umgebracht" - die ganze Wahrheit wissend & trotzdem ratlos da. Und die Leserin wünscht sich nichts sehnlicher, ihren Lieblingsfigur Corporal Lituma, den Cholo aus Piura in einem weiteren Buch zu begegnen...


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Riven Rock - Tom Coraghessan BoyleRiven Rock
Tom Coraghessan Boyle

Taschenbuch, Mai 2000
     Verkaufsrang: 105949      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Boyle zu lesen ist ein Erlebnis und Genuß, wie man ihn nur selten im Jahr hat; wort- und sprachgewaltig ragen seine Bücher heraus.

Die Geschichte des Buches ist bedenklich dürr und im Prolog des Buches Welt ohne Frauen auf den ersten beiden Seiten bereits fast vollständig erzählt: Der Millionen erbe Stanley McCormick, erfolgreicher Harvard Student, groß, blond, sportlich, zuvorkommend, wohlerzogener Gentleman und fortschrittlicher Automobilist, heiratet, neunundzwanzigjährig, 1904, die Millionenerbin Kathrine Dexter, die mit einer ebensolchen Aufzählung charakterisiert werden kann.

Doch ab diesem Zeitpunkt entwickeln sich die Dinge nicht mehr so, wie in den Klatschspalten der Regenbogenpresse. Der reiche Stanley hat massive psychosexuelle Probleme und folgt seiner älteren Schwester, die "an einer Krankheit litt, einer Krankheit, die man nicht sah, nicht sofort und nicht an der Oberfläche. Ihre Krankheit schien sich zu vertiefen, während sie in sie hineinwuchs, schien sich zu dehnen und weiten, um sie aufzunehmen wie die Haut einer Anakonda."

Der Roman setzt ein mit der Zugreise Stanleys in Begleitung seines Arztes und seiner persönlichen Pfleger von einer Bostoner Irrenanstalt in sein 35ha großes Ein-Personen-Privatsanatorium Riven Rock in Kalifornien.

Wie in seinem Roman Worlds End wendet Boyle hierbei eine schriftstellerische Webtechnik an, mit der er die einzelnen Kapitel seines Buches ineinanderfügt, Überkreuzungen und Verzahnungen herstellt wie bei einem Reißverschluß -- zunächst weit geöffnet: Der Leser, gleichzusetzen mit dem ZIP-Schlitten, der die beiden Stränge, auf denen die Kindheits- und Erwachsenenerlebnisse des Protagonisten Stanley sitzen, wird unter dem starken Zug von Daumen und Zeigefinger des Autors Boyle die mehr oder weniger banale Kontur von Stanleys Leben begreifen, je weiter die Schließe nach oben geschoben wird.

In seinem Roman World's End gelang Boyle das genialer als hier im Riven Rock, allerdings auch wiederum wesentlich besser als in Willkommen in Wellville, weil er in seinem neuen Roman seine Geschichte nicht nur aus den Blickwinkeln von Katherine und Stanley erzählt, sondern noch eine dritte (proletarische) Sicht aus den Augen des jahrzehntelangen Pfleger Eddie O'Kane vermittelt.

Und so ist Boyles Buch nicht nur die Geschichte eines studierten und wohlerzogenen WASP-Ehepaars, das wegen einer Psychopathia sexualis seine in den Gazetten als Jahrhundert-Hochzeit gefeierte Ehe offenbar niemals vollziehen kann, sondern ganz besonders die Entwicklung eines armen, irischen Mittelschichtmenschen, dessen Libido ihn früh zum Vater und Ehemann macht, an der Seite des lebenslang, absolut frauenlos weggesperrten Stanley während seiner Freischichten zum zügellosen Alkoholiker.

O'Kane, eine Figur so stark wie Mungo Park aus Boyles Roman Wassermusik über den Entdecker des Niger, hat nur -- obwohl teilweise authentisch -- keine so intensive historische Geschichte.

Trotzdem ist der Roman ein handwerklich durch und durch gut erarbeiteter Boyle, der nicht wie Wellville schnell für irgendeinen deutschen Markt in die Maschine getippt wurde.

Wunderschöne Sprachbilder entzücken Auge und Hirn des Lesers:

"Eine tote Taube mit Beinen so starr wie Fensterkreuze",

"Inzwischen war es Nacht. Der Zug fraß sich mit tristem, gedämpftem Geratter über die Schienen.",

"... tauchte plötzlich Stanley auf, er schritt über die Anhöhe und quer über das Spielfeld, mit Schutzbrille und einem Ledermantel, der so staubig war, als hätte man ihn zur Vorbereitung auf ein Kannibalenbankett in Mehl gewendet,"

"... und die nassen Haarsträhnen sahen aus wie auf eine Glühbirne gepappte Holzwolle",

"... und trank dort genug Bier, um ein Schiff zu Wasser zu lassen."

Wer Geschmack an diesem letzten Roman Boyles gefunden hat sollte unbedingt noch Wassermusik und World's End lesen, in denen der Schriftzug des Autors noch steiler und deftiger, der Blick auf seine zwischen den Buchseiten geplätteten Opfer sogar noch schärfer und sezierender war.

Auch sein Roman Grün ist die Hoffnung und seine in Deutschland veröffentlichten Kurzgeschichten und Erzählungen Wenn der Fluß voll Whisky wär und Tod durch ertrinken sind ein wahres Feuerwerk an Witz und beschreibender Brillanz.

America, Der Samurai von Savannah und vor allem Willkommen in Wellville gehören eher zu seinen schriftstellerischen Brotproduktionen, die ein angehender Kapitalist aus Kalifornien eben auch braucht., die andererseits aber in ein Lebenswerk des Autors passen, das sich mit dem Blick eines Insektenforschers zu unterschiedlichen historischen Epochen durch das Gebaren und Verhalten verschiedener amerikanischer Gesellschaftsschichten zueinander mit der ätzenden Genauigkeit einer Säure auf den Grund frißt. --Manuela Haselberger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)

Gut erzählt, tolle Charaktere und etwas skuril      4 von 5 Punkten
Dieser Roman (mein 1. Boyle) hat mir sehr gut gefallen. Die Story ist vielleicht nicht besonders ausgefeilt, die Charaktere überzeugen dafür umso mehr. Nicht sterotypisch sondern wirkliche Mischcharaktere machen das Buch so interessant. Da ist der "Verrückte", mit dem man jedoch trotz seiner Ausbrüche eher Mitleid empfindet, der aufopfernde Pfleger, der so nett er auch sein mag mit Frauen umspringt als seien sie nur nervende Kreaturen, wenn sie nicht gerade mit ihm im Bett sind. Und dann die ganzen skurilen Ärzte, die alle herumdoktern ohne viel Ahnung zu haben. Zumeist spielt der Roman in Riven Rock, dem Haus, das Mr. McCormick für seine geisteskranke Schwester baute und in dem er nun selbst eingesperrt ist, eine gefahr für sich selbst und alle Frauen, die ihm zu nahe kommen. Durch die gute Erzählweise ist dieses Buch wirklich empfehlenswert!


 Weitere Lesermeinungen



Späte Familie - Zeruya ShalevSpäte Familie
Zeruya Shalev

Gebundene Ausgabe, August 2005
     Verkaufsrang: 136185      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der Zerfall einer Ehe, eine Lebenskrise, ein hoffnungsvoller Neuanfang
Eine Frau beschließt von einem Tag auf den anderen, ihre kriselnde Ehe zu beenden, sich von ihrem Mann zu trennen. Obwohl sie eine selbstständige, selbstbewusste Frau ist, sieht sie sich in der von ihr herbeigesehnten Freiheit zunächst mit einer lähmenden Angst vor der Einsamkeit konfrontiert. Sie leidet unter Depressionen und dem furchtbaren Schuldgefühl ihrem Kind gegenüber, dem sie den Vater, die Sicherheit der Familie genommen hat. Dann kommt eine neue Liebe. Eine neue Familie mit Kindern aus einer ebenfalls geschiedenen Ehe entsteht, ein hoffnungsvoller Neuanfang, der Behutsamkeit, Mut und Geduld von allen Beteiligten erfordert.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Weltliteratur!      5 von 5 Punkten
Das ist Literatur! Shalevs Erzählstil ist nicht nachzuahmen, atemlos, und sie schafft es gleichzeitig in ihrer Protagonistin zu versinken, aus ihr heraus zu schreiben und einen feinen Hauch von verzweifelt-witziger Ironie aufrecht zu erhalten, der alle Charaktere, so sehr sie seelisch verkrüppelt sein mögen, unwiderstehlich macht. Die indirekte Rede verschmilzt auf perfekte Weise mit der Erzählung und schafft einen nicht aufzuhaltenden Gedankensog, der nie trivial erscheint. Die Erzählung begeistert mich umso mehr, als es der Übersetzerin offensichtlich gelungen ist, diesen grossartigen Text so erfahrbar zu machen, als sei er so geschrieben worden, wie wir in vorfinden. Ein Meisterwerk der Gegenwartsliteratur! Sechs Sterne.


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Gierig - Martin AmisGierig
Martin Amis

Taschenbuch, Dezember 2003
     Verkaufsrang: 87660      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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John Self, der Protagonist, ist ein typischer Mensch des 20. Jahrhunderts. Seine persönlichen Entscheidungen fällt er ausschließlich unter zwei Leitmotiven. Wieviel Geld erbringt eine Angelegenheit und wie kann sie mir zu größtmöglichem Genuß verhelfen?

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Großer Pop-Roman      5 von 5 Punkten
Geniale Sprache, irrer Plot - dieses Buch ist ein großer Pop-Roman, dem genialen "American Psycho" von Bret Easton Ellis ebenbürtig.


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Auf der anderen Wange der Erde. Die Amerikas: Reisen in den Amerikas - Cees NooteboomAuf der anderen Wange der Erde. Die Amerikas: Reisen in den Amerikas
Cees Nooteboom

Taschenbuch, 18. Juni 2008

Verkaufsrang: 156027
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90
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