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| Zeit-Geschichte | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Dialektik der Aufklärung: Philosophische Fragmente Max Horkheimer, Theodor W. Adorno Sondereinband, 1. Mai 1988 Verkaufsrang: 6549 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Dialektik der Aufklärung OA 1947 DE 1969Form Sachbuch Bereich Philosophie Die von Max Horkheimer und Theodor W. R Adorno gemeinsam in den USA geschriebene Dialektik der Aufklärung ist der vermutlich wichtigste Text der kritischen Theorie und ein Klassiker der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Entstehung: Die Publikationsgeschichte hat dem Text früh eine geheimnisvolle Aura verliehen. 1944 aus Anlass des 50. Geburtstags von Friedrich Pollock (1894-1970) in hektografierter Form publiziert, kursierte lange Zeit nur eine erweiterte Fassung als Raubdruck (Amsterdam 1947). Erst 1969 entschlossen sich die Autoren, den Text weitgehend unverändert wieder zu veröffentlichen. Inhalt: Es gibt wohl kaum eine fulminantere Entlarvung der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse und eine in ihrem wortgewaltigen Pathos düsterere Abrechnung mit dem westlichen Fortschrittsglauben als die Dialektik der Aufklärung. Der einzelne Mensch wird gegenüber den ökonomischen Mächten annulliert, vom Apparat verschlungen, zum Teilchen einer unmündigen Masse degradiert. Der verdinglichte Geist stirbt in der Flut von Information und Amüsement ab, wird zur bloßen Ware. Die Kulturindustrie trägt in subtiler Weise dazu bei, sich der eigenen Verdummung und Versklavung nicht einmal mehr bewusst zu werden. So erweist sich "Aufklärung als Massenbetrug". Diese alles beherrschende Form eines bloß instrumentellen Verstandes unterdrückt jenes Subjekt, das sich gerade mittels Verstandes von Mythos und Irrationalität befreien und so zum Herrn über sich selbst machen wollte. Am Bild des an den Mast gefesselten Odysseus verdeutlichen Horkheimer und Adorno den ursprünglichen Zusammenhang der Herrschaft des Verstands und Unterdrückung menschlicher Natur. Die Dialektik der Aufklärung ist nicht nur eine kritische Theorie der modernen Massenkultur, sondern auch radikale Sprach- und Wissenschaftskritik sowie negative Geschichtsphilosophie. Aufklärendes Denken, das untrennbar mit gesellschaftlicher Freiheit verbunden ist, hat in einem dialektischen Prozess die völlige Unfreiheit einer verwalteten Welt hervorgebracht. Dialektik bedeutet hier das (notwendige) Umschlagen einer sich entwickelnden Sache, der Aufklärung, in ihr Gegenteil, in die Unvernunft einer irrationalen Welt. Die dramatische Konsequenz dieser Annahme liegt in der Ausweglosigkeit des erreichten Zustands. Wirkung: Für die deutsche Soziologie war die Dialektik der Aufklärung von prägender Bedeutung, für die Studentenbewegung bildete sie das elektrisierende Manifest der eigenen Revolte. Philosophisch nüchterner ist sie in die breite Kritik an der wissenschaftlichen Rationalität und ihrer Verengung der Vernunft auf instrumentelles Denken einzuordnen. Wenn die beinahe düstere Prophetie und das pessimistische Pathos der Dialektik spätestens im Laufe der 1980er Jahre gleichsam aus der Mode gekommen sind, so wäre dies für die beiden kritischen Denker wohl nur eine Bestätigung ihrer Theorie gewesen. C. S.
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Das Manifest gegen den einseitigen Positivismus 5 von 5 Punkten Das Buch in einer praegnanten Rezension zusammenzufassen moechte ich mir nicht zumuten, allzuviele Subideen geistern darin herum. Diese Rezension soll also vielmehr einordnen, in welche Richtung dieses Buch weist und dem interessierten Leser somit einen ersten Zugang ermoeglichen. Horkheimer und Adorno schreiben in ihrer "Dialektik der Aufklaerung" ein Manifest gegen den aufkeimenden Positivismus der 20er Jahre (Wiener Kreis) und der Folgezeit (Popper). Waehrend die logischen Empiriker und Positivisten sich allzusehr dem Gegebenen, dem Empirischen verschrieben und alle Metaphysik a priori verdammten ("was nicht messbar ist, davon ist nicht zu sprechen"), wandten sich Horkheimer und Adorno noch einmal der Frage zu, inwiefern dieser scheinbar wissenschaftliche Zweig der Philosophie als solcher ueberhaupt gerechtfertigt ist - und somit der Frage, ob denn der Positivismus nicht in sich auch eine Metaphysik sei, also ein durchaus austauschbarer Zweig, eine 'Moeglichkeit' statt eine 'Wahrheit'. In ihrem hier vorliegenden Werk stellen sie dar, inwiefern die moderne wissenschaftliche Philosophie sich selbst begrenzt und inwiefern sie - zumindest in der einseitig extremen Form des Positivismus - eine Rueckkehr darstellt, mehr als einen Fortschritt. Das Buch ist schwierig zu lesen - finde ich zumindest - da es keine Einleitung in das Gebiet darstellt, sondern von Anfang an eine erhitzte subjektive intrinsische Debatte bietet, in die ein allzu sorglos wandernder Leser vielleicht ein wenig verloren blicken mag. Liest man aber mutig weiter und ergaenzt die Lektuere vielleicht mit einigen Schriften beispielsweise des Wiener Kreises, so versteht man bald, aus welcher Haltung Adorno und Horkheimer das Werk verfassen mussten, und lernt es schaetzen. Lesenswert.
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Ein Meister aus Deutschland: Heidegger und seine Zeit Rüdiger Safranski Taschenbuch, 19. Juli 2001 Verkaufsrang: 53904 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Hier schreibt einer über Heidegger ohne Zorn und ohne schülerhafte Demut, mit einer soliden Distanz: die also schweigt, wo es nur Vermutungen gäbe, die kritisiert, ohne zu denunzieren, die ironisiert, ohne zu lästern, und breitet hin und wieder die Arme aus und sagt: So ist es eben." Die Zeit
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
heidegger verstehen 5 von 5 Punkten Sein und Zeit zu lesen ist für Anfänger schwer wenn nicht gar unmöglich.Safranskis Buch bietet mehr als eine Einführung in Martin Heideggers Denken.Ebenso wird das Handwerkszeug Heideggers verständlich, d.h. vor allem die phänomenologische Methode Husserls.Daher ist das Buch für Anfänger UND Kenner eine geeignete Lektüre, die durch Klarheit, Verständlichkeit und/deswegen auch Anspruch. Sehr empfehlenswert!
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Der Untergang des Abendlandes Oswald Spengler Gebundene Ausgabe, Januar 2007 Verkaufsrang: 10972 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Der Untergang des Abendlandes OA 1918 / 22 (2 Bde.)Form Sachbuch Bereich Philosophie Mit seinem Buch Der Untergang des Abendlandes (Untertitel: Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte) prägte Oswald Spengler das moderne Geschichtsbild nachhaltig. Entstehung: Das Werk entstand aus einer kleineren politischen Schrift Spenglers aus dem Jahr 1911. Im Lauf seiner Recherchen seien ihm die "zuweilen berührten, nie begriffenen" Beziehungen - zwischen Formen der bildenden Künste und des Kriegs, zwischen "politischen und mathematischen Gebilden" - aufgefallen. Spengler setzt sich - wie im Untertitel des Werks angekündigt - zum Ziel, eine Morphologie der Weltgeschichte zu umreißen. Inhalt: Spengler entwirft eine Entwicklungsgeschichte der Kultur, gemäß der alle Hochkulturen (die indische, antike, arabische und abendländische) in ihren "Altersstufen" eine frappierende Parallelität aufweisen. Als Beweis hierfür führt Spengler so genannte "homologe Bildungen" an; hierunter versteht er kulturelle Erscheinungen, deren Entstehung zwar Jahrhunderte auseinander liegt und die sich äußerlich unterscheiden (wie die "antike Plastik und die abendländische Instrumentalmusik, die Pyramide des 4. Dynastie und die gotischen Dome, der indische Buddhismus und der römische Stoizismus"), die aber denselben Platz in der Phasenaufteilung einnehmen. Ähnlich verhält es sich mit dem vom Autor geprägten Begriff der "Gleichzeitigkeit": "Ich nenne gleichzeitig' zwei geschichtliche Tatsachen, die, jede in ihrer Kultur, in genau derselben - relativen - Lage auftreten und also eine genau entsprechende Bedeutung haben. Gleichzeitig vollzieht sich die Entstehung der Ionik und des Barock. Polygnot und Rembrandt, Polyklet und Bach sind Zeitgenossen. Gleichzeitig erscheinen in allen Kulturen die Reformation, der Puritanismus, vor allem die Wende zur Zivilisation." Durch die Einordnung solcher funktionsgleicher "Tatsachen" in die entsprechenden historischen Epochen der vier Kulturen entsteht ein komplexes Raster von jeweils "gleichzeitigen" Geistes-, Kunst- und politischen Epochen. Diese Interpretation, die als eine der frühsten Erscheinungen der strukturalistischen Methode gelten darf, hat nach Spenglers Ansicht nicht nur den Vorteil, dass man im Stil eines Paläontologen die fehlenden Stücke des Entwicklungspuzzles verschollener Kulturen rekonstruieren, sondern auch die Weiterentwicklung einer bestehenden Kultur, namentlich der abendländischen, vorherbestimmen könne. So sagt Spengler für das westliche Europa nach der momentanen "Herrschaft des Geldes" (der "Demokratie") die "Ausbildung des Cäsarismus" und den "zunehmend primitive(n) Charakter der politischen Formen" voraus. Aufbau: In der sprachlichen Ausführung bisweilen brillant, scheint die Analyse jeder Chronologie und Systematik zu entbehren. Die teilweise künstlich anmutenden Definitionen und Periodisierungen der behandelten Kulturen erscheinen willkürlich eingestreut. Auf der anderen Seite untermauert Spengler seine Argumentation mit Erklärungen philosophischer Begriffe wie Ausdehnung, Zeit, Raum, Takt und Tempo sowie mit der Unterscheidung der Prinzipien des Schicksals und der Kausalität in der Geschichtsschreibung. Beeindruckend ist die Vorgehensweise Spenglers, in einzelnen Kapiteln nicht nur den bildenden Künsten und den Staatsstrukturen, sondern auch dem mathematischen Wissen der einzelnen Kulturen eine besondere Bedeutung beizumessen. Als wichtigstes Unterscheidungskriterium zwischen Kulturen kommt Spenglers Vorstellung von Kulturseelen zum Tragen. So sei die antike Kultur in ihrem Wesen apollinisch, die ägyptische mystisch, die abendländische in ihrem Streben nach dem Unendlichen faustisch. Bestimmender als dieser Seelencharakter sei indes die unaufhaltsame Entwicklung einer Kultur hin zur Zivilisation, mit der Spengler den Verfall des abstrakten Denkens, die schaffende Kunst sowie den geordneten Staat verbindet. Wirkung: Die deutlich fatalistische, antidemokratische und daher letztlich konventionelle Zivilisationskritik Spenglers erfuhr in rechten Kreisen der Weimarer Republik den größten Zuspruch und verzerrte das Gesamtbild des Werks bis heute. B. A.
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Fundiert und noch immer Top-Aktuell 5 von 5 Punkten Spengler versucht zu beweisen dass alle grossen menschlichen Zivilisationen ein ähnliches Entwicklungsschema aufweisen. Grundlage ist die Idee dass eine Zivilisation einen Prozess durchlebt, ähnlich dem Lebensprozess eines Menschen. Geburt - Wachstum - Produktivität - Senilität - Tod. Die Idee dieses Prozesses ist nicht neu, aber Spengler hat es soweit ich weiss zum ersten mal in dieser fundierten Form und mit zahlreichen zusätzlichen Basis-Überlegungen auf Papier gebracht. Grundlage für die Überlegungen bieten die Zivilisationen der Griechen / Römer / Chinesen / Inder und unsere "faustische" Zivilisation. Dabei versucht Spengler anhand der Mathematik/Kunst/Spiritualität/Religion/Kunst etc etc einen Vergleich zwischen den verschiedenen Kulturen zu ziehen. Dabei wird klar dass unserer faustischen Kultur grundsätzlich andere Werten und Betrachtungsweisen innewohnen als beispielsweise der indischen,chinesischen oder griechischen. Dies ist noch nicht verwunderlich, verwunderlich ist dass trotz all der Verschiedenheit jeder Kultur/Zivilisation ein gewisser "Lebensplan" zugrunde liegt. So etwas wie eine biologische Uhr die tickt. Nach Spengler durchleben wir in der faustischen Zivilisation gerade die letzte Phase, und bis ins Jahr 2200 wird unsere Kultur in dieser Form untergegangen sein. Wohlgemerkt: Spengler ist kein Untergangs-Prophet. Sein Werk würde ich als geschichts-philosophisch betrachten. Und auch wenn es bereits 90 Jahre alt ist so sind die Betrachtungen und Schlüsse in keinster Weise veraltet. Im Gegenteil: es wird klar wie stark das Schicksal einer Zivilisation vom Grund-Denken eines Menschenschlages bestimmt wird. Einem Grund-Denken dass sich in dunkler Vorzeit gebildet hat, vor Jahrtausenden, und weiterbesteht ohne dass dieser Zusammenhang in der Zivilsation wirklich zum Ausdruck käme, respektive ohne dass sich die einzelnen Teile einer Kultur, der einzelne Mensch, darüber im klaren wären. Insofern ist Spenglers Werk ein Aufklärungswerk und jedem zu empfehlen der sich Gedanken über unsere Zivilisation macht. Es ist interdisziplinär und wirkt in folgenden Disziplinen: Meta-Mathematik / Geschichte / Philosophie / Soziologie / Ahnenkunde / Psychologie / Zukunftsforschung / Kunstgeschichte etc. Kantianer aufgepasst, Spengler ist ein Goethianer. Er versucht zu erkennen, nicht zu verlogifizieren. Das Buch kann vom Laien verstanden werden. Spengler bleibt in der Sprache klar und bemüht sich um Verständlichkeit. Ein Studium der Geschichte wäre natürlich vorteilhaft, aber rudimentäres Wissen über die Gesamt-Zusammenhänge genügen auch. Kein leichtfertiges Werk. Zu Empfehlen? Auf jeden Fall.
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Das Reich der Zeichen Roland Barthes Taschenbuch, 10. Dezember 2009 Verkaufsrang: 107111 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Roland Barthes (1915-1980), einer der bedeutendsten Kritiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ist als einer der Initiatoren und Vorkämpfer der semiologischen Revolution bekannt geworden - und für ein Werk, in dem sich biographisches Material und wissenschaftlicher Ansatz miteinander verflechten. Einen heute relativ unbekannten Teil seines Werkes verfaßte er in den fünfziger Jahren. Zu dieser Zeit war Roland Barthes aktiv beteiligt an der Gründung und dem Erscheinen der Zeitschrift "Teatre populaire", eines ebenso ästhetischen wie politischen Phänomens. Anfang der sechziger Jahre gibt Barthes das Theater auf, er besucht es nicht mehr, er schreibt so gut wie keinen Artikel mehr über Aufführungen. Aber er ist langfristig von seiner Erfahrung geprägt: "Im Herzen meines Werks, das Theater".
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Semiologie Dekonstruktion Autobiographie 5 von 5 Punkten R. Barthes Reich der Zeichen ist eine schöne Erzählung über die japanische Welt der Zeichen, die Zeichen der Zeit wie die Zeichen der Schrift, ein kleines Buch als auch autobiographische Schrift eines Europäers in einer nicht lesbaren Welt, einer illisiblen Textwelt (vgl. Derrida), die der Autor wie der Leser erst textsemiotisch erschließen muß. Die ganz persönlichen Spuren eines europäischen Denkers durch die geheimnisvolle Welt der Zeichen, der Symbole, der Metaphern, der Architekturen. Zum Vergleich möchte ich hier noch hinweisen auf eine Textarchitektur in und aus Wien als ein ebensolches und gleichzeitig sehr anderes Reich der Zeichen(=Sem): Concic, G.A.: Semeion Aoristicon oder zur Autobiographie Sem Schauns. Wien 1994ff.; hier wie dort wird das Zeichen, das Sem, zum tragenden Element für den Leser, die Leserin, die durch den Text wandern und die Architexturen bestaunen. Peter Iser, Genf |
Quellen des Selbst: Die Entstehung der neuzeitlichen Identität Charles Taylor Taschenbuch, 2. April 2009 Verkaufsrang: 9182 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Charles Taylor ist Professor of Political Science and Philosophy an der McGill University in Montreal.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Charles Taylor Arbeit gegen den Gedächtnisverlust der Modern 5 von 5 Punkten In einer Welt der Unübersichtlichkeiten und der Sehnsucht nach Identitätsgewißheiten versucht der kanadische Sozialphilosoph Charles Taylor in seinem 900 Seiten starken Werk die Geschichte der neuzeitlichen Identität durch Beschreibung ihrer Genese zu bestimmen. So sind für ihn die einstig moralischen Ideale zur Travestie verkommen:er zeigt beispielsweise auf, daß die zentrale Idee von der menschlichen Freiheit in einen Individualismus der Selbstverwirklichung gemündet ist, die eine Gesellschaft der Gleichgültigen hervorgebracht hat. Ohne ein Wissen um uns selbst sind wir nichts. Dieses Wissen ist dem Menschen für Taylor abhanden gekommen. Das Wissen um die Quellen, aus denen sich unser Selbst nährt, ist versiegt. Denn zu wissen wer man ist braucht mehr als Name und Herkunft. Ziel Taylors:eine Rekonstruktion dieses Wissens und zugleich eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Moderne. Dieses Monumentalwerk schafft es, die gewichtigen Umgestaltungen unserer Kultur und Gesellschaft der letzten drei bis vier Jahrhunderte zu begreifen, und uns dadurch auch selbst zu verstehen. So rollt er vor dem Leser das gesamte metaphysische, philosophische und kulturelle Erbe der Neuzeit aus, buchstäblich all ihre "Quellen", um den heute drohenden Gdächtnisschwund der Moderne entgegenzuwirken. Er will unseren hedonistischen, dem Spiel der Eitelkeiten verfallenen westlichen Gesellschaften zeigen, daß die Moderne voller "Güter" ist und er zeigt damit zugleich, daß auch unser heutiges, vermeintlich individuelles Handeln sehr wohl durch den Wertekanon der Moderne motiviert ist und erst dadurch seinen Ort findet. Der Leser dieses Werkes findet hier eine höchst komplexe Darstellung abendländischer, besonders neuzeitlicher Kultur.
Ein Werk, das subjekttheoretische Maßstäbe setzt. 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist ohne Zweifel eine der wichtigsten Veröffentlichungen überhaupt zum Thema moderner Subjektivität und Identität. Charles Taylor, langjähriger Professor of Social and Political Theory in Oxford, jetzt Professor of Political Science and Philosophy an der McGill University in Montreal, erweist sich mit diesem Werk als einer der bedeutensten Philosophen unserer Zeit. Auf der Basis einer ausgreifenden historischen Rekonstruktion, die bei Platon beginnt und mit der Postmoderne endet, gelingt es Taylor, die wesentlichen Momente moderner Subjektivität und modernen Selbstverständnisses offenzulegen, indem er in zwei - von jedermann persönlich nachvollziehbaren - Linien die Entstehung einer Dimension subjektiver Innerlichkeit rekonstruiert: einerseits sind wir als Personen bestimmt von der Fähigkeit rationaler Selbstkontrolle - wir vermögen unsere spontanen Wünsche und Eingebungen bewußt zu machen und sie zu kontrollieren, was eine wesentliche Voraussetzung des Zusammenlebens in modernen Gesellschaften darstellt. Andererseits sind wir geprägt von dem unabweisbaren Gefühl einer 'inneren Natur', eines Selbst, das nach kreativem Ausdruck verlangt und insofern der rationalen Kontrolle entgegensteht. Die so dargebotene Geschichte der neuzeitlichen Identität vermag aufzuzeigen, in welcher Weise wir uns als handelnde menschliche Wesen selbst begreifen. Dem Leser eröffnet sich die seltene Erfahrung eines zutiefst philosophischen Werkes, das zugleich unmittelbar das eigene Selbsterleben widerspiegelt - eine aufregende Reise zu den Grundlagen der eigenen Existenz. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
Technik in Deutschland: Vom 18. Jahrhundert bis heute Joachim Radkau Gebundene Ausgabe, 6. Oktober 2008 Verkaufsrang: 23963 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 03.11.2008 / Deutschlandradio Kultur: "Joachim Radkau räumt mit vielen Vorurteilen auf. Sein Buch ist eine Fundgrube zahlreicher wenig bekannter Details und Querverbindungen."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
... und fülle meine Bildungslücken 4 von 5 Punkten Zum Produkt: Solider Einband mit Schutzumschlag. Angenehm griffiges Papier, jedoch nicht zu schwer. Zum Inhalt: Dieses Buch füllt Bildungs- und Wissenslücken bei allen, die sich fragen, wieso die Dinge so gekommen sind, wie sie heute sind. Z.B. warum es eine zentralisierte Stromversorgung gibt, warum das Krupp'sche Firmenlogo aus drei Ringen besteht, von welchen Ausgangspositionen sich die deutschen Vorzeigebranchen aus entwickelt haben und wie sie sich dabei gegenseitig beeinflussten. Und natürlich, was ist das typisch deutsche an der "deutschen" Technik, der Wandel des Labels "made in Germany" vom Image "schlecht und billig" zur Präzisionsarbeit in der Feinmechanik. Dabei geraten auch die gesellschaftlichen Folgen nicht außer acht, werden jedoch angenehm unideologisch behandelt. Meiner Meinung nach ist dieses Werk ein gelungener Wurf, der alle erdenklichen Aspekte von Technik und Forschung behandelt, sich selbst für nicht-Techniker gut lesen lässt und an manchen Stellen auch zum Schmunzeln einläd, ohne jedoch den nötigen Ernst für ein Buch dieses Schlages vermissen zu lassen. Einen kleinen Abzug gibt es für recht seltene Abbildungen. Die vorhandenen sind jedoch von guter Qualität und hoher Aussagekraft, eben darum hätte ich mir noch mehr davon gewünscht. |
Anti-Ödipus: (Kapitalismus und Schizophrenie I) Gilles Deleuze, Felix Guattari Taschenbuch, 25. Januar 2008 Verkaufsrang: 65278 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Deleuze und Guattari begreifen den Ödipus-Komplex als ein kulturspezifisches, nämlich abendländisch-bürgerliches Phänomen. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist die Wunschproduktion "normaler" und "schizophrener" Menschen in der gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaft, wobei insbesondere die Analyse des "Schizo" die Mechanismen der Gesellschaft erhellt, die ihn ausstößt. In einem umfangreichen Exkurs zeigen Deleuze und Guattari verschiedene Formen von Vergesellschaftung und Schizophrenie auf und gewinnen dabei erste Kategorien für eine "Schizo-Analyse", die im Kern eine Sozio-Analyse ist.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Anti-Ödipus 5 von 5 Punkten Der erste Band von Kapitalismus und Schizophrenie "Anti-Ödipus" ist eine Kritik an der Psychoanalyse von Sigmund Freud. Die Psychoanalyse wird hier als ein Instrument der Aufrechterhaltung von Dominanz und Repression beschrieben. Ihre Wirkung entfaltet sie durch die Unterwerfung des Subjekts unter Strukturen wie den "Ödipuskomplex", der die Wirkungen der menschlichen Psyche auf die familiären Instanzen "Mutter" und "Vater" beschränkt. Dagegen entwerfen Deleuze und Guattari das Konzept der Wunschmaschinen, eines maschinell gedachten Unbewussten, welches, anders als in der Psychoanalyse, vielfältige Einflüsse erfährt. Das Subjekt ist so nicht vom negativen Mangel gekennzeichnet, sondern durch das positive Wünschen bestimmt.
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Sprache und Geschichte: Philosophische Essays Walter Benjamin Taschenbuch, 1992 Verkaufsrang: 117558 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit einem Essay von Theodor W. Adorno
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Die Chronik des 20. und 21. Jahrhunderts: Mit Tondokumenten
Gebundene Ausgabe, 20. August 2009 Verkaufsrang: 12038 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zeitgeschichte hautnah Das umfassende Standardwerk zur Zeitgeschichte als aktualisierte Neuausgabe! Im erfolgreichen Chronikstil werden alle relevanten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Alltag kompetent und kompakt präsentiert. Neu sind aktuelle Themen wie die internationale Finanzkrise, Barack Obamas historischer Wahlsieg und die Bundespräsidentenwahl in Deutschland. 16 zentrale Essays schildern darüber hinaus die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der wichtigstens Zeitabschnitte. Ausführliche Biografien porträtieren Personen, die die Geschicke des 20. und 21. Jahrhunderts maßgeblich mitbestimmt haben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Zeitgeschichte hautnah miterleben . . . 5 von 5 Punkten Oft darf man den Begriff nicht verwenden, aber hier ist er ganz sicher angebracht: Vor mir liegt ein Jahrhundertwerk. Diese beeindruckende Chronik beginnt 1900. Seite für Seite kann man mit diesem 832 Seiten starken Buch mehr als ein Jahrhundert an sich vorbeiziehen lassen, weit über 1500 Artikel lesen, mehr als 3500 Fotos sehen und über die Homepage des Verlages 55 Tondokumente aus dem Internet herunterladen, die das gesamte Spektrum des 20. und 21. Jahrhunderts abdecken. Der Geschichtsinteressierte kann Obamas Amtseid im Original hören, oder auch die historische Radioansprache von Thomas Mann über die Nazis. Ihre besondere Aktualität beweist die Chronik mit Themen wie der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise. Sie findet sich ebenfalls in diesem Standardwerk der Zeitgeschichte wieder. Auch vor theologischen Themen hat diese Chronik keine Angst. Ich begegne der Bekennenden Kirche ebenso wie den Persönlichkeiten Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer. Christian Döring |
Kampf der Kulturen: Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert: The Clash of Civilizations. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert Samuel P. Huntington Taschenbuch, 1. Dezember 1998 Verkaufsrang: 138659 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Clash und Crash mit Huntington Es lohnt sich, mit Professor Samuel Phillips Huntington zu streiten. Es macht klüger - und man erlebt so seine Überraschungen beim Kampf der Argumente. Harvard, im November 1996. SPIEGEL-Kollege Siegesmund von Ilsemann und ich sitzen im bescheidenen Büro des Professors in Boston, das so gar nicht zu dem pompösen Titel unseres Gesprächspartners passt (äEaton Professor of the Science of Government and Director of the John M. Olin Institute for Strategic Studies at Harvard University"). Ist er bereit für Gegenargumente zu seiner These vom kommenden Kampf der Kulturen, der in einen Weltkrieg münden könnte, äthe Rest against the West"? äNur zu, versuchen Sie, Löcher in mein Gedanken¬gebäude, in meine Landkarte für eine neue Ära der Politik zu bohren", sagt er mit blitzenden Augen. Er hat Freude am Zündeln, genießt die intellektuelle Auseinandersetzung. Und er gibt sich kämpferisch gegenüber jeder Kritik. Neunzig Minuten höchste Konzentration, während das Tonband läuft. Nur ab und zu, und nur für jeweils eine Sekunde, lässt Huntington den Blick hinaus aus seinem Fenster schweifen, auf die Bäume und Rasenflächen des schönen Harvard-Campus, wo sich auf Parkbänken einige seiner Studenten auf die nächste Vorlesung vorbereiten. äUnd jetzt gehen wir in meine Kneipe hier gleich um die Ecke", sagt er, als wir uns gerade für das offizielle Interview bedankt haben. äDenn ich glaube, zu diesem und jenem Punkt sollten wir noch etwas vertiefen." Es gibt alle paar Jahre mal intellektuelle Diskurse, originelle Denkstücke von Politikern oder Professoren, die große Aufmerksamkeit erregen. Der amerikanische Publizist Francis Fukuyama etwa, lange Zeit bekennender (und erst neuerdings bekehrter) Neokonservativer, hat 1989 so ein Traktat geschrieben. Er nannte es äDas Ende der Geschichte?" und meinte damit, alle ideologischen Auseinandersetzungen seien durch den Zusammenbruch des real existierenden Kommunismus in Osteuropa beendet, der Westen und seine Vorstellungen von Demokratie hätten für alle Zeiten gesiegt, von ein paar kleineren Störfällen abgesehen, sei der permanente Frieden ausgebrochen. Bald war Fukuyamas Gedankengebäude durch weltpolitische Entwicklungen als hoffnungslos überoptimistisch widerlegt. Selbst in Europa sollte wieder ein Krieg toben, und auch weit über den Balkan hinaus ging ädie Geschichte" durchaus weiter, terrorblutig und in bitteren Verteilungsschlachten um Rohstoffvorräte. In der Sommer-Ausgabe 1993 der hoch angesehenen außenpolitischen Fachzeitschrift äForeign Affairs" hat dann Huntington seinen nur zwölf Seiten langen, mit einem scheuen Fragezeichen versehenen Aufsatz veröffentlicht: äThe Clash of Civilizations?" Schnell wurde klar, dass der Harvard-Wissenschaftler mit dem äKampf der Kulturen" (der in seiner korrekten Übersetzung eher ein äZusammenprall" sein sollte, was sich aber zugegeben nicht besonders griffig liest) ein langlebigeres und tiefer gehendes Erklärungsschema für die Zukunft der Weltpolitik lieferte als Fukuyama. Der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger pries es, der führende arabische Linksintellektuelle Edward Said rammte es in Grund und Boden; Politiker begannen bald die griffige Formel zu benutzen, um ihre Vorstellungen über Präventivkriege, Abgrenzung von anderen Religionen oder regionale Zusammenschlüsse zu begründen. Immer wieder wurde vor dem äkommenden Kampf der Kulturen" gewarnt: ein fast schon klischeehaft wiederholtes Mantra vor allem der Erzkonservativen aller Länder. Nach jedem islamistischen Terroranschlag, nach jedem Scheitern einer diplomatischen Vereinbarung, nach jedem unbequemen Regierungswechsel in der Dritten Welt: Ist es nun so weit, haben wir ein weiteres Zeichen erlebt für den äClash of Civilizations"? Eine Chiffre, von der bald nicht mehr so klar war, wofür sie eigentlich stand. Und ob jeder, der sie benutzte, auch wirklich die Argumentation des Autors kannte. Als Huntington dann 1996 sein Buch vorlegte - der äKampf der Kulturen" nun schon selbstbewusst ohne Fragezeichen, und statt einem Dutzend Seiten mehrere hundert lang -, war endgültig klar, dass es sich nicht wie beim Kollegen Fukuyama um eine intellektuelle Einjahresfliege handelte. Das Werk stürmte die Bestsellerlisten weltweit und setzte sich dort fest, wurde in Politiker- wie in Literaten- und Kirchen-Zirkeln zu einer wegweisenden weltpolitischen Bibel. Vergleichbar ist dieser bis heute andauernde Hype um Huntington allenfalls noch mit einer anderen Epoche machenden Schrift, schon damals fast ein halbes Jahrhundert alt: George Kennan hat in seinem Essay 1947 über die äUrsprünge des sowjetischen Verhaltens" die äEindämmung" des Kommunismus gefordert - die Forderung eines äContainment" wurde zu einem der intellektuellen Schlüsseltexte der amerikanischen Politik für den Kalten Krieg. Und zu einer in die Alltagssprache übergehenden Floskel. Huntingtons Erklärungsmodell für die Zeit nach dem Zusammenbruch des Kommunismus, für die Zeit nach dem Kalten Krieg ist in mehrfacher Weise außergewöhnlich: Er geht über den Staat als Grundeinheit der Weltpolitik hinaus. Und er verbannt politische Ideologien wie große ökonomische Auseinandersetzungen als geschichtsträchtige Komponenten in den Hintergrund. Der Harvard-Professor verkündet den Paradigmenwechsel. Eine völlig neue Form der internationalen Auseinandersetzungen beherrscht seiner Meinung nach das internationale Geschehen: Unterschiedliche Kulturkreise, die einander feindlich gegenüber stehen, prägen die Konfliktszenarien. Die Bruchlinien zwischen diesen äCivilizations" sind für ihn die Schlachtfelder der Zukunft - besonders blutig: die Grenzregionen des Islam. Dem Westen, dank seiner Wissenschaft und Technologie derzeit noch mächtigster Kulturkreis der Welt, droht laut Huntington der Abstieg, vor allem infolge äAufweichung" seiner Werte durch die überall nachdrängenden Immigranten. Aber ist Samuel Huntingtons äClash of Civilizations" wirklich ein schlüssiges Erklärungsmuster? Oder überwiegen gar die Ausnahmen in seinem Modell, in seinem Paradigma zur globalen Politik, und führen es so ad absurdum? Zurück in das Studierzimmer des Harvard-Lehrers für Internationale Beziehungen, zu unseren Diskussionen in der Bostoner Kneipe, November 1996, im Erscheinungsjahr des Buches. Versuche, das Modell nach allen Seiten auf seine Tauglichkeit abzuklopfen. Er bestellt sich einen Saft, wir entscheiden uns angesichts der vorgerückten Nachmittagsstunde für ein Bier. Die Kneipe mit dem holzgetäfelten Interieur hat sich geleert; nur ab und zu nickt ein Gast herüber, der den Raum verlässt. Bald sind wir allein mit dem Barkeeper und den hübschen Bedienungen. Professor Huntington, Sie sprechen davon, die USA könnten der Sowjetunion in den äMülleimer der Geschichte" folgen. Washington hat mehr Waffen und dadurch vermutlich auch mehr Einfluss denn je. Sie bezweifeln die Loyalität der Immigranten in Europa und den USA - ist das nicht Panikmache? äGerade Amerikas Einheit beruht auf einer gemeinsamen Kultur und einem gemeinsamen Vorrat politischer Prinzipien, die gegenwärtig von verschiedenen Seiten attackiert werden. Wir müssen die Flut der Immigranten eindämmen, weg von der Vorstellung einer multikulturellen Gesellschaft, weg von der Entwestlichung. In der Außenpolitik heißt das: Wir sollten Menschenrechte unterstützen, aber wir sollten nicht versuchen, andere Kulturen nach unserem westlichen Modell zu formen. Wir müssen akzeptieren, dass verschiedene Kulturen einen unterschiedlichen Wertekodex haben, dass individuelle Freiheiten nicht überall an der Spitze stehen." Professor Huntington, die schlimmsten Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte gab es doch innerhalb der Kulturkreise: Stalins Säuberungen, Pol Pots kambodschanischer Genozid - alles im Wesentlichen Kriege gegen das eigene Volk. Und kaum jemand ist doch nach dem Kalten Krieg so zerstritten wie die islamische Staatengemeinschaft. Zudem kommt uns die Aufteilung der Welt in sieben oder acht große Kulturen reichlich willkürlich vor - man könnte Lateinamerika mit seiner spanisch geprägten Kultur, anders als Sie, beispielsweise auch zum Westen zählen. äBei Lateinamerika war ich mir nicht sicher bei der Zuordnung, darüber lässt sich streiten - aber darauf kommt es gar nicht an. Entscheidend für mich ist: Die Kraftfelder auf dem Globus verschieben sich, weg vom Westen, zu anderen Kulturkreisen. Besonders Religion schafft dabei ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, aber auch Abgrenzung gegenüber anderen. Deshalb gewinnen die Fundamentalisten des Islam, aber auch die Fundamentalisten des Christentums und des Hinduismus an Boden. Wenn aber die Welt künftig durch die Wechselbeziehungen zwischen sieben oder acht großen Kulturen geprägt wird, dann stellt sich die Frage nach einer neuen intellektuellen Landkarte für dieses Zeitalter. Es ergeben sich neue Fronten: Die Volksrepublik China ist dabei, wirtschaftlich und militärisch eine Weltmacht zu werden. Peking hat Iran und Pakistan Atomtechnologie verkauft. Die militärische Verbindung der wichtigsten Staaten des Konfuzianismus mit dem Islam stellt die größte Herausforderung für den Westen dar." Professor Huntington, heizt nicht die ungleiche Verteilung von Reichtum auf der Welt die Konflikte mehr an, als es unterschiedliche Kulturen vermögen? Siegt nicht statt der Bedenken um kulturelle Kluft doch die Habgier von Nationen? äNatürlich existieren wirtschaftliche Interessen, aber sie sind nicht von primärer Bedeutung. Die Menschen kämpfen und sterben für ihren Glauben und identifizieren sich mit ihrem Kulturkreis - das hält sie mehr zusammen denn je. Das Wesen der westlichen Kultur ist die Magna Charta, nicht der Big Mac. Darum geht es, und darum ist mein Gedankenmodell zwar nicht perfekt, aber es liefert die entscheidenden Anhaltspunkte, die Leitlinien. Es ersetzt den Kal
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Geistesgeschichte der Technik: Mit einem Radiovortrag auf CD Hans Blumenberg Gebundene Ausgabe, 16. September 2009 Verkaufsrang: 162514 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In Hans Blumenbergs Nachlaß findet sich eine Mappe mit dem Kürzel "GT", die einige kleinere Schriften zur Geistesgeschichte der Technik enthält. Auf wenigen Seiten entfaltet Blumenberg darin auf gewohnt pointierte Weise Überlegungen, wie eine solche Geistesgeschichte - etwa im Unterschied zur üblichen Technikgeschichte - überhaupt aussehen könnte. Damit ist er als Vordenker für die Historiographie naturwissenschaftlicher und technischer Entwicklungen, die gegenwärtig vor allem in wissenschaftshistorischer Perspektive Konjunktur hat, noch zu entdecken. Die meisten dieser Texte erscheinen hier zum ersten Mal in gedruckter Form, wie etwa zwei längere Vorträge, die Blumenberg in den 1960er Jahren in wissenschaftlichen Kontexten, aber auch im Rundfunk einer breiteren Öffentlichkeit vorgetragen hatte. Einer dieser Vorträge mit dem Titel "Die Maschinen und der Fortschritt. Gedanken zu einer Geistesgeschichte der Technik" ist als einziger der Radiobeiträge Hans Blumenbergs erhalten geblieben und dem Buch beigegeben.
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Gerechtigkeit als Fairneß: ein Neuentwurf John Rawls Broschiert, 20. September 2007 Verkaufsrang: 16480 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Buchnotiz zu : Die Zeit, 08.05.2003 Ob man nun für "Umbau, Abbau oder Ausbau" sei, ausnahmslos alle Beteiligten am Diskurs um Sozialreformen argumentieren für die unterschiedlichsten Positionen mit dem "Verweis auf Gebote der Gerechtigkeit". So scheint es für Rainer Forst an der Zeit zu sein, den Philosophen John Rawls zu lesen, um endlich zu erfahren, was "politische und soziale Gerechtigkeit" denn eigentlich heißt. Bei dem vorliegenden Band handele es sich um eine Neufassung Rawls' "Theorie der Gerechtigkeit" von 1971, die er zeit seines Lebens weiterentwickelte. Rawls' zentrale Idee sei, "dass die Gesellschaft ein faires System der Kooperation sein solle, das von allgemein geteilten Prinzipien geregelt wird." Diese Prinzipien bedeuten aber nicht bloße "Umverteilung", sondern sollen Strukturen "reiner Hintergrund-Verfahrensgerechtigkeit" herstellen können. Wesentliche Unterschiede zwischen der philosophischen Theorie und politischer Realität sieht Forst darin, dass Rawls verlangt, "wenn Güter ungleich verteilt werden, dann darf dies nur so geschehen, dass es den am schlechtesten Gestellten den größtmöglichsten Vorteil bringt." Gleichzeitig fühle sich Rawls aber auch nicht dazu berufen ein "praktisches Rezept für die Reform des Sozialstaats" zu liefern, aber nach der Lektüre sei einem auf jeden Fall "klarer", wann eine "Art der Politik das Prädikat 'gerecht'" verdiene, resümiert Forst. © Perlentaucher Medien GmbH Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003 Mit seinem letzten Werk hat der 2002 verstorbene John Rawls das Buch beendet, das vor mehr als drei Jahrzehnten seinen Ruf begründete, schreibt Martin Bauer. Denn in "Gerechtigkeit als Fairness" entwerfe er noch einmal, Kritiken aufgreifend und den eigenen Ansatz überdenkend, die Prinzipien seiner Gerechtigkeitstheorie, die er in "A Theory of Justice" erstmals formulierte. Demnach ist die Grundlage für eine gerechte Gesellschaft in den Modalitäten eines ideellen Gesprächs zu suchen, in dem sich die Beteiligten in auferlegter Ungewissheit über ihre eigene Identität und Stellung innerhalb der Gemeinschaft auf eine institutionelle Ordnung einigen. Indem er solchermaßen die "Gerechtigkeit des Gesellschaftsvertrages" mit der "Fairness des Verfahrens" begründe, erweise sich Rawls als Konstruktivist kant'scher Prägung. Bauer hebt hervor, dass Rawls, in Abgrenzung zum metaphysisch umfassenden Ansatz des ersten Buches, "ein praktisch-politisches Plädoyer für einen egalitär akzentuierten Liberalismus" verfasst hat. Er lobt außerdem die Übersetzung des Buches, in dem "jeder Satz argumentativen Scharfsinn, systematische Strenge und bürgerschaftliches Ethos versöhnt". Allerdings - und bedauerlicherweise - sei die Ethik des Amerikaners, die "menschliches Glück und soziale Existenz verwebt" sehen wolle, gegenwärtig passé; die Bürger verlangt es zuallererst nach Sicherheit, und so ist "nicht der milde John Rawls, sondern der trockene Thomas Hobbes der Mann der Stunde", glaubt unser Rezensent. © Perlentaucher Medien GmbH
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Den Liberalismus auf eine zukunftfähige Basis stellen 5 von 5 Punkten John Rawls entwirft in diesem Buch ein völlig neu fundiertes, liberales Gesellschaftsmodell. Jenseits der unmenschlichen Auswüchse radikaler Marktmodelle (wie in Europa des 19. Jahrhunderts oder auch in den sich entwickelnden Staaten der dritten Welt) entwirft Rawls ein Modell, welches die Fairneß ins Zentrum der Überlegungen stellt. Die Fairness fordert insbesondere Zugangsmöglichkeiten aller zu politischen und wirtschaftlichen Institutionen; d.h. die Gewährleistung von Chancen ist sicherzustellen. Dem Staat werden somit anstatt weitgehender verteilungspolitischer Aufgaben, in erster Linie ordnungspolitische Aufgaben zugewiesen. Natürlich werden dabei die wesentlichen Erfolge des Liberalismus wie persönliche Freiheit, Rechtssicherheit und rechtliche Gleichstellung weiterhin betont. Es werden darüber hinaus jedoch auch Grundprinzipien des politischen Konsenses moderner Gesellschaften, insbesondere die Forderung nach Gerechtigkeit in wirtschaftlichen Fragen, welche sich erst nach der Hoch-Zeit des klassischen Liberalismus etablierten, mit aufgenommen. Methodisch lehnt Rawls die wirklichkeitsfernen Modelle der klassischen liberalen Denker wie die 'Urgesellschaft' ab und bezieht sich konsequent auf reale, moderne Gesellschaften. Damit gelingt es ihm, dem Liberalismus ein neues, zukunftfähiges Fundament zu geben, welches ihm erlauben, Antworten auf Probleme moderner Staaten, insbesondere der Überforderung etwa im Bereich Versorgung, zu geben. Insgesamt eröffnet Rawls dem Liberalismus durch seinen Neuentwurf, sich als ein Gesellschaftmodell des 21. Jahrhunderts neu zu etablieren. |
Negative Freiheit?: Zur Kritik des neuzeitlichen Individualismus Charles Taylor Taschenbuch, 5. Dezember 2008 Verkaufsrang: 94216 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Charles Taylor ist Professor of Political Science and Philosophy an der McGill University in Montreal.
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Ach, Europa Jürgen Habermas Broschiert, 16. März 2008 Verkaufsrang: 101614 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ach Europa! 1987 konnte Hans Magnus Enzensberger seinen Reisebildern noch ein optimistisches Ausrufezeichen mit auf den Weg geben, 20 Jahre später ist es mit dem europapolitischen Optimismus vorbei. Ach, Europa, es bleibt allein der seufzende Ton. Jürgen Habermas entwickelt in einer Rede, die er aus Anlass einer Diskussion mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hielt, politische Alternativen für den Kontinent. Er plädiert für eine Politik der abgestuften Integration und für eine "bipolare Gemeinsamkeit" des "alten Europa" mit den USA. Neben Habermas' jüngsten europapolitischen Interventionen versammelt dieser Band der Kleinen Politischen Schriften philosophische Portraits langjähriger Weggefährten wie Jacques Derrida und Richard Rorty sowie zwei Texte zum Fortschreiten des Strukturwandels der Öffentlichkeit.Jürgen Habermas plädiert für eine Politik der abgestuften Integration und für eine "bipolare Gemeinsamkeit" des "alten Europa" mit den USA. Neben Habermas' jüngsten europapolitischen Interventionen versammelt dieser Band der Kleinen Politischen Schriften philosophische Portraits langjähriger Weggefährten wie Jacques Derrida und Richard Rorty sowie zwei Texte zum Fortschreiten des Strukturwandels der Öffentlichkeit: Das in der Süddeutschen Zeitung erschienene Plädoyer für die öffentliche Unterstützung der Qualitätspresse sowie die vielbeachtete Rede über die "epistemische Dimension der modernen Demokratie" und das Internet.
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Prozeß und Realität: Entwurf einer Kosmologie Alfred North Whitehead Taschenbuch, 14. November 2008 Verkaufsrang: 98379 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Whitehead sollte man lesen nicht Heidegger 5 von 5 Punkten Irgendwie bekommt man den Eindruck nicht los, dass Whitehead in unseren Breiten und damit meine ich Deutschland, immer noch nicht entdeckt und anerkannt ist. So eine Anhängerschaft wie sie Heidegger in Deutschland hat, möchte man Whitehead wünschen und er hätte es auf alle Fälle mehr verdient. Da wird in Sein und Zeit all möglicher Unsinn reingedeutet, in Prozeß und Realität braucht man nichts rein deuten, es ist klar und deutlich formuliert. Das ist Philosophie nach meinem Geschmack.
Prozessdenken neu belebt... 5 von 5 Punkten Whitehead hatte kein richtiges Gehör in der Philosophie gefunden. Der Übersetzer weist in seinem Nachwort auch deutlich darauf hin. Trotzdem hat sich sein Denken in den Managementwissenschaften genauso durchgesetzt wie in den Naturwissenschaften. Whitehead vermittelt Schlussfolgerungen für die Managementaufgabe. "Mit anderen Worten wird vorausgesetzt, dass kein Einzelwesen in vollständiger Abstraktion vom System des Universums gedacht werden kann, und die Aufgabe der spekulativen Philosophie besteht darin, diese Wahrheit an den Tag zu legen. Diese Eigenschaft ist ihre Kohärenz." Gewöhnlich beobachten wir mit der Methode der Differenz. In einem Unternehmen begegnet der Mitarbeiter zahlreichen Differenzen. Es kann eine Differenz der angepeilten Ziele sein, weil Top- und Middle- Management Ziele unterschiedlich darstellen und weitergeben. Es kann eine Differenz zwischen artikulierten Zielen und fortlaufendem Tun des Managements sein, weil Ressourcenallokation nicht mit der Zielformulierung im Einklang steht. Es kann die Differenz zwischen eigenen privaten Interessen und den Anforderungen im Beruf sein. Aus der Differenzbeobachtung erfolgen Urteile des Mitarbeiters über die angetroffene Situation. Ein solches Urteil kann positiv oder negativ sein. Positiv bedeutet, die Abweichung ist vernachlässigbar klein, dann tritt Beruhigung über die augenblickliche Lage ein. Negativ bedeutet, die Abweichung ist inakzeptabel gross. Nach solchen Urteilen setzt gewöhnlich Dialog ein, der sich immer in Folge einer entdeckten Inkohärenz ergibt. Man fragt den anderen, weshalb er glaubt, dass sein Verhalten "logisch" in das hineinpasst, was beide als Referenzrahmen akzeptieren. "Dabei entdeckt man häufig, dass der Anspruch an die Kohärenz dem anderen abgefordert wird, während man in seiner eigenen Position gerne Aussnahmen zulässt." (Whitehead). Es ist ein Buch, das dem philosophisch geschulten Leser anspricht, aber es sollte von jedem Mitglied des Top Mgmt gelesen werden. Sehr eindrucksvoll, sehr überzeugend. Es macht nachdenklich und innovativ zugleich.
Prozessdenken neu belebt... 5 von 5 Punkten Whitehead hatte kein richtiges Gehör in der Philosophie gefunden. Der Übersetzer weist in seinem Nachwort auch deutlich darauf hin. Trotzdem hat sich sein Denken in den Managementwissenschaften genauso durchgesetzt wie in den Naturwissenschaften. Whitehead vermittelt Schlussfolgerungen für die Managementaufgabe. "Mit anderen Worten wird vorausgesetzt, dass kein Einzelwesen in vollständiger Abstraktion vom System des Universums gedacht werden kann, und die Aufgabe der spekulativen Philosophie besteht darin, diese Wahrheit an den Tag zu legen. Diese Eigenschaft ist ihre Kohärenz." Gewöhnlich beobachten wir mit der Methode der Differenz. In einem Unternehmen begegnet der Mitarbeiter zahlreichen Differenzen. Es kann eine Differenz der angepeilten Ziele sein, weil Top- und Middle- Management Ziele unterschiedlich darstellen und weitergeben. Es kann eine Differenz zwischen artikulierten Zielen und fortlaufendem Tun des Managements sein, weil Ressourcenallokation nicht mit der Zielformulierung im Einklang steht. Es kann die Differenz zwischen eigenen privaten Interessen und den Anforderungen im Beruf sein. Aus der Differenzbeobachtung erfolgen Urteile des Mitarbeiters über die angetroffene Situation. Ein solches Urteil kann positiv oder negativ sein. Positiv bedeutet, die Abweichung ist vernachlässigbar klein, dann tritt Beruhigung über die augenblickliche Lage ein. Negativ bedeutet, die Abweichung ist inakzeptabel gross. Nach solchen Urteilen setzt gewöhnlich Dialog ein, der sich immer in Folge einer entdeckten Inkohärenz ergibt. Man fragt den anderen, weshalb er glaubt, dass sein Verhalten "logisch" in das hineinpasst, was beide als Referenzrahmen akzeptieren. "Dabei entdeckt man häufig, dass der Anspruch an die Kohärenz dem anderen abgefordert wird, während man in seiner eigenen Position gerne Aussnahmen zulässt." (Whitehead). Es ist ein Buch, das dem philosophisch geschulten Leser anspricht, aber es sollte von jedem Mitglied des Top Mgmt gelesen werden. Sehr eindrucksvoll, sehr überzeugend. Es macht nachdenklich und innovativ zugleich. |
Das Zukunfts-Manifest: Aufbruch aus der Jammerkultur Matthias Horx Taschenbuch, 2001 Verkaufsrang: 131196 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Buch beschreibt die Zukunft der europäischen Demokratien im Zeitalter von Globalisierung, Individualisierung und Information. Es setzt dem grassierenden Pessimismus einen realistischen Optimismus gegenüber und skizziert die "New Deals" des 21. Jahrhunderts. "Dieses Buch ist ein Gegengift gegen den allgegenwärtigen Pessimismus und die Jammerkultur der Deutschen."Der Soziologe und Journalist Matthias Horx brachte im Jahre 1993 das Trendbuch heraus, den ersten deutschen Trendreport. Sein publizistisches Schaffen umfaßt inzwischen mehr als 15 Jahre bundesdeutscher Zeitgeschichte. Horx schrieb Science-fiction Romane, Reportagen über Computerkinder und Essaybände über die Wertewandel-Prozesse in den Achtzigern ('Die Wilden 80er'; 'Aufstand im Schlaraffenland'). Er arbeitete als Redakteur beim Zeitmagazin, Tempo und Merian und gründete zusammen mit Peter Wippermann im Jahre 1993 das Trendbüro Hamburg.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Endlich 5 von 5 Punkten Geht der politisch interessierte Bürger auf irgendwelche Globalisierungsseminare, so hat man anschließend das Bedürfnis, sich gleich von der Brücke zu stürzen, oder Atombomben auf die USA zu schmeißen. Glaubt man den Umweltschützern, so können wir uns eigentlich gleich vergiften. Glaubt man den Polititkern, so werden wir bald gar nix mehr zu lachen haben. Glaubt man der Presse, so werden wir bald nix mehr zu Essen haben, so schlecht geht es uns. Glaubt man seiner Familie, dann geht das Leben an einem vorbei. Glaubt man seinen Dozenten an Uni's, dann gibt es keine Wissenschaft mehr. Glaubt man den Wirtschaftsbossen, dann gibt es keine Investitionen mehr. Glaubt man der Gender-Bewegung, sind Männliche Wesen ein Trugschluss der Evolution. Kurz: Gott, die Welt, der Kapitalismus, der Sozialstaat ist am Ende. Wir können uns nur noch selbst vernichten. !!!!! Wie schön das es Matthias Horx gibt, ihr Looser!!!!!
Weitere Lesermeinungen |
Faktizität und Geltung: Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates Jürgen Habermas Taschenbuch, 3. Dezember 2009 Verkaufsrang: 141201 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Auch in den etablierten Demokratien sind die bestehenden Institutionen der Freiheit nicht mehr unangefochten, obgleich die Bevölkerungen hier eher auf mehr ', denn auf weniger Demokratie zu drängen scheinen. Ich vermute allerdings, daß die Beunruhigung noch einen tieferliegenden Grund hat - die Ahnung nämlich, daß im Zeichen einer vollständig säkularisierten Politik der Rechtsstaat ohne radikale Demokratie nicht zu haben und nicht zu erhalten ist. aus dieser Ahnung eine Einsicht zu machen, ist das Ziel der vorliegenden Untersuchung.
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Philosophie der Menschenrechte
Taschenbuch, 1. April 2007 Verkaufsrang: 83437 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Über Menschenrechte wird in jüngster Zeit nicht nur politisch, sondern auch philosophisch gestritten. In diesen Streit will der vorliegende Band mit begrifflichen Klärungen eingreifen, insbesondere aber durch Zusammenarbeit von Philosophie, Rechts- und Politikwissenschaft die entscheidenden Streitpunkte herausheben und diskutierbar machen. So geht es zunächst um konzeptionelle Fragen, darum, ob die Menschenrechte moralisch oder juridisch verstanden werden, um Fragen ihrer Begründbarkeit und ihres Geltungsbereiches. Je nach der moralischen Deckung der Menschenrechte werden die Ansprüche der sozialen und/oder internationalen Gerechtigkeit und die Spannungen zwischen Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechten anders gewichtet. Schließlich weisen auch die Diskussionen um die Universalität oder Kulturrelativität der Menschenrechte und die Fragen nach ihrer geschlechtsspezifischen Neutralität auf einen konzeptionellen Klärungsbedarf hin.
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Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften Wilhelm Dilthey Taschenbuch, 3. März 2006 Verkaufsrang: 237818 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Ausbildung des geschichtlichen Bewußtseins ist nach Dilthey ein "letzter Schritt" in der Emanzipationsgeschichte des Menschen, mit dem er die Souveränität erlangt, "jedem Erlebnis seinen Gehalt abzugewinnen, sich ihm ganz hinzugeben, als wäre kein System von Philosophie oder Glauben, das Menschen binden könnte". (Manfred Riedel)
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Philosophie der Gerechtigkeit: Texte von der Antike bis zur Gegenwart
Taschenbuch, 20. Juli 2009 Verkaufsrang: 128538 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Eine essenzielle Sammlung 5 von 5 Punkten Dieses Werk ist für jede Person unentbehrlich, die sich über die Gerechtigkeitsdebatten in der europäischen Geistesgeschichte interessiert. Besonders instruktiv sind die Überblickstexte, die in die jeweiligen Epochen einführen. Die Ausschnitte aus philosophischen Werken sind gut gewählt und geben einen schönen Einblick nicht nur in den Inhalt der Debatten, sondern auch in die Art des Philosophierens.
Das Standartwerk zum Thema Gerechtigkeit 4 von 5 Punkten Das Buch führt den Leser in alle wichtigen Theorien von der Gerechtigkeit ein. Es werden die verschiedenen Antworten auf die Frage nach Gerechtigkeit im eigentlichen Sinne aufgeführt und unterschiedliche Definitionen von 'Gerechtigkeit' erklärt und begründet. Der Leser entdeckt auch neue Aspekte, welche meist nicht sofort mit dem Begriff "Gerechtigkeit" assoziiert werden. Da alle bedeutenden Theorien der Gerechtigkeit von der Antike bis zur Gegenwart aufgeführt werden, vermittelt der Band einen eindrucksvollen Überlick über die Theorie- und Indeengeschichte dieser Thematik. Zu Empfehlen ist dieses Buch für jeden, der sich einen Überblick über das Spektrum der Theorien zur Gerechtigkeit verschaffen will. Der Band ist auch bestens als Basislektüre zum Einstieg in das Thema oder als Nachschlagewerk geeignet! |
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