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| Zeit-Geschichte | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Politische Schriften: 1958-1993 Maurice Blanchot Broschiert, September 2007 Verkaufsrang: 292391 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Was noch hinzufügen? Es gibt vielleicht eine kulturelle Macht, aber sie ist ambivalent und droht immer, indem sie diese Ambivalenz verliert, sich in den Dienst einer anderen Macht zu stellen, die sie unterwirft. Schreiben ist, im Extremen, das, was nicht möglich ist, also immer auch die Suche nach einer Nicht-Macht, indem es die Beherrschung, die Ordnung und zunächst die bestehende Ordnung ablehnt, das Schweigen einer Rede der absoluten Wahrheit vorzieht, weshalb es bestreitet und ohne Unterlass bestreitet."
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Kulturelle und geistige Wurzeln Europas: Für eine Wiedergeburt des "europäischen" Menschen Giovanni Reale Taschenbuch, Dezember 2004 Verkaufsrang: 413570 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was ist Europa? Ein Ableger Asiens, wie Nietzsche polemisierte? Oder handelt es sich um eine Idee, die in einer besonderen Kultur (im Griechenland eines Sokrates und Platon) entstanden ist und dann universale Bedeutung und Tragweite gewonnen hat, wie Husserl erklärte? Können wir uns wirklich Europäer nennen? Die Dringlichkeit dieser Fragen war vielleicht nie so augenscheinlich wie in unseren Tagen, in denen die neue Verfassung Gestalt annimmt. Und doch - betont Giovanni Reale - ist man ihnen vielleicht nie zuvor so ausgewichen wie heute. Wenn man Europa nicht zu einer bloßen politisch-ökonomischen Herausforderung verkürzen will, wenn man ihm jenen Freiheitssinn wiedergeben will, der seit jeher zu ihm gehört, muss man aus der Erkenntnis, dass die Errichtung des "gemeinsamen Hauses" von der Möglichkeit und Fähigkeit abhängt, den europäischen Menschen zu erneuern, seine kulturellen und geistigen Wurzeln in neuer Gestalt zu beleben, den Mut aufbringen, einen Blick auf den Ursprung unserer Geschichte zu werfen. Denn, wie Max Scheler sagte, "nie und nirgends stiften bloße Rechtsverträge allein wahre Gemeinschaft, sie drücken sie höchstens aus".
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Richtig, aber wenig vorausschauend. 3 von 5 Punkten Ich habe shcon deutlich schlechtere Bücher gelesen und bereue den kauf dieses Buches nicht. Allein, wirklich neues bietet das Werk kaum. Der Autor führt aus, dass die geistigen und kulturellen Wurzeln Europas in der griechischen Antike (die römische Antike und v.a. das röm. Rechtswesen bleiben aus Platzgründen ausgespart) und dem Christentum liegen. Diese Abschnitte sind gut gemacht. Deutlich zu dürftig ist m.E. aber der Abschnitt zu der 3. Wurzel, der Modernisierung ausgefallen. Hier beschränkt sich der Autor auf ein stellenweise komisch wirkendes Wehklagen über die angeblich ach so negativen Folgen des technischen Fortschritts auf die Gesellschaft. Ich hatte nicht den Eindruck, dass der Autor auf diesem Gebiet wirklich bewandert ist, wenn er beispielsweise über die "Computerisierung" der Schulen herzieht. Man kann hier anderer Meinung sein, aber die Verbindung zum Thema des Buches bleib auf jeden Fall etwas im Dunkeln. Zweter Kritikpunkt: Das Buch ist rein rückwärtsgewandt. Kann Europa im 21. jahrhundert - unter einigen kleinen Assimilierungen moderner Entwicklungen - wirklich allein auf der "Wiederentdeckung" seiner (christlichen) Identität aufbauen? Der Autor meint ja. So richtig überzeugt bin ich nach Lektüre des Buches jedoch nicht. |
Das Sein und das Ereignis Alain Badiou Taschenbuch, Dezember 2005 Verkaufsrang: 427318 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Für unsere Zeit eine Philosophie zu artikulieren, die, das Denken des Seins betreffend, einen anderen Weg als den von Heidegger beschrittenen einschlägt, eine Philosophie, die zudem, was die Lehre vom Subjekt angeht, über Lacan hinausreicht: darum geht es im Hauptwerk von Alain Badiou, das nun endlich in deutscher Übersetzung vorliegt. Vom Sein wird hier die radikale These vertreten, daß seit seinen griechischen Ursprüngen es die Mathematik und nur die Mathematik ist, die seinen Denkprozeß entfaltet, und daß der Referent der Mathematik heute die Mengenlehre Georg Cantors ist. Daraus folgt eine Ontologie des reinen Mannigfaltigen. Dennoch bleibt ein Ort dessen, was nicht im Sein ist der des Ereignisses: das Ereignis ist ein überzähliger Term für eine Überschreitung, über die das Wissen nicht entscheiden kann. Ein Begriff, dessen Wahrheit im voraus niemals erkennbar ist. Das Subjekt ist dann keineswegs mehr Garant oder Stütze der Wahrheit, sondern vielmehr eine lokale, unwahrscheinliche Instanz, die ihr Weniges an Sein aus dem aleatorischen Werden einer Wahrheit im Ereignis bezieht. Dannoch verwebt sie dieses Wenige zu einer Treue, die sich in die Kunst, die Wissenschaft und in die Liebe einschreibt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Jenseits Begehrens 5 von 5 Punkten Dieses Buch behandelt die spannende und interessante These: Ontologie ist Onto-Logik. Es verbindet Erzählungen aus der Philosophie mit solchen aus Mathematik und Literatur.
Diese Texte helfen mir anders als Lacan, oder über ihn hinaus, beim Verstehen von Zuständen und Daseinsformen 'jenseits des Lustprinzips` wie beispielsweise Angst oder Psychosen.
Obwohl einzelne Textstellen begrifflich wenig konzise gefasst und daher verwirrlich sind, dient mir dieses Buch, mehr noch als Bücher von Deleuze, Derrida, Nancy oder gar Agamben, als theoretisches Arbeitsbuch für meine praktische Tätigkeit.
Deshalb gebe ich ihm die maximale Punktzahl: *****
Andreas.Braendli@hin.ch
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Nachgelassene Schriften: Feindanalysen: Über die Deutschen: Bd 5 Herbert Marcuse Gebundene Ausgabe, Juni 2007 Verkaufsrang: 393980 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Anläßlich des 100. Geburtstages von Herbert Marcuse am 19. Juli 1998 erschien der Sammelband >Feindanalysenneuen deutschen Mentalitätreeducation< Deutschlands, so lautet Marcuses Fazit, habe diese spezifische Mentalität in ihr Kalkül aufzunehmen. Aus dem Inhalt: Peter-Erwin Jansen: Vorwort Detlev Claussen: Kopf der Leidenschaft. Herbert Marcuses Deutschlandanalysen. Die neue deutsche Mentalität Darstellung des Feindes Über psychologische Neutralität Über soziale und politische Aspekte des Nationalsozialismus Kriegs- und Nachkriegsgeneration 33 Thesen Ist eine freie Gesellschaft gegenwärtig möglich? "In jetzt zum ersten Mal veröffentlichten Memoranden, die der exilierte Philosoph Herbert Marcuse während des Zweiten Weltkriegs für die US-Regierung verfaßte, finden sich erstaunlich moderne Antworten . Im Zusammenhang mit den von der Goldhagen-Debatte neu entfachten Diskussionen über die Deutschen als Hitlers Gefolgsleute verdienen diese Texte weit über den Kreis unbeirrbarer Marcuse-Leser hinaus größtes Interesse." (Lothar Baier)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Historische Quelle und (geschichts-) wissenschaftliche Analyse zugleich. 5 von 5 Punkten Der fünfte Band der neu herausgegebenen und überarbeiteten Nachlassschriften Marcuses enthält nunmehr insgesamt neun, in der Zeit von 1939 bis 1947 entstandene, Texte. Darunter finden sich neben den Arbeiten, die Marcuse für das US-amerikanische Office of Strategic Services (OSS) und das State Department erstellte, auch Entwürfe für wissenschaftliche Forschungsvorhaben ("Kriegs- und Nachkriegsgeneration") und Publikationen ("33 Thesen zur militärischen Niederlage des Hitlerfaschismus"), die diesen vorausgingen oder auf ihnen aufbauten.
Neben dem zentralen Memorandum "Die neue deutsche Mentalität" erscheint mir der Artikel "Staat und Individuum im Nationalsozialismus" von besonderem historischen Interesse, da Marcuse hier seine Analyse des Nationalsozialismus in knapper und prägnanter Form zusammengefasst hat.
Marcuse wendet sich zunächst gegen die Behauptung, der Nationalsozialismus habe in Deutschland eine Revolution, d. h. eine Umwälzung der Herrschafts- und Produktionsverhältnisse, bewirkt. Seiner Ansicht nach habe der Nationalsozialismus vielmehr zu einer Festigung der spätestens seit dem Kaiserreich bestehenden Machtstrukturen geführt. Für Marcuse ist im Zusammenhang mit seiner Kapitalismuskritik die Allianz zwischen Partei und Wirtschaft/Industrie von besonderem Interesse und seiner Ansicht nach von zentraler Bedeutung für den Aufstieg der Nationalsozialisten.
Sodann legt Marcuse dar, dass in Bezug auf die nationalsozialistische Herrschaft nicht von einem totalitären Staat gesprochen werden könne und beschreibt welche Rolle dem Staat im Dritten Reich überhaupt zukomme. Für die Nationalsozialisten sei nach eigenem Bekunden der Staat nur Mittel zum Zweck und keineswegs das Endprodukt ihrer Herrschaft. Schließlich hält Marcuse den Begriff Staat, in seiner liberal-bürgerlichen Interpretation, für eine Beschreibung der nationalsozialistischen Herrschaft für unpassend, da im Dritten Reich keine Trennung mehr zwischen Staat und Gesellschaft - Politischem und Unpolitischem - existiere. "So zeigt sich der nationalsozialistische Staat als dreifache Souveränität von Industrie, Partei und Wehrmacht, die das vormalige staatliche Gewaltmonopol unter sich aufgeteilt haben." (S. 149) Hitler bezeichnet er in diesem Machtgefüge als "konfliktregulierendes Zentrum". Als vierte Säule der nationalsozialistischen Herrschaft führt Marcuse schließlich die (Staats-)Bürokratie an, der als Terrorinstrument entscheidende Bedeutung bei der Beherrschung der Gesellschaft zukomme.
Marcuses Arbeiten für die US-amerikanischen Behörden hatten zum Ziel, die Mechanismen der nationalsozialistischen Herrschaft aufzuzeigen, ihre Entstehung zu erklären, bei der Bekämpfung des Dritten Reiches zu helfen und Zukunftsperspektiven für das besiegte Deutschland aufzuzeigen. Nach Claussens Angaben in der Einleitung des Bandes schätzte Marcuse seinen Einfluss auf die Strategie der Amerikaner als gering ein: "Später hat Herbert Marcuse nur noch abgewunken oder gelacht, wenn er darauf angesprochen wurde, welcher Gebrauch von seinen Analysen für die US-amerikanische Nachkriegspolitik in Deutschland gemacht wurde." (S. 15)
In den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts wurde Marcuse aufgrund seiner Geheimdiensttätigkeiten während des Zweiten Weltkriegs und seiner späteren Arbeit für das State Department (bis 1950) von Rechten und Linken angegriffen und als CIA-Agent verleumdet (siehe zusammenfassend: Der Spiegel, Nr. 27, 1969). Der Band liefert dazu einen kurzen Brief Inge Marcuses an die Redaktion des Spiegels, in dem sie ihr Erstaunen über die "phantasievolle(n) neue(n) Phase der Marcuse-Hetze" zum Ausdruck bringt (S. 28). Gegenüber dem Spiegel stellte Marcuse kurz und knapp fest: "Ich war niemals beim CIA und kenne auch keinen Herrn Gehlen." Die Bedeutung von Marcuses Arbeit beim OSS wollte zu jener Zeit wohl niemand angemessen würdigen.
Der Nachkriegsgeneration und dem heutigen Leser, der sich mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auseinandersetzten will, hat Marcuse einen unschätzbar wertvollen Dienst erwiesen. Die in diesem Band zusammengetragenen Arbeiten sind sowohl historische Quellen als auch (geschichts-)wissenschaftliche Analysen und somit im Rahmen eines Studiums unverzichtbar.
Juni 1998 auf Platz Eins der Bestenliste 5 von 5 Punkten Der Band stand im Juni 1998 auf Platz 1 der Bestenliste des Börsenblattes des Deutschen Buchhandels, des NDR und der Süddeutschen Zeitung. Lothar Baier schrieb in der Züricher Wochenzeitung: »Ein aufregender Fund. Herbert Marcuses Amerikanische Deutschlandschriften....Im Zusammenhang mit den von der Goldhagen-Debatte neu entfachten Diskussion über die Deutschen als Hitlers Gefolgsleute verdienen diese Texte weit über den Kreis unbeirrbarer Marcuse-Leser hinaus größtes Interesse«. Der Herausgeber Peter-Erwin Jansen steht für Vorträge und Diskussionen zur Verfügung. |
Schriften aus dem Nachlass: Das jüdische Gesetz. Zur Soziologie des Diaspora-Judentums: Bd. 2 Erich Fromm Broschiert, Juli 1989 Verkaufsrang: 508889 Seit alttestamentarischer Zeit hat sich das Judentum in unterschiedlichen Gesellschaften behauptet. In diesem einzigartigen Dokument untersucht Erich Fromm die Faktoren, aus denen das "Jüdische Gesetz" des Zusammenlebens entstand.
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Das ästhetische Unbewußte Jacques Rancière Broschiert, März 2006 Verkaufsrang: 94140 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jenseits des Geredes um die Krise der Kunst und die Etablierung einer totalen Herrschaft der Bilder, in dem sich die endlose Klage um ein Ende aller Utopien fortspinnt, vertieft Jacques Rancière in den beiden hier vereinigten Schlüsseltexten seine Fragestellung zum Verhältnis von Kunst und Politik. Es wird deutlich, daß es die Politik ist, der stets eine Ästhetik zugrundeliegt. Insofern es die ästhetische Sphäre ist, welche die »Aufteilung der sinnlichen Welt«, die Auf- und Zuteilungen von Zeiten und Räumen, von Sichtbarem und Unsichtbarem, von Rede und Rauschen regelt, bestimmt diese die Erfahrungs- und Handlungsdimensionen der Politik. Auf Basis seiner Analyse unterschiedlicher Regime der Kunst (ethische, poetisch-repräsentative, ästhetische) entwickelt Jacques Rancière zudem eine spezifische Lesart des Verhältnisses von Geschichte und Fiktion, was weitreichende Reinterpretationen von Moderne und Postmoderne, Antike und Klassik eröffnet: »Das ästhetische Regime der Künste setzt nicht das Alte gegen das Moderne. Es setzt auf einer tieferen Ebene zwei Regimes von Geschichtlichkeit einander entgegen. In Wirklichkeit gehört der Gegensatz von Altem und Modernem zum mimetischen Regime. Im ästhetischen Regime der Kunst dagegen ist es die Zukunft der Kunst, ihr Abstoßen von der Gegenwart der Nicht-Kunst, die ununterbrochen die Vergangenheit neu inszeniert. «
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Gianni Vattimo: Einführung Martin G. Weiß Broschiert, August 2006 Verkaufsrang: 550213 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Gianni Vattimo hat innerhalb der Postmoderne das Konzept eines Schwachen Denkens entwickelt. Er sieht die aktuelle geistige Situation vor allem durch die allgemeine Auflösung des Objektivitätsmythos gekennzeichnet. Diese Einführung bietet einen systematischen Überblick über Vattimos Philosophie, unter besonderer Berücksichtigung zahlreicher noch nicht ins Deutsche übersetzter Texte Vattimos, und zeichnet seine kontroversen Ausführungen zum Problem einer postmodernen Geschichte, einer nachmetaphysischen Ethik und eines post-ontotheologischen Christentums nach. Ein aufschlussreiches Exklusivinterview mit dem italienischen Philosophen zu problematischen Aspekten seines Denkens bildet den Abschluss dieser ersten Gesamtdarstellung des heute wohl wichtigsten Vertreters einer philosophischen Hermeneutik.
Die erste Gesamtdarstellung der Philosophie Gianni Vattimos, des heute wohl wichtigsten Vertreters einer philosophischen Hermeneutik.
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Vom Menschen als utopischem Wesen. Vier Essays Jose Ortega y Gasset Gebundene Ausgabe, Januar 2005 Verkaufsrang: 430137 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ernst Robert Curtius sagte über José Ortega y Gasset: "Er ist vielleicht der einzige Mensch in Europa, dem es gegeben und gemäß ist, mit der gleichen Intensität des Interesses, der gleichen Sicherheit des Urteils, dem gleichen Glanz der Formulierung über Kant wie über Proust, über Debussy wie über Scheler zu sprechen. Zwischen vorgeschichtlichen Kulturen und kubistischer Malerei scheint es nichts zu geben, was diesen Kritiker nicht interessierte." Das Buch "Vom Menschen als utopischen Wesen", das im Europa Verlag erstmals im Jahre 1951 erschien, versammelt vier Essays, die Curtius' Urteil begründen: Ideen und Glaubensgewißheiten, Insichselbst-Versenkung und Selbstentfremdung, Glanz und Elend der Übersetzung und Ideen für eine Geschichte der Philosophie.Ob Ortega von den Phänomenen des Denkens und Glaubens, der Selbstversenkung und -entfremdung ausgeht oder von der Geschichte der Philosophie: nach wenigen Sätzen ist er in den Tiefen der Problematik und - wie er meint - des wesentlich utopischen Charakters des menschlichen Tuns. Er öffnet dem Leser die Augen für Einsichten und Zusammenhänge, die ihm bis dahin, wenn nicht fremd, so doch nicht klar bewußt waren.
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Die Zukunft des Kapitalismus Lester C. Thurow Broschiert, Juni 2006 Verkaufsrang: 506306 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Im letzten Jahrzehnt herrschte Bewegung in der Weltwirtschaft: Alteingesessene Firmen, lieb gewonnene Abläufe, unser aller Verständnis von Arbeit -- dies und vieles mehr begann zu schwanken, nicht selten zu zerfallen. Wer sich da inmitten eines ökonomischen Erdbebens glaubte, der lag gar nicht so falsch. Dies bestätigt der Wirtschaftsprofessor Lester C. Thurow in seinem Band über die Zukunft des Kapitalismus. Mit naturwissenschaftlichen Analogien erläutert Thurow, was sich am kapitalistischen System ändern wird und ändern muss. Fünf Kräfte beeinflussen es gleichzeitig, und die vergleicht Thurow mit den Verschiebungen der tektonischen Platten, also den Ursachen für Erdbeben: Das Ende des Kommunismus, die neue Wissensgesellschaft, ein ungeahnter Bevölkerungszuwachs, die globalisierte Wirtschaft und das (baldige) Fehlen einer zentralen Großmacht wirken zunächst langsam und unbemerkt, sind im Endeffekt aber unübersehbar. Ganz wie bei einem Erdstoß eben. Und wie bei Erdstößen ist das Resultat Veränderung. Hier greift Thurow zu einer anderen Analogie, der der biologischen "Gleichgewichtsstörung". Parallel hierzu erschüttern die ökonomischen Beben die Stabilität des Weltwirtschaftssystems, sinkende Realeinkommen und höhere Arbeitslosigkeit sind nur einige der Auswirkungen, die Thurow prognostiziert. Was auf den ersten Blick nach verschrobenen Vergleichen aussieht, ist tatsächlich ein viel versprechender Ansatz. Thurow hat klar erkannt, welchem Wandel der Kapitalismus unterliegt. Diesen Prozess verdeutlicht er mit den naturwissenschaftlichen Entsprechungen. Dabei äußert Thurow keine grundlegende Kapitalismuskritik, sondern er erklärt, wie wir mit dem veränderten System zurecht kommen können. Es gilt, sich "auf ein neues Spiel einzustellen", so Thurow, "und die Sieger von morgen werden andere Erfolgsmerkmale aufweisen als die Sieger von heute". Aber Gewinner wird es auf jeden Fall noch geben. --Joachim Hohwieler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
geniale Diskussionsgrundlage 4 von 5 Punkten Angebots- oder Nachfragepolitik? Über diese These, in unterschiedlichen Ausprägungen diskutieren seither die Vertreter der Volkswirtschaftspolitik. Dabei kommen sich beide Seiten immer wieder in die Haare und es entstehen Diskussionen, die in ihrer Sinnhaftigkeit etwa damit verglichen werden können, ob jemand lieber katholischen oder evangelischen Glauben wählen sollte. Doch im Unterschied zu diesen, inzwischen friedfertigen Parteien, geht es bei den Vertretern der Volkswirtschaftlichen Lagern nicht immer so harmlos zu. Einig sind sich die beiden Seiten nur wenn es um das Buch von Lester C. Thurow "Die Zukunft des Kapitalismus geht". Dieses Buch stellt in gut aufbereiteter Form dar, warum beide Theorien in der Zukunft versagen werden. Er schildert an nachvollziehbaren Beispielen, wo die verschiedenen Theorien versagt haben und verdeutlicht dabei, wie die verschiedenen Volkswirtschaften versagen werden. Er zeigt auf warum die heutige Konsumgesellschaft versagen wird und warum eine Inflation eventuell doch ganz sinnvoll sein kann. Dieses Buch wird bei allen auf reges Interesse stoßen, welche als Studenten in den Vorlesungen mit den klassischen Volkswirtschaftstheorien nicht zu recht kommen oder diese kritisch hinterfragen wollen. Den Vertretern der Theorien sollte es dagegen eine hervorragende Diskussionsgrundlage liefern. Lesenswert ist dieses Buch nicht zu letzt wegen Stils wie einem volkswirtschaftliche Themen verständlich dargeboten werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Feministische Theorien zur Einführung Regina Becker-Schmidt, Gudrun-Axeli Knapp Taschenbuch, September 2003 Verkaufsrang: 381374 Feministische Theorien zur Einführung In der Junius-Reihe "Zur Einführung" geben Regina Becker-Schmidt und Gudrun-Axeli Knapp einen Überblick über die gegenwärtig im Feminismus diskutierten Theorien. Warum ist die Menschheit in zwei Geschlechter - Mann und Frau - geschieden? Hat das "Gott" so eingerichtet? Gehört die Scheidung zum Gattungswesen des Menschen? Macht sie Sinn? Und wie ist das Verhältnis von "Sex" als biologischer Geschlechterdifferenzierung und...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Nur für Fortgeschrittene geeignet 3 von 5 Punkten Man (frau) merkt diesem Buch an, daß es von Anhängerinnen des psychoanalytischen Feminismus geschrieben wurde, dem ich selbst etwas skeptisch gegenüber stehe. Trotzdem hat mir dieses Buch neue Erkenntnisse und Einsichten, neue Blickpunkte vermittelt. Allerdings bin ich der Meinung, daß man dieses Buch nur dann verstehen kann, wenn man bereits über Grundkenntnisse der feministischen Theorie, ihrer verschiedenen Strömungen und ihrer Grundpositionen verfügt. Ansonsten ist die Einordnung der verschiedenen Autorinnen und Argumente nur schwer möglich. Für Fortgeschrittene ist dieses kleine Büchlein eine interessante Erweiterung der Perspektive, für Anfänger jedoch nur bedingt geeignet, daher auch nur 3 Sterne. |
Kindheit in Amorbach. Bilder und Erinnerungen Theodor W. Adorno, Reinhard Pabst Taschenbuch, September 2003 Verkaufsrang: 439124 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. In Amorbach, einem seiner schönsten und persönlichsten Texte, horcht Adorno dem »Echo des längst Vergangenen« nach: Erinnerungen an sein »Lieblingsstädtchen«, an die ländliche Idylle im Odenwald, in der er jedes Jahr die Ferien verbrachte. Der ausführliche Anhang des Bandes blättert das Fotoalbum der Familie Wiesengrund auf und läßt mit einer Fülle unbekannter Abbildungen Adornos Welt, das verlorene Paradies seiner Kindheit, wieder lebendig werden. Darüber hinaus konnte der Herausgeber eine Vielzahl biographischer Quellen erschließen, die keinem anderen Forscher zugänglich waren. Wir erfahren Neues nicht nur über Adornos Vater, den Weinhändler Oscar Wiesengrund, seine Mutter und seine Tante beide Sängerinnen von Beruf , sondern auch über Adornos musikalische Anfänge. Und wir werden in das Amorbach der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückversetzt. Wir begleiten »Teddie« auf seinen Wanderungen durch die »Sommerfrischenwälder« nach Miltenberg oder in Dörfer der Umgebung wie Ottorfszell und Ernsttal und können die Schauplätze und Personen betrachten, die ihm ein Leben lang imGedächtnis blieben. Ein einzigartiges Buch über Adornos frühe Jahre.
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Vor Antisemitismus ist man nur noch auf dem Monde sicher: Beiträge für die deutsch-jüdische Emigrantenzeitung "Aufbau" 1941-1945 Hannah Arendt Taschenbuch, November 2004 Verkaufsrang: 490263 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Spätestens durch ihre Berichterstattung vom Prozeß gegen Adolf Eichmann und ihr Buch »Eichmann in Jerusalem« wurde sie weltbekannt. Doch schon die junge Hannah Arendt war in ihrem politischen Denken und Handeln eine herausragende Persönlichkeit. Ihre Beiträge für den »Aufbau«, die in New York publizierte Zeitung des »German Jewish Club« für deutsche Emigranten, zeigen sie als wache Zeitzeugin und als engagierte Vertreterin des jüdischen Freiheitskampfes. Die Herausgeberin Marie Luise Knott hat die Texte ausführlich kommentiert und deren Bedeutung in ihrem Nachwort gewürdigt.
»Arendts Kommentare zum Zeitgeschehen sind voller Leidenschaft und Verstandesschärfe.« Süddeutsche Zeitung
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Gesammelte Schriften: Gesammelte Schriften 11. Studien über die Deutschen. Machtkämpfe und Habitusentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert: 11 Norbert Elias, Michael Schröter Gebundene Ausgabe, März 2005 Verkaufsrang: 570216 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Elias' Studien über die Deutschen sind Beiträge zu einer "Biographie Deutschlands", jeweils konzentriert auf die Wilhelminische Gesellschaft, die Weimarer Republik, den Hitlerstaat und die Bundesrepublik. Charakteristisch für den Autor ist auch hier die Zusammenschau von Vorgängen der Staatsbildung und der Bildung sozialer Persönlichkeitsstrukturen der Individuen. Der Blick für die Besonderheiten deutscher Entwicklungen wird geschärft durch Vergleiche mit anderen Ländern. Elias beobachtet die Gegebenheiten im Kontext sowohl langfristiger Prozesse als auch der Machtverhältnisse verschiedener Gruppen innerhalb der Gesellschaft. Ein gemeinsames Grundmotiv aller Studien findet sich in der Frage nach den spezifisch deutschen Traditionen, die den Ausbruch der Barbarei in der Nation von Goethe, Kant und Schiller möglich gemacht haben (und wieder möglich machen könnten). Elias spricht explizit davon, daß ihm sein Lebensthema, die Erforschung von Zivilisationsprozessen, durch diese Erfahrung a ufgegeben wurde: "Hinter den hier veröffentlichten Untersuchungen steht - halb verborgen - der Augenzeuge, der nahezu neunzig Jahre lang den Gang der Ereignisse miterlebt hat."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Inhalt 4 von 5 Punkten Die Passagen "Veränderungen europäischer Verhaltensstandards" und "Zivilisation und Gewalt" vorgestellt finden sich in Norbert Elias' Buch "Studien über die Deutschen". Es standen und stehen dabei vor allem die Zivilisationstheoretischen und -kritischen Aspekte im Mittelpunkt des Interesses. Elias' Theorie bietet eine Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis von Kultur und Barbarei. Vor dem hier aufgezeigten Hintergrund wird es möglich, die in der Menschheitsgeschichte immer wieder auftretenden Akte von Gewalt zu begreifen. Elias als Überlebendem des zweiten Weltkrieges geht es dabei auch darum, den deutschen Faschismus mit seiner in Worten kaum mehr zu beschreibenden Grausamkeit einzuordnen. Die Gewalttaten auf der einen Seite zwar verstehen zu können, auf der anderen Seite aber deshalb nicht die Annahme fallen zu lassen, daß es einen vernunftgeleiteten und fortschreitenden Prozeß menschlicher Zivilisation gibt, dieser schmale Grat läßt sich mit Hilfe von Elias' Überlegungen beschreiten. |
Sklavensprache und Revolte: Der Bloch-Kreis und seine Feinde in Ost und West Gerhard Zwerenz, Ingrid Zwerenz Gebundene Ausgabe, August 2004 Verkaufsrang: 548336 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Einige Jahre nach 1953 und noch lange vor 1968 gab es in der DDR einen Aufstand der Intellektuellen. Dieser wurde im Osten zerschlagen und im Westen verschwiegen, weil er sich zu den Frontlinien des Kalten Krieges querstellte. Ging es Ernst Bloch und seinen Leipziger Studenten doch um einen richtigen Sozialismus im falschen. Gerhard und Ingrid Zwerenz, die bis zu dessen Tod mit dem Philosophen eng befreundet waren, schreiben nun, nach Jahrzehnten der Vorarbeiten, ihr großes Bloch-Buch. Sie berichten, wie er aus dem Lehrstuhl gedrängt, seine Anhänger ins Zuchthaus geworfen oder zur Flucht genötigt wurden. Persönliche Eindrücke, politische Abläufe, polemische Auseinandersetzungen in typisch Zwerenzscher Angriffslust, Schärfe und Klarheit erzählen davon, was im vergangenen Jahrhundert mit Deutschland geschehen oder auch unterblieben ist.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Lesenswert!!! 5 von 5 Punkten Ein wirklich total lesenswertes und faszinierendes Buch. Obwohl ich mich bisher nicht unbedingt mit der Thematik und Philosophie von Ernst Bloch beschäftigt hatte - und in den Jahren der meisten beschriebenen Ereignisse noch nicht mal auf der Welt war - habe ich den Einstieg in das Buch schnell gefunden und nie die Lust am Weiterlesen verloren. Es ist wirklich unterhaltsam geschrieben und erzählt unzählige Anekdoten zu bekannten Personen wie Grass oder Adorno. Trotzdem hat mich vor allem gefesselt, wie die Geschichte der intellektuellen Opposition in der DDR in den 50er Jahren geschildert wird. Gerade weil ich die Zeit des Kalten Krieges nicht selbst miterlebt habe, haben mich die Lebensläufe von Bloch wie auch vom Ehepaar Zwerenz zwischen Ost und West so fasziniert und mir an manchen Stellen die Augen für total neue Sichtweisen geöffnet. Meiner Meinung nach ein tolles Buch für alle, die sich einen persönlichen, scharfen und skeptischen Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte wünschen! |
Macht - Mythos - Utopie, Die Körperbilder der SS-Männer Paula Diehl Gebundene Ausgabe, 1. August 2005 Verkaufsrang: 652046 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In ihrem Buch liefert Paula Diehl eine politik- und kulturwissenschaftliche Untersuchung der nationalsozialistischen Bilderproduktion und Mythoskonstruktion. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Körperbilder der SS-Männer, die Visualisierung der »Arier«-Utopie und ihre Einbettung im sozialen Imaginären. Analysiert werden die Inszenierung von Herrschaft, die Verwendung von Körperbildern im politischen Diskurs sowie die Produktion und Funktionalisierung von Selbst- und Feindvorstellungen. Die Autorin zeigt, wie stark die Bildung, Tradierung und Stabilisierung der nationalsozialistischen Ideologie an das Verhältnis von Körper, Körperbildund politischer Symbolik gebunden waren. Ausgewertet werden u. a. die Rolle des Germanenmythos bei der Konstruktion des »Ariers«, die filmische Verbreitung der inszenierten Realität, die Todessymbolik der SS sowie die Bedeutung von Uniformen in der Körperkodierung. Verankert in der NS-Ideologie, sollten die Körperbilder der SS-Männerpolitisches Engagement, Macht, Gewalt sowie das nationalsozialistische Projekt des »Neuen Menschen« vermitteln. Sie lieferten Vorlagen für rassistische Ideale, Männlichkeitsmodelle und für die Projektion von Ängsten, Sehnsüchten und Wünschen. Die Untersuchung macht deutlich, wie Körperbilder im politischen Diskurs entstehen und funktionalisiert werden können.
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Vom Licht des Krieges zur Geburt der Geschichte Michel Foucault, Felix Guattari Taschenbuch, Januar 2005 Verkaufsrang: 593227 "Wer ist auf die Idee gekommen, daß die Zivilordnung eine Schlachtordnung ist? Wer hat den Krieg im Filigran des Friedens wahrgenommen? Wer hat im Lärm und im Wirrwarr des Krieges, wer hat im Schlamm der Schlachten das Erkenntnisprinzip der Ordnung, des Staates und seiner Institutionen gesucht?" (M.F.)
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Technik in Deutschland: Vom 18. Jahrhundert bis heute Joachim Radkau Gebundene Ausgabe, 9. Oktober 2008 Verkaufsrang: 700067 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Technik, Mensch und Umwelt seit dem 18. Jahrhundert Deutschland ist Exportweltmeister Produkte ¯Made in Germany® stehen nach wie vor für Qualität. Joachim Radkau zeigt in seinem einzigartigen Überblick über mehr als 200 Jahre deutscher Technikgeschichte, welche Rolle die Technik seit dem 18. Jahrhundert in der deutschen Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft spielt. Technikgeschichte umfasst hier nicht nur die Geschichte der Maschinen und technologischen Entwicklungen, sondern ebenso die Wechselwirkung zwischen Technik, Mensch und Umwelt. Joachim Radkau thematisiert daher stets auch die Bewertung der menschlichen Arbeitskraft in den unterschiedlichen Epochen, er berichtet von Problemen durch knapper werdende Ressourcen, vom Aussterben alter und Entstehen neuer Berufszweige und der Veränderung der Lebensweisen durch neue Technologien. Seine zentrale These ist dabei die eines eigenen deutschen Weges in der Entwicklung der Technik. Technisierung um jeden Preis hat es in Deutschland nie gegeben. Und so ist auch dieses Buch ein Plädoyer für die ¯vernünftige Langsamkeit® technischen Fortschritts und damit für die Rücksichtnahme auf Mensch und Umwelt.
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Gedächtnis, Geschichte, Vergessen Paul Ricoeur Gebundene Ausgabe, September 2004 Verkaufsrang: 553172 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Paul Ricoeurs umfangreiche und gewichtige Studie ist nicht nur ein zentraler Beitrag zu den in den letzten Jahren immer bedeutender gewordenen Diskussionen um Gedächtniskultur, Erinnerung und Vergessen, sondern zugleich deren philosophische Durchdringung. Ricoeur geht dabei über die eher soziologischen Untersuchungen der memorativen Praktiken des 20. Jahrhunderts weit hinaus und entwirft eine systematische Geschichte und Theorie des Gedächtnisses. In drei großen Komplexen nähert er sich dem Erinnern: in phänomenologischer und historischer Perspektive (vom griechischen Erbe ausgehend über Augustinus bis zu Husserl und zum kollektiven Gedächtnis bei Maurice Halbwachs), in erkenntnistheoretischer Hinsicht (die Geschichtswissenschaft als Gedächtnisautorität, die gleichwohl mit dem lebendigen Gedächtnis in Widerstreit geraten kann) und in hermeneutischer Absicht (eine Reflexion über die geschichtliche Bedingtheit des Erinnerns und dessen geheime Beziehung zum Vergessen). Paul Ricoeur ist emeritierter Professor der Universität Paris-X (Nanterre) und der Universität von Chicago, lehrte außerdem in Strasbourg und Paris Sorbonne. Für seine Schriften zur Hermeneutik und symbolischen Formen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Hegel Preis, den Grand Prix de l'Académie française, den Balzan Preis sowie den Kyoto Preis.
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Die Neue Unübersichtlichkeit: Kleine Politische Schriften V. (Neue Folge, 321) Jürgen Habermas Broschiert, Januar 1985 Verkaufsrang: 355678 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
| Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen Theodor Lessing Broschiert, Januar 1983 Verkaufsrang: 549630
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