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Klimawandel und
Globale Erwärmung

von Erwin Purucker

Katastrophenszenario Klimawandel,
allgegenwärtig in den Medien,
und oft missbraucht!
Eine Lösungsmöglichkeit für
fast alle Umweltprobleme
wird dagegen selten erwähnt! Warum?


Klimawandel und Globale Erwärmung Ich gehöre nicht zu den Klimaskeptikern, welche die inzwischen recht fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse anzweifeln und oft in die Nähe von Verschwörungstheorien rücken. Der Klimawandel im Prinzip findet statt. Aber die Gefahren durch die Globale Erwärmung werden leider oft missbraucht und in falsche Zusammenhänge gesetzt, und zwar so allgegenwärtig, dass man das Wort schon nicht mehr hören kann. Der erforderlichen sachlichen und seriösen Aufklärung darüber erweist man damit einen Bärendienst, da diese dadurch unter Umständen nicht mehr ernst genommen wird. Man provoziert damit geradezu Totalverweigerer und rückt das gesamte Problem in die Nähe unseriöser Panikmache.

... und eine konsequente und erforderliche Maßnahme, die aufgrund der verschiedensten Umweltprobleme auf lange Sicht erforderlich und wirksam wäre wird total ausgeblendet.

1. Beispiel:
In einer Fernseh-Dokumentation über die Weichsel wurden an deren Quelle flächig abgestorbene Fichten-Monokulturen gezeigt und im Kommentar erklärt, dass dieses Waldsterben in den Mittelgebrigen Tschechiens, der Slowakei und Polens zeigt, wie sich die Globale Erwärmung schon jetzt hier auswirkt. Es ist doch praktisch, immer alles auf den Klimawandel zu schieben, plötzlich ist
  • die Luftverschmutzung durch die lokale Industrie,
  • der saure Regen durch die veralteten Kohlekraftwerke,
  • der Schadstoffeintrag durch den inländischen Verkehr
  • die verfehlte Forstpolitik der letzten Jahrhunderte
kein Thema mehr, man braucht keine teueren Maßnahmen dagegen zu ergreifen, denn der Kohlendioxidausstoß wird ja nicht nur von der eigenen Bevölkerung und Industrie verursacht, sondern "von der Menschheit." Das ist erst mal so weit weg, dass man sich als Einzelner oder sogar als Staat nicht mehr verantwortlich fühlt.

2. Beispiel:
Flüsse überschwemmen manchmal Täler, zur Schneeschmelze oder bei starken Regenfällen. Das ist seit Jahrmillionen so. Das Elbe-Hochwasser im Jahr 2002 war sicher katastrophal, folgendes Schlüsselerlebnis gab mir allerdings zu denken: Da konnte man in der Tagesschau einen Politiker sehen, leider weiß ich nicht mehr wer es war, der seelenruhig folgendes sagte: "Wir werden nie mehr Industriegebiete in Überschwemmungsgebieten genehmigen." Denken Sie mal drüber nach, was der da gesagt hat! Er hat gesagt, sie hätten Industriegebiete in Überschwemmungsgebieten genehmigt und gebaut!!! Kann man noch dümmer sein? Im Kommentar erfuhr man ein paar Minuten vorher, dass in diesem Gebiet der höchste Wasserstand seit soundsoviel Jahren erreicht wurde. Das heißt, dieser Wasserstand wurde früher auch schon erreicht. Man hätte es also wissen können und müssen! Hinzu kommen weitere menschengemachte erschwerende Faktoren:
  • Flussbegradigungen an den Oberläufen, die das Wasser schneller ablaufen lassen
  • Abtrennung und Trockenlegung von Sumpfgebieten, Auwäldern und Mäandern, die früher als Wasserspeicher eine ausgleichende Wirkung gegen plötzliche Hochwässer hatten
  • Bodenversiegelung durch Straßen- und Städtebau
  • Neubau von Wohngebieten und Wirtschaftsgebäuden in völlig ungeeigneten, weil hochwassergefährdeten Gebieten
Aber dafür wäre man ja lokal oder national verantwortlich, deshalb ist man in den letzten Jahren dazu übergegangen, alles auf die Globale Erwärmung zu schieben. Wie praktisch, dann ist "die Menschheit" dafür verantwortlich und allen wird ein schlechtes Gewissen wegen der Klimaveränderungen eingeredet.
In diesem zweiten Beispiel sind wir schon bei einer Aussage angelangt, die zwar schön sachlich und folgerichtig klingt, aber kritisch hinterfragt werden muss: "Die Schäden durch Naturkatastrophen werden immer größer und häufiger". Dieser Satz erweckt den Eindruck, die Naturphänomene selbst würden immer stärker und häufiger. Das ist jedoch eine Täuschung! Nehmen wir als Beispiel mal ein beliebiges Tal mit einem naturbelassenen Fluss, der ab und zu über die Ufer tritt, selten mal auch weit über die Ufer. Ein ganz normaler, natürlicher Vorgang, der in keiner Statistik auftaucht. Nun möchte die Stadt expandieren, baut Industrie- und Wohngebiete ins Tal, der Fluss wird begradigt, auch Hochwasserschutzmaßnahmen werden ergriffen. Diese schließen aber ein sogenanntes "Jahrhunderthochwasser" oft nicht ein! Nun kommt ein Jahrhunderthochwasser, und was früher ein normaler Vorgang war, wird zur Katastrophe. Noch dazu treten die "Jahrhunderthochwässer" eben nicht nur alle hundert sondern vielleicht alle fünf Jahre auf. Warum? Weil andere Städte flussaufwärts natürlich das gleiche gemacht haben, den Fluss begradigt und eingezwängt. Aber worauf wird es abgeschoben, Sie können sich's denken: Die Globale Erwärmung, wie praktisch!

Auf diese Weise entstehen Grafiken wie diese rechts, erschienen in Le Monde diplomatique vom 11.2.05. Sie soll angeblich alle Naturkatastrophen weltweit im 20. Jahrhundert wiedergeben. Glauben Sie vielleicht, im Jahr 1920 wäre in diese Statistik eingegangen, wenn Bangladesh oder Pakistan überschwemmt wird? Eben das hat sich geändert, nicht die Natur-Phänomene! Solche Statistiken sind nicht gemacht, um die Wahrheit wiederzugeben, sondern um bestimmten Zwecken zu dienen.

Die Beispiele ließen sich unendlich fortführen. Nehmen wir nur mal die Tornados im Mittleren Westen der USA: Mag sein, dass eine Klima-Erwärmung deren Häufigkeit erhöht, sie ist jedoch nicht die alleinige Ursache. Die Haupt-Ursache ist das Abholzen der Wälder und Hecken, das Ausräumen der Landschaft für Felder so weit das Auge reicht.

In unserer Heimatzeitung, der Frankenpost, stand am 9. August 2017 in einem Artikel mit der Überschrift US-Studie belegt den Klimawandel folgender Satz: »Es gebe auch Fortschritte darin, einen Zusammenhang von extremen Wettervorkommnissen und dem Klimawandel nachweisen zu können.« Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Zusammenhang noch nicht nachgewiesen ist. Aber in den Medien wird uns dies als bewiesene Tatsache ständig eingebläut. Noch etwas fällt mir auf: Wissenschaftliche Untersuchungen sollten ja bekanntlich ergebnisoffen sein. Hier wird aber, wenn man's wörtlich nimmt, nicht untersucht, ob ein Zusammenhang besteht oder nicht, sondern es wird nur versucht, einen Zusammenhang herzustellen. Das Ergebnis wird also vorweggenommen. Beweise wird's dann schon irgendwann geben.
Unseriöse Statistik - Zahl der Naturkatastrophen im 20. Jahrhundert
Scheinbare Explosion der Katastrophenzahlen durch absichtlich falsche Berechnungsgrundlagen:
Die Erdbeben haben nicht zugenommen, sondern die Erdbebenschäden! Die Ursachen sind immer dichtere Bebauung wegen der Bevölkerungszunahme, schlechte oder keine Bauvorschriften und Fokussierung der Medien auf schlechte Nachrichten. Falsch, und zwar absichtlich falsch, ist deshalb die Beschriftung des Diagramms.
Quelle: www.grid.unep.ch


Damit will ich die mit der Klimaerwärmung verbundenen Gefahren nicht kleinreden, sondern vor allem den missbräuchlichen Umgang mit diesen Phänomenen und die manchmal völlig falschen Darstellungen in den Medien aufzeigen. Schlechte Nachrichten verkaufen sich nunmal besser als gute, und wenn es dann auch noch keinen Schuldigen gibt, der sich mit Rechtsanwälten und viel Geld wehren könnte, ist dieses Thema ideal als öffentliches Menetekel geeignet.

Betrachtet man nicht nur das Klima, sondern alle Gefahren für die Menschheit, und damit für unsere Kinder und Enkel, fällt auf, dass die Problematik oft nicht zu Ende gedacht wird, was ich langfristig für eine der größten Gefahren halte.

Dazu wieder ein Beispiel:
Alle ernstzunehmenden Wissenschaftler versichern uns, dass, selbst wenn wir sofort weltweit sehr einschneidende Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen würden, der Anstieg des Meeresspiegels schon in unserem Jahrhundert nicht mehr zu verhindern sein wird. Die Konsequenz ist eigentlich klar: Alle wichtigen oder teuren Einrichtungen und unwiederbringlichen Kulturschätze in Küstennähe müssten demnächst gesichert oder verlegt werden. Aber was tut man? Wenige Meter über dem Meeresspiegel baut man sogar neue Einrichtungen! Beispiel: Im Nordosten Schleswig-Holsteins entstand ein neuer Freizeithafen mit Eigentumswohnungen und Eigentumshäusern, zweifellos wunderschön, für eine halbe Milliarde Euro(!). Den Bildern nach liegen viele der Bauten nur knapp über dem Meeresspiegel! Denkt man nur in Geld, ist die Sache klar: Ein Gebäude aus Mauerwerk oder Beton hat lt. AfA-Tabelle für Anlagegüter eine Nutzungsdauer von 33 Jahren. Danach ist es nichts mehr wert! Die Zeiten als man ein Haus noch für die nachfolgenden Generationen gebaut hat, sind endgültig vorbei. New Orleans hat man auch wieder aufgebaut, obwohl es schon heute teilweise unter dem Meeresspiegel liegt.

Was sollen wir tun, wenn
  • die Zahl der Menschen immer mehr zunimmt,
  • die Flächen zum Leben aber immer weniger werden?
Wird das Leben dann noch lebenswert sein? Die Folge dieser Überlegungen liegt sonnenklar auf der Hand: Wenn wir das eine nicht verhindern können, müssen wir das andere ändern!

Egal welche Umweltprobleme man betrachtet, die Vergiftung der Luft und der Böden, die Ausbeutung der Rohstoffe, die Folgen des Energiehungers der Menschen oder eben auch den Treibhauseffekt, für jedes gibt es irgendwelche Maßnahmen, mehr oder weniger wirkungsvoll.

Aber es gibt eine Maßnahme, die sich auf alle Probleme gleichzeitig positiv auswirkt:

Eine drastische Reduzierung der Weltbevölkerung!

Nebenbei würde damit das Problem der Versorgung mit Nahrung und Trinkwasser mitbeseitigt. Utopisch?


Gerade auch auf diesem Gebiet verhält sich die Berichterstattung wie oben beschrieben:
Dokumentationen über Afrika südlich der Sahara führen uns vor Augen,
wie der Hunger und die Seuchen, allen voran AIDS, die Bevölkerung dort hinwegraffen.

Danach hat man den Eindruck, Afrika wäre demnächst menschenleer.

Betrachtet man jedoch offizielle Zahlen, sieht man genau das Gegenteil!
Gerade die Länder mit dem größten Leid haben oft den größten Bevölkerungszuwachs:
Entwicklung der Weltbevölkerung
Natürlich kann man dem Bauern in einem übervölkerten Land nicht vorwerfen, die Weltbevölkerungszahl nach oben zu treiben. Er betrachtet seine Kinder als seine Altersvorsorge. Der erste Schritt wäre ja schon mal, wenn wir das Gegenteil sein ließen. Z.B. wenn die Kirche endlich aufhören würde, in den Entwicklungsländern gegen Verhütung zu wettern. "Seid fruchtbar und mehret euch" ist in vielen Gebieten der Erde nunmal völlig unangebracht! Gerade die Kirchen, aber auch die Entwicklungshilfe hätten die Möglichkeit, in dieser Hinsicht zu wirken. Weder Welthungerhilfe noch "Hilfe zur Selbsthilfe" haben bis jetzt etwas dauerhaft verändert, weil sie nur am Symptom kurieren. Mit unserer Hilfe für die Bevölkerung bewirken wir leider oft nur, dass korrupte Herrscher noch mehr Geld in die eigene Tasche wirtschaften können. Wir verhindern damit vielleicht auch den sozialen Druck im Land, der in der westlichen Welt im 19. Jahrhundert zu den Gewerkschaften, sozialen Reformen und auch Revolutionen führte. Die Gelder, die aus aller Welt in die Entwicklungshilfe fließen, wären ein Druckmittel. Man muss es nur als solches gebrauchen. Das klingt hart, aber es wäre zum Besten aller! "Brot für die Welt" ist im Prinzip ja gut und richtig, jedoch muss gleichzeitig darauf hingewirkt werden, dass wir gerade damit nicht Menschenmassen erzeugen, die in ein paar Jahrzehnten niemand mehr ernähren kann. Was nützt eine unterstützte und ernährte Familie, die zehn Kinder erzeugt, aber nur für eines Land besitzt, wenn die restlichen neun im Slum der nächsten Zig-Millionenstadt dahinvegetieren, oder im schlimmsten Fall als Kriminelle um die Welt ziehen, denen das eigene Leben nichts gilt.

Provozierend? Noch nicht genug: Was wäre denn die ideale Weltbevölkerungszahl? Für ein einigermaßen problemloses Leben auf der Erde müssten wir eine Weltbevölkerung erreichen, wie sie vor 1000 Jahren herrschte: 500 000 000 - Ist diese Zahl nicht groß genug? In Worten: Fünfhundert Millionen. Aber das ist uns ja viel zu wenig, nicht zu erreichen, völlig utopisch. Die Erde wird's schon richten, je höher wir steigen, um so tiefer fallen wir. Das gilt auch dafür!

Spricht man das Thema an, hört man immer das gleiche: Das Problem ist bekannt, alle Appelle helfen nichts, die Entwicklung ist nunmal so, da wirst du nichts ändern ... Wie ist es denn beim Klimawandel? Die Wissenschaftler betonen es immer wieder: Selbst wenn wir utopischerweise sofort weltweit die drastischsten Maßnahmen ergreifen, wird die Erwärmung und der Anstieg der Meere nicht zu verhindern sein - und trotzdem erscheint der Begriff jeden Tag millionenfach in den Medien! Warum ist es mit der Überbevölkerung nicht ebenso? Das Thema ist nicht im Bewusstsein der Menschen, und dorthin muss es, genau so wie die Globale Erwärmung.
Erst wenn der . Bevölkerungsanstieg in den Medien genauso präsent ist
wie der Temperaturanstieg, wird sich (vielleicht) etwas ändern.
Er ist die Grundursache von allem. Egal welches Umweltproblem man konsequent
bis zu Ende denkt, man landet immer wieder bei der Bevölkerungszahl!
In der Klimageschichte der Erde hat es noch nie ein stabiles Klima gegeben
und auch in ferner Vergangenheit gab es nicht nur allmähliche, sondern auch
sprunghafte Änderungen. Die Menschen können damit nur mit einer intakten Umwelt
fertigwerden: Saubere Gewässer, Niederschläge und Luft, unbelastete Böden,
große naturbelassene Pufferzonen, vor allem Wälder, und geschonte Rohstoff- und
Energiereserven. Dem Umweltschutz muss in seiner Gesamtheit oberste Priorität
eingeräumt werden, ohne Über-Fokussierung auf die Treibhausgase. Alle diese Ziele
lassen sich nur mit einer vernünftigen Welt-Bevölkerungszahl erreichen!
Mein Garten im Frühling Aktuell zeichnet sich in Mitteleuropa eine verblüffende Entwicklung ab: Besonders im Winter scheint die Globale Erwärmung seit ca. 2005 bei uns eine Pause zu machen. Als ich als Kind in den Sechziger Jahren meine ersten Skier bekam, gab es viele Winter ohne Schnee. Nicht mal die Weiher waren zugefroren. Die Skiliftbetreiber im . Fichtelgebirge in . Oberfranken beklagten sich und riefen nach staatlicher Hilfe. Immer wieder konnte man den Satz hören: »Ja, früher, da gabs noch richtige Winter mit viel Schnee!« In den letzten zwei Jahrzehnten haben wir wieder vermehrt "richtige Winter" und "normale Sommer" ohne heiße Trockenzeiten.

Wie z.B. der Winter 2012/2013: Schon Mitte Oktober fiel der erste Schnee und Ende März bibberten die Leute immernoch bei -15° C. Nach 5 Monaten Winter mussten viele Heizmaterial nachbestellen.
Bild oben: Mein Garten Ende März 2013, nicht nur ein kurzes Winter-Intermezzo, sondern Kälte von Oktober bis März. Kein Wunder, dass die Leute genug vom Schnee haben und fragen: »Wo bleibt sie denn nun, die Erwärmung?«

Ein weiteres Erlebnis: Im Winter 2016/2017 war der Januar sehr kalt, Schnee und Eis bis weit nach Italien, Griechenland und die Türkei. Ich war abends in der Nähe von Hof an der Saale unterwegs und das Digitalthermometer in meinem Auto zeigte immer um die -14°C, nicht ungewöhnlich für unsere Gegend im Januar. Stutzig wurde ich, als im Autoradio Temperaturangeben von ein paar Städten durchgegeben wurden, darunter »Hof: -7°C«! Die offizielle Temperatur wird zwar in 2 m Höhe gemessen, und mein Auto ist natürlich nicht so hoch, aber diese große Differenz, über viele Kilometer beobachtet, erklärt das nicht. Die Ursache kann nur sein, dass die betreffende Wetterstation in der Stadt liegt. Im Stadtgebiet ist es natürlich wärmer als in der Umgebung. Stadtklima bedeutet in diesem Fall eine Städtische Wärmeinsel, daran ist zunächst nichts Außergewöhnliches, der Wert ist richtig und die Temperatur wurde ja auch für die Stadt Hof genannt und nicht für die Umgebung. Anders verhält es sich bei der Betrachtung des Klimas über längere Zeit: Unsere Städte sind in den letzten Jahrzehnten rasant gewachsen, und Wetterstationen, die früher außerhalb der Bebauung lagen, befinden sich heute in der Stadt. Und je größer die Stadt, um so ausgeprägter der Effekt durch die Städtischen Wärmeinseln. Die Folge: Höhere Temperaturen, nicht durch eine Klimaerwärmung, sondern durch den Einschluss der Messung in die Stadt. Die höheren Werte passen ins Bild der Klima-Panik und werden publiziert, andere Klimadaten, wie die auf dem Waldstein bei Weißenstadt (siehe unten), werden zurückgehalten. So verspielt man Vertrauen.

Also wie oben: Klimaerwärmung ja, aber ohne Tendenziöse Berichterstattung, sonst erreichen wir das Gegenteil!

Damit möchte ich nicht die Erderwärmung an sich anzweifeln, sie ist bewiesen.
Aber ausgerechnet in unseren Mittelgebirgen wie dem Fichtelgebirge, wo wir ein
paar Grad mehr leicht verkraften könnten, scheint sie sich am wenigsten auszuwirken.


...Und nach dem 2013 veröffentlichten Weltklimabericht verharrt sogar die
weltweite Durchschnittstemperatur seit 15 Jahren auf gleichem Niveau
( Quelle: Frankenpost 28.9.2013 und . Spiegel 28.8.13 ).

Das ist keine Entwarnung,
die Gletscher schmelzen trotzdem weiter und der Meeresspiegel steigt trotzdem.
Über die Ursache der (vorübergehenden) Stagnation streiten sich die Gelehrten. Näher erörtert habe ich einige Erklärungsversuche von Wissenschaftlern unter . Sonnenaktivität und Klima. Eine weitere Erklärungsmöglichkeit wird mit der Atlantischen Multidekaden-Oszillation AMO angeboten. Irritierend ist, dass diese Effekte und Messergebnisse möglichst totgeschwiegen werden. Nur wenige deutsche Wetterstationen bieten Diagramme der Temperaturentwicklung der letzten Jahrzehnte an, wie z.B. die . Wetterstation Zwönitz am Nordrand des Erzgebirges. Nach deren Daten haben die Durchschnittstemperaturen dort von 2000 bis 2013 eher abgenommen! Erst dann folgte wieder ein Sprung nach oben. Diese Abkühlung oder zumindest Stagnation in unseren Mittelgebirgen findet bestimmt nicht nur im Erzgebirge statt. Werte von Messstellen in Ballungsgebieten sind unbrauchbar, da Großstädte ihre eigenen Wärmeglocken erzeugen und Meldungen wie »Wärmerekord in München oder Freiburg« sind irreführend. Möglicherweise befürchtet man, dass die Öffentlichkeit sich bei Veröffentlichung gegen Maßnahmen zur Treibhausgas-Reduzierung wenden könnte. Erreicht wird damit aber genau das Gegenteil: Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in der Öffentlichkeit dadurch unglaubwürdiger und nicht mehr ernst genommen, Verschwörungstheorien sprießen überall und Panik vor einer neuen Eiszeit wird verbreitet.

Beispiel:
Das Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung misst seit Jahrzehnten Klimadaten auf dem . Waldstein im Fichtelgebirge und veröffentlicht sie unter . Aktuelle Daten und Diagramme. Aber was sieht man dort? Den Verlauf der letzten 30 Tage! Unter "Klimastatistik Messturm Weidenbrunnen" steht seit dem Jahr 2008 "In Vorbereitung". Auf eine Anfrage antwortete mir die Uni Bayreuth am 13.9.11 wörtlich: »Die klimatologische Auswertung der umfangreichen Daten braucht leider sehr viel Zeit und wird nicht bezahlt.« Liebe Uni, wozu messt ihr denn dann, wenn ihr die Daten nicht auswertet?! Aus den Winter- und Sommer-Durchschnittstemperaturen seit Beginn der Messungen ein Diagramm zu erstellen, erledigt ein Erstsemester-Student in einer halben Stunde. Direkt auf der Seite steht eine "E-Mail-Adresse für Anregungen, Fragen und Hinweise". Vielleicht helfen Sie mir mal und schreiben auch an die Uni, wie lange das denn noch dauert. (Sollte sich auf der Seite etwas geändert haben, und ich hab's nicht sofort gemerkt, wäre ich für eine Mail dankbar, siehe unten "Impressum/Kontakt")

Akute Gefahr oder Panikmache? Oft hört man folgende Argumente:
Die Einschätzungen des Club of Rome, veröffentlicht im Jahr 1972 in Die Grenzen des Wachstums wären nicht eingetroffen und die Befürchtungen in den achziger Jahren, dass Mitteleuropa durch das Waldsterben bald waldfrei sein wird, ebenso nicht, also ist der Klimawandel auch nur Panikmache und leicht in den Griff zu bekommen. Dem muss man entgegenhalten: Hätte es die Warnungen vor dem Waldsterben nicht gegeben, wären Kraftwerke und die Industrie nicht zu Entschwefelung und Abgasreinigung gezwungen gewesen, und dann wären unsere Wälder gestorben. Hätte der Club of Rome seine Grenzen des Wachstums nicht veröffentlicht, wäre die Umweltbewegung nicht entstanden, zumindest hätte sie sich nicht so durchgesetzt und wir hätten heute noch schwarz qualmende Schornsteine und Rohstoff- und Energiefresser. Beide Kampagnen haben also zumindest teilweise erreicht, was sie sollten, nämlich die Bürger zu umweltbewusstem Handeln zu zwingen. Dass die Folgen so nicht eingetreten sind, ist ja gerade ein Erfolg, und nicht ein Zeichen, dass die Vorhersagen falsch waren!

Der Unterschied zur Globalen Erwärmung und zur Bevölkerungsexplosion ist jedoch, dass für diese beiden Probleme kaum erfolgversprechende Entwicklungen abzusehen sind. Was wir mit unserer Energiewende einsparen, wird durch die Vermehrung der Weltbevölkerung und "Fortschritte" in den Schwellenländern und Entwicklungsländern mehr als kompensiert! Leider ist dafür keine Lösung oder Besserung absehbar. Wir müssen uns deshalb mehr mit den unabwendbaren Folgen befassen!

Bitte beachten Sie: © 2009/2013/2017 von Erwin Purucker

. Zur Klimageschichte meiner Heimat






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