Die Frau von Jesus Christus - Maria Magdalena?Bilder und Informationen |
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Wer ist auf dem Bild
"Das Letzte Abendmahl"
von
Leonardo da Vinci
abgebildet?
Vor zwanzig Jahren wäre die Antwort noch ganz einfach gewesen: Jesus und seine zwölf Jünger! Warum ist es jetzt nicht mehr so einfach? Sicher ist es Menschen, die genauer hinschauen, schon früher aufgefallen: Vom Betrachter aus gesehen links von Jesus sitzt eine Frau! Leonardo da Vinci Da neben Jesus nur zwölf Personen abgebildet sind, meinte man einfach, es müsse sich um einen der Jünger (Johannes) handeln. Schaut man sich das Bild genauer an, muss man eindeutig feststellen, dass es sich um eine Frau handelt. Obwohl es mehrfach restauriert wurde, glaube ich nicht, dass es nachträglich so verändert wurde und wenn doch, hätte man das sicher bei der neuesten Renovierung 1978 bis 1999 gemerkt. Da die Erklärung absolut nicht befriedigt, bleibt die Frage: Warum malte Leonardo da Vinci hier eine Frau?! Seit das Buch Sakrileg von Dan Brown |
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Abb: Public Domain (Gemeinfrei) nach
Wikipedia,
bearbeitet von Erwin Purucker
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Während es bei Leonardo da Vincis Wandgemälde mit der weiblichen Darstellung
des Jüngers Johannes wenigstens einen, wenn auch unbefriedigenden
Erklärungsversuch gibt, war ich völlig verblüfft, als ich das
Abendmahlsbild in der
Andreaskirche in Weißenburg
sah: Es macht obige Erklärung völlig unsinnig, denn
hier sind es nicht zwölf, von denen
eine(r)
weiblich dargestellt ist,
sondern es zeigt die Zwölf
plus
eine Frau! Und sie befindet sich auch noch direkt bei Jesus,
scheint auf seinem Schoß zu sitzen!
Das Bild trägt eine Inschrift mit der Jahreszahl 1606,
macht aber nicht den Eindruck, als hätte sich der Künstler
Leonardo da Vincis Wandgemälde als Vorbild genommen.
Was hat die Künstler vor Jahrhunderten veranlasst, eine Frau an Jesu Seite zu malen? Noch dazu in einem so ernsten Augenblick, in dem er den Jüngern sagt: "Einer unter euch wird mich verraten!" (Mattäus 26, Vers 21) Außerdem wird sie vor allem in den folgenden Bildern entweder schlafend oder sich sogar lasziv räkelnd dargestellt, was auch überhaupt nicht zu den meist ernsten oder erstaunt wirkenden Mienen der anderen Apostel passt. |
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In der Klosterkirche im Kloster Banz sind außer Jesus,
der hier nicht in der Mitte sitzt, ebenfalls 13 Personen abgebildet.
Versteht man unter "Jünger" die Menschen, die Jesus auf seinen Wanderungen
folgten, kommt man natürlich auf mehr als die zwölf, die Jesus unmittelbar
aufforderte, ihm zu folgen und auch diese Zahl ist im Neuen Testament
nicht eindeutig. Traditionsgemäß wurde ihre Zahl aber immer mit zwölf
angegeben, was man in jeder (alten oder neuen) katholischen Kirche sehen kann.
Unter den Menschen die ihm folgten, waren natürlich auch Frauen, so neben
Maria Magdalena (Lukas 8,2-3) z.B. eine weitere Maria und Martha,
Schwestern von Lazarus (Lukas 10,39) und eine Lydia, eine Purpurhändlerin
aus der Stadt Thyatira (Apostalgeschichte 16,14-40). Die Schlafende trägt
ebenfalls weibliche Züge.
Eine Besonderheit ist, dass eine Person (Mitte, am rechten Türrahmen) so aussieht, als sei sie nachträglich eingefügt worden, vielleicht sogar von einem anderen Künstler. Tat er das als Botschaft an die Betrachter? |
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| ... weitere Beispiele: | |
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Ein Holzschnitt
von Albrecht Dürer |
(Quelle: |
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Ein Gemälde von
Jean Fouquet (1420 bis ca. 1480) |
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Ein deutsches Gemälde
aus dem 13. Jahrhundert |
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Stefan Jäger
(1877-1962) |
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Im März 2009 fand ich eine mögliche Erklärung, warum die weiblich dargestellte
Person oft schlafend oder im Gegensatz zu den anderen Jüngern betont
desinteressiert dargestellt wurde:
Einer Überlieferung nach soll Maria Magdalena mit Martha und Lazarus aus Israel geflohen sein und 30 Jahre bis zu ihrem Tod in einer Höhle bei Aix-en-Provence in Südfrankreich, der Grotte Ste-Baume, gelebt haben. Der Ort dieser Legende wurde Heiligtum und Wallfahrtsstätte. In der nahe gelegenen Stadt Jedoch wird hier überdeutlich, wo vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert der Platz der Frau war. Die männlichen Jünger sind in ein ernstes Gespräch vertieft. Unvorstellbar, dass da eine Frau mitredet. Sie langweilt sich, versteht gar nicht, worum es geht! Deshalb wird sie fast immer so unbeteiligt dargestellt. Bei einem so ernsthaften Gespräch hatten Frauen nichts zu sagen, sie waren irgendwo zwischen Haustier und Mensch (Mann!) angesiedelt. Und wohlgemerkt, wir reden nicht nur von der Zeit Jesu, sondern über zwei Jahrtausende Kirchengeschichte bis ins 19. Jahrhundert! Wir Mitteleuropäer mokieren uns gern über die Unterdrückung der Frauen im Islam, vergessen aber dabei, dass die Gleichberechtigung auch bei uns noch gar nicht so alt ist. In Deutschland zum Beispiel wurde das Frauenwahlrecht erst 1918 eingeführt, im 20. Jahrhundert! |
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| Bei den folgenden Gemälden, Reliefs und Kirchenfenstern kann durchaus auch ein junger Mann gemeint sein. Vielleicht war Johannes noch sehr jung? Neben einigen Bibelstellen, vor allem in apokryphen Evangelien, sind solche Bilder sicher auch der Grund, dass man dem historischen Jesus mögliche Homosexualität nachsagt. Damit wird obige Erklärung allerdings sinnlos, warum er (sie?) so teilnahmslos, meist sogar schlafend, dargestellt wird. |
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Hat man sich mal etwas damit beschäftigt, achtet man natürlich darauf und
entdeckt ähnliches an ganz überraschenden Stellen:
Das Altarbild in unserer kleinen evangelischen Kirche, praktisch vor meiner Haustür, habe ich schon oft gesehen. Erst jetzt fällt mir auf, Sie können sich's denken: Eine Frau (oder ein Jüngling?) bei Jesus. Es trägt die Jahreszahl 1643. Der Künstler ist unbekannt. |
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Bei näherer Betrachtung fiel mir noch was ins Auge:
Was essen die denn da? Da liegt was auf dem Teller... Nach der Bibel sollte es das Osterlamm sein. Aber allein schon die Größe stimmt nicht. Es sieht eher aus wie eine Ratte! Und sie scheint auch noch den Kopf zu heben! Die Frau schaut darauf, und man könnte ihren Gesichtsausdruck durchaus als Erstaunen deuten. Ich will ja nicht lästern, aber ein paar Fragen müssen erlaubt sein: Was dachten bloß die Maler damals!? Warum gönnt die Kirche Jesus keine Frau? Sieht so ein gebratenes Lamm aus? Wussten bestimmte Leute in früheren Jahrhunderten etwas, das wir heute nicht (mehr) wissen? Warum wurde (wird) es geheimgehalten? |
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Dan Brown
stellt in seinem Roman
Sakrileg
(übrigens nicht als erster!) die Behauptung auf,
Maria Magdalena
wäre Jesu Frau, Jesus hatte ein Kind mit ihr
und seine Nachkommen lebten noch immer unter uns.
Auch andere behaupten, Geheimorganisationen wie die Prieuré de Sion oder die
Tempelritter
(Templer),
Opus Dei
oder gar die katholische Kirche selbst
hüteten noch immer das Geheimnis um die Nachkommenschaft Jesu. Die alten
Künstler gehörten zu diesem Bund und haben in ihren Werken ihr Wissen
angedeutet, weil sie es nicht öffentlich sagen durften.
Hatten sie Angst vor der
Inquisition?
Auch im 19. Jahrhundert gingen manche Menschen in der Kirche bemerkenswert freizügig mit dem Thema um. So schreibt 1820 ein "Prediger Zietz" in einer Beschreibung des Triumphkreuzes im Lübecker Dom: ... auf einem Queerbalken ... mit mehreren knieneden und stehenden Figuren... nebst einer Magdalena, unter welcher Gestalt, der Sage nach, seine Beischläferin dargestellt ist. (Quelle: Wikipedia) Walter-Jörg Langbein Aktuelle fundierte Forschung über den historischen Jesus betreibt und beschreibt James D. Tabor. Neuerdings ist das Thema "Jesu Frau" wieder in den Schlagzeilen: Schon 1980 entdeckte der israelische Archäologe Amos Kloner eine Grabstätte mit zehn Steinsärgen im Stadtteil Talpiot im Südosten Jerusalems. Es handelte sich um sogenannte Ossuarien, also Knochenkästen. Einige der eingeritzten Inschriften lauteten:
Der Entdecker, Amos Kloner selbst, steuert eines der gewichtigsten Gegenargumente bei: Die Familie des biblischen Jesus lebte in Galiläa, warum sollte sie in einem Familiengrab in Jerusalem beigesetzt worden sein!? Geht man allerdings davon aus, dass die erwähnte Maria nicht seine Mutter und der erwähnte Josef nicht sein Vater ist, sondern die beiden seine Frau und sein Bruder waren, wird die Sache schon logischer, denn Jesus hat ja seinen Lebensmittelpunkt immer mehr nach Jerusalem verlagert. Wie die kontroversen Diskussionen zu dieser Dokumentation auch ausgehen mögen, einen endgültigen Beweis wird es wohl nie geben. ... es sei denn, irgendeine Geheimorganisation wartet nur auf ein bestimmtes Datum oder Ereignis und unterbreitet der Welt dann die seit 2000 Jahren gehüteten Geheimnisse. |
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Unser Schulwissen über ferne Zeiten ist nicht so gesichert, wie es uns
manche gern einreden wollen.
Lesen Sie hier ein Buch im Internet: |
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