Der Planet Jupiter

Der Planet Jupiter


Durchmesser:
142 870 km

Mittlerer Sonnenabstand:
778 000 000 km

Umlaufzeit um die Sonne:
12 Jahre

Rotationszeit:
9 Stunden, 50 Minuten

Oberflächentemperatur:
-130 ° Celsius

Monde:
67 Stück + schwaches Ringsystem

Vergleicht man den Jupiter mit seinen 142 870 Kilometern Durchmesser mit der Erde, ist diese geradezu winzig (12 757 km). Der riesige Gasplanet ist nach der Sonne das größte Objekt in unserem Sonnensystem. Man nennt solche Planeten auch Gasriesen, da sie zum größten Teil aus gasförmigen leichten Elementen bestehen. Eine feste Oberfläche ist nicht zu sehen.

Im Jahr 1994 war Jupiter in aller Munde, als der Komet Shoemaker-Levy 9 in ihn hineinstürzte, der durch die enorme Gravitation des Planeten schon zwei Jahre vorher in 21 Bruchstücke zerbrochen war. Sie hatten beim Einschlag eine Geschwindigkeit von über 200 000 Kilometern pro Stunde und setzten eine Energie von 50 Millionen Hiroshima-Bomben oder 650 Milliarden Tonnen TNT frei. Sie hinterließen auf der sichtbaren Planetenoberfläche Flecken von bis zu 12 000 Kilometern Durchmesser, so groß wie die ganze Erdkugel!

Im Vergleich dazu war die riesige Explosion in der Tunguska im Sommer 1908 wieder winzig, die ein großes Gebiet in Sibirien heimsuchte, und die ebenfalls das Ergebnis eines Kometen-Einschlags gewesen sein könnte. Gewissheit gab es nie, Atombomben gab es noch nicht, und derer hätte es bedarft, um solche Schäden anzurichten. Die Spekulationen reichen vom Meteoriteneinschlag bis zum Absturz eines UFOs oder dem Einschlag eines  Schwarzen Lochs. In die Geschichte ging die verheerende Explosion als das  Tunguska-Ereignis ein.

Der bekannteste der 67 Jupiter-Monde ist wohl Europa. An seiner Oberfläche ist er sehr kalt, aber man vermutet, dass sich in der Tiefe ein Ozean aus flüssigem Wasser befinden könnte, was ihn zu einem möglichen Träger von Leben machen würde. Eine Sonde, die das flüssige Wasser erreichen wollte, müsste sich erst durch die sehr dicke Eisdecke bohren oder schmelzen. Weitere große Jupiter-Monde sind Ganymed, Kallisto und Io.

Die Babylonier nannten Jupiter den Königsstern, weil er ein goldgelbes Licht ausstrahlt. Astronomen im alten Babylon versuchten schon vor Christi Geburt die Bahn des Jupiters am Himmel geometrisch zu berechnen und vorherzusagen. Festgehalten haben sie dies auf Keilschrifttafeln aus Ton, die im babylonischen Haupttempel Esagila ausgegraben wurden. Die Babylonische Mathematik war hoch entwickelt und stand in Verbindung zur griechischen, mit Vertretern wie Pythagoras und Euklid.

Im Jahr sieben vor Christus gab es eine Konjunktion von Saturn und Jupiter, d.h. sie standen sehr nahe beieinander oder berührten sich von der Erde aus gesehen sogar. Zusammen bildeten sie ein helles Licht und deshalb halten viele dieses Zusammentreffen für den Stern von Betlehem, der die Weisen aus dem Morgenland zu dem neugeborenen Jesus führte. Das ganze ereignete sich im  Sternbild der Fische, das ja auch eine besondere Beziehung zu Jesus hat. Benannt wurde der Planet nach Jupiter, dem höchsten Gott der Römer, der in etwa dem Zeus der Griechen entspricht.





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