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Die gesamte Energieabstrahlung der Sonne beträgt 3,85 · 10
26
Joule pro Sekunde, was der Verbrennung von
13 100 000 000 000 000 (13 Billiarden)
Tonnen Steinkohle pro Sekunde
entspricht. Da die Sonne ihre Energie nicht aus Verbrennung bezieht, sondern
aus der Umwandlung von Wasserstoff in Helium mittels Kernfusion,
werden "nur" 4 Millionen Tonnen Masse pro Sekunde verbraucht. Das ist nur
0,1 % der Sonnenmasse in 10 Milliarden Jahren!
Die Sonnenaktivität und damit die abgestrahlte Energie schwankt in einem Zyklus von ca. 11 Jahren. Auf den ersten Blick könnte man meinen, das müsste sich direkt auf die Temperaturen der Erdoberfläche auswirken. Dass dies nicht so ist, liegt in erster Linie daran, dass sich die Temperatur und damit das Klima aus eingestrahlter und abgestrahlter Wärmestrahlung ergibt. Verstärkt sich die eingestrahlte Energie, steigt auch die abgestrahlte, so dass sich der Effekt größtenteils wieder ausregelt.
Außerdem betragen die elfjährigen Energieschwankungen, wenn ich richtig gerechnet habe, nur grob 0,15 %. Allerdings stellt sich in letzter Zeit immer mehr heraus, dass der Einfluss dieser Aktivitätsschwankungen in verschiedenen Gegenden der Erde doch größer ist als früher angenommen. Durch Beeinflussung der Strömungsverhältnisse in der Atmosphäre und der Luftfeuchtigkeit können die Auswirkungen in manchen Gebieten sogar überproportional hoch sein. Als Ursache werden verschiedene Zusammenhänge genannt:
C-14-Gehalt der Atmosphäre als Abbild der Sonnenaktivität 900 bis
1850 n.Chr.
Grafik: Erwin Purucker, erstellt nach United States Geological Survey (gemeinfrei) Zum Ende des Maunder-Minimums sorgte 1783 der Ausbruch des Laki-Kraters auf Island und des Vulkans Asama in Japan für einen der kältesten Winter auf der Nordhalbkugel und vor allem in Europa. Auf Island, Großbritannien und in Frankreich starben viele Menschen an der schwefeldioxidhaltigen Aschewolke des Laki, die im Kontakt mit Wasser Schwefelsäure erzeugte. Daran war die Sonne natürlich unschuldig. In der folgenden längerfristigen Grafik des Temperaturverlaufs ist die Kleine Eiszeit nur als kleine Delle erkennbar.
Temperaturschwankungen im Holozän 10 000 v.Chr bis 2000 n.Chr.
Grafik: Erwin Purucker, erstellt nach wikimedia.org (GNU-Lizenz) Aktuell war ein Minimum im elfjährigen Zyklus der Sonnenaktivität für Herbst 2008 angekündigt. Danach hätte die Aktivität wieder ansteigen müssen zum 24. Zyklus. Dieser Anstieg hat sich verzögert und die Sonne bildete das längste und tiefste Minimum seit über 100 Jahren. Im Frühjahr 2010 erschienen wieder die ersten (bescheidenen) Anstiege und Sonnenflecken. Deshalb könnte es möglich sein, dass die nächsten Maximas geringer ausfallen, so dass die geringe Sonnenaktivität den Einfluss der Globalen Erwärmung vielleicht teilweise ausgleichen kann. Leider geschieht dies nicht gleichmäßig über die Erde verteilt. Es sieht so aus, dass gerade die Gegenden, die stark vom Klimawandel betroffen sind, am wenigsten Ausgleich abbekommen. Bleibt die Sonnenaktivität in den nächsten Jahrzehnten gering, könnte es sogar in den kalten Gegenden Europas noch kälter werden! Bei uns im Bestimmt wird die Aktivität der Sonne vor allem mittels ihrer Aussendung von elektromagnetischen Wellen im Bereich einer Wellenlänge von 10,7 cm= 2,8 GHz und mittels der mit einfacheren Mitteln feststellbaren Sonnenflecken-Relativzahl R. In den Phasen erhöhter Sonnenaktivität bilden sich auf der Sonnenoberfläche Flecken durch Störungen des Magnetfelds der Sonne. Je mehr Flecken, desto größer ist die Sonnenaktivität. Die Sonnenflecken-Relativzahl berechnet sich folgendermaßen: R = Anzahl der Flecken + 10 x Anzahl der Fleckengruppen Systematische Aufzeichnungen begann Galileo Galilei im Jahr 1610. Während des Maunderminimums von 1645 bis 1715 konnten 70 Jahre lang fast keine Sonnenflecken festgestellt werden. Die Kleine Eiszeit führte nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zu großen Hungersnöten. Aktuelle Werte finden Sie hier beim Space Weather Prediction Center (SWPC), bei der NASA oder auf deutsch bei den sehr interessanten Seiten der Wetterstation Zwönitz. |
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Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass wir uns langfristig gesehen immer
noch in einem Eiszeitalter befinden. Man nennt es das
Känozoische Eiszeitalter.
Was wir als die letzte große Eiszeit kennen und vor mehr als 20 000 Jahren
den
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Temperaturrekonstruktion über 550 Millionen Jahre
Grafik: GNU-Lizenz nach Wikipedia |
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In den vergangenen 10 000 Jahren waren wärmere Zeiten immer gute
Zeiten für die Menschen, auch im Mittelalter. Dass dieses immer als "finster"
bezeichnet wird, liegt an den Menschen!
Warum ist es mit der globalen Erwärmung nicht ebenso?
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Charon | Xena |
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