Coronavirus SARS-CoV-2, Krankheit COVID-19

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Versuch einer Zusammenfassung

Zusammenhang zwischen Epidemien und Bevölkerungsdichte:
Pest, Cholera, SARS, Corona-Pandemie


Spanische Grippe 1918 - Corona-Pandemie 2020
Wie sich die Bilder gleichen:
Spanische Grippe 1918 - Corona-Pandemie 2020

Epidemien in der Geschichte

Rund um das Hochmittelalter, zwischen 900 und 1400 nach Christus, herrschte ein warmes, für die Landwirtschaft günstiges Klima in den nördlichen gemäßigten Zonen, das sogenannte Mittelalterliche Klimaoptimum. Es führte zu einer starken Vermehrung der Bevölkerung mit teilweiser Zusammenballung in den mittelalterlichen Städten. Als dann im 14. Jahrhundert die ersten Vorboten der Kleinen Eiszeit Missernten und Hungersnöte brachten, hatte die Pest in der engen Besiedelung, bei den durch Hunger geschwächten Menschen, leichtes Spiel.

Die Pest-Bakterien waren vorher auch schon da, sie waren schon 3 Jahrtausende vor Christus aus Zentral-Asien eingeschleppt worden und löschten die damaligen in Europa lebenden dunkelhäutigen Völker nahezu aus. Reitervölker aus Zentralasien ersetzten sie und diese sind größtenteils unsere Vorfahren. Sie waren gegen die Pest bereits weitgehend immun. Ab und zu gab es einzelne Pestopfer. Nur in Zeiten von Hungersnöten oder Überbevölkerung konnten große Pest-Epidemien ausbrechen.

Ähnlich erging es den Einwohnern Londons Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Cholera-Epidemie. Das Influenzavirus A/H1N1, das im Jahr 1918 von Amerika aus die berüchtigte Spanische Grippe verursachte und mehr Menschen tötete, als der gesamte Erste Weltkrieg, war vielleicht nur wenig gefährlicher als andere Grippeviren, aber es traf auf eine Bevölkerung, die durch den  Ersten Weltkrieg und seine Folgen wie Hungersnöte und erzwungene Mobilität extrem geschwächt war. Neben der bloßen Anwesenheit der Erreger sind also meist noch zusätzliche, die Bevölkerung schwächende Faktoren, erforderlich, damit sich eine Krankheit zur Epidemie oder gar Pandemie ausbreiten kann.

Das Corona-Virus 2019 / 2020

Und das Corona-Virus? Wie kann es sich ausgerechnet in unserer modernen Zeit mit fortschrittlicher Medizin und Wissenschaft zu einer Pandemie ausweiten? Die Epidemie begann in einer Stadt, von der bis dahin die wenigsten von uns auch nur den Namen kannten, und trotzdem eine Millionenstadt, acht Millionen Menschen auf engstem Raum! Möglicherweise ist die Corona-Pandemie nur der Vorbote und eine Warnung, dass wir trotz Medizin und Wissenschaft die Weltbevölkerungszahlen nicht in den Himmel wachsen lassen dürfen. Ein weiterer Faktor ist unsere Mobilität. Durch den Flugverkehr können Infizierte innerhalb der Inkubationszeit, ohne es zu merken, die ganze Welt erreichen, und entlang unserer Autobahnen binnen Stunden das ganze Land. Das heißt, unser moderner Lebensstil, die Globalisierung und die hohe Bevölkerungszahl machen uns angreifbarer gegenüber Epidemien und Pandemien.

Die Maßnahmen der Regierungen zur Verlangsamung der Ansteckungsraten, wie Abstandsgebot und das Verbot von Veranstaltungen und Menschenansammlungen, zeigen zwar Wirkungen, werden aber nicht lange aufrecht erhalten werden können. Irgendwann spielen die Menschen nicht mehr mit. Vereinsamung ganzer Bevölkerungsgruppen, Lagerkoller in den Wohnungen und eine Art kollektive Depression bedrohen ebenfalls die Gesellschaft und unsere Wirtschaft. Schon nach zwei Wochen Shutdown mehrten sich die Stimmen, die verlangen, den Schaden an unserer Gesellschaft durch die einschränkenden Maßnahmen stärker zu berücksichtigen.

Auch die psychischen Folgen der Isolation verbunden mit der monatelangen Angst müssen bedacht werden. Jürgen Schöberlein von der Diakonie Hochfranken sagte, dass es manchen Menschen während der Krise sogar besser gehe. Die Reiz-Reduzierung täte ihnen gut (Theorie?). Dem hält Markus Hannweber von der Integrierten Leitstelle Hochfranken aus der Praxis entgegen, dass es Sanitäter oder Ärzte, wenn sie bei Patienten einträfen, häufig mit massiv verunsicherten Menschen zu tun bekommen (Quelle: Frankenpost 15. Mai). Reiz-Reduzierung kann wie Einzelhaft für manche Menschen auch ein Folterwerkzeug sein, mit bleibenden psychischen Schäden. Die Stimmung in der anfänglich sehr disziplinierten Gesellschaft kann auch plötzlich umschlagen, wenn immer mehr von einer irrationalen planetarischen Hysterie und einer Weltpanik die Rede ist.

Auch nach einem Abflauen der Infektionen und einer Normalisierung des Lebens werden sich die Menschen und unsere Gesellschaft in ihrem Sozial-Verhalten geändert haben, und das nicht nur zum Schlechten, "anders" eben. Was wir bisher nur aus Thrillern und Spielfilmen kannten, und weit weg schien, kam uns plötzlich und unvorbereitet sehr nah. Die Unbekümmertheit ist weg, niemand weiß, inwieweit sie wiederkehren wird. Vielleicht müssen wir unsere Zeitrechnung demnächst in eine Pre- und eine Post-Corona-Ära einteilen. Wie diese aussehen wird, weiß (noch) niemand, vielleicht ein "Zurück zu den Wurzeln" oder doch ein "Jetzt erst recht!".

Statistiken

Ein völliges Chaos erzeugten Statistiken mit verschiedenen Ergebnissen. Nehmen wir nur mal die Todesraten, die Mortalität, andere nennen es Letalität. Sie setzt die Zahl der Gestorbenen ins Verhältnis zu der Zahl der Infizierten. Da viele Infektionen ohne Symptome verlaufen, konnte bei den Infizierten nur die Zahl der gemeldeten Fälle berücksichtigt werden. Nach ersten Reihentests auf Antikörper ergab sich bei der Zahl der Infizierten ein viel höherer Wert, was die Todesrate um ein Vielfaches senkte. Allerdings waren diese so unspezifisch, dass sie auch auf andere Corona-Antikörper ansprachen, die nur eine einfache Erkältung verursachen.

SARS-CoV-2-Antikörpertests

Anfang Mai stellte schließlich der Healthcare-Konzern Roche in Penzberg einen Antikörpertest vor, der spezifischer auf die SARS-CoV-2-Antikörper reagieren soll. Daraufhin verschob das Robert Koch-Institut (RKI) die eigentlich für Mai angekündigte repräsentative Antikörper-Studie auf September und die Veröffentlichung der Ergebnisse auf November, und begründete es mit dem Erfolg, den man bei der Eindämmung habe. Der gesellschaftliche Schaden dieser verlängerten Eindämmungsmaßnahmen scheint dabei keine Rolle zu spielen (Quelle: deutsche-apotheker-zeitung.de).

Todesraten

Da alle Gestorbenen mit Infektion gezählt wurden, ohne feststellen zu können, ob das Corona-Virus ursächlich für den Tod ist, muss man auch die Anzahl der Verstorbenen mit Vorsicht genießen. Von den Menschen mit Vorerkrankungen oder den sehr alten wäre so mancher vielleicht auch ohne Corona in dieser Zeit gestorben, wird aber mitgezählt. Zieht man auch diese ab, sinkt die Todesrate fast schon in den Bereich einer normalen Grippe-Epidemie.

Ebenfalls Anfang Mai kam eine (nicht nach Altersgruppen repräsentative) Studie von Professor John Ioannidis an der renommierten Stanford Universität mit 3 300 getesteten Personen auf eine Sterblichkeitsrate von knapp 0,2 %, was ebenfalls der einer normalen Influenza-Epidemie entspricht. Ein gezielter Schutz von Seniorenheimen und anderen Risikogruppen würde dem Rest der Menschen ein normales gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben ermöglichen. Nach dem schwedischen Epidemiologen Johan Giesecke verschiebt der Lockdown die Zahl der Corona-Toten nur in die Zukunft. Es sollten nur Maßnahmen ergriffen werden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist. Es hilft nicht, eine Grenze zu schließen, wenn sich das Virus schon beiderseits verbreitet hat, und es hilft auch nicht, mit einem Lockdown die Wirtschaft eines Landes zu zerstören.

Außerdem variiert die Erhebung der Zahlen in den verschiedenen Ländern stark. In den Industrieländern wird viel getestet, was auch viele Infizierte bedeutet, in manchen Ländern wenig, was den Eindruck erweckt, dort gäbe es kaum Corona, aber viele Tote. In Gesellschaften mit einem hohen Anteil junger Menschen, wie in Afrika, ist die Todesrate automatisch geringer als in Gegenden mit einem hohen Anteil älterer Bewohner, das ist nachvollziehbar. Aber auch in Europa gibt es gravierende Abweichungen der Todesrate von 0,5 bis 13 %. In den Medien wird die Zahl der gemeldeten Infektions-Fälle oft als Zahl der Infizierten bezeichnet, was einfach falsch ist.

Hinzu kommen die zwei Test-Arten: Der Test auf Virengenom (was übrigens nicht aussagt, ob die Viren noch aktiv und damit infektiös sind) und der Test auf Antikörper, der wiedergibt, ob jemand die Krankheit COVID-19 schon durchgemacht hat, genesen, und wahrscheinlich auch immun ist. Das Ganze ergibt ein Zahlen-Wirrwarr, bei dem man sich aussuchen kann welche Zahlen man nennt, um tendenziös bestimmte Ziele zu erreichen oder die öffentliche Meinung zu manipulieren.

Nahezu grotesk war die Meldung, dass die USA am stärksten betroffen sind, da sie die meisten Infizierten haben. Da kommt zu den o.g. Abweichungen noch hinzu, dass eine Nennung der Gesamtzahl bei einem großen Land mit hoher Bevölkerungszahl natürlich höhere Zahlen ergibt, als in einem kleinen Land. Man muss diese Zahlen unbedingt ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl setzen, sonst sagen sie rein gar nichts aus.

Rückkehr zur Normalität

Als Mitte April die ersten Lockerungen der Quarantäne-Maßnahmen anstanden, betonte man immer wieder, man wolle die weitere Entwicklung der Infektionszahlen abwarten, um die Lockerungen anzupassen und mit der Zeit eine kontrollierte Durchseuchung zu erreichen. Als Infektionszahlen benutzte man aber die Zahl der Meldungen, und diese ist wieder abhängig von der Zahl der Testungen. Testet man viel, steigen die Zahlen und umgekehrt. Die Zahlen können also willkürlich gesteuert werden.

Das schrittweise Aufheben der Maßnahmen mag im Prinzip eine Gratwanderung sein. Das immer wieder beschworene Abflachen der Infektionskurve bewirkt aber auch eine Verlängerung der Zeit bis zum Erreichen der Herdenimmunität. Durch die Einschränkungen im privaten, wirtschaftlichen und sozialen Leben erleidet unsere Gesellschaft Schaden, nicht nur wirtschaftlicher Art. Die Lockerungen sollten deshalb nicht zu vorsichtig erfolgen, sonst wird die Geduld der Menschen überstrapaziert, was ebenfalls unübersehbare Folgen haben kann. Einerseits begründet man die Vorsicht mit der begrenzten Zahl der Beatmungs-Einrichtungen, andererseits melden sich erfahrene Ärzte zu Wort, dass bei Infizierten mit schweren Symptomen und gleichzeitigen schweren Vorerkrankungen eine künstliche Beatmung keinerlei Aussicht auf Heilungserfolg verspricht. In die Statistik fließt das allerdings als "Bedarf" ein.

Nicht nur die Infektionszahlen und Todesraten, sondern auch die Quarantäne-Maßnahmen unterscheiden sich stark von Land zu Land und von Gegend zu Gegend. Die einen führen Maskenpflicht in bestimmten Bereichen ein, die anderen (z.B. Belgien) empfehlen sie nicht mal. Keiner weiß genau, was wie viel bewirkt. Viele Menschen empfinden das als organisatorisches Chaos und Willkür, und sind frustriert. Diese Ungewissheit erzeugt Angst. Noch bewirkt diese Angst, dass sich viele der allgemeinen Lethargie in den eigenen vier Wänden hingeben. Was geschieht, wenn das Ventil dieses siedenden Kessels geöffnet wird, darauf kann man gespannt sein, vielleicht müssen wir es auch fürchten.

Die inzwischen wohlbekannten Aufforderungen zur Abflachung der Infektionskurve führten zu Erwartungen nach dem Muster: Ein paar Wochen Einschränkungen, dann ist sie flach, und wir können wieder zur Normalität übergehen. Die Absage des Oktoberfests im April (!) schockiert nicht nur wegen der Entscheidung an sich, sondern vor allem wegen des Zeitrahmens. Von wegen ein paar Wochen! Mit Normalität können wir offenbar vielleicht nächstes Jahr rechnen. Wie auch immer diese Normalität aussehen wird. Vielleicht sollten wir doch etwas mutiger sein, um die Erreichung der Herdenimmunität nicht zu sehr hinauszuzögern. Das kollektive Trauma dieser Pandemie wird uns dauerhaft verändern. Und Traumatisierung bedeutet eben oft auch eine Senkung der Gewaltschwelle.

Im Mai folgten Lockerungen, die auf lokaler Ebene wieder außer Kraft gesetzt werden sollten, wenn zum Beispiel in einem Landkreis mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner auftreten. Das klingt auf den ersten Blick einleuchtend, birgt jedoch den gleichen Fehler wie oben unter Statistiken beschrieben: Es handelt sich eben nicht um die Zahl der Neuinfektionen, sondern um die Zahl der Meldungen, und die hängt davon ab, wie viel man testet. Nachdem im Landkreis Greiz zuvor ein Massentest mit 855 Abstrichen durchgeführt worden war, sprang dort der Wert auf 80. Nicht, weil es dort so viele Neuinfektionen gab, sondern eben, weil viel getestet wurde. Würde man in Greiz also die Lockerungen aussetzen, würde das auf falscher oder falsch angewandter Statistik beruhen. Außerdem gab es in der Presse zunächst Chaos: Handelt es sich um Neuinfektionen pro Tag, in den letzten 7 Tagen, oder um Infektionen insgesamt? Jeder schrieb etwas anderes! Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern davon hängt ab, was wir dürfen oder nicht.

Gefahren

Grundsätzlich muss man feststellen, dass nicht nur die Krankheit, sondern auch die Maßnahmen dagegen, Gefahren enthalten.

Betrachtet man die Schwerpunkte, die Hotspots, starker und plötzlicher Infektionswellen zu Beginn der Epidemie, fällt auf, dass es sich um ganz bestimmte Arten von Veranstaltungen handelt: Après-Ski-Party in Ischgl, Starkbierfest in Mitterteich und der Karneval in Nordrhein-Westfalen, wie in Gangelt im Landkreis Heinsberg. Alle haben sie gemeinsam, dass es sehr eng und laut zugeht und dass man sich sehr nahe gegenseitig anschreien muss, um verstanden zu werden. Dabei verpasst man seinem Gesprächspartner Wolken von Infektionströpfchen mitten ins Gesicht.

Im Umkehrschluss kann man daraus folgern, dass die Infektionsgefahr in Geschäften, Parks und auf der Straße evtl. wesentlich geringer ist, vor allem wenn man Abstand wahrt, was nach einer Gewöhnungsphase doch recht gut klappt. Die wirklich wichtigen Dinge des öffentlichen Lebens könnte man also wahrscheinlich relativ schnell wieder freigeben, wenn man auf die gefährlichsten verzichtet. So könnte man auch Restaurants stufenweise öffnen, z.B. Speisegaststätten bis 20.00 Uhr, und nur höchstens einem alkoholischen Getränk pro Person. Sie hätten geschlossen, bevor die Lautstärke steigt und sich wieder Betrunkene auf geringe Distanz anschreien müssen.

Vor diesem Hintergrund erscheint auch die Nutzung oder gar die Pflicht eine Coronavirus-Tracking-App (Corona-App) mehr als zweifelhaft. Bei einer kurzen Begegnung mit einem Infizierten ist die Infektionsgefahr nahe Null. Wir können nicht jedesmal zwei Wochen in Quarantäne gehen, nur weil wir kurz einem Infizierten nahe waren. Die Überwachung, ob Erkrankte auch zu Hause bleiben, ist verfassungsrechtlich sehr bedenklich und erinnert schon sehr an Fußfesseln und an George Orwells Roman "1984", der einen totalitären Überwachungsstaat beschreibt, eine Horror-Vision. Solche Pläne kann man nur als Panikreaktion einstufen. Eine vorübergehende Einschränkung von Freiheitsrechten mag gerechtfertigt sein, aber blinder Aktionismus ist der falsche Weg und kann uns in Zukunft auf Wege führen, die wir nicht beschreiten sollten. Das Unwort von der Corona-Diktatur macht schon die Runde.

Es mag auf den ersten Blick zynisch klingen, aber vergleicht man die Zahlen der Toten durch Corona COVID-19 mit anderen Bedrohungen, denen wir Tag für Tag ausgesetzt sind, muss man sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, im Verlauf eines Tages durch einen Verkehrsunfall, Herzinfarkt oder andere Ursachen umzukommen, im Durchschnitt für die meisten Menschen größer ist, als durch das Corona-Virus zu sterben. Aber daran sind wir gewöhnt. Viele Menschen lehnen Grippe-Impfungen ab, obwohl sie wissen, dass auch die Influenza gefährlich ist. Jeden Morgen, wenn wir aufstehen, beginnen wir eine neue Runde Russisch Roulette mit den verschiedensten Gefahren, ob wir wollen oder nicht.

Dass wir den Verkehr nicht abschaffen können, ist klar, aber unsere Politiker schaffen es nicht einmal, eine vernünftige Tempobeschränkung auf, sagen wir mal, 130 km/h einzuführen. Auch das würde Menschenleben retten und die negativen Folgen wären fast gleich Null. Die Zahl der dadurch rettbaren Unfalltoten ist zwar gering, aber wichtig ist das Verhältnis zwischen Lebensrettung und Belastung durch die Maßnahmen. Dieses Verhältnis ist bei einem maßvollen Tempolimit sehr gut, im Gegensatz zu Corona: Die sehr einschneidenden Einschränkungen gehen für viele an die Substanz und werden bei so manchem die Existenz gefährden oder vernichten. Hier muss man den Eindruck gewinnen, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Durchaus möglich, dass die  Geschichte eines Tages feststellen wird, dass mit manchen Maßnahmen mehr Schaden als Nutzen angerichtet wurde. Fazit: Wir müssen seit Menschengedenken mit den verschiedensten Gefahren leben und wir müssen lernen auch mit neuen Gefahren zu leben. Das Corona-Virus wird uns in Zukunft genauso begleiten wie das Grippe-Virus und andere. Wir werden uns daran gewöhnen (müssen).

Der Super-GAU

Die größte denkbare Katastrophe wäre, dass das Coronavirus so schnell mutiert, dass eine Impfung nicht sinnvoll ist und eine Immunität nach überstandener Krankheit COVID-19 nur kurz anhält. Dann wäre das Virus dauerhaft unter uns und die Menschheit könnte sich nur zeitverzögert durch Mutation und Selektion daran anpassen. Ein Abgleiten in die Anarchie wäre ein denkbares Horrorszenario. Schon heute unterscheidet man drei Typen des Coronavirus: Typ A ist der, welcher als erstes von Tieren, möglicherweise Fledermäusen, durch Mutation auf Menschen überspringen konnte. In Ostasien, auch in Wuhan dominierte der Typ B, der sich aber seltsamerweise nicht in die Welt verbreitete, sondern ein anderer mutierter Typ A, den man in Amerika und Australien fand. In Europa dominiert der Typ C. Die Unterschiede im Genom dieser drei Typen ist für eine Impfung oder Immunität unbedeutend, zeigen aber die Mutationsfreudigkeit, was nichts Gutes verheißt (Quelle: Uni Cambridge).

Die Gegenmaßnahmen

Maßnahmen und Vorschriften zur Gefahrenminimierung sind natürlich grundsätzlich gut und richtig. Abstand halten, Hygiene beachten, keine großen Menschenansammlungen mit Gedränge, alles nachvollziehbar und sinnvoll. Es gibt aber auch seltsames. Nicht alles was geschrieben wird, ist richtig und das möchte ich auch nicht wiedergeben, aber ein Beispiel wurde durch ein TV-Interview mit einer Polizistin bestätigt: Es war in einem Park in einer Stadt. Wenn man sich als Familie am Kiosk was zu essen kaufte, und sich ins Gras setzte, um es zu essen, war das erlaubt. Brachte man das Essen von zu Hause mit und aß es, war das ein Picknick, und das kostete 250 € Strafe, obwohl die Infektionsgefahr so kleiner ist als im ersten Fall. Wer versteht denn sowas? Wenn ich Handwerker beauftragt hätte, um etwas im Haus zu arbeiten, durften die das, auch das Material dazu einkaufen. Muss ich das selber machen, weil ich mir Handwerker nicht leisten kann, konnte ich mir das Material nicht kaufen. Wer denkt sich sowas aus? Klar, Politiker können sich Firmen leisten, die können "machen lassen". Danke, dass wir 4 Wochen länger auf einer Baustelle leben mussten!

Hat Markus Söder bis Ende April immer wieder gebetsmühlenartig dem Schutz von Leben oberste Priorität eingeräumt, mehren sich nun die Stimmen für eine Relativierung. Beispiele: »Der Schutz von Leben rechtfertigt nicht alles. Er steht nicht automatisch über allen anderen Grundrechten. Wir dürfen Lebenslänge nicht grundsätzlich über Lebensqualität stellen.« Das sind ganz neue Töne um den 1. Mai. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble bekam Zustimmung aus ganz unerwarteter Richtung, von Peter Dabrock, einem evangelischen Theologen und Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ähnlich äußerte sich die ehemalige Verfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolff, dass die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Staates und der Gesellschaft ebenfalls ein sehr hohes Rechtsgut ist (frei nach  Oldenburger Onlinezeitung).

Und sie haben recht. Auch ein Zusammenbruch der staatlichen Ordnung mit Abgleiten in Anarchie fordert Menschenleben, das hat die Geschichte über Jahrtausende gezeigt. Nur weil die meisten von uns solche Zeiten nicht mehr (oder noch nicht) erlebt haben, dürfen wir nicht meinen, plötzlich dagegen immun zu sein. Wenn der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans meint, ihnen »falsch verstandene Güterabwägung zwischen Leben und Geld« vorzuwerfen, ist das viel zu kurz gegriffen. Was passiert, wenn die Folgen der Beschränkungen deutlich werden, und aufgestauter Ärger und Wut sich Bahn brechen, weiß niemand. Es geht eben nicht nur ums Geld, sondern um unsere Kultur, und unsere Freiheit.

Der deutsche Philosoph  Julian Nida-Rümelin, der sich intensiv mit ökonomischen und ökologischen Krisen befasst, monierte Ende April die Corona-Einschränkungen nach dem Gießkannenprinzip. Wenn die Sterblichkeitsrate für gesunde Menschen unter 65 Jahren etwa der einer normalen Influenza-Grippewelle entspricht, oder sogar geringer ist, macht es keinen Sinn, das ganze Land lahmzulegen. Im Gegenteil: Man sollte gezielt die Risiko-Gruppen stärker schützen und mit allen anderen das öffentliche und kommerziellen Leben sofort normalisieren. Denn nur mit einer intakten und starken Gesellschaft und Wirtschaft können wir die Krise überstehen. Auf diese Weise wird auch schneller eine Herdenimmunität erreicht und dieser Horror überwunden. Lt.  Spiegel Online vom 24. April haben sich weitere Persönlichkeiten öffentlich der Meinung von Julian Nida-Rümelin angeschlossen: Alexander Kekulé, Boris Palmer, Christoph M. Schmidt, Thomas Straubhaar und Juli Zeh.

China

So wie im Mittelalter Europa Brennpunkt der Pest war, scheint es heute  China für neue Virenstämme und Bakterien zu sein. Wenig bekannt ist, dass von der eng besiedelten chinesischen Provinz Yunnan Ende des 19. Jahrhunderts eine Pest-Epidemie ausging, die weltweit 12 Millionen Menschenleben forderte. In Mitteleuropa hatte diese Dritte Pest-Pandemie wenig Chancen, da man schon von Bakterien und ihrer Ausbreitung wusste, grundlegende Hygiene kannte, und der Erreger Yersinia pestis 1894 von dem Schweizer Arzt Alexandre Yersin entdeckt wurde.

Nachdem jedoch 100 Jahre später, im Jahr 2003, von der südchinesischen Provinz Guangdong SARS, das Schwere Akute Atemwegssyndrom, ausging, dessen Erreger auch zu den Coronaviren gehören, gegen die Antibiotika nicht wirken, stellte sich in den Folgejahren heraus, dass es von Zibetkatzen, einer Schleichkatzen-Art, und Fledermäusen übertragen wird, die in China als Delikatesse verkauft und verspeist werden. Ihr Kot wird sogar in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel verwendet.

Durch das enge Zusammenleben der Fledermaus-Kolonnien findet seit jeher ein ständiger Kampf zwischen Viren und dem Immunsystem der Tiere statt, wodurch die Viren ihre Wandelbarkeit, ihre starke Mutationsfähigkeit erworben haben. Man hätte also gewarnt sein müssen, dass die Gefahr nicht einfach so verschwindet. Doch statt den Handel mit diesen Tieren und die Verwendung zu verbieten, machte man nichts, verkaufte sie weiterhin auf Märkten als Delikatesse.

Die neue Corona-Pandemie COVID-19, die 2019 vom Markt in Wuhan ausging, war also nur eine Frage der Zeit und hätte wahrscheinlich verhindert werden können. Das richtet sich ausdrücklich nicht gegen das chinesische Volk, sondern gegen die Regierung, welche die entsprechenden Maßnahmen damals hätte anordnen müssen. Behauptungen, dass das Virus absichtlich in Laboren so verändert wurde, dass es Menschen befällt, halte ich für falsch, und man muss sie als Verschwörungstheorie ablegen.

Ursache oder Schuld?

Spätestens im Jahr 2005, als Schleichkatzen, Fledermäuse und der Umgang mit ihnen als Quelle des Übels bekannt wurden, und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon 2003 SARS als weltweite Bedrohung eingestuft hatte, hätte China, und zwar die chinesische Regierung, reagieren können und müssen. In einem diktatorischen System wäre das sogar leichter gewesen, als in der freiheitlichen westlichen Welt. Der Handel und die Verarbeitung der betreffenden Tiere hätte verboten werden müssen. Muss man denn lebendige Tiere auf Märkten verkaufen, um Fledermaussuppe zu kochen? Und das alles unter denkbar unhygienischen Bedingungen. Durch das Ignorieren dieser Warnung durch SARS 2003 kann man China für die Corona-Pandemie nicht nur als die Ursache bezeichnen, man muss auch von Schuld der Regierung sprechen.

Statt dessen verbreitet das chinesische Außenministerium, dass die Amerikaner das Virus nach Wuhan eingeschleust hätten, um China zu schaden! (Quelle: tagesspiegel.de vom 16. März). Der Versuch,  Verschwörungstheorien in die Welt zu setzen, mit den USA als Ziel, dürfte jedoch so lächerlich abwegig sein, dass sie sich damit eher selbst schaden. Glauben werden das wohl nur die Chinesen, und auch von denen nicht alle.

Eine weiteres Tier ist dabei in Verruf geraten. Das Schuppentier (Pangolin), von dem man seit Jahren weiß, dass es Corona-Viren beherbergt. Der Verkauf der Schuppentiere, die auch in Afrika als Delikatesse verzehrt werden, ist zwar seit 2017 auch aus Naturschutzgründen verboten, da Pangolin-Schuppen in der traditionellen chinesischen Medizin jedoch als Heilmittel verwendet werden, findet immer wieder illegaler Handel mit den Schuppen statt. Auf den Wildtier-Märkten, auch in Wuhan, werden diese und andere Tiere meist lebend verkauft, die Schuppen offen einzeln. Hygiene findet praktisch nicht statt, lebende Wildtiere werden neben offenen Lebensmitteln angeboten!

Viren-Versuchslabore

Immer mal wieder wird ein Viren-Versuchslabor in Wuhan ins Gespräch gebracht. Die Betreiber widersprechen und argumentieren mit ihren Sicherheitseinrichtungen. Einerseits soll sicher sein, dass die normalerweise in chinesischen Fledermäusen vorkommenden Corona-Viren nicht direkt auf den Menschen überspringen können, da ihnen dafür entsprechende Schlüsselproteine fehlen, um an menschlichen Zellen andocken zu können, andererseits betont man aber auch die große Wandlungsfähigkeit dieser Viren oder die Mutation in einem Zwischenwirt. Oder hat doch jemand gefährlich experimentiert? Auch bei guten Sicherheitsvorkehrungen reicht die kleinste Unachtsamkeit, und die Viren sind frei. Dann kann man sie nicht mehr zurückholen.

In den letzten 50 Jahren neu aufgetretene Krankheiten wie Aids, Ebola, Sars und Mers sind durch Wildtiere auf den Menschen übertragene Krankheiten, sogenannte Zoonosen. Die HIV-Viren, die Aids verursachen, sollen zum Beispiel von bestimmten afrikanischen Affen stammen. Auch in Mitteleuropa haben wir natürlich Zoonosen. Die Tollwut zum Beispiel konnte man fast ausrotten, durch großflächige Tier-Impfungen mit ausgelegten Ködern. Da das Tollwutvirus (Rabiesvirus) offenbar nur wenig mutiert, und eine Ansteckung von Mensch zu Mensch sehr unwahrscheinlich ist, haben wir damit vielleicht nur Glück gehabt. Völlig unmöglich sind von Europa ausgehende Pandemien auch nicht, wenn auch unwahrscheinlicher. Die verheerende Epidemie unter den amerikanischen Ureinwohnern, den Indianern, durch das Pockenvirus aus Europa im 16. Jahrhundert ist nur ein Beispiel in der Geschichte.

Verschwörungstheorien

Ich möchte keine Fake News in die Welt setzen, aber manchmal gibt es Effekte, die sich nur schwer mit Zufall erklären lassen. So waren wir es seit dem Wirtschaftswunder der 50er Jahre sechs Jahrzehnte lang gewohnt, als Normalverdiener wichtige Dinge einfach und zuverlässig kaufen zu können, vor allem Medikamente. Dass sich die Leute bei einer weltweiten Pandemie wie Corona 2020 Vorräte anlegen und hamstern, ist verständlich, und dass dadurch Engpässe an Medikamenten entstehen, auch. Aber …

Seltsamerweise gab schon im Jahr vorher, Mitte 2019, als noch niemand etwas von Corona wusste, viele Lieferengpässe an gängigen Medikamenten, vor allem für chronisch Kranke ( www.deutsche-apotheker-zeitung.de 29. Juli 2019). Wenn so etwas ein halbes Jahr vorher plötzlich auftritt, fragt man sich im Nachhinein natürlich, gab es Insiderwissen bestimmter Kreise, die damals schon von der bevorstehenden Gefahr wussten und Medikamente spekulativ aufkauften? Kann es wirklich Zufall sein, dass so etwas nach 60 Jahren plötzlich auftritt, obwohl angeblich keiner von der drohenden Gefahr wusste?

Im März wurde verbreitet, dass die Bevölkerung nach Erreichen der sogenannten Herdenimmunität wieder zum Normalzustand zurückkehren kann. Nach den langjährigen weltweiten Erfahrungen mit der Grippe müsste das selbst mit den einschneidenden Gegenmaßnahmen in wenigen Monaten der Fall sein. Dass bereits im April das Oktoberfest abgesagt wurde, nährt den Verdacht, dass "die da droben" mehr wissen und es uns nicht sagen. Offenbar warten sie auf die Entwicklung eines Impfstoffs oder einer Therapie. Also doch keine Immunität nach überstandener Corona-Infektion?

In einer Leitlinie des Robert Koch-Instituts (RKI) vom März 2020 über den Umgang mit Corona-Infizierten Verstorbenen wird von einer Obduktion abgeraten. Hier wittern Verschwörungstheoretiker natürlich sofort Geheimnisse, die vertuscht werden sollen. Besonders die schlechte Prognose für Patienten mit künstlicher Beatmung steht im Verdacht, nur wenig zu nützen, besonders bei bestehenden schweren Vorerkrankungen. Nach Protesten, auch von Ärzten, wurde die Empfehlung widerrufen.

Wenn die einschneidenden Beschränkungen noch lange dauern, wird das auch Auswirkungen auf den sozialen Frieden haben. Schon jetzt ist zu hören: »Die Reichen, die meinen, ständig um die Welt fliegen zu müssen, und anschließend in Ischgl Après-Ski feiern, haben das Virus eingeschleppt und verteilt und der Kleine Mann, der vielleicht noch nie ein Flugzeug von innen gesehen hat, muss drunter leiden!« Es wird auch bei dieser Krise Gewinner und Verlierer geben.

Die Pleitewelle wird kommen, Geschäfts- und Privatinsolvenzen, und mit ihr die Wut. Die Regierenden schmeißen mit Milliarden geradezu um sich. Dabei werden die Großen auf jeden Fall gerettet, ob das Geld bei den kleinen Gewerbetreibenden ankommt, oder sie rettet, muss man bezweifeln. Das gleiche gilt für den Hypotheken abstotternden Häuslebauer in Kurzarbeit oder demnächst vielleicht Arbeitslosigkeit. Die soziale Brisanz ist durchaus vorhanden. Im Moment überwiegt noch die Angst, aber das wird sich ändern. Schon hört man Stimmen, welche die Corona-Einschränkungen als "Ermächtigungsgesetz" bezeichnen.

Extreme

Da es für ein Szenario wie die Corona-Pandemie kein modernes Konzept in der Schublade gibt, muss improvisiert werden. Dabei prallen die Meinungen von Medizinern, Wirtschaftsvertretern, Politikern und Philosophen aufeinander und die Regierungen müssen wohl oder übel entscheiden. Dabei den richtigen Weg zu finden erinnert an Keffeesatzleserei. Bei zu laschen Maßnahmen werden ihnen unnötige Todesopfer vorgeworfen, bei zu restriktiven eine Beschädigung von Gesellschaft und Wirtschaft.

Der italienische Philosoph Giorgio Agamben soll zum Beispiel die Ausgehverbote als »hysterische Reaktionen auf die erfundene Bedrohung durch das Virus« bezeichnet haben. In die gleiche Kerbe schlägt der Karlsruher Philosoph Peter Sloterdijk, der das Virus zu einer stinknormalen Grippe bagatellisiert haben soll und vor einem Überwachungsstaat warnt. Im krassen Gegensatz dazu wirft der französische Philosoph Alain Finkielkraut den beiden vor, mit Menschenleben zu spielen, und man sollte lieber zivilisatorische Standards und Moral hochhalten, nach denen das Menschenleben über allem steht. (Quelle:  zeit.de)

Die beiden Extreme lauten also:
1. Das Virus ist relativ harmlos und wird nur benutzt, um uns unsere Freiheit zu nehmen.
2. Das Virus ist gefährlich und wurde von einer Geheimorganisation freigesetzt, die sich selbst immunisiert hat, um die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Wie so oft dürfte die Wahrheit wohl wahrscheinlich in der Mitte liegen — wahrscheinlich!

Fazit

Es muss damit Schluss sein, die "Zahl der gemeldeten Fälle" als "Zahl der Infizierten" zu bezeichnen und gleichzusetzen, und alle gestorbenen mit dem Virus im Körper als Opfer von Corona zu zählen. Nur mit representativen Reihenuntersuchungen auf Viren und Antikörper kann man die Zahl der aktuell oder vorher Infizierten feststellen, und mit Obduktionen die wirkliche Todesursache. Es ist zu erwarten, dass ein solches Vorgehen die Todesraten stark schrumpfen lässt. Das könnte jedoch die öffentliche Meinung kippen, nach dem Motto: »Seht ihr, es war doch nicht so schlimm, und schaut, was ihr für einen Schaden angerichtet habt!«, es ist aber der einzig richtige Weg.

Wir sollten tatsächlich gezielter die Risikogruppen schützen und für den großen Rest der Bevölkerung und die Wirtschaft normale Verhältnisse herstellen, um den langfristigen weltweiten Schaden für die Menschheit zu dämpfen. In der Frankenpost vom 23. April wird schon von zu vielen leeren Krankenhausbetten berichtet, nicht nur weil es zu wenige Corona-Kranke gibt, sondern weil sich andere Schwerkranke und dringend Behandlungsbedürftige nicht mehr ins Krankenhaus trauen, aus Angst vor Corona-Infektionen. Auch das wird Todesopfer kosten.

Viren - Bakterien

Vor der heutigen Corona-Pandemie war die Tuberkulose (Tbc) die Infektionskrankheit der Lunge mit den meisten Todesopfern. Wahrscheinlich wird sie das auch bleiben. Obwohl Robert Koch, nach dem das heutige Robert-Koch-Institut (RKI) benannt ist, schon 1882 den Erreger der Tuberkulose, das Tuberkelbazillus, entdeckt hatte, gab es lange Zeit kein Heilmittel. In seinem 1924 erschienenen Roman Der Zauberberg von  Thomas Mann, der vor dem  Ersten Weltkrieg spielt, werden den Patienten in einem Lungensanatorium bei Davos als Heilmittel gegen Tbc unter anderem  Kulmbacher Bier, kräftiges Essen und Liegekuren verordnet! Erst 1928 fand man ein Heilmittel gegen die Tuberkulose, als Alexander Fleming das Penicillin (wieder-)entdeckte und einführte.

Bei Viren gestaltet sich die Heilmittelsuche wesentlich schwieriger. Entweder sie mutieren ständig, weshalb Impfungen oft schon nach Monaten wirkungslos sind, so dass man nicht mal den banalen Schnupfen ursächlich behandeln kann, oder sie verstecken sich unerreichbar für Medikamente in Nervenzellen, wie das Herpesvirus, um dann unvermittelt zuzuschlagen. Wie sich das Corona-Virus langfristig verhalten wird, ist heute noch nicht absehbar. Ich habe den Eindruck, dass wir uns mit der Erforschung von Viren heute in einem Stadium befinden wie bei Bakterien vor 100 Jahren.

Bevölkerungsdichte

Sowohl SARS als auch das Corona-Virus von 2019 gingen von sehr dicht besiedelten chinesischen Gebieten aus. SARS von der Provinz Guangdong mit Foshan (7 Millionen Einwohner) und Guangzhou (11 Millionen Einwohner) und COVID-19 bekanntlich von Wuhan (7 Millionen Einwohner). Überträgt man das auf die ganze Welt, werden wir irgendwann eine Bevölkerungsdichte erreicht haben, bei der sich immer wieder Epidemien zu Pandemien ausweiten, die im schlimmsten Fall irgendwann nicht mehr zu kontrollieren sind.

Hier laufen zwei Entwicklungen aufeinander zu: Einerseits werden die Menschen immer mehr, andererseits steigt der Meeresspiegel, was den Siedlungsraum verkleinert, ausgerechnet an den flachen Küsten mit ihrer dichten Besiedelung. Wir müssen beide Faktoren ändern, sonst werden die Menschen immer enger zusammengepfercht, eine ideale Brutstätte für mutierende Viren, die uns Epidemien und Pandemien völlig neuen Ausmaßes bringen werden. Mit der Zunahme dieses Ausmaßes hat keiner gerechnet. Sie hat uns kalt erwischt. Wenn wir nicht gegensteuern, könnte es sich um den Beginn eines Trends handeln. Neben dem gebetsmühlenartigen Predigen gegen die Treibhausgase muss der Zunahme der Weltbevölkerung die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die Vermehrung muss gestoppt werden und auf lange Sicht müssen wir eine Reduzierung auf vernünftige Bevölkerungsdichten anstreben.

Gerade die Corona-Viren haben uns die Hilflosigkeit unserer modernen Medizin und Wissenschaft gegenüber Viren wieder einmal eindringlich vor Augen geführt. Auch deshalb ist eine Reduzierung der Weltbevölkerungszahl dringend geboten und so wie uns die Treibhausgase jeden Tag vorgeworfen werden, muss man die Afrikaner und Asiaten jeden Tag an die Gefahren der explosiven  Bevölkerungsvermehrung erinnern. Die Bemühungen der Entwicklungshilfe und der Kirchen mit ihren Lenkungsversuchen haben in den letzten Jahrzehnten im Großen und Ganzen absolut nichts gebracht, so gut sie auch gemeint waren. Nach wie vor nehmen die Menschen jedes Jahr um 70 Millionen (!) zu. Wenn wir es nicht tun, wird die Welt und die Natur sich der Überzähligen irgendwann entledigen.

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Bitte beachten Sie: © März, April, Mai 2020 von Erwin Purucker








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