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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von den Anfängen bis zum Mittelalter Ernst H. Gombrich Audio CD, 14. September 2006 Verkaufsrang: 424 1EINE KURZE WELTGESCHICHTE F
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 39 Bewertungen)
Eine eindrückliche Geschichtsstunde 5 von 5 Punkten Gombrich liest sich gut, und hört sich noch besser an. Die Stimme von Christoph Waltz ist eindrücklich, ohne belehrend zu wirken, man hört gerne zu. Gombrichs gediegene Sprache kommt zur Geltung!
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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute Ernst H. Gombrich Audio CD, 14. September 2006 Verkaufsrang: 935 Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser Von der Renaissance bis heute. 4 CDs
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
geschichte 5 von 5 Punkten Dies ist der 2. Teil eines Buches, in dem die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse kindgerecht dargestellt werden. Dabei werden auch kritische Fragen aufgeworfen und der Autor geht auf Irrtümer ein. Wie unterschiedlich Geschichte gesehen werden kann, wird hierdurch verständlich. Besonders reizvoll ist, dass der Enkel das Werk seines Großvaters vorliest. Die Stimme ist angenehm, so wird es nicht langweilig.
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Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts Jürgen Osterhammel Gebundene Ausgabe, 1. April 2009 Verkaufsrang: 2042 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In dieser grandiosen Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählt Jürgen Osterhammel kundig, schwungvoll und facettenreich die Geschichte einer Welt im Umbruch. Aus einer Fülle an Material und einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel entsteht dabei das tiefgründige Porträt einer faszinierenden Epoche. Osterhammel fragt nach Strukturen und Mustern, markiert Zäsuren und Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Seine kulturübergreifenden, thematisch aufgefächerten Darstellungen und Analysen verbinden sich dabei zu einem kühnen Geschichtspanorama, das nicht nur traditionelle eurozentrische Ansätze weit hinter sich läßt, sondern auch erheblich mehr bietet als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industrialisierung oder Kolonialismus. Die Herausbildung unterschiedlicher Wissensgesellschaften, das Verhältnis Mensch-Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her. Auf der Höhe der Forschung, engagiert geschrieben und zugleich wohltuend unideologisch, ist sein Werk nicht nur ein unverzichtbares Handbuch für jeden Historiker. Seine plastischen Schilderungen ziehen auch den interessierten Laien in den Bann eines Jahrhunderts, dessen historische Bedeutung in dieser fulminanten Epochengeschichte ganz neu ausgelotet wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Weltgeschichtsschreibung par excellence 5 von 5 Punkten Es gibt keinen lebenden Zeitgenossen mehr, der das 19. Jahrhundert miterlebt hat. Deshalb handelt es sich bei diesem opulenten Werk von Jürgen Osterhammel um einen großen Glücksfall. Lassen Sie sich vom Umfang des Buches nicht abschrecken - Sie werden traurig sein, wenn Sie mit den gut 1300 Seiten durch sind (die über 200 Seiten Endnoten muss man ja nicht so gewissenhaft lesen...) Mich hat die Lektüre von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Osterhammel gelingt es hier in einer klaren und gut verständlichen Sprache die Quintessenz des 19. Jahrhunderts herauszuarbeiten. Der Stoff ist nie trocken oder langweilig. Man lernt eine Menge dazu, auch über vorhergehende und nachfolgende Epochen. Hier wird ein Jahrhundert nicht nach Schmema F abgearbeitet (Jahreszahlen, Ereignisse, Personen), sondern als faszinierendes Panorama vor unseren Augen entfaltet. Man erfährt eine Menge über den Alltag (z.B. typische Arbeitsorte, Schulen etc.), was ich immer besonders interessant finde. Wichtig ist auch, dass es sich bei diesem Buch um eine Weltgeschichte handelt. Natürlich ist die Perspektive relativ eurozentristisch, weil Europa im 19. Jahrhundert eben eine außerordentlich wichtige Rolle gespielt hat, aber Osterhammel geht auch oft von China (er ist Chinaexperte) oder von anderen Ländern aus und zeigt so sehr eindrucksvoll auf, welche unterschiedliche Gewichtung einer Epoche in zwei verschiedenen Kulturkreisen zukommen kann. In diesem Buch wird ein Jahrhundert lebendig, das eine Vielzahl bedeutender Veränderungen mit sich brachte. "Die Verwandlung der Welt" ist nicht nur für Akademiker eine interessante Lektüre, sondern für alle, die sich für (Welt)Geschichte und Kulturwissenschaften interessieren. Ich werde das Buch auf alle Fälle immer wieder zur Hand nehmen. Sehr zu empfehlen!
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Der Aufstieg des Geldes: Die Währung der Geschichte Niall Ferguson Gebundene Ausgabe, 27. Februar 2009 Verkaufsrang: 1879 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Zu viel Lobbyismus 3 von 5 Punkten Leider beschreibt und interpretiert der Author die Geschichte nur aus einem Winkel, nämlich aus dem Blickwinkel eines Lobbyisten der Londoner City. Dass andere Wissenschaftler/Historiker durchaus andere Meinung haben können, bleibt unerwähnt. So vertritt der Author die Meinung, Kredit sei eine Wohltat an die Armen. Hm, ich dachte die Armen würden einen Job und keine Schulden brauchen. Weiter beschreibt er absolut einseitig die Abkehr vom Goldstandard. Nur zwischen den Zeilen erfährt der Leser, dass Fiat-Geld nicht aus wohltätigen Gründen eingeführt wurde sondern um Kriege zu finanzieren. Das Schließen des Goldfensters durch Richard Nixon im August 1971 wird als eine strategische geld-politische Entscheidung dargestellt. Unerwähnt bleibt, dass die USA wegen des Vietnam-Krieges praktisch pleite waren und das Vertrauen der Investoren, die sich an die zugesicherte Gold-Konvertrierung verlassen haben, schwer missbraucht haben.
von babylon bis wall street: warum geld wirklich die welt regiert 5 von 5 Punkten erst warens tontäfelchen, auf denen schulden der babylonier bei der staatlichen kornkammer vermerkt wurden. heute ist geld so virtuell, dass wir die vielen gewinnnullen der hedgefond-heuschrecken & börsenbullen gar nicht mehr nachvollziehen können. Trotzdem, so behauptet niall ferguson, prof für finanzgeschichte an der havard-uni, hat sich eigentlich nichts geändert: wir menschen sind "volatil". das heißt: wir schwanken zwischen "ich will auch mitspielen" und "nichts wie weg". und genau diese gefühlsschwankungen führen zu booms und crashes, denn: wir menschen sind auch herdentiere. wir hecheln hinter den leitwölfen her, um auch etwas von der beute abzukriegen,die sie erschnuppert haben. und wir flüchten im pulk der herde, wenn die kerle an der spitze plötzlich den schwanz einziehen. diese beiden motive, habgier plus herdenmentalität, macht der kluge professor für das auf und ab der geldgeschichte verantwortlich. brillant mischt er dabei seine rückblicke auf ur-irakische tontäfelchen, die erfindung der münzen (wahrscheinlich im alten griechenland ein paar hundert Jahre v. Chr.), auf großbanker wie die medicis und rothschilds, aufstieg und untergang reicher imperien (z. b. das in gold & silber "schwimmende" spanien des 16. jahrhunderts und das kolonienreiche großbritannien im 19.) mit sehr einleuchtenden erklärungen der aktuellen wirtschaftskrise. das hat einen hohen thrill-faktor. verstärkt wird der durch niall ferguson`s these, dass wir alle ohne die erfindung des geldes heute noch im sumpf zwischen euphrat und tigris sitzen würden und uns auf die unberechenbaren kapriolen des wetters verlassen müssten. diese these wird von fundamentalisten zwischen öko- & islamgrün, linkem rot und konservativem schwarz gern bezweifelt, aber der havard-prof beweist: der sich langsam über die ganze erde ausbreitende reichtum entstand nur, weil es geld gibt, weil die immer feiner ausdifferenzierten finanzinstrumente nicht nur einige wenige reich machten und machen, sondern in erster linie innovativen unternehmen das geld zur verfügung stellten, das sie zur enticklung und vermarktung ihrer ideen brauchen. ohne börsengeschäfte keine eisenbahnen, keine autos, kein intenet, aber auch kein aufstieg von zum beispiel indien & china vom entwicklungsland zum sehr ernst genommenen (und sehr hofierten) mitspieler auf dem g-20-gipfel. wer mitreden will, wenns um die aktuelle krise, das pro&contra für die rettung von großbanken & großkonzernen, manager-boni & steueroasen geht, findet hier die notwendigen informationen. bevor er aber mitredet, sollte er sich niall fergusons durch das ganze buch hindurch belegte warnung zu herzen nehmen: der mensch denkt nicht wirklich logisch & vernünftig, auch wenn wirtschaftstheoretiker das gern voraussetzen und mathematiker sogar formeln entwickelten, die börsenhandel ohne verluste erlauben sollten (der fonds LTCM, der damit arbeitete, boomte immerhin vier jahre lang, dann stürzte er in nichts). wir lassen uns weit mehr von gefühlen leiten, als die meisten zugeben. und deshalb werden wir mit weiteren krisen leben müssen, auch wenn wir uns aus der aktuellen rausgewurschtelt haben.
Gut, aber nicht so sehr für Europäer 3 von 5 Punkten Eigentlich bin ich ein Fan von Niall Ferguson, der als Historiker einer der Begabtesten und Mutigsten ist. Und ich habe große Teile dieses Buches verschlungen: Wie die Geld- und Finanzwirtschaft entstanden, welche Spekulationsblasen in früheren Zeiten platzten, mit welchen Auswirkungen; das Konzept der Evolution auf die Finanzwelt übertragen, die Neigung von Menschen zu irrationalem Handeln, Phasen von Globalisierung und Abschottung, Konsequenzen von Regulierungen; nur in Nebensätzen angedeutet: welche Testosteron-Monster an den Schalthebeln der Wall Street sitzen; oder das Land Chimerika, worin die einen sparen und Kredite geben (Chinesen) und die anderen prassen und sich verschulden (Amerikaner). Alles sehr interessant und bedenkenswert. Trotzdem bleibt mein Gesamteindruck negativ, aus vier Gründen: Erstens ist das Buch nicht für deutsche Leser geschrieben, sondern allein und ausschließlich für die englischsprachige Welt - da werden lokale Ereignisse zu breit ausgewalzt. Dagegen wird u.a. Deutschland nahezu vollkommen ignoriert. Zweitens wird der Autor mit seiner dezent neoliberalen Ideologie trotz seiner Warnungen vor möglichen Krisen kalt erwischt durch die Wirklichkeit - sein Buch war im Juni 2008 fertiggestellt. Zwar bespöttelt er die Möchtegern-Finanzgurus früherer Zeiten, die grandios scheiterten, aber er glaubt einigen Gurus, die in den Monaten seit dem Erscheinen des Buches selbst vom Sockel gestürzt sind. Vom Glaubwürdigkeitsverlust kommender Monate ganz zu schweigen. Drittens bewitzelt er jene Herren, die 1997 den Wirtschafts-Nobelpreis erhielten, für ihre geniale Zauberformel, aber ein paar Monate später waren sie bankrott, im Gefängnis und als Scharlatane entlarvt. Doch dem (ebenfalls) Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman, dem Erfinder des Neoliberalismus, der auch den Folter-Diktator Pinochet beriet, wirft er seine Scharlatanerie keineswegs vor, sondern lobt ihn behutsam. Viertens ist in dem Buch dann doch zu oft zu viel Nebelwurf und Blabla, mehr Klang als Inhalt, womit er die guten und klaren Stellen seines Buches verwässert. Schade eigentlich.
Verborgene Weltgeschichte 4 von 5 Punkten "Die Nerven des Krieges sind unerschöpfliche Geldmittel", so Markus Tullius Cicero, an dessen Erkenntnis sich bis heute im Grunde nichts geändert hat. Der Aufstand der Niederlande, die Französische Revolution, der Sieg über Napoleon und der Amerikanische Bürgerkrieg, sie alle sind als große politische und teils auch militärische Siege in die Geschichte eingegangen, doch wie Wellington war mindestens auch Nathan Mayer Rothschild für Napoleons Niederlage mitverantwortlich. "Geld ist das Brecheisen der Macht", wenn man Nietzsche glauben darf und so wundert es nicht, wenn jene Nationen mit der besseren Finanzierung zugleich jene sind, die als Sieger aus Konflikten hervorgehen, wie im Ersten Weltkrieg. Während die Mittelmächte ihre Kriegsanleihen auf einem heimischen und schon bald gesättigten Markt zu verkaufen versuchten, verstreute die Entente sie über die ganze Welt und fand so immer neue Unterzeichner. Finanzgeschichte scheint zugleich geheime Geschichte zu sein, wobei die Weltgeschichte viel öfter durch finanzielle als militärische Erfolge bestimmt wurde. Als einer der wenigen Historiker die sich auch mit Wirtschaftsgeschichte beschäftigen hat Niall Ferguson bereits im Frühjahr 2008 mit "The Ascent of Money" ein eindrucksvolles Werk vorgelegt, das einen zu unrecht vernachlässigten Aspekt der Geschichte offen legt und einen erfrischend anderen Blickwinkel eröffnet. Dabei kommen Ferguson seine Kenntnisse der Familiengeschichte der Rothschilds und seine bisherigen Studien zur Finanz- und Wirtschaftsgeschichte zu gute, was dem Werk eine zusätzliche Dimension als Essenz von Fergusons bisherigen Werken verleiht. Irritierend vielleicht dass sich Ferguson sehr freundlich und positiv gegenüber dem Finanzwesen verhält, bei seinen Ausführungen jedoch sehr stark auf Fachbegriffe setzt, was die Lektüre entsprechend erschwert. Armut und den Wucher von Kredithaien führt Ferguson eher auf das Fehlen von seriösen Finanzinstituten und einem entsprechenden Angebot an Finanzierungsmöglichkeiten zurück, als auf einen Defekt des Systems an sich. Fergusons Thesen sind in vieler Hinsicht kontrovers, doch seine historischen Darstellung der Entwicklung des Finanzwesens sind, wenn auch gelegentlich etwas unübersichtlich, durchaus lesenswert. "Der Aufstieg des Geldes" kann entscheidend zum Verständnis unseres Finanzsystems und der derzeitigen Rezession, als Teil einer Evolution des Finanzwesens, beitragen, auch wenn das Ausmaß der Krise zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht absehbar war und derzeit auch noch nicht ist. Fazit: Zwar billigen wir Geld und Finanzmitteln einen entscheidenden Einfluss auf die Weltgeschichte zu, doch so richtig verstanden wurde die Bedeutung der Finanzgeschichte bis heute nicht. "Der Aufstieg des Geldes" schafft hierbei Abhilfe und erzählt einen gewichtigen Teil dieser verborgenen Weltgeschichte, von der Entstehung der ersten Wechsel bis zu Subprime-Krediten.
Und es gibt sie doch 5 von 5 Punkten Forschen und lehren sollen sie, die Professoren. Aber für die Verbreitung ihrer Resultate sollten sie auch schreiben können. Oder wenigstens den Mut haben, sich dabei unterstützen zu lassen. Während deutschsprachige Professoren oft mit dem Argument abwinken, ein flüssiger und unterhaltsamer Stil würde die Wissenschaftlichkeit ihrer Thesen gefährden, beweisen ihre angelsächsischen und amerikanischen Kollegen schon lange, dass dem nicht so sein muss. Ein Beispiel für viele ist Niall Ferguson. Gekonnt und ohne Angst vor Kollegenschelte legt er eine Geschichte des Geldes vor, die sich streckenweise wie ein Kriminalroman liest. Und dass die Finanzkrise sein Thema ganz plötzlich ins Rampenlicht rückte, ist das verdiente Glück des Tüchtigen. Sachlich kann Niall Ferguson seinen Untersuchungsgegenstand auch deshalb betrachten, weil für ihn als Historiker zusammenbrechende Märkte und Banken nichts Neues sind. Das vermittelt er auch seinen Lesern, indem er sie am Auf und Ab der Wirtschaft teilnehmen lässt. Dabei verzichtet er nicht auf Zahlen und Fakten, aber er packt sie in Geschichten ein und arbeitet mit sprachlichen Formulierungen, die Verbindungsstücke nicht als lästige Fremdteile erscheinen lassen. Und weil er bei der Treibjagd auf Schuldige nicht mitmacht, kann er in einer wohltuenden Gelassenheit aufzeigen, dass Geld wesentlich zu den Fortschritten moderner Gesellschaften beigetragen hat. Das ist umso wichtiger, als aus der Ecke naiver Ideologen bereits in den Raum gerufen wird, man solle doch zur Tauschwirtschaft zurückkehren, Zinsgeschäfte verbieten und Spekulation als Werkzeug des Teufels brandmarken. Dass die Verfasser solch dummer Predigten ihr Unterhaltsgeld meist vom Staat erhalten, sei nur am Rande vermerkt. Und auch Niall Ferguson gibt sich mit allzu unreflektierten Kritiken wenig ab. Er zieht es vor, seine Leser auf eine Weltreise mitzunehmen, ihnen Einblicke in die Finanzstuben historischer Größen und fremder Länder zu gewähren und überraschende Querverbindungen aufzuzeigen. Platzende Blasen betrachtet Niall Ferguson als ebenso natürlich wie die menschlichen Triebe. Und wenn er uns vor Augen führt, wie sich Habgier irgendwann in Furcht verwandelt, erfahren wir wesentlich mehr über das Wesen des Geldes, als in den meisten Kommentaren zur gegenwärtigen Finanzkrise. Selbstverständlich treffen wir in diesem Buch auf all die bekannten Ökonomen der Wirtschaftsgeschichte. Aber nur von Keynes, Smith & Co zu sprechen, würde dem Thema nicht gerecht. Also bittet Ferguson auch Persönlichkeiten der Gegenwart auf die Bühne, was zu spannenden Wiederbegegnungen mit Notenbankchefs und ehemaligen Spitzenmanagern führt. Mein Fazit: Kein Schnellschuss, um aus dem Zusammenbruch der Finanzmärkte Profit zu schlagen. Was Niall Ferguson vorlegt, ist bestens recherchiert und in historisches Quellenmaterial eingebettet. Was das Buch besonders auszeichnet ist die Art, wie eine eher trockene Materie vermittelt wird. Dank der Formulierungskunst des Autors und vielen Abbildungen kann dieses Sachbuch auch Leser erreichen, die nicht Volkswirtschaft oder Finanzwesen studiert haben, sondern einfach das notwendige Interesse mitbringen. Es gibt sie also doch, die didaktisch begabten Professoren.
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Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts Golo Mann Taschenbuch, 1. Mai 1992 Verkaufsrang: 5524 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Wer sich in die Geschichte der deutschen Nation vertieft, der hat leicht den Eindruck eines unruhigen Lebens in Extremen ... Einmal erreichen deutsche Gestalten die höchsten geistigen Höhen, auf denen je Menschen gelebt haben, indessen gleichzeitig trübe Mittelmäßigkeit den öffentlichen Ton beherrscht. Von apolitischer Ruhe wendet Deutschland sich zur aufgeregtesten politischen Tätigkeit, von buntscheckiger Vielgestalt zu radikaler Einheitlichkeit; aus Ohnmacht erhebt es sich zu aggressiver Macht, sinkt zurück in Ruin, erarbeitet sich in unglaublicher Schnelle neuen, hektischen Wohlstand. Es ist weltoffen, kosmopolitisch, mit Bewunderung dem Fremden zugeneigt; dann verachtet und verjagt es das Fremde und sucht das Heil in übersteigerter Pflege seiner Eigenart. Die Deutschen gelten als das philosophische, spekulative Volk, dann wieder als das am stärksten praktische, materialistische, als das geduldigste, friedlichste, und wieder als das herrschsüchtigste, brutalste. Ihr eigener Philosoph, Nietzsche, hat sie das 'Täusche-Volk' genannt, weil sie die Welt immer wieder mit Dingen überraschen, die man gerade von ihnen nicht erwartet." Golo Mann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Nichts besseres wird man nicht finden 5 von 5 Punkten Wer Jahreszahlen, Schlachtenberichte und kurze Überblicke liebt - wird dieses Buch schnell wegstellen. Golo Mann arbeitet liebevoll die Essenz hinter der Geschichte heraus, entwirft ein Kontinuum an Ereignissen und Strömungen das die wechsellhafte Geschichte dieser Jahre schon fast in ein harmonisches, in sich geschlossenes und logisches Gesamtbild verwandelt. Wer Geschichte mit Herz und Verstand erfassen will ist hier bestens aufgehoben. Sprachlich ohnehin ein Kunstwerk. Fazit: Nichts zum reinschnuppern, eher zum sich hineinziehen lassen. Ein Buch das man über Jahrtehnte immer wieder gerne zur Hand nimmt.
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Vom Kriege Carl von Clausewitz Gebundene Ausgabe, 12. November 2008 Verkaufsrang: 1831 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vom Kriege gilt als das bedeutendste Werk, das jemals über die Kriegsführung verfaßt wurde. Seinen Rang verdankt es insbesondere den ersten Kapiteln, in denen Clausewitz eine allgemeine Wesensbestimmung des Krieges vornimmt. In seinen Kernaussagen, wie der These vom politischen Charakter des Krieges, von seiner Doppelnatur als traditionellem und revolutionärem Krieg und seiner Bestimmung als Gewaltakt, der der Erfüllung des eigenen Willens dient, reicht sein Ansatz weit über den militärischen Bereich hinaus. Clausewitz berühmtes Postulat vom "Krieg als bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" ist längst zum Gemeinplatz mutiert; viel gelesen, oft zitiert, aber selten verstanden. Clausewitz hat das Primat der Politik theoretisch begründet; hat Ziel, Mittel und Zweck des Krieges als Instrument der Politik definiert: "Der Krieg ist ein Akt der Gewalt um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen". Es gilt, "den Gegner niederzuwerfen und dadurch zu jedem fernern Widerstand unfähig zu machen". Eine Politik, die sich dem Mittel des Krieges verweigert, kann folglich nicht erfolgreich sein, da sie erpreßbar ist. Aber der Krieg sollte immer die Ultima ratio der Politik sein. Denn - so Clausewitz - er ist eine grausame und blutige Angelegenheit, und ein Erfolg setzt den unbedingten Willen zum Sieg voraus. "Nun könnten menschenfreundliche Seelen sich leicht denken, es gäbe ein künstliches Niederwerfen des Gegners ohne zu viel Wunden zu verursachen. Wie gut sich das auch ausnimmt, so muß man doch diesen Irrtum zerstören, denn in so gefährlichen Dingen, wie der Krieg eins ist, sind die Irrtümmer, welche aus Gutmütigkeit entstehen, grade die schlimmste". Einen "sauberen Krieg" gibt es nur in den Hirnen der PR-Strategen. -Stephan Fingerle
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
Harter Tobak 5 von 5 Punkten Es ist nicht einfach zu lesen, dieses Buch zur (militärischen) Strategie. Manch einer, der sich eine lockere Lektüre erhoffte, wird es daher schnell enttäuscht zur Seite legen. Zugegebenermaßen muß man einige Passagen mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Die Brillanz der Gedankengänge erschließt sich einem nicht gleich beim ersten Überfliegen. Harter Tobak, aber dennoch sehr lesenswert. Für Führungskräfte in Wirtschaft und Politik sollte es Pflichtlektüre sein.
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Die Deutschen: Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert Guido Knopp, Stefan Brauburger, Peter Arens Gebundene Ausgabe, 8. Januar 2009 Verkaufsrang: 5415 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Tausend Jahre deutsche Geschichte anhand von drei zentralen Fragen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Guido Knopp, Stefan Brauburger und Peter Arens zeichnen die hellen und dunklen Epochen einer verspäteten Nation nach. Als Orientierung dienen den Autoren dieses Standardwerks historische Persönlichkeiten, deren Leben sich mit Wendepunkten deutscher Geschichte verbindet. Dabei spiegelt sich in der deutschen Frage auch immer die Geschichte des europäischen Kontinents. Begleitet von einer 10-teiligen ZDF-Serie spannt diese groß angelegte Dokumentation den Bogen von Otto I., dem Großen, der 936 inAachen zum deutschen König gekrönt wird, bis hin zu Otto von Bismarcks Reichsgründung und zum letzten deutschen Kaiser Wilhelm II.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Besser gehts kaum 5 von 5 Punkten Habe das Buch regelrecht verschlungen, obwohl ich sonst eher wenig lese. Die Geschichte unseres Volkes wird besonders anschaulich und interessant geschildert. Habe viel dazugelernt !!!
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dtv-Atlas Weltgeschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart Werner Hilgemann Broschiert, September 2006 Verkaufsrang: 3771 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist - die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas ?Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen - eben alles das, was uns Menschen ausmacht. Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, daß man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefaßt zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen. Auch in dieser nunmehr 32. Auflage, die auf der 1991 erschienenen, 25. überarbeiteten Edition basiert, stellt der dtv-Atlas ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahelegen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muß man das ja eigentlich auch gar nicht.-Joachim Hohwieler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Weltgeschichte für Kinder 5 von 5 Punkten Ein kostbares Buch für Kinder oder für Ausländer, die Germanistik studieren. Eine einfache Sprache und ein dichtes Material.
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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Urzeit bis zur Gegenwart Ernst H. Gombrich Broschiert, 7. April 2008 Verkaufsrang: 3205 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Vorlesebuch für Wissbegierige Ernst H. Gombrich zählt zu den großen Gelehrten des 20. Jahrhunderts. Dabei war ihm die einzigartige Fähigkeit gegeben, Zusammenhänge nicht von seinem Standpunkt, dem des Wissenden, sondern vom Standpunkt des Wissbegierigen aus zu betrachten. Im Alter von nur 25 Jahren wagte er sich 1935 daran, eine Weltgeschichte für junger Leser zu schreiben. Ohne jemals langatmig zu werden, schildert er spannend und mit einem aufmerksamen Blick fürs Detail die komplizierte Entwicklung der Menschheit von den Höhlenmenschen bis zum Ersten Weltkrieg. Ihm gelingt der große Bogen, ohne Probleme und Geschehnisse der Vergangenheit zu banalisieren oder gar auszublenden. Die Geschichte der Menschheit erzählt von einem großen Gelehrten. So fesselnd wie ein Roman, so kenntnisreich wie eine Enzyklopädie. Das Lese- und Vorleseerlebnis für die ganze Familie. Im Vorwort der Neuausgabe schildert Leonie Gombrich die Entstehungsgeschichte des Buches aus der privaten Sicht der Familie. Die Originalausgabe dieses Buches von Prof. Gombrich erschien mit größtem Erfolg im Jahre 1935 und wurde sofort in mehrere Sprachen übersetzt. Für diese Neuauflage im DuMont Buchverlag wurde der Band völlig überarbeitet, auf den neuesten Stand gebracht und ein umfangreiches "Nachwort nach 50 Jahren" eingefügt, das bis in die Gegenwart führt. Daß ein solcher Versuch, eine "Kurze Weitgeschichte für junge Leser" zu...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 39 Bewertungen)
Eine eindrückliche Geschichtsstunde 5 von 5 Punkten Gombrich liest sich gut, und hört sich noch besser an. Die Stimme von Christoph Waltz ist eindrücklich, ohne belehrend zu wirken, man hört gerne zu. Gombrichs gediegene Sprache kommt zur Geltung!
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Geschichte Roms: Von der Antike bis zur Gegenwart Volker Reinhardt Broschiert, 29. August 2008 Verkaufsrang: 9041 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Rom: Keine andere Stadt war so lange, so mächtig und so glanzvoll Mittelpunkt der Welt. Volker Reinhardt erzählt, wie es zu dem einmaligen Aufstieg kam, geht dem Niedergang der antiken Metropole nach und schildert ihren erneuten Aufstieg als prachtvolles Zentrum der Christenheit. Dabei macht er eindrucksvoll deutlich, wie sich die politischen Auf- und Abschwünge in Architektur und Kunst der Stadt eingeschrieben haben - und dort bis heute sichtbar sind.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein weiterer Klassiker aus der Beck'schen Reihe 5 von 5 Punkten Die Beck'sche Reihe bürgt für Qualität, das hat Volker Reinhardt mit seinem Buch "Geschichte Roms: Von der Antike bis zur Gegenwart" mal wieder bewiesen. Kurz und leicht verständlich bringt er die entscheidenden Ereignisse der Geschichte Roms auf den Punkt. Die Antike scheint dabei im Vergleich zu den anderen Epochen vielleicht dem ein oder anderen Leser ein wenig kurz erscheinen, was aber nicht schlimm ist, wenn man bedenkt, wie viele Bücher es über die Geschichte der römischen Antike gibt und wie wenig im Verhältnis dazu über die spätere Zeit. Wer sich in kurzer Zeit einen Gesamtüberblick über die römische Geschichte verschaffen möchte, ist mit diesem Buch genau richtig beraten. Dirk Fuisting |
Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter Rochus Misch Gebundene Ausgabe, 27. Juni 2008 Verkaufsrang: 7199 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 'Misch Sie werden natürlich noch gebraucht.' Dieser gespenstische Befehl geht am 22.4.1945 im 'Führerbunker' an Rochus Misch, den Leibwächter und Telefonisten Hitlers. Kaum ein anderer hat die Kriegsjahre in ebenso ungeheuerlicher wie ungewöhnlicher Nähe des 'Führers' zugebracht. Nun erzählt der 'letzte Zeuge' seine Geschichte, mit der beklemmenden Aufrichtigkeit eines Mannes, der erkennen muss, dass er sein Tun damals für richtig hielt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)
Wirklich die letzte Zeuge 5 von 5 Punkten Herr Misch gibt uns hier Beschreibungen und Tatsachen die sehr spannend und wertvoll sind. Ausserdem kann man mit diesem Buch andere sogennante "letzte Zeuge"-Bücher ein wenig besser bewerten. Ausserordentlich!!
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Zwischen den Fronten: Erlebte Weltgeschichte Peter Scholl-Latour Broschiert, 1. November 2008 Verkaufsrang: 10549 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Peter Scholl-Latour kennt die Welt wie kein Zweiter. Was ihn auszeichnet und seinen beispiellosen Erfolg begründet, sind die fast sechzigjährige Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens, die profunde Kenntnis der Kulturen unserer Erde und die visionäre Kraft, mit der er kommende Entwicklungen heraufzubeschwören vermag. Jüngste Reisen nach China und Russland, in die USA und in den Nahen und Mittleren Osten nimmt Peter Scholl-Latour zum Ausgangspunkt, um die dramatischen Verschiebungen des weltweiten Machtgefüges zu schildern, deren Zeugen wir sind.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)
Zeitgeschichte mit fundiertem Wissen spannend erzählt 5 von 5 Punkten Vorsicht Suchtgefahr ! Zeitgeschichtlich Interessierte sollten, bevor sie das Buch aufschlagen, Kaffee oder Tee, etwas Essbares, Zigaretten? usw. griffbereit haben, denn man richte sich darauf ein, dass es vor dem Ende nicht mehr wegelegt werden kann. So ist es mir (hellwacher 72-jähriger Zeitzeuge) ergangen. Mit kultivierter Sprache spannend erzählte eigene Erlebnisse und Beobachtungen des Autors stellen jeden Krimi in den Schatten. Selten habe ich mit so viel Genuss dazu gelernt. Ohne Einschränkung sehr zu empfehlen.
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Und dennoch leben: Die Autobiographie der großen Europäerin Simone Veil Gebundene Ausgabe, Februar 2009 Verkaufsrang: 65742 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie ist eine der bekanntesten Politikerinnen Europas und verkörpert vor allem eines: das Streben nach Unabhängigkeit und Freiheit. Nach ihrer Deportation und dem Kriegsende wird die dreifache Mutter zur "Madame le Ministre" unter Jacques Chirac. Ihr Kampf für die "Loi Veil", die Legalisierung der Abtreibung, geht in die Geschichtsbücher ein. Neben Helmut Kohl und François Mitterrand wird sie zur Galionsfigur der europäischen Gemeinschaft. In ihren Erinnerungen berichtet sie fesselnd vom Austausch mit Politikerinnen wie Hillary Clinton oder Margaret Thatcher und schildert spannende Begegnungen mit den Mächtigen ihrer Zeit: Helmut Schmidt, Bill Clinton, George Bush, Nelson Mandela, Papst Johannes Paul II.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das Leben einer beeindruckenden Frau 4 von 5 Punkten Ähnlich wie vielleicht nur noch Simone de Beauvoir ist die Französin Simone Veil, deren Autobiographie der Aufbau Verlag hier in der Übersetzung von Nathalie Mälzer-Semlinger vorgelegt hat, für unzählige Frauen einer ganzen Generation zu einer wichtigen Symbolfigur geworden, die vor allen Dingen eines verkörpert: das Streben nach Unabhängigkeit und nach Freiheit. Sie, die Überlebende des Holocaust, hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine beispiellose Karriere gemacht und war für eine lange Zeit eine von Frankreichs populärsten Politikerinnen. Als langjährige Gesundheitsministerin der Regierungen Chirac und Barre unter der Präsidentschaft Giscard d'Estaings ist sie vor allen Dingen durch das im Volksmund nach ihr benannte Gesetz zur Legalisierung der Abtreibung, "Loi Veil", bekannt geworden, das sie gegen eine schier überwältigende männliche Übermacht im Parlament durchsetzte. Als durch und durch bürgerliche Politikerin wurde sie damit sozusagen zu einer feministischen Vorkämpferin, die sich immer wieder vehement für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzte. Über die Grenzen Frankreichs wurde sie eher durch ihr lebenslanges Engagement für die europäische Idee bekannt. Die hier vorliegende Autobiographie hat ihren Schwerpunkt in der Schilderung dieses politischen Lebens. Doch insbesondere in der ersten Hälfte des Buches ist ihr Bericht über ihre Herkunft, ihre Familie, ihre zerbrochene Jugend, das Grauen der Deportation und ihr Überleben in Auschwitz-Birkenau, wohin sie 1944 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester deportiert wird, eine bewegende Schilderung persönlichen Erlebens. Alle drei überleben im Januar 1945 den Todesmarsch nach Westen, wo die Mutter kurze Zeit später in Bergen-Belsen an Typhus stirbt. Die drei Schwestern überleben, von Vater und Bruder fehlt seit 1944 jede Spur. Die Lektüre dieser Passagen des Buches ist durch den ganz besonderen Tonfall der Autorin sehr beeindruckend, während andere Teile des Buches durch ihre für Politiker dann doch typische Ausgewogenheit eher langweilen. Bemerkenswert ist die Bewunderung der mittlerweile 82 -jährigen für den gegenwärtigen französischen Präsidenten Sarkozy, der ja sonst nicht gerade der Sonnyboy der Feministinnen ist.
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Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften Jared Diamond Broschiert, 18. Mai 2006 Verkaufsrang: 4711 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Seit dem 16. Jahrhundert haben die Europäer maßgeblich bestimmt, wo es langgeht in der Welt - in guten wie in schlechten Tagen. In Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften erläutert Jared Diamond, warum sich die Dinge so entwickelt haben. Es ist eine elementare Frage, und Diamond ist gewiß nicht der erste, der sie stellt. Seine besondere Leistung besteht jedoch darin, daß er sich auf wissenschaftliche Fakten stützt statt auf fadenscheinige Theorien über die genetische Überlegenheit der Europäer. Diamond, ein Professor der Physiologie an der University of California at Los Angeles (UCLA), weist darauf hin, daß die Geographie Eurasiens bestens geeignet war für die Entwicklung der Landwirtschaft und der Viehhaltung sowie für den freien Informationsfluß. Die bevölkerungsreicheren Kulturen, die sich daraus entwickelten, hatten komplexere Regierungs- und Kommunikationsformen - und eine erhöhte Resistenz gegenüber Krankheiten. Darüberhinaus nutzte das zersplitterte Europa die Kraft der wettbewerbsorientierten Innovation in einer Weise wie es China nicht tat. (Zum Beispiel benutzten die Europäer die chinesische Erfindung des Schießpulvers, um die Schußwaffen zu entwickeln, mit denen sie dann die Neue Welt unterwarfen.) Diamonds Buch ist komplex und ein wenig verwirrend. Aber die These, die er methodisch vorbringt - die Untersuchung der "positiven Feedback-Schleife" der Landwirtschaft, der Viehhaltung, der Bevölkerungsdichte, der Innovation, und so weiter - ergibt Sinn. Geschrieben ohne Partei für irgendeine Seite zu ergreifen, ist Arm und Reich ein gutes Buch über die Weltgeschichte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 26 Bewertungen)
Warum erorberten die Inkas nicht Spanien 5 von 5 Punkten Die unterschiedliche Entwicklung in verschiedenen Kulturkreisen , von den ach so zivilisierten Europäern auf der einen Seite bis zu den steinzeitlichen Jägern in Tasmanien , die nicht in der Lage waren , selbstständig Feuer zu entfachen auf der anderen Seite wurde früher oft mit rassistischen Theorien erklärt. Ein überzeugender gegenteiliger Entwurf wird in diesem Buch dargelegt. Die Unterschiede haben ökologische Ursachen, habe viel mit der Ausstattung an kultivierbaren Pflanzern und Tieren zu tun, mit geographischen Gegebenheiten und ähnlichen Faktoren. Diamond belegt auch, dass eben bestimmte Kulturen sich wenig entwickelten, weil sie nur geringem Selektionsdruck unterlagen. Günstige Umweltfaktoren haben den entscheidenden Einfluss. So konnten viele Großtiere, wie Rind, Schaf, Ziege Pferd und Kamel im Nahen Osten domestiziert werden mit vielfältigen positiven Folgewirkungen. In Afrika, wo Tiere und Menschen schon länger zusammenlebten, hatten die Tiere früh einen Fluchtreflex, wie etwa das Zebra, so dass sie nie domestiziert werden konnten. Auf der andern Seite wurde Amerika so spät von den Menschen besiedelt, das die dort lebenden Grosstieren kaum einen Fluchtreflex entwickelten und daher von den Indianer sehr früh ausgerottet wurden, bevor sie hätten domestiziert werden können. Das ist nur ein Beispiel, denen im Buch viel Folgen. So waren Infektionserkrankungen für die indianische Bevölkerung verheerend. 95 % starben an den von Europäern eingeschleppten Erkrankungen. DIAMOND erklärt, warum die Europäer die Indianer infizierten, es aber umgekehrt kaum zu Ansteckungen ab. Das hat mit dem Zusammenleben vom Mensch und Tier zu tun, weil oft Erreger übertragen werden, aber auch mit Bevölkerungsdichte, DIAMOND beschreibt auch, dass gewisse Vorteil von Zeitalter zu Zeitalter wechseln können, auch dass es unter bestimmten Umstände Rückschritte" geben kann. Japan hatte 1600 zum Beispiel die größte Schusswaffendichte der Welt, ein Jahrhundert waren die Schusswaffen verschwunden. In China wurde n mechanischen Uhren und die Seeschifffahrt aufgegeben. Das Buch ist äußert informativ und erhellend. Es zerschmettert Vorurteile.
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Familienforschung leicht gemacht: Anleitungen, Methoden, Tipps Helmut Ivo Taschenbuch, November 2008 Verkaufsrang: 48999 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Erforschung der eigenen Vergangenheit und des eigenen Stammbaums mit all seinen Verästelungen ist für viele Menschen ein spannendes Thema. An zahlreichen konkreten Beispielen erläutert Helmut Ivo, welche Informationsquellen zur Verfügung stehen und welche davon wirklich zu empfehlen sind, wie man am schnellsten recherchiert, wohin man seine schriftlichen Anfragen richten muss, vor allem, wenn die Familiengeschichte in andere Staaten zurückreicht. Dieses Buch bietet neben Musterbriefen an Pfarren und Ämter in verschiedenen Sprachen eine Vielzahl von nützlichen Hinweisen für eine gelungene Familienforschung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
sehr einfach verstänlich und Praxisnah! 5 von 5 Punkten Man merkt dass Herr Ivo sich schon lange mit Ahnenforschung beschäftigt, er erwähnt viele kleine Details die man als Leihe nur zu gern übersieht. Vor allem dem Genealogie-Dschungel im Internet widmet er einige Seiten, wo man nebenbei auch noch etwas über die perfekte Internetbenutzung lernt! Für Anfänger auf alle Fälle zu empfehlen, für Fortgeschrittene warscheinlich nur noch bedingt.
Praktischer Leitfaden für Familienforscher 5 von 5 Punkten Seit einigen Jahren betreibe ich Ahnenforschung nun schon und kürzlich kam ich per Zufall zu diesem Buch. Ein großes Lob an den Autor! Er hat einen leicht verständlichen Ratgeber zusammengestellt, für alle, die sich auf die spannende Zeitreise zu ihren Ahnen begeben wollen. Ich kann nur bestätigen, daß man davon nicht mehr lassen kann, wenn es einen einmal gepackt hat... Übersichtlich schildert Helmut Ivo, wie man vorgehen sollte, von den ersten Schritten (Forschen in den eigenen Schubladen und bei Verwandten) bis zu Anfragen bei Ämtern und Pfarrstellen. Er gibt praktische Tips für das Forschen im Ausland und zeigt Internetadressen auf, die ebenso weiterhelfen können, ohne allerdings die Tücken der modernen Technik zu verschweigen. Ein prima Buch für Einsteiger und Fortgeschrittene also. |
Chronik 2008 Jahresrückblick
Broschiert, Januar 2009 Verkaufsrang: 36972 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Globale Finanzkrise, Wahl des ersten afroamerikanischen US-Präsidenten, Pattsituation nach der Wahl in Hessen und Verlust der absoluten CSU-Mehrheit in Bayern, literarische "Feuchtgebiete" und "Sex and the City" im Kino, die Michael-Phelps-Spiele in Peking: Das Jahr 2008 war voller überraschender Ereignisse und Entwicklungen, Highlights und Tiefpunkte in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport. Der wesentlich erweiterte Chronik-Jahresrückblick bringt alle relevanten Fakten und Daten auf den Punkt und dokumentiert umfassend und abwechslungsreich, was uns 2008 bewegte!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Wieder ein sehr gutes Jahresalbum 5 von 5 Punkten Dieser Jahresband vervollständigt meine Sammlung, die ich seit 1982 ununterbrochen besitze. Sie bietet mir wertvolle Hinweise zu Ereignissen in diesen Jahren. Bei Fragen wie: "Wer war Nobelpreisträger?" oder ähnlichem kann ich immer kurzfristig die richtige Lösung sagen. Ein immer gern zur Hand genommenes Sammelwerk
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Die Deutschen im 20. Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer Guido Knopp Gebundene Ausgabe, 8. Januar 2009 Verkaufsrang: 41244 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Am 3. Oktober 1990 wurde zum ersten Mal in der deutschen Geschichte Einheit in Frieden und Freiheit Wirklichkeit. Erst nach einem Jahrhundert mit zwei Weltkriegen, Millionen Toten, zwei Diktaturen, Holocaust, Kaltem Krieg, Teilung, Wirtschaftswunder im Westen und friedlicher Revolution im Osten gelang es den Deutschen, ihre staatliche Einheit im Konzert der europäischen Mächte zu vollziehen. Guido Knopp durchwandert in diesem Buch zur 5-teiligen ZDF-Serie dieses Schicksalsjahrhundert mit seinen Visionen, seinen in Blut ertränkten Träumen und mit seinen mutigen Aufbrüchen. Zusammen mit ihren Nachbarn haben die Deutschen damit die Basis geschaffen für ein friedliches 21. Jahrhundert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Die Geschichte der Deutschen im letzten Jahrhundert super erzählt. 5 von 5 Punkten Ein Meisterwerk von Guido Knopp und Kollegen, ein Geschichtsbuch das absolut spannend und natürlich Detailgetreu mit genauen Jahresangaben alles wieder gibt was im letzten Jahrhundert alles passiert ist. Vielen Dank Guido Knopp.
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Geschichte der USA (Uni-Taschenbücher M) Jürgen Heideking, Christof Mauch Taschenbuch, 1. Mai 2008 Verkaufsrang: 12952 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Auf dem neuesten Forschungsstand wird ein einführender Überblick der Geschichte der USA von der Unabhängigkeit bis zur Gegenwart gegeben. Spezielle Betrachtung finden die Sklaverei und die Rassenproblematik, ethnisch-religiöse Beziehungen, Einwanderung und Akkulturation, die Rolle von Frauen und Minderheiten sowie die Herausbildung von regionalen und nationalen Identitäten. Im Bereich der Außenpolitik liegt ein wesentlicher Akzent auf den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Eine kurze Bestandsaufnahme von Politik und Gesellschaft an der Schwelle zum 21. Jahrhundert schließt die Darstellung ab.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
400 Jahre auf 500 Seiten 5 von 5 Punkten Jürgen Heidekings Überblicksdarstellung "Geschichte der USA", die erstmals 1996 auf den Markt gekommen ist, behandelt die Geschichte der Vereinigten Staaten von der Ankunft der ersten Puritaner auf de Mayflower zu Beginn des 17. Jahrhunderts bis zur Präsidentschaft Bill Clintons. Die Darstellung ist chronologisch in neun Hauptkapitel unterteilt, die sich wiederum in einzelne Unterpunkte gliedern. Diese Struktur ermöglicht es dem Leser bestimmte Aspekte, die ihn besonders interessieren, schnell und problemlos aufzufinden. In jedem Kapitel werden innen- und außenpolitische Themen gleichermaßen gewürdigt, so dass sich ein umfassendes Gesamtbild ergibt. Für den schon vorgebildeten Leser mag dieses teilweise recht oberflächlich wirken, aber um 400 Jahre Geschichte auf knapp 500 Seiten zu präsentieren, muss man komplexe Sachverhalte zwangsweise vereinfachen. Fazit: Immer noch das Standardwerk über die Geschichte der USA. Heidekings flüssig zu lesender Sprachstil lässt die Lektüre niemals langweilig werden. Es bleibt zu hoffen, dass Heideking in den nächsten Ausgaben ein Kapitel über die Auswirkungen von 9/11 auf die amerikanische Gesellschaft hinzufügen wird.
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Eine Landkarte der Zeit: Wie Kulturen mit Zeit umgehen Robert Levine Taschenbuch, September 2008 Verkaufsrang: 11238 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Eile mit Weile" oder "Zeit ist Geld": Sprache ist immer auch ein Spiegel für das Verhältnis der Menschen zu dieser kostbaren Ware. Haben andere Kulturen in der Welt die gleiche Auffassung von der Zeit wie wir oder gar die Amerikaner, bei denen nicht erst seit James Deans "Live fast, die young" die Uhren schneller ticken? In Eine Landkarte der Zeit stellt der Psychologe Robert Levine die Zeit auf die Probe, indem er ein Team von Wissenschaftlern hinaus in die Welt schickt, um alles zu messen, von der durchschnittlichen Gehgeschwindigkeit bis hin zu der Zeit, die man braucht, um auf dem Postamt eine Briefmarke zu kaufen. Levine verteilt seine Erkenntnisse auf reizende Berichte über seine eigenen Begegnungen mit den unterschiedlichen Auffassungen von der Zeit in den verschiedenen Kulturen. Von der Geschichte der Uhr bis hin zu der Art und Weise, wie die Menschen heute die Zeit ablesen: Eine Landkarte der Zeit ist vollgepackt mit zeitgemäßen Informationen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Nachdenken über die eigene Zeit und ihre Kultur 5 von 5 Punkten Bei der Vorarbeit zu einem Referates im Soziologiestudium stolperte ich über dieses feine Buch mit fast schon "lebensveränderndem" Potential. Robert Levine ist es in meinen Augen gelungen, eine schöne und geschlossene Einführung in das Thema Zeit unter kulturwissenschaftlichen Aspekten zu geben, ergänzt durch seine eigene Forschungsrabeit mit interessanten Experimenten und Theorien. Es werden sehr viele Quellen und weiterführende Literatur genannt - als Ausgangsbasis für weitere Studien ein echter Volltreffer! Der Erfahrung nach würden einige deutsche Hardliner-Wissenschaftler das Buch wohl in den popularwissenschaftlichen Bereich einordnen. Und das vermutlich auch nur, weil Levine hier und da einfach schöne kleine Anekdoten in die Themen einbaut, Geschichten von seinen Forschungsreisen und ab und an sogar einen offener Witz. (Humor bei Geisteswissenschaften, wer macht denn sowas...) Ich persönlich habe nie verstanden, warum wissenschaftliche Lektüre immer broternst sein muss - und Levine scheinbar auch nicht. Handwerklich ist nichts an Levines soziologischer Arbeit auszusetzen, auch wenn er oft in anderen Wissenschaften wildert (er selbst ist eigentlich Sozialpsychologe). Vom Schreibstil (und auch der Übersetzung) her ist das Buch sehr gut - keine langen Schachtelsätze, kein zwanghafter Fremdwort-Gebrauch und viele schöne kleine Absätze und Unterkapitel, so dass man nie vor einigen riesigen Textblock sitzt. Hier könnten sich viele deutschen Forscher noch einiges abschauen. "Eine Landkarte der Zeit" hat mich dazu angeregt, ernsthaft über viele Alltagssituationen in meinem Leben nachzudenken und mir persönlich ganz neue Blickwinkel ermöglicht. Fazit: Wer pure, tiefgreifende und basisorientierte wissenschaftliche Studien sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wer jedoch einen Ausblick auf sich, sein Leben und seine eigene Einstellung zu Zeit und Kultur sucht, Spaß beim Lesen haben will UND dabei noch eine sehr gute Einführung über die wissenschaftliche Seite des Themas mitnehmen möchte, sollte SOFORT zuschlagen.
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dtv - Atlas Weltgeschichte 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart Hermann Kinder, Werner Hilgemann, Manfred Hergt Taschenbuch, August 2005 Verkaufsrang: 14146 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist - die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas ?Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen - eben alles das, was uns Menschen ausmacht. Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, daß man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefaßt zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen. Auch in dieser nunmehr 32. Auflage, die auf der 1991 erschienenen, 25. überarbeiteten Edition basiert, stellt der dtv-Atlas ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahelegen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muß man das ja eigentlich auch gar nicht.-Joachim Hohwieler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Weltgeschichte für Kinder 5 von 5 Punkten Ein kostbares Buch für Kinder oder für Ausländer, die Germanistik studieren. Eine einfache Sprache und ein dichtes Material.
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