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Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts - Jürgen OsterhammelDie Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts
Jürgen Osterhammel

Gebundene Ausgabe, 1. April 2009
     Verkaufsrang: 2707      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 49,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In dieser grandiosen Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählt Jürgen Osterhammel kundig, schwungvoll und facettenreich die Geschichte einer Welt im Umbruch. Aus einer Fülle an Material und einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel entsteht dabei das tiefgründige Porträt einer faszinierenden Epoche.
Osterhammel fragt nach Strukturen und Mustern, markiert Zäsuren und Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Seine kulturübergreifenden, thematisch aufgefächerten Darstellungen und Analysen verbinden sich dabei zu einem kühnen Geschichtspanorama, das nicht nur traditionelle eurozentrische Ansätze weit hinter sich läßt, sondern auch erheblich mehr bietet als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industrialisierung oder Kolonialismus. Die Herausbildung unterschiedlicher Wissensgesellschaften, das Verhältnis Mensch-Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her.
Auf der Höhe der Forschung, engagiert geschrieben und zugleich wohltuend unideologisch, ist sein Werk nicht nur ein unverzichtbares Handbuch für jeden Historiker. Seine plastischen Schilderungen ziehen auch den interessierten Laien in den Bann eines Jahrhunderts, dessen historische Bedeutung in dieser fulminanten Epochengeschichte ganz neu ausgelotet wird.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Lebendige Geschichte für Jedermann      5 von 5 Punkten
Ich habe mir dieses Buch im Zuge einer Lehrveranstaltung meines Studiums gekauft. Doch etwas erschrocken war ich über den Umfang des Buches, zumal die Schriftgröße auch eher klein ist. Auch der Kaufpreis ist für einen Studenten wie mich nicht gerade günstig und wer nicht regelmäßig seine Arme trainiert wird mit der Handhabung auch seine Probleme haben. Sinnvoll wäre die Benutzung eines Foliantenhalters, oder der Verlag unterteilt das Buch in einzelne Bände.
Tatsächlich entpuppte sich das Buch als eine interessante Lektüre, obwohl ich in der Freizeit eher Fantasybüchern und historischen Romanen den Vorzug gebe, las ich das Buch mit stetigem Interesse und würde es an diesem Zeitpunkt auch als gute Freizeitlektüre bezeichnen, wenn man sich für den geschichtlichen Inhalt interessiert. Viele Fachbücher, die im Rahmen universitärer Kurse angepriesen und vorausgesetzt werden, sind schwer zugänglich und staubtrocken geschrieben. Osterhammels Buch hingegen liest sich wie ein anspruchsvoller Roman und schafft ein Werk, welches ich als "Infotainment" bezeichnen würde. Da die Kapitel inhaltlich nicht zwingend aufeinander aufbauen, sondern auch getrennt und unabhängig gelesen werden können, bietet es sich auch als Nachschlagewerk für Abiturienten oder Studenten an.
Zusammenfassend also eine 5-Sterne-Bewertung mit Vorbehalt wegen des Preises und der Handhabung.
Hier eine kurze Zusammenfassung des Buches, die mit meiner Rezension nichts mehr zu tun hat
Das opulente Werk Die Verwandlung der Welt von Jürgen Osterhammel erzählt die Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts auf eine facettenreiche und schwungvolle Art und Weise. Aus einer Vielzahl von Quellen und unterschiedlicher Blickwinkel gibt er einen tiefreichenden Einblick in die Zeitepoche des 19. Jahrhunderts. Er beschreibt dieses Epoche als das erste globale Jahrhundert und das letzte europäisch dominierte.
Das Ziel seines Buches ist eine Abweichung von der traditionellen eurozentrischen Geschichtsdokumentation und das Aufzeigen von Strukturen und Mustern, Gemeinsamkeiten und Unterschieden, Zäsuren und Kontinuitäten. Dadurch entfernt sich sein Werk von den Standartbegriffen des Kolonialismus und Industrielle Revolution und zeichnet einen weitaus umfassenderen Rahmen, der Natur-Menschbeziehungen, Krankheit und Andersartigkeit, Besonderheiten von Urbanisierung, unterschiedliche Formen von Bürgerlichkeit, Migration und Sesshaftigkeit sowie Religiosität und Säkularisierung mit einbezieht. Er betrachtet weniger die traditionell betrachteten Ereignisse wie Schlachten, Krisen etc. sondern vielmehr weltweit entstehende Phänomene und Ereignisse und versucht diese miteinander in Beziehung zu bringen. Dabei stellt Osterhammel immer wieder einen Bezug zur Realität her und verlässt auch bei geschichtlichen Rückblicken immer wieder bewusst das Zeitfenster des 19. Jahrhunderts. Ihm zufolge können Prozesse und Kontinuitäten im 19. Jahrhundert nur verstanden werden, wenn sie in ihrer Gesamtheit Epochen übergreifend betrachtet werden. Sein Buch hat dadurch den nicht geringen Anspruch, dem Leser eine weltgeschichtliche Perspektive aufzuzeigen, indem er von Europa beginnend unter einer Vielzahl von Aspekten über den Erdball schweift und die Herauslösung von Japan, China und den USA aus der Peripherie beschreibt.
Er beginnt seine Erzählung mit dem Hinweis, dass mit Schildkröte Hariett, die Charles Darwin von seinen Forschungsreisen mitgebracht hatte, im Jahr 2006 die letzte Zeitzeugin des 19. Jahrhunderts gestorben war. Tatsächlich gibt diese Geschichte eine inhaltliche Vorschau über eine Vielzahl von Hauptthemen aus seiner Erzählung: Die Archivierungsleidenschaft des 19. Jahrhunderts, ohne die man nicht gewusst hätte, wer Hariett ist, die Wanderungen von Sträflingen, Arbeitern und Unternehmern, Forschungsreisen von Wissenschaftlern und die Jagt auf Kulturschätze aus fernen Ländern sowie deren Verteilung in Museen rund um den Globus, auf dem Imperien die entlegensten Orte miteinander verbanden. Wie der Titel des Buches vorwegnimmt, geht es Osterhammel nicht um eine teleologische Erzählung von Nationalismus, Kolonialismus, Modernisierung, Standardisierung und Globalisierung sondern um die Erfassung weltweit beginnender Prozessen, in denen er Parallelen und Unterschiede aufzeigt. Darüber hinaus stellt er die vermeintlichen Selbstverständlichkeiten der Geschichtsschreibung, Chronologie und Geographie mentaler Landkarten als orts- und zeitgebundene Vorurteile in Frage. Als Beispiel nennt Osterhammel die Französische Revolution, die außerhalb von Europa kaum zu spüren war und fokussiert seine Inhalte eher auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhundert, auf das Victorianische Zeitalter und das fin de siécle wie er es nennt.
Er arbeitet fünf wesentliche Merkmale des 19. Jahrhunderts hervor:
1. Technologischer Fortschritt unterteilt die Welt in arm und reich
2. Wachsende Mobilität durch die Eisenbahn
3. Kommunikative Vernetzung durch Telegraphen
4. Spannung zwischen Gleichheit und Hierarchie
5. Emanzipation
Die Kapitel des Buches bieten ein Panorama der Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts von Lebensverhältnissen und -chancen der Bevölkerung sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, insbesondere in den kolonialisierten Bereichen der Welt. Naheliegend ist auch die Fokussierung auf die Gebiete des amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Kontinents und weniger auf die europäischen Nationalgeschichten.
Ein bedeutendes Thema für Osterhammel ist die Sklaverei sowie deren schrittweise Abschaffung im 19. Jahrhundert und die daraus in Verbindung stehenden Diskussionen und deren Bedeutung in den Gesellschaftsteilen. Auch hier zeigt sich Osterhammels Vorgehensweise beim Aufzeigen von Parallelen und Unterschieden, wenn er den Anstieg der Sklaverei in Teilen Südamerikas gleichzeitig mit dem Abklingen auf dem Nordamerikanischen Kontinent vergleicht.
Im Zusammenhang mit dem technischen Fortschritt durch Eisenbahnen, Dampfschiffe und Telegraphen, äußert Osterhammel seine wohl provokanteste These: Das 19. Jahrhundert sei weniger eine Epoche von Nationalstaaten und Nationalismus, sondern vielmehr eine Epoche von zukunftsträchtigen Imperien, die erst im 20. Jahrhundert entweder untergehen (Deutschland), sich umstrukturieren (China) oder von anderen beerbt werden (Großbritannien). Interessant in diesem Zusammenhang ist die Einbeziehung nicht nur der großen Reiche wie Großbritannien, Russland oder China, sondern auch der Staaten, die in der traditionellen Geschichtsschreibung als neue Nationalstaaten bekannt sind.
Diese These belegt er später durch den Vergleich der unterschiedlichen Definitionen von Nationalstaaten mit der Realität von Staats- und Bevölkerungsstrukturen, verfällt aber nicht dazu den Nationalismus als Hauptthema des Buches zu verwenden.


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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von den Anfängen bis zum Mittelalter - Ernst H. GombrichEine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von den Anfängen bis zum Mittelalter
Ernst H. Gombrich

Audio CD, 14. September 2006
     Verkaufsrang: 3117      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,47 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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1EINE KURZE WELTGESCHICHTE F

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 46 Bewertungen)

Stark empfohlen      5 von 5 Punkten
Eine kurze Weltgeschichte, die in wenigen und einfachen Worten die Hauptereignisse der Welt von den Urzeiten bis zur nahen Gegenwart beschreibt. Die Zusammenhänge zwischen den Ereignissen sind auch sehr verständlich geschildert.
Geeignet für Kinder und Erwachsene, spannend dargestellt, unübertrefflich zum Vorlesen.


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Die Sternstunden der Deutschen - Guido KnoppDie Sternstunden der Deutschen
Guido Knopp

Gebundene Ausgabe, 11. September 2009
     Verkaufsrang: 11104      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Krönung Kaiser Karls des Großen, die Erfindung des Aspirins oder die Einführung der Krankenversicherung - aus über tausend Jahren deutscher Geschichte sind hier einhundert Wegmarken der Deutschen kaleidoskopartig in einem Buch versammelt.
Zwischen zwei und sechs Seiten nehmen die einzelnen Sternstunden ein - es sind ausschließlich positiv belegte Ereignisse versammelt; den Abschluss bildet von Donnersmarcks Auszeichnung mit dem Oscar für seinen Film Das Leben der Anderen im Jahr 2007.
Der Autor Professor Knopp, Leiter des ZDF-Programmbereichs Zeitgeschichte, wäre nicht der Fernsehmann, der er ist, hätte er nicht neben klaren und eingängigen Texten wunderbares Bildmaterial zusammengetragen. Doch schöne Bilder hin oder her: Sei es Schindlers Liste, Die Heimkehr der Zehntausend (aus russischer Kriegsgefangenschaft) oder Die Rückkehr des Saarlands zu Deutschland - die Auswahl der Themen zeigt schon auf den ersten Blick, dass auch dunkle und dunkelste Kapitel deutscher Geschichte ihren Platz in diesem Band haben. Bei aller Kompaktheit der Darstellung ist Knopp um Ausgewogenheit und ein differenziertes Bild bemüht. Das gilt gleichermaßen für die Geschichte der Deutschen insgesamt als auch für jede einzelne der aufgeführten Einzelgeschichten ? von denen übrigens eine der Gründung der emanzipatorischen Zeitschrift Emma gewidmet ist.
Fazit: Was kaum eine historische Darstellung schafft, gelingt Knopp in Minuten: Schon nach kurzem Blättern stellt sich beim Leser ein Staunen über die Vielfalt und die Brüche der deutschen Geschichte ein. -Carsten Hansen, Literaturtest


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Einfach super zum Lesen!!!      5 von 5 Punkten
Ich muss sagen das Buch ist einfach super habe mir auch alle Teile im Fernsehen angschaut und muss echt sagen das Buch gibt es toll wieder von 800 bis 2009 von Karl dem Großen bis WM 2006 und leider auch die Dunkeln Seiten von Deutschland mit Hitler aber auch die ganzen Guten Seiten von Deutschland.Zum Empfehlen!!!

Interessant - aber vieles ist keine Sternstunde      4 von 5 Punkten
Das Buch beschreibt viele Ereignisse in Deutschland ab 800, auf die die Deutschen stolz sein können. Meiner Meinung nach ist aber nicht jedes Ereignis eine Sternstunde der Deutschen - wegen folgender Gründe:
- es ist belanglos ("Das neue Supermodell Heidi Klum")
- es war eigentlich ein Tiefpunkt/Niederlage ("Die SPD stimmt gegen das Ermächtigungsgesetz" und ist überstimmt worden)
- es war eine Katastrophe ("Sturmflut in Hamburg")
- es ist Zufall, dass es in Deutschland war ("Die Entdeckung der Kernspaltung")
Wäre die Erfindung des Buchdrucks nicht in Deutschland, sondern in Frankreich passiert, dann hätte sie es wohl nicht ins Buch geschafft - obwohl die Bedeutung für Deutschland die gleiche gewesen wäre. Aber so ist es eine Sternstunde. Wirklich schade, dass das Internet nicht auch in Deutschland erfunden worden ist. Es hat zwar unser Leben ziemlich verändert, aber die Erfinder waren eben keine Deutschen. Es ist vor allem ein Buch zum Stolz sein - ein umfassendes Geschichtsverständnis kann man damit nicht bekommen. Das wird auch nicht versprochen.
Schaut man auf die Jahreszahlen, fällt eine ziemliche Verzerrung auf:
- von 800 bis 999: 2 Ereignisse
- von 1000 bis 1799: 8 Ereignisse
- von 1800 bis 1899: 18 Ereignisse
- von 1900 bis 1949: 25 Ereignisse
- von 1950 bis 1999: 41 Ereignisse
- von 2000 bis 2007: 6 Ereignisse
Also die jüngste Zukunft ist besonders im Gedächtnis und da befinden sich auch die fragwürdigstens Stunden. Besonders auffällig: jedes vierte Ereignis ist ein Sportereignis. Das Wunder von Bern war bestimmt eine Sternstunde und hat auch ein Alleinstellungsmerkmal. Der erste große Weltmeistertitel in einer polulären Sportart nach dem Krieg. Aber die meisten anderen Ereignisse werden bestimmt vergessen werden, bzw. sind bei den meisten schon aus dem Gedächtnis. Kennt jemand noch die "Wunderstute Hanna"? Ich habe erst jetzt von ihr erfahren.
Zurück zur Häufigkeit: lediglich zur Wendezeit ist es verständlich, dass Sternstunden gehäuft auftraten. Betrachtet man den Zuwachs der Dichte über die Zeit, so sind demnächst monatlich Sternstunden zu erwarten. Auch wenn man sich überlegt, was zur Allgemeinbildung gehören sollte, kommt man wahrscheinlich zu dem Schluss, dass man bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts alle Sternstunden kennen sollte - danach nimmt die Häufigkeit der unwichtigen Ereignisse zu. Die letzte wirklich wichtige Sternstunde war 1990. Danach könnte man höchstens noch die erste deutsche Bundeskanzlerin als Sternstunde sehen (weil es früher vielleicht unvorstellbar war).
An der Beschreibung der Ereignisse habe ich nichts auszusetzen. Dass eine Sternstunde dann doch keine war, fällt dann schon auf. Beim Ermächtigungsgesetz ließt es sich z.B. so, als ob einige Parlamentarier wegen Gewaltandrohung der Straße umgekippt sind - was noch deutlicher für eine Niederlage steht. Als Sternstunde gilt das Nein das SPD. Im Herzen waren wir 1933 alle Sozis und nicht die überwiegende Mehrheit der Parlamentarier. Meiner Meinung nach ist es vor allem eine Sternstunde für das gute Gewissen - ähnlich Stauffenbergs Attentat.
Das Buch enthält Inhaltsverzeichnis, Vorwort, die Ereignisse auf 280 Seiten, Nachwort und einen Bildnachweis. Leute, die gerne auch mal ein Quellenverzeichnis studieren, gehören nicht zur Zielgruppe dieses Buchs.
Zusammenfassung:
Das Buch soll vor allem Stolz wecken, daher ist die Auswahl für Geschichtsinteressierte eher ungünstig. Jedes Buch dieser Art wird wohl Kritik bei der Auswahl wecken. Die Ereignisse selbst sind gut beschrieben.
Den Stern Abzug gibt es für die Auswahl der Ereignisse (zu starker Fokus auf die jüngste Vergangenheit mit vielen Belanglosigkeiten)


CD WISSEN Junior - Weltgeschichte in Geschichten. Streifzüge von den Anfängen bis zur Gegenwart, 6 CDs - Volker EbersbachCD WISSEN Junior - Weltgeschichte in Geschichten. Streifzüge von den Anfängen bis zur Gegenwart, 6 CDs
Volker Ebersbach, Charlotte Kerner, Tanja Kinkel, Rainer M. Schröder

Audio CD, 15. Oktober 2009
     Verkaufsrang: 4770      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Spannende Streifzüge durch die Weltgeschichte von der Vorzeit bis zur Gegenwart. Von großen Erfindungen, Entdeckungen und Eroberungen wird ebenso erzählt wie von stillen Momenten, die den Weg der Menschheit geprägt haben. Die jungen Hörer erfahren, wie der Mensch den Ackerbau entdeckte, wer Karl der Große war, was am Tag des Mauerfalls passierte und vieles mehr.
6 CDs, Hördauer ca. 400 Min.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Rundreise durch die Geschichte der Menschheit      5 von 5 Punkten
Die großen Namen der Autoren dieses Hörbuchs erfüllen die Erwartungen, die sie wecken. In ganz verschiedenen Geschichten nähern sie sich unterschiedlichen Themen, die in der Geschichte der Menschheit bedeutend waren (vom Ackerbau in der Steinzeit bis zur Gentechnik). Die Geschichten teilen sich in einen mehr oder weniger fiktiven Teil und einen Sachbeitrag mit historischen Fakten.
Die Themen des Hörbuchs sind:
Dirk Lornsen - Kemaris Traum -Der Mensch entdeckt den Ackerbau
Frederik Heitman - Ich werde bei dir sein - Moses
Der Hahn des Tyrannen - Die Entstehung der Demokratie
Volker Ebersbach - Der Rubikon - Cäsar und das Ende der römischen Republik
Günther Bentele - Von Bagdad nach Aachen - Kaiser Karl den Gr.
Tanja Kinkel - August 1348 - Die Pest entvölkert Europa
Ingeborg Bayer - Henne Gensfleisch - Johann Gutenberg
Volker Ebersbach - Die erste Wunde - Kolumbus entdeckt Amerika
Andreas Venzke - Der Blick auf die neue Welt- Galileo Galilei
Harald Parigger - "Die Wette gilt" -1787: Frau wird Dr. der Philosophie
Andreas Venzke - Der Kampf ums Dasein - Charles Darwin
Rainer M. Schröder - Freiheit für Amos - Sklaverei und ihr Ende in den USA
Renate Ries - Der Laborunfall - Die Entdeckung des Penicillins
Ingeborg Bayer - Sonderkommando Kulmhof - Völkermord an den europ. Juden
Arnulf Zitelmann - Der Globus steht unter Strom - Elektrizität
Frederik Hetman- Donnerstag, 9. 11.9189 - Der Tag, als die Mauer aufging
Charlotte Kerner - Agenten in Dollywood - Zukunft: Gentechnologie
Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Hörbuch, das sicher Interesse an Geschichte weckt.


Geschichte des Westens: Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert - Heinrich August WinklerGeschichte des Westens: Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert
Heinrich August Winkler

Gebundene Ausgabe, 16. September 2009
     Verkaufsrang: 15267      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 38,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Westen - seit dem Zeitalter der Entdeckungen ist er gleichsam das welthistorische Maß aller Dinge. Er hat mit einer unvergleichlichen Dynamik fremde Reiche erobert und ganze Kontinente unterworfen, die Erde bis in ihre entlegensten Winkel erschlossen, die modernen Naturwissenschaften und das Zeitalter der Technik hervorgebracht, die Menschen- und Bürgerrechte, die Herrschaft des Rechts und die Demokratie erfunden. Aber er hat auch oft genug gegenüber den nichtwestlichen Teilen der Welt seine Werte verraten, Freiheit gepredigt und Habgier gemeint und mit dem Kapitalismus eine Ökonomisierung aller Lebensverhältnisse entfesselt, die bis heute die Menschheit in Atem hält.
Mit seltener Meisterschaft verknüpft Heinrich August Winkler die lebendige historische Erzählung mit einem klaren Blick für die großen Entwicklungslinien der westlichen Welt. Sein Buch ist keine ermüdende Aufzählung von Haupt- und Staatsaktionen, sondern eine historische Selbstvergewisserung des Westens, seiner Werte und Ideale. Für sie darf, ja muss der Westen auch im 21. Jahrhundert werben. Glaubhaft kann er das aber nur tun, wenn er sich auch den dunklen Seiten seiner Geschichte stellt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Geschichtskunst.      5 von 5 Punkten
Ein reiner Lesegenuss, auf den zweiten Teil freue ich mich, die Vorfreude wird sicher bis 2012 reichen.


 Weitere Lesermeinungen


Weltgeschichte - Manfred MaiWeltgeschichte
Manfred Mai

Taschenbuch, 1. November 2006
     Verkaufsrang: 7864      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Schläfst du im Geschichtsunterricht regelmäßig ein? Dann ist dieses Buch über 5 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte dein Rettungsanker! Fünf Millionen Jahre Menschheitsgeschichte zwischen zwei Buchdeckeln, ist das nicht furchtbar öde? Ganz im Gegenteil! Lies es und du wirst Geschichte garantiert nie mehr langweilig finden! Auf 200 Seiten wird radikal aufgeräumt mit dem Irrtum, Geschichte sei etwas Abgeschlossenes, Vergangenes, und du erlebst, wie Geschichte unseren Alltag bestimmt.
Seit wann gibt es eigentlich das Rad? Oder die Wasserleitung? Den Rechtsstaat, die Demokratie? Seit wann werden die Meere befahren, wieso gibt es verschiedene Sprachen? Warum führen Gruppen von Menschen immer wieder Kriege gegeneinander? Wozu sollen wir uns heute noch damit befassen, wer Karl der Große war? Oder Cäsar, oder Napoleon? Alle diese Fragen und noch viele mehr werden von Manfred Mai in diesem beeindruckenden Buch beantwortet.
Und dafür, wie er das macht, kann man ihn gar nicht genug loben! Er bringt das unglaubliche Kunststück fertig, das riesige Wissenspaket Weltgeschichte in 50 kurze, anschauliche Zeit-Kapitel zu verpacken. Er vermittelt nicht nur Fakten, sondern erzählt spannend und bildhaft. Du kannst jeweils das nachlesen, was du gerade wissen willst. Du kannst dich aber auch an deinen Lieblingsplatz zurückziehen und das ganze Buch auf einen Ritt durchschmökern.
Das ist eine aufregende Zeitreise von der Steinzeit bis zu den ägyptischen Pyramiden, quer durch das römische Weltreich bis in die Burgen und Städte des deutschen Mittelalters. Du wirst hinter die chinesische Mauer blicken, du nimmst teil an den großen Revolutionen der Neuzeit und du erlebst die Erhebung der afrikanischen Völker gegen die koloniale Herrschaft ebenso wie die Befreiung Europas von der barbarischen Nazidiktatur.
Dieses historische Wissen ermöglicht dir das Verständnis aktueller Ereignisse und die Erkenntnis, dass auch alles, was wir heute erleben, zum Prozess der Weltgeschichte gehört. Wissenserwerb als Abenteuer, spannend wie ein Superkrimi. Wow! Übrigens dürfen auch Geschichtslehrer dieses Buch benutzen und mal gucken, wie Ex-Lehrer Manfred Mai seinen Lesern Geschichtsunterricht erteilt! -Urs Umsand


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)

Geschichte für ALLE Altersklassen      5 von 5 Punkten
Geschrieben für Schüler, stellt sich dieses Buch als top Empfehlung für die ganze Familie heraus. So kann man auch mit 25 Jahren noch mal seine Geschichtskenntnisse (gezielt, halt in dieses schmale Buch gepackt) verbessern!


 Weitere Lesermeinungen


Reden, die die Welt veränderten - Gerhard JelinekReden, die die Welt veränderten
Gerhard Jelinek

Gebundene Ausgabe, 7. November 2009
     Verkaufsrang: 19058      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Es sind oft wenige Worte, die entscheiden. Reden, die Geschichte schreiben. Reden, die den Lauf der Welt verändern. Jesus Christus, Bertha von Suttner, Marie Curie, Joseph Goebbels, Kaiser Hirohito, Leopold Figl, Bruno Kreisky, Margaret Thatcher, Helmut Kohl, Lech Walesa, Václav Havel, Michail Gorbatschow, Martin Luther King, Nelson Mandela. Oft bleibt von großen Leben ein Satz: Winston Churchill und sein „Blood, toil, tears, and sweat“, John F. Kennedys Bekenntnis „Ich bin ein Berliner“ oder Ronald Reagans Aufforderung: „Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder.“ Der jetzige amerikanische Präsident Barack Obama verdankt seinen beispiellosen Erfolg vor allem drei Worten: „Yes, we can!“ Er hat damit die Stimmungslage einer Generation und den Nerv der Zeit getroffen. Der zuvor weithin unbekannte Senator katapultierte sich mit einer Rede auf dem Parteitag seiner demokratischen Partei in Boston ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Eine große Rede spiegelt nicht immer die Wahrheit einer Epoche wider, es sind auch die großen Lügen, die Geschichte machen. Worte haben Kriege begonnen und Frieden geschaffen. Und sie künden von großer Weisheit – oder fatalen Irrtümern, wie Neville Chamberlains „Friede in unserer Zeit“-Rede, nachdem er mit Hitler 1938 das Münchner Abkommen geschlossen hatte. Dieses Buch handelt von Reden, die Geschichte gemacht haben und es beschreibt die Geschichte dieser Reden.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Vor allem sehr praktisch      5 von 5 Punkten
Wie das Quellenverzeichnis angibt, sind diese Reden auch alle im Internet abrufbar. Aber erstens sind einige schlecht und andere gar nicht übersetzt, zweitens erspart uns der Autor die mühselige Suche, und drittens liegen sie so gleich auf Papier vor. Das Buch des österreichischen Journalisten Gerhard Jelinek hat für mich also vor allem praktischen Charakter, bin ich doch öfters auf der Suche nach guten Mustervorlagen und Ideen, wenn mir ein Auftrag für Ghostwriting in die Mailbox flattert.
"Eine große Rede spiegelt nicht immer die Wahrheit einer Epoche wider. Es sind auch die großen Lügen, die Geschichte machen. Falsches Pathos - schlichte Wahrheit." Mit diesen Worten weist Gerhard Jelinek in seiner Einleitung auf eines seiner Auswahlkriterien hin. Er nahm Reden auf, die vom Publikum verstanden wurden und mit denen es dem Vortragenden gelang, dass die Zuhörer eine Gemeinschaft bildeten. Es finden sich aber auch kurze Texte wie der von Neil Armstrong, die mit wenigen Worten ein Lebensgefühl beschreiben. Auffallend ist, dass Reden mehrheitlich von Männern stammen, was ein Abbild der Wirklichkeit ist, aber nur in Ansätzen erklärt wird. Und der Leser wird auch daran erinnert, dass Reden, die Geschichte machten, für die Zuhörer meist nichts Gutes bedeuteten. Doch wenn wir in einer Zeit leben, in der gute Redner selten sind, heißt das noch lange nicht, es stehe alles zum Besten und wir müssten uns keine Sorgen machen. Eher ist dies ein Zeichen moderner Beliebigkeit und Gleichgültigkeit.
Mein Fazit: Die 35 aufgenommenen Texte decken ein großes Spektrum ab, sei es formal oder inhaltlich. Was jedoch allen kurzen und langen Reden gemeinsam ist, zeigt ihre Gesamtschau. Es sind klug ausgewählte und arrangierte Worte in Übergangszeiten, die beim Publikum etwas auslösten oder bereits vorhandene Gefühle verstärkten. Im Anhang finden sich eine ausführliche Literaturliste, die Quellen der Originalreden und Links, die zu Originalaufnahmen führen.


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Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter - Rochus MischDer letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter
Rochus Misch

Broschiert, 21. November 2009
     Verkaufsrang: 10931      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Er war abgestellt an die Front, bis sich ihm 1940 unerwartet die Gelegenheit bietet, bei Hitler als Kurier, Leibwächter, dann auch als Telefonist zu arbeiten. In Hitlers Wohnung in München geht Rochus Misch ebenso ein und aus wie am Berghof und in der"Wolfsschanze". Im Führerbunker absolvierte er auch noch seinen Dienst, als Hitler und Eva Braun sich umgebracht haben. Denn für Misch, der Hitler nur als Privatmann erlebte, galt das Gebot unbedingter Loyalität. Um deren fatale Seite es ihm geht, wenn er heute sein Leben erzählt: Nein, ich werfe dem Rochus Misch von damals nicht vor, dass er keinen Ärger machte. Dennoch dass mir das so selbstverständlich war, das macht mich nachdenklich.Misch Sie werden noch gebraucht. Dieser gespenstische Befehl geht am 22.4.1945 im Führerbunker an Rochus Misch, den Leibwächter und Telefonisten Hitlers. Kaum ein anderer hat die Kriegsjahre in ebenso ungeheuerlicher wie ungewöhnlicher Nähe des Führers zugebracht. Nun erzählt der letzte Zeuge seine Geschichte, mit der beklemmenden Aufrichtigkeit eines Mannes, der erkennen muss, dass er sein Tun damals für richtig hielt.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Empfehlung für Interessierte!      5 von 5 Punkten
Mir ist das Taschenbuch beim schmökern in einem Buchladen aufgefallen. Zuerst dachte ich "nicht schon wieder so ein Versuch mit dem Thema 3. Reich Geld zu machen..." Allerdings habe ich bereits beim überfliegen bemerkt dass dem nicht so ist.
Über den Inhalt möchte ich nicht viele Worte verlieren, ich empfehle es jedem Geschichtsinteressierten der mehr über das Umfeld Hitlers und dessen Hintergründe und Abläufe erfahren will.
In schöner Regelmäßigkeit sieht man im TV Bilder vom Berghof oder der Reichskanzlei. Mit diesem Buch bekommen diese Bilder auch einen Hintergrund, man weiss wie sie enstanden sind und welche wichtigen oder belanglosen Geschehnisse damit verbunden sind.
Faszinierend für mich sind die Schilderungen über den privaten Hitler. Faszinierend deshalb, weil das Bild Hitlers in den Medien und der Berichterstattung durchwegs nur mit negativsten Assoziationen besetzt ist. Der Dämon und Massenmörder ist jedem geläufig. Aber kann und soll man, auch wenn es sich um Hitler handelt, diesen so radikal darauf reduzieren?
Dieses Buch bricht mit dieser Methodik. Hier wird auch etwas über die private, menschliche Seite Hitlers erzählt. Und das keineswegs in einer glorifizierenden oder anbiedernden Weise, sondern aus den Augen des Menschen Misch wie er den Menschen Hitler erlebt hat. Das macht den Reiz des Buches aus.
Was mich auch sehr erschüttert hat war die Beschreibung der Gefangenschaft in Russland und die erlittenen Misshandlungen/Folterungen. Guantanamo ist dagegen wohl ein Kindergarten.
Aber eine Beschreibung hat in mir absoluten Ekel, Abscheu und wirkliche Betroffenheit ausgelöst: Die Beschreibung als die Leichen der Goebbels Kinder von den Russen zur Schau gestellt wurden, und die Berliner Bevölkerung auf sie spuckte und mit Steinen warf. (Dies hat Misch jedoch nur durch Augenzeugenberichte erfahren, nicht persönlich miterlebt.....sein Glück). Es geht einem schon sehr nahe wenn Misch beschreibt was für liebe Kinder es waren, wie sie ganz unbefangen im todgeweihten Bunker gespielt und ihn liebevoll gefoppt hatten (...Misch, Misch du bist ein Fisch...), und sich dann vorzustellen wie die toten Kinder dann "missbraucht" wurden, ekelhaft!
Es gibt aber auch etwas auszusetzen. Das Vorwort von Ralph Giordano. Dieser Abschnitt wirkt deplaziert und ist wohl der Political corecctness geschuldet. Quasi: Wenn Giordano als moralische Instanz keine grossen Einwände hat dann dürfen das Buch auch die normalen Leute auch lesen. (Was interessiert den Leser das Wohlbefinden Giordanos als er sich in den 90er Jahren auf dem Gebiet des Obersalzbergs aufhielt?!)
Genauso verhält es sich mit dem Epilog von Frau Zarrinbal. Geradezu peinlich berührt ist man wenn man Aussagen von Ihr liest ..... "...der Leibwächter des Teufels..." , "...er konnte Hitler doch leicht mit seiner Pistole erschießen, warum hat er das nicht getan...?" oder "...bei manchen Erzählungen Mischs mochte man am liebsten dazwischenfahren...". Welches Ziel verfolgte sie denn an der Mitwirkung an diesem Buch wenn ihr Urteil schon im Vorfeld feststand, was sich ja zweifelsfrei an ihren Aussagen festmachen lässt? Mich wundert es das Misch diesen Epilog von Frau Zarrinbal freigeben hat (wenn er dazu vom Verlag überhaupt gefragt wurde).
Naja.....diesen Seitenumfang hätte man besser für weitere Erzählungen Mischs (z. B. seine Kenntnisse über Verschwörungen und Verrat) verwendet, das wäre ein Mehrwert für den Leser gewesen anstatt derer absolut überflüssigen und deplazierten Epiloge die nur so von political correctness und moralischen Vorhalten triefen.
Nichtsdestotrotz vergebe ich 5 Punkte (das Vorwort Giordanos und den Epilog Zarrinbals nehme ich davon ausdrücklich aus)!


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dtv-Atlas Weltgeschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart - Manfred Hergtdtv-Atlas Weltgeschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Manfred Hergt, Hermann Kinder, Werner Hilgemann

Taschenbuch, 1. September 2006
     Verkaufsrang: 3392      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist - die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas "Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen - eben alles das, was uns Menschen ausmacht.
Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, daß man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefaßt zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen.
Auch in dieser nunmehr 32. Auflage, die auf der 1991 erschienenen, 25. überarbeiteten Edition basiert, stellt der dtv-Atlas ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahelegen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muß man das ja eigentlich auch gar nicht.-Joachim Hohwieler


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Weltgeschichte für Kinder      5 von 5 Punkten
Ein kostbares Buch für Kinder oder für Ausländer, die Germanistik studieren. Eine einfache Sprache und ein dichtes Material.


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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute - Ernst H. GombrichEine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute
Ernst H. Gombrich

Audio CD, 14. September 2006
     Verkaufsrang: 16022      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser Von der Renaissance bis heute. 4 CDs

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

Geschichtsunterricht, wie er sein sollte      5 von 5 Punkten
Damit kann man selbst die stärksten Geschichtsmuffel für die Geschichte der Menschheit begeistern. Nicht nur für junge Leser nützlich.


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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Urzeit bis zur Gegenwart - Ernst H. GombrichEine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Urzeit bis zur Gegenwart
Ernst H. Gombrich

Broschiert, 11. November 2009
     Verkaufsrang: 14721      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein Vorlesebuch für Wissbegierige
Ernst H. Gombrich zählt zu den großen Gelehrten des 20. Jahrhunderts. Dabei war ihm die einzigartige Fähigkeit gegeben, Zusammenhänge nicht von seinem Standpunkt, dem des Wissenden, sondern vom Standpunkt des Wissbegierigen aus zu betrachten. Im Alter von nur 25 Jahren wagte er sich 1935 daran, eine Weltgeschichte für junger Leser zu schreiben. Ohne jemals langatmig zu werden, schildert er spannend und mit einem aufmerksamen Blick fürs Detail die komplizierte Entwicklung der Menschheit von den Höhlenmenschen bis zum Ersten Weltkrieg. Ihm gelingt der große Bogen, ohne Probleme und Geschehnisse der Vergangenheit zu banalisieren oder gar auszublenden. Die Geschichte der Menschheit erzählt von einem großen Gelehrten. So fesselnd wie ein Roman, so kenntnisreich wie eine Enzyklopädie. Das Lese- und Vorleseerlebnis für die ganze Familie. Im Vorwort der Neuausgabe schildert Leonie Gombrich die Entstehungsgeschichte des Buches aus der privaten Sicht der Familie.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 46 Bewertungen)

Stark empfohlen      5 von 5 Punkten
Eine kurze Weltgeschichte, die in wenigen und einfachen Worten die Hauptereignisse der Welt von den Urzeiten bis zur nahen Gegenwart beschreibt. Die Zusammenhänge zwischen den Ereignissen sind auch sehr verständlich geschildert.
Geeignet für Kinder und Erwachsene, spannend dargestellt, unübertrefflich zum Vorlesen.


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Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften - Jared DiamondArm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften
Jared Diamond

Broschiert, 18. Mai 2006
     Verkaufsrang: 1248      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Seit dem 16. Jahrhundert haben die Europäer maßgeblich bestimmt, wo es langgeht in der Welt - in guten wie in schlechten Tagen. In Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften erläutert Jared Diamond, warum sich die Dinge so entwickelt haben. Es ist eine elementare Frage, und Diamond ist gewiß nicht der erste, der sie stellt. Seine besondere Leistung besteht jedoch darin, daß er sich auf wissenschaftliche Fakten stützt statt auf fadenscheinige Theorien über die genetische Überlegenheit der Europäer. Diamond, ein Professor der Physiologie an der University of California at Los Angeles (UCLA), weist darauf hin, daß die Geographie Eurasiens bestens geeignet war für die Entwicklung der Landwirtschaft und der Viehhaltung sowie für den freien Informationsfluß. Die bevölkerungsreicheren Kulturen, die sich daraus entwickelten, hatten komplexere Regierungs- und Kommunikationsformen - und eine erhöhte Resistenz gegenüber Krankheiten. Darüberhinaus nutzte das zersplitterte Europa die Kraft der wettbewerbsorientierten Innovation in einer Weise wie es China nicht tat. (Zum Beispiel benutzten die Europäer die chinesische Erfindung des Schießpulvers, um die Schußwaffen zu entwickeln, mit denen sie dann die Neue Welt unterwarfen.) Diamonds Buch ist komplex und ein wenig verwirrend. Aber die These, die er methodisch vorbringt - die Untersuchung der "positiven Feedback-Schleife" der Landwirtschaft, der Viehhaltung, der Bevölkerungsdichte, der Innovation, und so weiter - ergibt Sinn. Geschrieben ohne Partei für irgendeine Seite zu ergreifen, ist Arm und Reich ein gutes Buch über die Weltgeschichte.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)

Absolut gelungen      5 von 5 Punkten
Der deutsche Titel "Arm und Reich" ist leider ziemlich irreführend; bedauerlicherweise hat das auch bei einigen Rezensenten zur Verwirrung geführt. Der englische Originaltitel trifft es viel besser. Außer ganz am Schluss geht es doch gar nicht darum, warum heute einige Gesellschaften arm und andere reich sind. Vielmehr erklärt Diamond, wie die Entwicklung der Landwirtschaft und vor allem die unterschiedliche Ausstattung mit natürlichen Schätzen einigen Völkern einen erheblichen Vorsprung verschafft haben. Die Verlierer wurden meist "überrollt".
Bis zur Zeitenwende halte ich seine Theorie für absolut plausibel. An diesem Werk wird man als am Thema Interessierter kaum vorbeikommen (selbst wenn Einzelheiten vielleicht noch revidiert werden). Das Gesamtbild stimmt sicher.
Bei der Erklärung, warum heute Länder unterschiedlich reich sind, werden seine Thesen ein wenig dünn. Hier sei die ergänzende Lektüre von David Landes' Wohlstand und Armut der Nationen: Warum die einen reich und die anderen arm sind und von Paul Kennedys Aufstieg und Fall der großen Mächte: Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500 bis 2000 empfohlen. Die ganze Wahrheit ist vielleicht sowieso noch nicht erzählt. Aber Jared Diamond hat uns ein ganzes Stück weitergebracht.


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Namen, die keiner mehr nennt: Ostpreußen - Menschen und Geschichte - Marion Gräfin DönhoffNamen, die keiner mehr nennt: Ostpreußen - Menschen und Geschichte
Marion Gräfin Dönhoff

Broschiert, 2. Juni 2009
     Verkaufsrang: 41164      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Landschaft ist eben wichtiger und gewiß prägender als alles andere." Es ist diese kräftige atmosphärische Strahlung, es ist die Liebeserklärung an ihre Heimat Ostpreußen, die das ganze Buch durchzieht, die den Leser einfängt und nicht mehr losläßt. Die Bilder der Erzählung werden so zu den eigenen. Man bekommt unweigerlich etwas von dieser Liebe ab, leidet mit und ist letztlich froh, den Verlust der Heimat nicht selbst erlitten zu haben. Dennoch ist Marion Gräfin Dönhoffs Abschied von den "Bildern ihrer Jugend" nicht sentimental wie so manche Erinnerung an das Land zwischen Weichsel und Memel, sondern zwar durchaus emotional, zuweilen aber sogar von feinen Fäden der Ironie durchwirkt.
600 Jahre, nachdem ihre Vorfahren von der Ruhr gen Osten gezogen waren, legte sie - wie damals zu Pferd - den umgekehrten Weg zurück. 600 Jahre, in denen die Dönhoffs die Geschichte Ostpreußens mitgestaltet hatten, gingen zu Ende. In brillanten historischen Skizzen führt die Zeit-Herausgeberin den Leser Jahrhunderte zurück, beginnt mit der Geschichte des Deutschen Ordens, beschreibt die Wirtschaftsgeschichte der Provinz und die Rolle ihrer Vorfahren, von denen einer, August Heinrich Dönhoff, 1848 preußischer Gesandter im Bundestag war und schließlich von keinem geringeren als Otto von Bismarck abgelöst wurde.
Als intime Kennerin der ostpreußischen Geschichte zeichnet die Autorin am Beispiel ihrer Familie das Bild einer Gesellschaft, die unwiederbringlich Geschichte ist. Ihre Darstellung der patrimonial organisierten Gutsherrschaft vermittelt dem Leser einen tiefen Einblick in die Beschaffenheit einer Gesellschaft, deren Mitglieder für den Größenwahn Hitlers den höchsten aller Preise bezahlen mußten - den endgültigen Verlust ihrer Heimat. -Manfred Schwarzmeier


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

keeping the spirit alive      5 von 5 Punkten
"Namen, die keiner mehr nennt" takes you back to a time that once was. In a land that once was. Told by a representative of its aristocracy that once was.
Writer Marion Dönhoff leaves no doubt that everyone took the landscapes of former East Prussia to his or her heart. Thereafter she treats us to some agricultural realities of the past, followed by an extensive review of her most important noble ancestors.
Let us keep the spirit alive. This must have been Marion Dönhoff's principal guideline in writing "Namen, die keiner mehr nennt". As far as I can and may judge, she succeeded excellently.


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J. Robert Oppenheimer: Die Biographie - Kai BirdJ. Robert Oppenheimer: Die Biographie
Kai Bird, Martin J. Sherwin

Gebundene Ausgabe, 9. September 2009
     Verkaufsrang: 13390      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Liest sich streckenweise tatsächlich so spannend wie ein Roman, der nur auf seine Verfilmung wartet." (Jüdische Allgemeine, 29.10.09, Ingo Way)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Selten hat mich ein Leben so gefesselt      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch verschlungen. Was für eine Recherche muß hinter diesem Buch stecken, und wie leicht lesbar das dann auch verpackt wurde. Einfach toll. Und man braucht keine Scheu vor naturwissenschaftlichen oder physikalischen Themen zu haben, die werden nicht lang und breit erklärt. Man kann als Leser auch tief in die Geschichte eintauchen, ohne einen Fatz von Physik zu verstehen.
Die Person Oppenheimer wird sehr faszinierend beschrieben, es muß einfach ein Gewinn gewesen sein, ihn zu kennen. Die Entwicklung seiner politischen Ansichten, seine persönliche und berufliche Entwicklung, seine Karriere, all das ist sehr interessant.
Die beschriebene Anhörung vor dem Ausschu0 ist sehr detailliert und streckenweise sehr faktenlastig. Aber es wird nie langatmig. Und gleichzeitig darf man als Leser auch ein Stück amerikanische Zeitgeschichte miterleben.
Ein Lehrstück über Charakter, Freundschaft, Genialität und Politikgeschichte.
Mehr kann keine Biographie leisten.


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The Rest is Noise: Das 20. Jahrhundert hören - Alex RossThe Rest is Noise: Das 20. Jahrhundert hören
Alex Ross

Gebundene Ausgabe, 9. Oktober 2009
     Verkaufsrang: 8918      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine glänzende Erzählung lässt uns die Geschichte des 20. Jahrhunderts über seine Musik neu erleben. Alex Ross, Kritiker des New Yorker, bringt uns aus dem Wien und Graz am Vorabend des Ersten Weltkriegs ins Paris und Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre, aus Hitler-Deutschland über Russland ins Amerika der Sechziger und Siebziger Jahre. Er führt uns durch ein labyrinthisches Reich, von Sibelius bis Lou Reed, von Mahler bis Björk. Und wir folgen dem Aufstieg der Massenkultur wie der Politik der Massen, den dramatischen Veränderungen durch neue Technologien genauso wie den Kriegen, Experimenten, Revolutionen und Aufständen der zurück-liegenden hundert Jahre. "Eine unwiderstehliche Einladung, sich mit den großen Themen des 20. Jahrhunderts zu beschäftigen." Fritz Stern

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Unterhaltsame Geschichtstour      4 von 5 Punkten
Riyad Salhi hat die Stärken des Buches bereits eingehend geschildert. Auch ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen. Es ist in der Tat erstaunlich, wie es Alex Ross gelingt dieses schwierige Gebiet gleichermaßen ernsthaft und unterhaltsam vor dem Leser auszubreiten wobei man einerseits einen sehr guten Überblick über dieses komplizierte Jahrhundert gewinnt und gleichzeitig en detail auf vieles unbekannte und bisher übersehene strößt.
Doch merkt man natürlich, dass dieses Buch von einem Amerikaner geschrieben wurde, auch wenn Ross, wie im Grunde jeder klassische Musik liebende Amerikaner, eine starke europafreundliche Neigung hat. Die Vorstellung von einer "middle brow" Ästhetik (weiß nicht wie das in der deutschen Version übersetzt wurde) spielte in der amerikanischen klassischen Musik von Beginn an (und bis heute) eine große Rolle und ist typisch für den amerikanischen Pragmatismus. Und so ist auch Ross' Perspektive auf alles von dieser Haltung geprägt. Wenn er sich etwa mit der 12 Ton Musik auseinandersetzt, dann tut er das mit größter Ernsthaftigkeit, doch immer auch mit dem Hintergedanken, dass man, sobald man das Prinzip dahinter verstanden hat, darüber frei verfügen könne. Hinter der Gründlichkeit und der verständnisvollen Halbdistanz zu allen Erscheinungen steckt immer auch ein gewisse Unsicherheit und eine latente Angst nicht ernst genommen zu werden.
Was Ross allerdings nicht begreift, ist, dass Musiksprache oder Kompositionstechnik nichts losgelöstes ist sondern essentieller Bestandteil einer Künstlerpersönlichkeit. Auch wenn in Popmusik avangardistische Klänge vorkommen, bleibt sie ihrem Wesen nach Popmusik. Oder wenn viele Amerikaner Strawinsky imitieren und ihm, was das kompositionstechnische Niveau angeht erstaunlich nahe kommen, bleiben die Produkte doch völlig unerheblich, solange es doch nur Imitate ohne individuelle Verwurzelung sind. Jemand wie John Cage spürte dieses Dilemma übermächtig und machte es zu seinem ästhetischen Thema.
Alex Ross nimmt immer wieder Bezug auf Thomas Manns Doktor Faustus, doch die eigentliche zentrale Erkenntnis des Romans, dass nämlich im 20. Jahrhundert eine gewisse Entwicklung der abendländischen Kultur seit der Renaissance, und im speziellen der deutschen Kultur seit Luther zu ihrem spektakulären Ende kam, nimmt Ross kaum wahr wie er überhaupt für die Geschichtsbeladenheit von Kultur kaum einen Sinn hat. Um das Phänomen Schönberg zu begreifen hilft es wenig, zu verstehen wie die 12 Ton Technik funktioniert, ja ist im Grunde völlig nebensächlich. Dass Schönberg in einem unentrinnbaren dialektischen Zusammenhang mit Bach, Beethoven, Brahms und Wagner steht und, wie Thomas Mann über Leverkühn schreibt, nur sein Schicksal auf sich nimmt, davon erfährt man in diesem Buch kaum etwas.
Eine interessante Lehre lässt sich allerdings an diesem Buch auch ablesen. Dass nämlich die Eskapisten wie Sibelius, aber auch Puccini und Rachmaninoff und später Prokoffief oder Britten, die sich vor allem rein privaten Obsessionen widmeten, am Ende doch in gewisser Weise triumphiert haben.


Musik statt Chaos - ein Amerikaner erklärt uns das Wesentliche und geht dafür ins Detail      5 von 5 Punkten
Ich bitte die fast schon ungehobelte Länge meiner Anmerkungen zu entschuldigen. Meine Gedanken zu diesem Buch kann ich nur begrenzt bändigen. Sie können das Sichten des Textes abkürzen, indem Sie drei beliebige Abschnitte lesen und die übrigen auslassen. Auch bei der verkürzten Lektüre dürfte einleuchten, dass dieses Buch ein Meilenstein ist. Aber vermutlich wissen Sie das auch ohne mich.
I. Jemand fragt mich, wie er sich nicht nur in die Neue Musik einfinden soll, sondern wie alles begann, wie sich das Delta der Stilismen und Manierismen, der Zwölftondiktatur, des neotonalen Wohlklangs entwickeln konnte, ja was das denn nun alles "bedeutet" nach Strauss, Mahler und Stravinsky, und dieser interessierte Mensch will nicht zehn Monographien lesen oder Expertenbücher, in denen Satzungetüme übereinander geschichtet werden, die Analyse wichtiger ist als die Wirkung eines Stückes, sondern will musikhistorische Fixpunkte erkennen, anekdotische Einsprengsel würden ihn auch nicht stören, doch der große Bogen muss deutlich werden, der Schreibstil darf nicht unterfordern, der Autor muss ein ausgewiesener Kenner sein, der ordnet, gewichtet, aufzeigt, weglässt. Dann rate ich diesem Menschen: Lies Alex Ross. Sein Buch "The Rest ist Noise" hat Kritiker zu Recht in einen Begeisterungstaumel gestürzt. Man kann es kurz halten wie Neil Tennant ("Excellent!") oder gerne auch ausführlicher werden, warum Ross eine entscheidende Lücke geschlossen hat. Man vergesse die indiskutable Rezension in der ZEIT, die einen von tausend Aspekten unmäßig vergrößert und daraus ein lauwarmes Werturteil ableitet. Dieser Block Papier bietet die mit Abstand beste Übersicht auf das vergangene Musikjahrhundert. Man wird ein verständigerer Mensch dadurch. Man wird durch seine Lektüre nicht Brian Ferneyhough verstehen (der auch nur kurz erwähnt wird), aber so viel Klarheit und Folgerichtigkeit war noch nie. So viel Präzision, so wenig kurzatmiges Name-dropping (zu dem beispielsweise Jean-Noel von der Weid neigt), so viel erhellender Background (nicht nur musikalischer, auch politischer Natur), so wenig Selbstbezüglichkeit und Eigenlob, so viel wundervoll erdachte Metaphorik bei der Beschreibung von Stücken, so wenig Besserwisserei und professorales Theoriegesummse.
II. Auf Seite 377 endet das intensivste, erkenntnisreichste Kapitel ("Todesfuge") mit dem Jahr der Kapitulation. So lange lässt sich Ross Zeit, um sehr ausführlich über Richard Strauss, Gustav Mahler und Igor Stravinsky zu erzählen, aber auch über farbige Komponisten in den Staaten, die aufkommende Jazz-Ästhetik und wie sie die Kunstmusik allmählich durchdringt, und natürlich wie der Schönberg-Clan sein Terrain absteckt, sich einigelt, Krallen ausfährt. Es gibt etliche Arbeiten über diese Herren, die man nennen muss, wollte man sein Wissen sinnvoll verbreitern. Ross gibt uns hingegen den Panoramablick und gleitet immer wieder hinab auf Details, damit wir das große Ganze nicht aus den Augen verlieren, uns aber nicht im Allgemeinen verfransen. Er ist niemand, der alles irgendwie streift, sondern stellt oft genug auf Tiefenschärfe, mit Strauss beschäftigt er sich recht lange, und es ist ein Gewinn auf jeder Seite. Ross zitiert nicht aller Nasen lang aus Büchern, repetiert nicht fest verankerte Vorstellungen, man murmelt durchaus nicht "Ach, weiß ich doch schon", sondern ist erstaunt über Querverbindungen, über gefundene Quellen und seine gestochenen Werkvorstellungen, von denen insbesondere Amateur-Rezensenten viel lernen können. Man glaube jedoch nicht, dass einem gänzlich Unwissenden, der noch nie einen Text über ernste Musik gelesen hat, alles sofort einleuchtet. Auf solche Sätze stößt man bisweilen auch (zu zweiten der "Sechs kleinen Klavierstücke" Schönbergs): "Es baut auf einer beschwörenden Wiederholung des Intervalls G-H auf... Tontentakel züngeln um diesen Zweiklang, berühren irgendwann alle übrigen zehn Töne der chromatischen Leiter, doch die beiden Haupttöne bleiben festgenagelt an Ort und Stelle. Sie sind wie zwei Augen, die ohne zu blinzeln geradeaus starren."
III. Geschichten über Komponisten bergen manchmal auch Komik, so dass man bei Ross immer wieder zum Auflachen gereizt wird. Ein Tonsetzer, der die Massen gar nicht erreichen will, muss zwangsläufig ein Egomane, ein radikaler Geist sein. Alleine über Stockhausen kann man sich ein witziges, geistreiches Buch nur über seine Eskapaden, Standpunkte und Streitereien (und über sein Liebesleben natürlich auch) ausdenken. Ross weiß eine Menge über solche Dinge, doch er bleibt streng bei der Musik - gossipfrei bis zur letzten Seite erwähnt er Dinge, das Gros wird er von den (lebenden) Komponisten selbst erfahren haben. Zum Beispiel wusste Tan Dun bei seiner Aufnahmeprüfung nicht, wer Mozart war. Ross hat John Adams in seiner Riesenscheune besucht, die er zeitweise an einen lokalen Holzfäller vermietet. Er weiß auch, dass im Darmstädter Schlosskeller 1967 - Ligeti und andere waren dort - das Beatles-Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" lief und Diskussionen auslöste, da in dem Song "A Day in the Life" zwei Ad-Libitum-Passagen enthalten sind, die sich eindeutig aus den Entdeckungen der Neuen Musik speisen, insbesondere die Klangstatik Morton Feldmans. Er erwähnt auch den ziemlich lustigen Eintrag von Olivier Messiaen in sein Tagebuch, wie er den jungen Pierre Boulez einschätzt: "Er mag moderne Musik." Ross nennt das die Untertreibung des Jahrhunderts. Wir reden von einem stürmischen Mann, der seine Widmung an den einstigen Mentor René Leibowitz mit einem Brieföffner nachträglich unkenntlich macht, indem er wild auf die erste Partiturseite des eigenen Werkes einsticht. Boulez wusste in jüngeren Jahren wirklich alles besser. Wer weniger radikal war als er, war dumm und unnütz.
IV. Ross kann eine Affinität zu Strauss, Copland und dem Phänomen des Post-Minimalismus nicht verbergen. Zwar findet er auch für Helmut Lachenmann fein abgestimmte Worte, doch sein Herz hängt woanders. Man muss davon ausgehen, dass Ross über deutsche, finnische oder spanische E-Musik genauso viel weiß wie die Herren Metzger, Dibelius und Häusler, gewiss wandelt er auf der selben Höhe wie Paul Griffiths oder Richard Toop. Für "The Rest is Noise" hat er sieben Jahre lang recherchiert, geordnet, gekürzt und geschrieben, freilich in seiner Freizeit, schließlich hat Ross noch für den "New Yorker" zu arbeiten, muss mal schnell nach Kopenhagen, um eine Oper von Poul Ruders zu sehen usw. - der Mann kommt viel rum und trifft oft genug auf Komponisten, Dirigenten, Pianisten, setzt sich Werken jeglicher Coleur aus, interessiert sich auch für John Zorn oder Sonic Youth. Das hat dem Buch sehr geholfen. Es ist nicht nur angelesen und durch Hören entstanden, sondern durch Dialoge mit schaffenden Menschen. Jaja, Adorno kommt auch darin vor. Und Eisler, Weill, erst recht Gershwin, der mit Schönberg Tennis spielte. Immerhin bekommt Wilhelm Killmayer drei Zeilen. Sogar Björks "An Echo, a Stain" wird als Beispiel heran gezogen, wie sehr die Neue Musik den Pop beeinflussen kann, was laut Ross öfter vorkommt, als man zunächst glauben mag. Umgekehrt natürlich auch.
V. Das Buch enthält lange, zentrale Kapitel auch zu Schostakowitsch und Britten. Fast zehn Seiten beschreibt er Libretto, Musik und Wirkung von "Peter Grimes". Das Schicksal des Russen zwischen Freigeistigkeit und Repression wird präzise, spannend und in all seiner Widersprüchlichkeit verarbeitet. Schostakowitsch bekam übrigens die Partitur zu "Death in Venice" zu sehen, bevor sie je ein Dirigent aufgeschlagen hat. Ross kommt immer wieder auf "Doktor Faustus" von Thomas Mann zurück. Auf das Diabolische, das Unheilvolle in der Musik (nicht nur der in Deutschland). Es gibt da ein paar Breitseiten gegen Milton Babbitt und alle, die nach stacheldrahtumzäunten Systemen Töne organisieren.
VI. Ich wusste so vieles nicht von Galina Ustwolskaja (Schostakowitsch legte ihr in den 60ern einige seine Partituren zur Prüfung vor) oder von Toru Takemitsu (sein Erweckungserlebnis als Kind war ein Chanson), von Karl Amadeus Hartmann (der einen Hitlergruß zuweilen nicht verweigerte) und Adolf Hitler selbst, von dem man hier Dinge erfährt, die noch nicht einmal Ian Kershaw in seiner umfänglichen Biographie aufgreift. Manchmal sind es nur wenige Striche, die Ross benötigt, um einen Künstler zu zeichnen. So bekommen Schnittke (immer etwas "gequält und fahl wirkend") oder Steve Reich ("Mit seinem schwarzen Button-Down-Hemd und seinem Markenzeichen, der Baseballkappe, würde man ihn eher für einen Regisseur von Independent-Filmen, einen Professor für Cultural Studies (...) halten.") in wenigen Sätzen Konturen. Über Cage gibt es herrliche Begebenheiten, doch Ross nutzt jeden Fund, um uns etwas anderes zu zeigen, nicht um zu unterhalten (das tut er eher nebenbei): Er will das Individuum zeigen, dass ganz bestimmten Einflüssen in einer ganz bestimmten Umgebung ausgesetzt ist, diese umformt in Musik und das Material auf eine bestimmte Weise bändigt. Das hat nicht nur mit den ästhetischen Werturteilen der jeweils herrschenden Elite zu tun, sondern auch mit der Erziehung, den Eigenarten, den Freunden, mit denen man sich umgibt. Deshalb all diese biographischen Splitter. Von der selbst gewählten Hobo-Existenz Harry Partchs muss man wissen, wenn man die Gründe für seine Musik erforschen will.
VII. Vielleicht bleibt in hundert oder dreihundert Jahren von der Neuen Musik nur Arvo Pärt übrig. "Für einige Menschen erfüllte Pärts seltsame spirituelle Reinheit auch verzweifeltere Bedürfnisse; eine Stationsschwester in einem New Yorker Krankenhaus spielte jungen Männern, die an AIDS starben, regelmäßig "Tabula rasa" vor. An ihren letzten Lebenstagen verlangten sie es immer und immer wieder zu hören."
VIII. Ein Buch wie dieses beweist seine inspirative Kraft vor allem dann, wenn der Leser noch während der Lektüre immer wieder zum Notebook rennen muss, um sich Stücke anzuhören oder CDs in seinen virtuellen Einkaufswagen zu klicken. Mich hat Ross dazu gebracht, die Zweite Wiener Schule neu zu entdecken, Messiaens fünfstündige Assisi-Oper zu erklimmen (bin leider abgestürzt, aber ein Versuch war es wert) oder Henry Cowell eine Chance zu geben (eine zweite bekommt er indes nicht).
IX. Erfahren Sie etwas über Virgil Thomson. Über Aaron Copland. Über Samuel Barber. Über Elliott Carter. Über den Fall Pfitzner. Darüber, dass es in Messiaens Wohnung keine Bücher gab, nur Partituren und die Heilige Schrift. Über das Warten auf den Anruf von Stalin. Über die Einsamkeit und den Selbstzweifel von Sibelius. Über "Nixon in China" und Leonard Bernstein. Über, über, über. Ich kann eine beliebige Seite aufschlagen und werde fündig, erinnere mich, will es noch einmal lesen. Ja, das tue ich jetzt auch. Alles noch einmal lesen. Ganz von vorne.
X. Die letzten Sätze des Epilogs: "Vielleicht werden klassische Komponisten die unmittelbare Wirkung ihrer popmusikalischen Gegenüber nie mehr erreichen, doch in der Freiheit ihrer Einsamkeit können sie Erfahrungen von einzigartiger Intensität vermitteln. Wenn sie ausgedehnte Formen entwickeln, komplexe Kräfte bündeln, das ganze Spektrum von der Stille bis zum Lärm erschließen, dann weisen sie den Weg in, wie Claude Debussy es einmal genannt hat, ein imaginäres Land, das sich also auf keiner Karte finden lässt."
XI. Am Schluss, jedoch noch vor den Danksagungen, den Anmerkungen und dem Personenregister (zusammen immerhin 90 Seiten) kommen persönliche Hör- und Lesevorschläge, die man auf der Webseite des Autors nachhören kann. Erstaunlich sind die Tipps zum letzten Kapitel "Versunkene Kathedralen". Um die vielfältigen Erscheinungen Neuer Musik unserer Zeit kennen zu lernen, empfiehlt Ross "In vain" von Georg Friedrich Haas, was mich gelinde gesagt überrascht. Er nennt "Asyla" von Thomas Adès, Lutoslawski, offenbar seinen Lieblingskomponisten John Adams, aber auch - für mich absolut unverständlich - Peter Lieberson ("Neruda Songs"), dessen Lieder er jenen berühmten letzten von Strauss gleich setzt.


Marion Dönhoff: Ein widerständiges Leben - Alice SchwarzerMarion Dönhoff: Ein widerständiges Leben
Alice Schwarzer

Broschiert, 22. September 2008
     Verkaufsrang: 11058      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Das Buch über einen Menschen mit starker Ausstrahlung ist mit Sympathie geschrieben, mit Achtung, mit Respekt, vielleicht sogar mit Verehrung. Das alles bündelt sich zur vergnüglichen Lektüre." (Frankfurter Rundschau)

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Zwei beeindruckende Frauen      5 von 5 Punkten
Ich habe schon sehr viele Biographien gelesen, diese fällt in die Kategorie außergewöhnlich und faszinierend. Ich habe sie noch nicht ganz zu Ende gelesen und sie fesselt mich immer mehr. Durch Frau Dönhoff erlebe ich einen Teil deutsche Geschichte, den ich bisher aus den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern kenne - beide haben die Flucht von Osten nach Westen erlebt und Gott sei Dank auch überlebt. Durch Frau Dönhoff wird aber auch noch einmal bewusst gemacht, dass nicht nur die Deutschen die "Bösen" waren. Jeder Entscheider, egal ob Engländer, Amerikaner oder sonstiger Nationalität, der die Augen verschlossen hat vor den Greueltaten Hitlers, ist schuldig geworden.
Das Buch ist faszinierend, weil 2 sehr starke Frauen, die einiges bewegt haben und doch sehr unterschiedlich sind, hier zusammengefunden haben. Die eine als Informationsgebende, die andere als Aufnehmende. Dieses Buch hat es verdient, auf die Bestsellerliste zu kommen


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Zwischen den Fronten: Erlebte Weltgeschichte - Peter Scholl-LatourZwischen den Fronten: Erlebte Weltgeschichte
Peter Scholl-Latour

Broschiert, 1. November 2008
     Verkaufsrang: 13767      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Peter Scholl-Latour kennt die Welt wie kein Zweiter. Was ihn auszeichnet und seinen beispiellosen Erfolg begründet, sind die fast sechzigjährige Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens, die profunde Kenntnis der Kulturen unserer Erde und die visionäre Kraft, mit der er kommende Entwicklungen heraufzubeschwören vermag. Jüngste Reisen nach China und Russland, in die USA und in den Nahen und Mittleren Osten nimmt Peter Scholl-Latour zum Ausgangspunkt, um die dramatischen Verschiebungen des weltweiten Machtgefüges zu schildern, deren Zeugen wir sind.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Ein Meinungseinzelgänger zwischen allen Stühlen      5 von 5 Punkten
Peter Scholl-Latour lässt sich nicht festlegen. Vollkommen passend betitelt er daher seine Rückschau "Zwischen den Fronten. Erlebte Weltgeschichte". Vermutlich verleitet ihn seine sagenhafte Kenntnis der Weltpolitik und der Krisenregionen auf dieser Welt dazu zwischen allen Stühlen Platz zu nehmen, denn er kennt niemals nur die Perspektive der einen Seite, sondern immer auch den Blick von der anderen aus persönlicher Erfahrung. Seit sechs Jahrzehnten nunmehr ist dieser Mann pausenlos im Einsatz wo immer es auf diesem Planeten brennt. Dabei sammelt sich ein Erfahrungsschatz an, der seines Gleichen sucht. Freilich wären die Politiker gut beraten, auf eine so kenntnisreiche Stimme zu hören, was aber leider in den meisten Fällen unmöglich erscheint, weil die Meinungen, die Peter Scholl-Latour vertritt in kein Parteiprogramm und in kein politisches Schema hineinpassen wollen. Bei Peter Scholl-Latour findet sich sowohl Anerkennung für den Diktator Mao wie Kritik an Bush junior, sowohl Kritik am Einsatz in Afghanistan wie auch die Forderung nach größeren Souveränität Europas gegenüber Amerika. Scholl-Latour betrachtet die Dinge von einer anderen Warte aus. Die Wahrnehmung seines Blickes beruht auf jahrzehntelanger empirischer Arbeit vor Ort. Welche kurzlebige Politikermeinung könnte da schon mithalten. Nur eine Autorität wie Scholl-Latour kann es wagen, mit Amerika derartig hart ins Gericht zu gehen und zugleich die chinesische Niederwerfung auf dem Platz des Himmlischen Friedens anzuerkennen, da bei einer Ausweitung der Proteste der Fall dieses Riesenreiches ins Chaos zu befürchten gewesen wäre, was noch zu ganz anderen Verlusten geführt hätte. In ebendieser Weise desavouiert er Gorbatschow als Auflöser des Sowjet-Imperiums. Allerdings wird in diesem Zug auch in keinster Weise anerkannt, dass dies die Voraussetzung für die deutsche Wiedervereinigung darstellte.
Im vorliegenden Band vollführt Scholl-Latour einen Rundumschlag in vier großen Kapiteln von der Ranch des ehemaligen Präsidenten im texanischen Amerika über die muslimische Welt hin nach China und schließlich zurück nach Europa. Stets verbindet er dabei die Erfahrungen aus seinem Leben in diesen Teilen der Welt mit der heutigen Entwicklung. Besonders interessant erscheint mir dabei auch die Auseinandersetzung mit Europa, dem Algerienkonflikt Frankreichs (der eingebettet ist in einen allgemeinen Abgesang auf die imperialen Bestrebungen) und die Sonderrolle Frankreichs und Deutschlands innerhalb Europas, insbesondere die Rolle de Gaulles, dem Scholl-Latour mit seiner Abkehr von der Nato in den 60er Jahren hohe Achtung zollt. Scholl-Latours Gedanken zur Ausweitung Europas, vor allem zum EU-Beitritt der Türkei würde man allerdings von Seiten der Politik größere Beachtung wünschen, denn die kulturelle, historische, ökonomische und geo-politische Absurdität dieses Beitritts wird doch hier in aller Schärfe vorgeführt.
Die Lektüre Scholl-Latours schützt auch vor falschem Patriotismus. Deutsch-Sein ist für diesen Kosmopoliten, der selber eine Wohnung in Paris und Süd-Frankreich hat, nichts Besonderes. Mit gewissem Stolz verkündet der Autor, dass er sich "von deutscher Innen- und Koalitionspolitik ein ganzes Leben lang fernzuhalten gesucht habe" und er beklagt das Niveau, auf welchem dort debatiert würde. Das Ende des Berichtes ist einer gewissen melancholischen Betrachtung der Zeitgeschichte gewidmet, die sich ein 85-jähriger Mann, der viel gesehen hat, sich durchaus leisten kann.
Thomas Reuter


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dtv - Atlas Weltgeschichte 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart - Werner Hilgemanndtv - Atlas Weltgeschichte 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart
Werner Hilgemann

Taschenbuch, 1. September 1966
     Verkaufsrang: 5951      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist - die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas "Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen - eben alles das, was uns Menschen ausmacht.
Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, daß man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefaßt zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen.
Auch in dieser nunmehr 32. Auflage, die auf der 1991 erschienenen, 25. überarbeiteten Edition basiert, stellt der dtv-Atlas ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahelegen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muß man das ja eigentlich auch gar nicht.-Joachim Hohwieler


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Weltgeschichte für Kinder      5 von 5 Punkten
Ein kostbares Buch für Kinder oder für Ausländer, die Germanistik studieren. Eine einfache Sprache und ein dichtes Material.


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Eine Landkarte der Zeit: Wie Kulturen mit Zeit umgehen - Robert LevineEine Landkarte der Zeit: Wie Kulturen mit Zeit umgehen
Robert Levine

Taschenbuch, November 2009
     Verkaufsrang: 10222      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Eile mit Weile" oder "Zeit ist Geld": Sprache ist immer auch ein Spiegel für das Verhältnis der Menschen zu dieser kostbaren Ware. Haben andere Kulturen in der Welt die gleiche Auffassung von der Zeit wie wir oder gar die Amerikaner, bei denen nicht erst seit James Deans "Live fast, die young" die Uhren schneller ticken? In Eine Landkarte der Zeit stellt der Psychologe Robert Levine die Zeit auf die Probe, indem er ein Team von Wissenschaftlern hinaus in die Welt schickt, um alles zu messen, von der durchschnittlichen Gehgeschwindigkeit bis hin zu der Zeit, die man braucht, um auf dem Postamt eine Briefmarke zu kaufen. Levine verteilt seine Erkenntnisse auf reizende Berichte über seine eigenen Begegnungen mit den unterschiedlichen Auffassungen von der Zeit in den verschiedenen Kulturen. Von der Geschichte der Uhr bis hin zu der Art und Weise, wie die Menschen heute die Zeit ablesen: Eine Landkarte der Zeit ist vollgepackt mit zeitgemäßen Informationen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Nachdenken über die eigene Zeit und ihre Kultur      5 von 5 Punkten
Bei der Vorarbeit zu einem Referates im Soziologiestudium stolperte ich über dieses feine Buch mit fast schon "lebensveränderndem" Potential. Robert Levine ist es in meinen Augen gelungen, eine schöne und geschlossene Einführung in das Thema Zeit unter kulturwissenschaftlichen Aspekten zu geben, ergänzt durch seine eigene Forschungsrabeit mit interessanten Experimenten und Theorien. Es werden sehr viele Quellen und weiterführende Literatur genannt - als Ausgangsbasis für weitere Studien ein echter Volltreffer!
Der Erfahrung nach würden einige deutsche Hardliner-Wissenschaftler das Buch wohl in den popularwissenschaftlichen Bereich einordnen. Und das vermutlich auch nur, weil Levine hier und da einfach schöne kleine Anekdoten in die Themen einbaut, Geschichten von seinen Forschungsreisen und ab und an sogar einen offener Witz. (Humor bei Geisteswissenschaften, wer macht denn sowas...) Ich persönlich habe nie verstanden, warum wissenschaftliche Lektüre immer broternst sein muss - und Levine scheinbar auch nicht. Handwerklich ist nichts an Levines soziologischer Arbeit auszusetzen, auch wenn er oft in anderen Wissenschaften wildert (er selbst ist eigentlich Sozialpsychologe).
Vom Schreibstil (und auch der Übersetzung) her ist das Buch sehr gut - keine langen Schachtelsätze, kein zwanghafter Fremdwort-Gebrauch und viele schöne kleine Absätze und Unterkapitel, so dass man nie vor einigen riesigen Textblock sitzt. Hier könnten sich viele deutschen Forscher noch einiges abschauen.
"Eine Landkarte der Zeit" hat mich dazu angeregt, ernsthaft über viele Alltagssituationen in meinem Leben nachzudenken und mir persönlich ganz neue Blickwinkel ermöglicht. Fazit: Wer pure, tiefgreifende und basisorientierte wissenschaftliche Studien sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wer jedoch einen Ausblick auf sich, sein Leben und seine eigene Einstellung zu Zeit und Kultur sucht, Spaß beim Lesen haben will UND dabei noch eine sehr gute Einführung über die wissenschaftliche Seite des Themas mitnehmen möchte, sollte SOFORT zuschlagen.


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Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917 - 1991 - Helmut AltrichterKleine Geschichte der Sowjetunion 1917 - 1991
Helmut Altrichter

Taschenbuch, 3. August 2007
     Verkaufsrang: 15130      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Als im Dezember 1991 mit Gorbatschows Rücktritt das Ende der Sowjetunion kam, ereignete sich dies erstaunlich unaufgeregt: Das kommunistische Riesenreich zerfiel wieder in die früheren geografischen Einheiten. Für Geschichtsprofessor Helmut Altrichter machten sich UdSSR und Ostblock "auf samtenen Pfoten davon". Ein ungewöhnliches, aber nicht unerwartetes Ende einer Weltmacht, die immerhin mehr als 70 Jahre Bestand hatte.
Denn Zerfallserscheinungen im Machtapparat ließen sich schon früh(er) erkennen - das zeigt Altrichter in seiner Kleinen Geschichte der Sowjetunion 1917-1991. Als roten Faden nutzt der Nürnberger Historiker die Betrachtung von "vier ineinander greifenden Entwicklungssträngen: die Ideologie und das politische System, das Nationalitätenproblem und der außenpolitische Konkurrenzkampf". Logische Ansatzpunkte, um die Entstehung, den langen Fortbestand sowie die späteren Bruchstellen des kommunistischen Systems herauszuarbeiten.
Das tut Altrichter nur mit begrenzter Ausführlichkeit - der medienpräsente Putsch vom August 1991 etwa wird auf einer Seite abgehandelt. Aber das Wörtchen "Kleine" steht mit Absicht im Buchtitel: Altrichter ging es um eine gestraffte Übersicht der sowjetischen Historie. Die Langfassung kann man beispielsweise in Manfred Hildermeiers Mammutwerk Geschichte der Sowjetunion 1917 - 1991 studieren. Altrichters Neuauflage profitiert von der zwischenzeitlich verbesserten Zugänglichkeit der Archivquellen. So wurden neueste Forschungsergebnisse in die Arbeit integriert (sowohl in Bezug auf die jüngste wie auch auf die ältere UdSSR-Geschichte).
Neben dem Text sowie den - allerdings wenigen - Fotografien enthält der Band alle Bestandteile eines guten Übersichtswerkes: Wirtschaftliche, geografische, demografische, politische Tabellen, Schaubilder und Landkarten, ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie eine Zeittafel runden den positiven Gesamteindruck des Bandes ab. Das alles macht Altrichters Buch zu dem kompakten Nachschlagewerk in Sachen UdSSR schlechthin. -Joachim Hohwieler


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

sehr guter Überblick mit allem Drum und Dran      5 von 5 Punkten
Prof. Altrichter beschreibt auf 250 Seiten sehr gut den Aufstieg und Fall der Sowjetunion. Das Buch ist gut zu lesen und auch für Nicht-Historiker, die an der Sowjetunion interessiert sind, sehr empfehlenswert. Zusätzlich gibt es noch eine tabellarische Übersicht wichtiger Ereignisse, dazu Tabellen und umfangreiches Kartenmaterial. Viele Bilder und Zeichnungen runden dieses sehr gelungene Buch ab. Wer Interesse an diesem untergegangenen Staat hat und vor allem wissen will, warum er untergegangen ist, sollte hier zugreifen.

Einführungswerk für alle Geschichtsinteressierten      5 von 5 Punkten
Der Autor Helmut Altrichter legt ein sehr gut geschriebenes, angenehm zu lesendes Einführungswerk vor, welches sowohl Geschichtsstudenten, als auch allen anderen Lesern zu empfehlen ist, die einen Einblick in die Geschichte dieser gescheiterten Supermacht bekommen wollen. Die chronologische Gliederung des Buches in die wichtigsten Abschnitte der sowjetischen Geschichte ist sehr gelungen und erleichtert das Verständnis. Altrichter verliert dabei nie den Gesamtzusammenhang aus den Augen und vermag es gut die Kontinuitäten in den Entwicklungen aufzuzeigen. Für sehr lobenswert halte ich seine Überarbeitung für die zweite Auflage, hierbei geht er auch auf die Entwicklungen nach 1991 ein und erläutert(wenn auch nur kurz) die neuesten Probleme der russischen Politik. Zum Schluß sei noch auf die große Fülle von Tabellen, Karten und Fotos hinzuweisen, wobei vor allem letztere dazu beitragen ein plastisches Bild zu erzeugen. Alles in allem ist dieses Buch jedem zu empfehlen der einen Überblick gewinnen will, historisch-wissenschaftliches Arbeiten ist mit diesem Buch natürlich nicht möglich, diesen Anspruch erhebt die "kleine Geschichte" aber auch gar nicht.


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