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| Geschichte | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen Joachim Gauck Gebundene Ausgabe, 12. Oktober 2009 Verkaufsrang: 595 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Weil Joachim Gauck so eine spannende Persönlichkeit ist, sage ich natürlich aus vollem Herzen, dass ich ihm gerne meine Reverenz erweise, denn er hat sich in herausragender und auch in unverwechselbarer Weise um unser Land verdient gemacht – als Bürgerrechtler, politischer Aufklärer und Freiheitsdenker, als Versöhner und Einheitsstifter in unserem jetzt gemeinsamen Land." (Bundeskanzlerin Angela Merkel )
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
joachim gauck 5 von 5 Punkten Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Alles sehr verständlich und real beschrieben. Ich stamme aus Rostock, war in Stasigefängnissen inhaftiert, bin 1987 freigekauft worden. Absolut empfehlenswert ...
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Geschichte in Augenblicken: Merkwürdigkeiten, die die Welt bewegten Fanny Frohmeyer Gebundene Ausgabe, März 2007 Verkaufsrang: 607 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wie grausame Zahnärzte das Schicksal des Sonnenkönigs Ludwig XIV. bestimmten; warum Beuys' Badewanne einer Party zum Opfer fiel; wie die Briten versuchten, Hitler mit Horoskopen zu bekämpfen; warum die Moskauer Zeit in Ostberlin eingeführt wurde; wie das schwäbische Sigmaringen die Hauptstadt Frankreichs werden konnte; wie viele Attentate auf Honecker vertuscht werden mußten; was es mit der entführung von Charlie Chaplins leiche auf sich hatte; wie die Nazis den Papst entführen lassen wollten; warum eine britische Königin den olympischen Marathon verlängern ließ ... erstaunliche Geschichten, von denen sie garantiert noch nichts wußten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Unterhaltsam 5 von 5 Punkten "Geschichte in Augenblicken" berichtet in kurzen, gut zu lesenden Kapiteln von den Kuriositäten und Absurditäten der Weltgeschichte, berichtet von merkwürdigen, lustigen, überraschenden, interessanten und manchmal einfach nur verrückten Episoden der Historie, die sich für gewöhnlich allerdings nicht in Geschichtsbüchern finden. Auf über 200 Seiten stellt uns das Buch also die verschwiegenen Absonderlichkeiten der Weltgeschichte dar, Merkwürdigkeiten, die die Welt mal mehr und mal weniger bewegten. Jeder, der ein gewisses Interesse an Geschichte und ein Faible für Kurioses und unbekannte Anekdoten besitzt, der wird an dieser Geschichtensammlung seine Freude haben. Denn das Buch macht Laune, es unterhält, und ist die eigentlich perfekte "Nebenbei-Lektüre". Zumal es in einzelne recht kurze Kapitel unterteilt ist und daher nicht in einem Zug gelesen werden muss. "Geschichte in Augenblicken" ist also eine unterhaltsame, launige Sammlung von Anekdoten und Geschichten, die sich im Umfeld und Kontext der großen Geschichte ereigneten - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Informativ und witzig 4 von 5 Punkten Das Buch schildert gekonnt geschichtliche Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel. Da die einzelnen Kapitel so kurz sind, liest man schnell eins nach dem anderen. Besonders als Einschlaf- ud Vorleselektüre geeignet |
Unser Jahrhundert: Ein Gespräch Helmut Schmidt, Fritz Stern Gebundene Ausgabe, 15. Februar 2010 Verkaufsrang: 626 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nicht schon wieder! Gibt es denn außer Helmut Schmidt (oder Richard von Weizsäcker) wirklich niemanden, der kompetent und umfassend über das 20. Jahrhundert Auskunft zu geben vermag? Bei aller Wertschätzung ist der Altkanzler doch nun wirklich im vergangenen Jubeljahr anlässlich seines Neunzigsten mehr als ausführlich zu Wort gekommen. Doch gemach! Schließlich hat da ja noch ein Anderer am Gesprächstisch gesessen. Und was für einer. Nicht ganz so alt an Jahren zwar, aber was Weisheit und Lebenserfahrung angeht, seinem Gesprächspartner in jeder Hinsicht ebenbürtig. Zudem als Sprössling einer deutsch-jüdischen Emigrantenfamilie und als führender US-Historiker sozusagen qua Geburt und Profession Experte für alles, was das zurückliegende Jahrhundert an Leben, Leiden und Lehren bereithielt. Dementsprechend handelt es sich bei dem Gespräch, das hier dokumentiert wird, um alles andere als um den Austausch von Höflichkeiten und das Schwelgen zweier Greise in den Erinnerungen an gute wie schlechte, alte Zeiten. Zwar ist Fritz Stern seinem unverhohlen bewunderten Gegenüber seit über drei Jahrzehnten in Freundschaft verbunden. Doch die Beziehung der Beiden ist nicht zuletzt aufgrund der geographischen Distanz dann doch nicht so innig, als dass der Eine den Anderen ohnehin in- und auswendig kennt. Davon kann der Leser profitieren. Denn so entspinnt sich eine äußerst lebhafte Diskussion, weit davon entfernt, sich gegenseitig nur mit Stichworten zu bedienen. Hier sitzen sich zwei Persönlichkeiten auf Augenhöhe gegenüber. Gleichermaßen belesen und eloquent, scheuen sie auch nicht davor zurück, dem Anderen Paroli zu bieten oder sogar in die Parade zu fahren ? was sich ja insbesondere in Anbetracht der berühmt berüchtigten Apodiktik Helmut Schmidts in einem echten Disput kaum vermeiden lässt. Geradezu rührend andererseits, wie Fritz Stern in solchen Fällen den Freund behutsam aber bestimmt auf den Boden zurückholt, wenn sich der einmal verstiegen hat: wenn er beispielsweise das Hohelied auf den Keynesianismus des NS-Chefökonomen Hjalmar Schacht anstimmt oder über die genetische Disposition der Deutschen zum Massenmord sinniert. Insgesamt eine ebenso spannende wie lehrreiche Geschichtsstunde, in der nicht nur die Vergangenheit Revue passiert, sondern auch die Probleme der Gegenwart nicht zu kurz kommen. ? Arnold Abstreiter
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)
Ein großes Vergnügen! 5 von 5 Punkten Eines vorweg: die heutigen "Spezialdemokraten" haben mit Helmut Schmidt (leider) so gar nichts mehr gemeinsam! Wer nur ein bißchen geschichts- und politikinterssiert ist, wird mit diesem famosen Buch auf seine Kosten kommen. Der spürbare Respekt des einen vor dem anderen, der selbst gesetzte Rahmen (Zeiten, Ort), all das macht die Lektüre angenehm, höchst informativ und kurzweilig. Politisch kann man stehen wo man will, es nötigt Respekt ab, WIE die beiden Protagonisten Schlüsse ziehen, Meinungen vertreten, streiten und voraus blicken. Bin begeistert!
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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen Sabine Bode Taschenbuch, März 2010 Verkaufsrang: 1353 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete." (Welt am Sonntag)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
beeindruckend 5 von 5 Punkten Es geht um seltsame Erkrankungen im Alter, um Kriegserlebnisse, die oftmals erst wieder freigelegt werden müssen, um Traumata und Psychologie - gut recherchiert. Nur selten mal muss man eine Länge durchstehen, um wieder gefesselt zu werden. Noch nie hat ein Buch in mir so viel bewegt wie dieses! Es ist gut geschrieben, somit leicht lesbar und lässt mich so Vieles besser verstehen: Die eigene Erziehung (eines Nachkriegskindes), die besonders liebe Tante (Kriegskind, ebenso wie ihr sehr patenter und familiensinniger Mann), Merkwürdigkeiten der eigenen Eltern (junge Erwachsenenzeit im Krieg). - Und insbesondere jedem "Kriegskind" aus Deutschland kann ich nur zurufen: Lies das! Es wird gut tun, es wird Erkenntnis und vielleicht sogar ein Stück mehr Geborgenheit schaffen.
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Unser Jahrhundert: Ein Gespräch Helmut Schmidt, Fritz Stern Audio CD, 15. März 2010 Verkaufsrang: 5828 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nicht schon wieder! Gibt es denn außer Helmut Schmidt (oder Richard von Weizsäcker) wirklich niemanden, der kompetent und umfassend über das 20. Jahrhundert Auskunft zu geben vermag? Bei aller Wertschätzung ist der Altkanzler doch nun wirklich im vergangenen Jubeljahr anlässlich seines Neunzigsten mehr als ausführlich zu Wort gekommen. Doch gemach! Schließlich hat da ja noch ein Anderer am Gesprächstisch gesessen. Und was für einer. Nicht ganz so alt an Jahren zwar, aber was Weisheit und Lebenserfahrung angeht, seinem Gesprächspartner in jeder Hinsicht ebenbürtig. Zudem als Sprössling einer deutsch-jüdischen Emigrantenfamilie und als führender US-Historiker sozusagen qua Geburt und Profession Experte für alles, was das zurückliegende Jahrhundert an Leben, Leiden und Lehren bereithielt. Dementsprechend handelt es sich bei dem Gespräch, das hier dokumentiert wird, um alles andere als um den Austausch von Höflichkeiten und das Schwelgen zweier Greise in den Erinnerungen an gute wie schlechte, alte Zeiten. Zwar ist Fritz Stern seinem unverhohlen bewunderten Gegenüber seit über drei Jahrzehnten in Freundschaft verbunden. Doch die Beziehung der Beiden ist nicht zuletzt aufgrund der geographischen Distanz dann doch nicht so innig, als dass der Eine den Anderen ohnehin in- und auswendig kennt. Davon kann der Leser profitieren. Denn so entspinnt sich eine äußerst lebhafte Diskussion, weit davon entfernt, sich gegenseitig nur mit Stichworten zu bedienen. Hier sitzen sich zwei Persönlichkeiten auf Augenhöhe gegenüber. Gleichermaßen belesen und eloquent, scheuen sie auch nicht davor zurück, dem Anderen Paroli zu bieten oder sogar in die Parade zu fahren ? was sich ja insbesondere in Anbetracht der berühmt berüchtigten Apodiktik Helmut Schmidts in einem echten Disput kaum vermeiden lässt. Geradezu rührend andererseits, wie Fritz Stern in solchen Fällen den Freund behutsam aber bestimmt auf den Boden zurückholt, wenn sich der einmal verstiegen hat: wenn er beispielsweise das Hohelied auf den Keynesianismus des NS-Chefökonomen Hjalmar Schacht anstimmt oder über die genetische Disposition der Deutschen zum Massenmord sinniert. Insgesamt eine ebenso spannende wie lehrreiche Geschichtsstunde, in der nicht nur die Vergangenheit Revue passiert, sondern auch die Probleme der Gegenwart nicht zu kurz kommen. ? Arnold Abstreiter
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)
Ein großes Vergnügen! 5 von 5 Punkten Eines vorweg: die heutigen "Spezialdemokraten" haben mit Helmut Schmidt (leider) so gar nichts mehr gemeinsam! Wer nur ein bißchen geschichts- und politikinterssiert ist, wird mit diesem famosen Buch auf seine Kosten kommen. Der spürbare Respekt des einen vor dem anderen, der selbst gesetzte Rahmen (Zeiten, Ort), all das macht die Lektüre angenehm, höchst informativ und kurzweilig. Politisch kann man stehen wo man will, es nötigt Respekt ab, WIE die beiden Protagonisten Schlüsse ziehen, Meinungen vertreten, streiten und voraus blicken. Bin begeistert!
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P.M. Wissen zum Hören - Szenen der Geschichte, 5 CDs (ADAC Motorwelt Hörbuch-Edition) P. J. Blumenthal Audio CD, 1. April 2009 Verkaufsrang: 6072 Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen "Kurzweilig und interessant!" (hoerbuecher4um.de)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Viel drin für wenig Geld 5 von 5 Punkten Von diesem Hörbuch bin ich echt überrascht. Bei dem Preis hätte ich gedacht nur eine sehr einfache Produktion zu hören. Aber die einzelnen Szenen sind gut erzählt, mit passender Musik unterlegt und durch die Kürze sehr abwechslungsreich. Sicher ersetzen diese Geschichten kein Lehrbuch, aber mir haben sie Lust gemacht bei dem einen oder anderen Ereignis mal genauer nachzuschlagen. Also, echt empfehlenswert.
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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von den Anfängen bis zum Mittelalter Ernst H. Gombrich Audio CD, 14. September 2006 Verkaufsrang: 10089 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 1EINE KURZE WELTGESCHICHTE F
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 48 Bewertungen)
Kurzweilig, generationenübergreifend, informativ. 5 von 5 Punkten Gomrich beherrscht die Kunst, das wesentliche knapp und interessant darzustellen. Das Hörbuch ist - entgegen der Altersangabe - auch für jüngere Kinder schon geeignet, aber auch für Erwachsene durchaus interessant. Mein ältester Sohn hat mit fünf Jahren das erste Mal beide "Bände" der kurzen Weltgeschichte gehört, und war fasziniert. Natürlich hat er nicht alles verstanden, aber auch für diese jungen Jahrgänge ist das Hörbuch durchaus geeignet. Wir hören es jetzt auf längeren Autofahrten immer mal wieder, und sein Verständnis wächst von Mal zu Mal. Auch für Erwachsene ist eine Wiederholung durchaus zu ertragen - im Gegensatz zu Pumuckel oder Benjamin Blümchen - und regt zu Gesprächen oder näheren Erläuterungen an. Christoph Waltz ist ein unaufdringlicher Sprecher, der es dennoch versteht, die Zuhörer zu fesseln. Vermisst habe ich in der Artikelbeschreibung Angaben über die Länge: Der erste Teil umfasst 5 CD mit einer Spieldauer von insgesamt 342 Minuten, der zweite Teil 4 CD mit einer Spieldauer von insgesamt 271 Minuten.
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Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns -: Vom öffentlichen Umgang mit schlimmer Vergangenheit Christian Meier Gebundene Ausgabe, 14. Juni 2010 Verkaufsrang: 822 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Christian Meier, emeritierter Professor für Alte Geschichte an der Universität München und Autor zahlreicher bekannter Bücher zur griechischen und römischen Antike und zu Fragen der Zeitgeschichte, erinnert uns daran, dass die Weltgeschichte quer durch die Zeiten und Räume eine große Fülle von Beispielen kennt, in denen der Glaube an die segensreiche Kraft des Vergessens beschworen und praktiziert wird." (Neue Zürcher Zeitung, 07.07.10 )
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Nachdenkliches über Rache ,Vergebung und Geschichtsbewußtsein 5 von 5 Punkten
Erst mal müß ich das Buch noch grünlicher lesen Die Frage nach dem Unterhaltungswert empfinde ich bei dem Thema als absurd
Über die (über-)lebensnotwendige Macht des Verdrängens 5 von 5 Punkten Was ist der Sinn von Geschichte? Warum beschäftigen sich Menschen mit Ereignissen der Vergangenheit und vermitteln diese, in welcher Form auch immer, an die nächste Generation? Nur die Erinnerung an Vergangenes stifte Identität, nur die Erinnerung an Vergangenes helfe einer Gemeinschaft, bereits begangene Fehler zukünftig zu vermeiden. So oder so ähnlich lauten die Standardantworten nach dem Sinn von Geschichte. Dieser Ansicht tritt der Historiker Christian Meier in seiner neuen Darstellung "Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns" entschieden entgegen. In vielen Fällen sei es gerade das verordnete Vergessen gewesen, welches das Fortbestehen von Gemeinschaften gesichert habe. Als Beispiel nennt der Althistoriker die Amnestie der Athener 403 v. Chr. Im Verlaufe einer kurzen Tyrannenherrschaft im Anschluss an den Peloponnesischen Krieg wurden 7500 Menschen getötet, eine im Anbetracht der Bevölkerungszahl der Polis ungeheure Zahl. Durch das verordnete "Nicht-Erinnern", so die ursprüngliche Bedeutung von Amnestie, sollte ein sich anbahnender Bürgerkrieg vermieden werden: "Denn die Erinnerung an Schlimmes erzeugt den Drang zur Rache; was zugleich heißen kann: zu Gerechtigkeit, einer Gerechtigkeit freilich, die allzu leicht auf parteiliche Weise gesucht wird, so daß das Bedürfnis nach Widerrache entsteht" (13). Es war, platt ausgedrückt, eine Kosten-Nutzen-Rechnung zwischen innerem Frieden und dem Bedürfnis der Opfer nach Gerechtigkeit: "Der Friede [...] wird insoweit für wichtiger gehalten als das Recht" (45) formuliert Meier thesenhaft. In dem Themenkomplex Erinnern und Vergessen stelle Auschwitz etwas völlig Neues dar, so Meier. Ein Völkermord müsse um jeden Preis immer in Erinnerung gehalten werden, "damit nicht jemand wie Hitler aus dem Beschweigen des Mords an den Armeniern den Schluß zieht, man könne alles machen, ohne dafür büßen zu müssen" (89). Auschwitz stelle jedoch einen besonderen Sonderfall bezüglich der Erinnerungskultur dar und lasse somit keinen Schluss auf den Umgang mit Vergangenem im Allgemeinen zu. Vielmehr müsse eine Gemeinschaft immer wieder aufs Neue aushandeln, wie sie adäquat mit Vergangenheit umzugehen habe: "Es gibt keinen abstrakten Maßstab dafür. Jeder Fall ist anders. Daher ist es keinesfalls ausgemacht, daß sich seit der unabweisbar deutschen Erinnerung an Auschwitz alles anders verhält als früher. Die uralte Erfahrung, wonach man nach solchen Ereignissen besser vergißt und verdrängt als tätige Erinnerung walten zu lassen, ist noch keineswegs überholt" (97). Fazit: Erinnerungen verschönern das Leben doch erst das Verdrängen macht es erträglich heißt es gemäß eines Sprichwortes. In leicht abgewandelter Form lässt es sich auf Meiers These anwenden: Nur das Verdrängen sichert in den meisten Fällen das friedliche Fortbestehen einer Gemeinschaft auf Kosten des Gerechtigkeitsempfinden der Opfer. Spannend zu lesen bietet "Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns" viel Diskussionsstoff für alle an der Thematik Interessierten.
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Königinnen und Mätressen: Die Macht der Frauen - von Katharina von Medici bis Marie Antoinette Benedetta Craveri Broschiert, Mai 2010 Verkaufsrang: 3986 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ein grandioses Buch. Ein glänzend geschriebenes Buch. Eine so faktenreiche wie sachliche und spannende Analyse." Münchner Merkur "Ein kurzweiliges und interessantes literarisches Denkmal, mit viel Liebe zum Detail und äußerst kenntnisreich. Auch ein Stück Sittengeschichte aus der Perspektive der Frauen bei Hofe: Perspektiven, die nicht unterschiedlicher sein könnten, was das Buch zu einem Stück spannender Geschichte macht." Nürnberger Zeitung "Benedetta Craveri zeigt mit ihrer Porträtreihe, dass reine Historie ebenso spannend sein kann wie ein Roman." Focus
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Erstklassik 5 von 5 Punkten Habe mir das Buch gekauft da ich mich für Historische Persönlichkeiten interessiere, und war vom ersten moment an begeistert selten ein so gutes Sachbuch gelesen. Die Autorin versteht es die Personen lebendig und doch sachlich und informativ zu beschreiben und den Leser zubegeistern. ich kann diese Buch an 2 Tagen durchgelesen und nehme es immer wieder zur Hand
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Vom Kriege Carl von Clausewitz Gebundene Ausgabe, 12. November 2008 Verkaufsrang: 6940 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vom Kriege gilt als das bedeutendste Werk, das jemals über die Kriegsführung verfaßt wurde. Seinen Rang verdankt es insbesondere den ersten Kapiteln, in denen Clausewitz eine allgemeine Wesensbestimmung des Krieges vornimmt. In seinen Kernaussagen, wie der These vom politischen Charakter des Krieges, von seiner Doppelnatur als traditionellem und revolutionärem Krieg und seiner Bestimmung als Gewaltakt, der der Erfüllung des eigenen Willens dient, reicht sein Ansatz weit über den militärischen Bereich hinaus. Clausewitz berühmtes Postulat vom "Krieg als bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" ist längst zum Gemeinplatz mutiert; viel gelesen, oft zitiert, aber selten verstanden. Clausewitz hat das Primat der Politik theoretisch begründet; hat Ziel, Mittel und Zweck des Krieges als Instrument der Politik definiert: "Der Krieg ist ein Akt der Gewalt um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen". Es gilt, "den Gegner niederzuwerfen und dadurch zu jedem fernern Widerstand unfähig zu machen". Eine Politik, die sich dem Mittel des Krieges verweigert, kann folglich nicht erfolgreich sein, da sie erpreßbar ist. Aber der Krieg sollte immer die Ultima ratio der Politik sein. Denn - so Clausewitz - er ist eine grausame und blutige Angelegenheit, und ein Erfolg setzt den unbedingten Willen zum Sieg voraus. "Nun könnten menschenfreundliche Seelen sich leicht denken, es gäbe ein künstliches Niederwerfen des Gegners ohne zu viel Wunden zu verursachen. Wie gut sich das auch ausnimmt, so muß man doch diesen Irrtum zerstören, denn in so gefährlichen Dingen, wie der Krieg eins ist, sind die Irrtümmer, welche aus Gutmütigkeit entstehen, grade die schlimmste". Einen "sauberen Krieg" gibt es nur in den Hirnen der PR-Strategen. -Stephan Fingerle
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 25 Bewertungen)
Nur für Eingeweihte 5 von 5 Punkten Es ist ein tolles Buch. Wer allerdings nicht in der Materie steckt wird nach den ersten Seiten aufgeben.
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Eine Landkarte der Zeit: Wie Kulturen mit Zeit umgehen Robert Levine Taschenbuch, November 2009 Verkaufsrang: 15708 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Eile mit Weile" oder "Zeit ist Geld": Sprache ist immer auch ein Spiegel für das Verhältnis der Menschen zu dieser kostbaren Ware. Haben andere Kulturen in der Welt die gleiche Auffassung von der Zeit wie wir oder gar die Amerikaner, bei denen nicht erst seit James Deans "Live fast, die young" die Uhren schneller ticken? In Eine Landkarte der Zeit stellt der Psychologe Robert Levine die Zeit auf die Probe, indem er ein Team von Wissenschaftlern hinaus in die Welt schickt, um alles zu messen, von der durchschnittlichen Gehgeschwindigkeit bis hin zu der Zeit, die man braucht, um auf dem Postamt eine Briefmarke zu kaufen. Levine verteilt seine Erkenntnisse auf reizende Berichte über seine eigenen Begegnungen mit den unterschiedlichen Auffassungen von der Zeit in den verschiedenen Kulturen. Von der Geschichte der Uhr bis hin zu der Art und Weise, wie die Menschen heute die Zeit ablesen: Eine Landkarte der Zeit ist vollgepackt mit zeitgemäßen Informationen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)
Nachdenken über die eigene Zeit und ihre Kultur 5 von 5 Punkten Bei der Vorarbeit zu einem Referates im Soziologiestudium stolperte ich über dieses feine Buch mit fast schon "lebensveränderndem" Potential. Robert Levine ist es in meinen Augen gelungen, eine schöne und geschlossene Einführung in das Thema Zeit unter kulturwissenschaftlichen Aspekten zu geben, ergänzt durch seine eigene Forschungsrabeit mit interessanten Experimenten und Theorien. Es werden sehr viele Quellen und weiterführende Literatur genannt - als Ausgangsbasis für weitere Studien ein echter Volltreffer! Der Erfahrung nach würden einige deutsche Hardliner-Wissenschaftler das Buch wohl in den popularwissenschaftlichen Bereich einordnen. Und das vermutlich auch nur, weil Levine hier und da einfach schöne kleine Anekdoten in die Themen einbaut, Geschichten von seinen Forschungsreisen und ab und an sogar einen offener Witz. (Humor bei Geisteswissenschaften, wer macht denn sowas...) Ich persönlich habe nie verstanden, warum wissenschaftliche Lektüre immer broternst sein muss - und Levine scheinbar auch nicht. Handwerklich ist nichts an Levines soziologischer Arbeit auszusetzen, auch wenn er oft in anderen Wissenschaften wildert (er selbst ist eigentlich Sozialpsychologe). Vom Schreibstil (und auch der Übersetzung) her ist das Buch sehr gut - keine langen Schachtelsätze, kein zwanghafter Fremdwort-Gebrauch und viele schöne kleine Absätze und Unterkapitel, so dass man nie vor einigen riesigen Textblock sitzt. Hier könnten sich viele deutschen Forscher noch einiges abschauen. "Eine Landkarte der Zeit" hat mich dazu angeregt, ernsthaft über viele Alltagssituationen in meinem Leben nachzudenken und mir persönlich ganz neue Blickwinkel ermöglicht. Fazit: Wer pure, tiefgreifende und basisorientierte wissenschaftliche Studien sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wer jedoch einen Ausblick auf sich, sein Leben und seine eigene Einstellung zu Zeit und Kultur sucht, Spaß beim Lesen haben will UND dabei noch eine sehr gute Einführung über die wissenschaftliche Seite des Themas mitnehmen möchte, sollte SOFORT zuschlagen.
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Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften Jared Diamond Broschiert, 18. Mai 2006 Verkaufsrang: 4984 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Seit dem 16. Jahrhundert haben die Europäer maßgeblich bestimmt, wo es langgeht in der Welt - in guten wie in schlechten Tagen. In Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften erläutert Jared Diamond, warum sich die Dinge so entwickelt haben. Es ist eine elementare Frage, und Diamond ist gewiß nicht der erste, der sie stellt. Seine besondere Leistung besteht jedoch darin, daß er sich auf wissenschaftliche Fakten stützt statt auf fadenscheinige Theorien über die genetische Überlegenheit der Europäer. Diamond, ein Professor der Physiologie an der University of California at Los Angeles (UCLA), weist darauf hin, daß die Geographie Eurasiens bestens geeignet war für die Entwicklung der Landwirtschaft und der Viehhaltung sowie für den freien Informationsfluß. Die bevölkerungsreicheren Kulturen, die sich daraus entwickelten, hatten komplexere Regierungs- und Kommunikationsformen - und eine erhöhte Resistenz gegenüber Krankheiten. Darüberhinaus nutzte das zersplitterte Europa die Kraft der wettbewerbsorientierten Innovation in einer Weise wie es China nicht tat. (Zum Beispiel benutzten die Europäer die chinesische Erfindung des Schießpulvers, um die Schußwaffen zu entwickeln, mit denen sie dann die Neue Welt unterwarfen.) Diamonds Buch ist komplex und ein wenig verwirrend. Aber die These, die er methodisch vorbringt - die Untersuchung der "positiven Feedback-Schleife" der Landwirtschaft, der Viehhaltung, der Bevölkerungsdichte, der Innovation, und so weiter - ergibt Sinn. Geschrieben ohne Partei für irgendeine Seite zu ergreifen, ist Arm und Reich ein gutes Buch über die Weltgeschichte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 31 Bewertungen)
Eine neue Sichtweise auf die Weltgeschichte 5 von 5 Punkten Jared Diamond kann man getrost als einen Universalgelehrten bezeichnen und mit diesem Buch beweist er dies eindrücklich. Seine Erklärung des Ablaufs der Menschheitsgeschichte seit dem Ende der letzten Eiszeit ist schlüssig und bietet eine neue Sichtweise auf größere Zusammenhänge, die dem Leser bisher meistens vollkommen entgangen waren. Der englische Titel "Guns, Germs and Steel" stellt dabei bereits die Haupt-Argumente bereit, warum die europäischen Kolonialmächte Amerika und Australien erobern konnten (und warum nicht im Gegenteil die Inkas nach Europa zogen, um diesen Kontinent zu erobern). Dieser englische Original-Titel passt dabei viel besser zum Inhalt des Buchs, da es dem Autor gar nicht darum geht, warum heutige Staaten ärmer oder reicher sind als andere, was die deutsche "Übersetzung" des Titels suggeriert. Stattdessen geht es um die langfristige Entwicklung ganzer Kontinente aufgrund ihrer Möglichkeiten zur Landwirtschaft und den darauf basierenden frühen Erfindungen, was eine überzeugende Erklärung dafür liefert, warum Amerika und Australien heute hauptsächlich von den Nachfahren europäischer Siedler bewohnt werden. Erklärungen darüber, warum z.B. diese europäischen Kolonien so unterschiedliche Entwicklungen genommen haben, werden in diesem Buch leider noch nicht gegeben. Für die Unterschiede innerhalb Eurasiens werden zwar Erklärungsversuche angebracht, diese sind aber leider noch nicht so ausführlich und überzeugend wie die Erklärungen zu den Unterschieden zwischen Eurasien und der Neuen Welt. Einziges Manko dieses Buchs sind die zu häufigen Wiederholungen, die leicht heraus gekürzt werden könnten. Manchmal merkt man halt doch, dass Jared Diamond eben ein Naturwissenschaftler und kein Schriftsteller ist.
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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute Ernst H. Gombrich Audio CD, 14. September 2006 Verkaufsrang: 7201 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser Von der Renaissance bis heute. 4 CDs
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Geschichtsunterricht, wie er sein sollte 5 von 5 Punkten Damit kann man selbst die stärksten Geschichtsmuffel für die Geschichte der Menschheit begeistern. Nicht nur für junge Leser nützlich.
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Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts Jürgen Osterhammel Gebundene Ausgabe, 1. April 2009 Verkaufsrang: 4972 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In dieser grandiosen Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählt Jürgen Osterhammel kundig, schwungvoll und facettenreich die Geschichte einer Welt im Umbruch. Aus einer Fülle an Material und einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel entsteht dabei das tiefgründige Porträt einer faszinierenden Epoche. Osterhammel fragt nach Strukturen und Mustern, markiert Zäsuren und Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Seine kulturübergreifenden, thematisch aufgefächerten Darstellungen und Analysen verbinden sich dabei zu einem kühnen Geschichtspanorama, das nicht nur traditionelle eurozentrische Ansätze weit hinter sich läßt, sondern auch erheblich mehr bietet als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industrialisierung oder Kolonialismus. Die Herausbildung unterschiedlicher Wissensgesellschaften, das Verhältnis Mensch-Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her. Auf der Höhe der Forschung, engagiert geschrieben und zugleich wohltuend unideologisch, ist sein Werk nicht nur ein unverzichtbares Handbuch für jeden Historiker. Seine plastischen Schilderungen ziehen auch den interessierten Laien in den Bann eines Jahrhunderts, dessen historische Bedeutung in dieser fulminanten Epochengeschichte ganz neu ausgelotet wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Nicht vermessen, aber eine Vermessung der Welt 5 von 5 Punkten Vieles wurde von den RezensentInnen an dieser Stelle schon zutreffend gesagt. Ein wesentlicher Aspekt besteht m.E. darin, dass der Autor zumindest versucht, die Perspektive vom "Westen" wegzurücken und auf die übrigen Kulturräume, soweit sie einer Geschichtsschreibung zugänglich sind, zu verschieben. So entsteht beim Leser das Gefühl für eine scheinbar paradox anmutende "Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen". Es liesse sich fragen, welcher Begriff von "Fortschritt" - wenn überhaupt - welcher Kultur zugrunde liegt. Das Buch ist nichts weniger als gewissermassen eine "Vermessung der Welt", indem Osterhammel die Koordinaten seiner Untersuchung deutlich definiert, innerhalb derer er sich erzählend bewegen will. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis erhellt das Verfahren. Hochspannend sind z.B. die Einlassungen über "Imperien" und "Nationalstaaten", die Überlegungen zu "Frontiers", zu Städten usw. Ist etwa der verfasste Staat, gemäss der uns vetrauten Definition in afrikanischen Gesellschaften ein taugliches Modell ? Naturgemäss lässt sich das Buch auch als Geschichte der Globalisierung lesen, deren Anfänge allerdings noch weiter hinter den untersuchte Zeitraum zurückreichen. Osterhammel weist, wo nötig, auch immer in beide Richtungen über den kalendarischen Raster hinaus. Dieses Werk ist für den Laien ein Lehrstück dessen, was moderne Historiographie leisten kann und kaum verzichtbar für jene, die eine tiefere Vorstellung von der heutigen bewohnten Welt haben möchten. Keinesfalls sollte man sich aber von Umfang und Preis abschrecken lassen. Es ist die Mühe - hier eher ein grosses Vergnügen - und die Kosten allemal wert.
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Weltgeschichte Manfred Mai Taschenbuch, 1. November 2006 Verkaufsrang: 29165 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schläfst du im Geschichtsunterricht regelmäßig ein? Dann ist dieses Buch über 5 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte dein Rettungsanker! Fünf Millionen Jahre Menschheitsgeschichte zwischen zwei Buchdeckeln, ist das nicht furchtbar öde? Ganz im Gegenteil! Lies es und du wirst Geschichte garantiert nie mehr langweilig finden! Auf 200 Seiten wird radikal aufgeräumt mit dem Irrtum, Geschichte sei etwas Abgeschlossenes, Vergangenes, und du erlebst, wie Geschichte unseren Alltag bestimmt. Seit wann gibt es eigentlich das Rad? Oder die Wasserleitung? Den Rechtsstaat, die Demokratie? Seit wann werden die Meere befahren, wieso gibt es verschiedene Sprachen? Warum führen Gruppen von Menschen immer wieder Kriege gegeneinander? Wozu sollen wir uns heute noch damit befassen, wer Karl der Große war? Oder Cäsar, oder Napoleon? Alle diese Fragen und noch viele mehr werden von Manfred Mai in diesem beeindruckenden Buch beantwortet. Und dafür, wie er das macht, kann man ihn gar nicht genug loben! Er bringt das unglaubliche Kunststück fertig, das riesige Wissenspaket Weltgeschichte in 50 kurze, anschauliche Zeit-Kapitel zu verpacken. Er vermittelt nicht nur Fakten, sondern erzählt spannend und bildhaft. Du kannst jeweils das nachlesen, was du gerade wissen willst. Du kannst dich aber auch an deinen Lieblingsplatz zurückziehen und das ganze Buch auf einen Ritt durchschmökern. Das ist eine aufregende Zeitreise von der Steinzeit bis zu den ägyptischen Pyramiden, quer durch das römische Weltreich bis in die Burgen und Städte des deutschen Mittelalters. Du wirst hinter die chinesische Mauer blicken, du nimmst teil an den großen Revolutionen der Neuzeit und du erlebst die Erhebung der afrikanischen Völker gegen die koloniale Herrschaft ebenso wie die Befreiung Europas von der barbarischen Nazidiktatur. Dieses historische Wissen ermöglicht dir das Verständnis aktueller Ereignisse und die Erkenntnis, dass auch alles, was wir heute erleben, zum Prozess der Weltgeschichte gehört. Wissenserwerb als Abenteuer, spannend wie ein Superkrimi. Wow! Übrigens dürfen auch Geschichtslehrer dieses Buch benutzen und mal gucken, wie Ex-Lehrer Manfred Mai seinen Lesern Geschichtsunterricht erteilt! -Urs Umsand
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
Geschichte macht Spaß 5 von 5 Punkten Dieses Buch spannt einen zeitlichen Rahmen von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Der Autor vermittelt den Stoff sehr lebendig - es macht richtig viel Spaß das Buch zu lesen und man lernt eine ganze Menge. Der Leser wird regelrecht inspiriert und motiviert sich mit verschiedenen Persönlichkeiten der Geschichte oder geschichtlichen Epochen näher auseinanderzusetzen.
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CD WISSEN Junior - Weltgeschichte in Geschichten. Streifzüge von den Anfängen bis zur Gegenwart, 6 CDs Volker Ebersbach, Charlotte Kerner, Tanja Kinkel, Rainer M. Schröder Audio CD, 15. Oktober 2009 Verkaufsrang: 12057 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Hörbuch führt Menschen ab 12 vom Ende der Steinzeit bis in unsere Gegenwart. 14 Autoren erwecken Vergangenes in fiktiven Geschichten zum Leben. (...) Christian Baumann liest zurückhaltend, dennoch abwechslungsreich. (hörBücher)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Geistreich und sinnig 5 von 5 Punkten Diese einzelnen Momentaufnahmen unserer Geschichte sind geistreich und sinnig und auch sehr gut für Erwachsene mit Feingespühr geeignet.
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Marthe und Mathilde: Eine Familie zwischen Frankreich und Deutschland Pascale Hugues Taschenbuch, 1. Februar 2010 Verkaufsrang: 14045 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine fast französische, nicht ganz deutsche Familie. Meine Großmütter hießen Marthe und Mathilde. Ihre Vornamen begannen mit denselben Buchstaben. Sie sind im selben Jahr, 1902, geboren. Mathilde am 20. Februar, Marthe am 20. September. Sie sind beide im Jahr 2001 gestorben. Mit ein paar Wochen Abstand, ganz am Anfang des neuen Jahrhunderts, kurz vor ihrem hundertsten Geburtstag. Marthe und Mathilde haben das zwanzigste Jahrhundert Seite an Seite durchwandert. Sie waren Freundinnen, seit sie sechs waren. Auf den Stufen der Vortreppe, die am Vogesenwall 6 im Viertel Saint Joseph hinter dem Bahnhof von Colmar zu einem winzigen Gärtchen hinunterführt, sind sie sich zum ersten Mal begegnet...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Zwei sehr verschiedene, gleich liebenswerte Damen. 5 von 5 Punkten Nicht nur die Materie ist fesselnd und anrührend; das fabelhafte Talent der Enkelin macht das Lesen zu einem intellektuellen und nachdenklich machenden Erlebnis.
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Mein Traum ist länger als die Nacht: Wie Bertha Benz ihren Mann zu Weltruhm fuhr Angela Elis Gebundene Ausgabe, 19. März 2010 Verkaufsrang: 15998 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine außergewöhnliche Frau an der Seite eines großen deutschen Erfinders Er hat das Wissen, sie ist die treibende Kraft. Wenn er verzweifelt, drängt sie vorwärts: Bertha Benz. Die erste Frau der Welt, die sich wagemutig in einen neu entwickelten, pferdelosen Straßenwagen setzt und losfährt. Angela Elis erzählt die Lebensgeschichte der beiden Autopioniere: lebendig, klug und unterhaltsam.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Einfach nur wunderbar! 4 von 5 Punkten Nicht zuletzt der wundervoll poetische Titel dieser Biografie über die Familie Benz, allen voran die oft leider wenig beachtete "ewige Ehefrau eines Erfinders", Bertha Benz, bewegte mich dazu, mir dieses Buch zu kaufen. Ich muss gestehen - ich habe überhaupt keine Erfahrung mit Biografien gehabt; es ist die erste, die ich je gelesen habe - aber sicher nicht die letzte, wenn alle so schön sind! Das Buch steigt nicht - wie man es vielleicht erwarten würde - bei der Geburt von Bertha Cäcilie Ringer (so hieß sie vor der Hochzeit), sondern bei der ersten Begegnung mit dem jungen Ingenieur Carl Benz (eigentlich ja Karl Vaillant) in einer Kutsche ein. Der fließende Erzählstil wird nicht dadurch abgeschwächt, dass Angela Elis oft zwischen Biographie und Roman, Präsens und Imperfekt wechselt - nein, es ist vielmehr ein gelungenes literarisches Stilmittel, wenn ein solcher Wechsel sogar innerhalb von Sätzen stattfindet. Ansprechend, durchaus auch anspruchsvoll, aber nicht zu schwierig, wie manch einer bei dem raffinierten Titel vielleicht vermuten würde, erzählt die Autorin eine Lebens- und Liebesgeschichte, in deren Mittelpunkt vor allem ein gemeinsamer Traum der Eheleute Benz steht: den pferdelosen Wagen zu bauen. Mit hübschen Kapitelnamen und appetitlich eingeteilten "Lesehäppchen" versteht Elis es dabei, den Leser am Geschehen teilhaben zu lassen - er beobachtet voyeuristisch die geheime Familienbibel von Berthas Vater, in der sie der über sie geschriebene Satz "Leider wieder nur ein Mädchen" fürs Leben kränkt und verletzt; er erlebt Inflationen und bittere Nöte im Hause Benz und natürlich immer wieder Hindernisse auf dem Wege zur motorisierten Fortbewegung - aber ohne Eisenbahn. Manchmal ergreifend ist dieses Buch über einen so großartigen Weg zur Weltverbesserung - und doch gibt es auch Stellen, an denen man über Resolutheit und Eloquenz von Bertha Benz nur schmunzeln kann. So ist sie beispielsweise zornesrot, als Polizisten ihren Mann wegen überfahrenen Hühnern und Gänsen abstrafen und wie einen Verbrecher an der öffentlichen Ruhe darstellen, und zahlt die hohe Strafe absichtlich in kleinen Münzen ab. Sie lässt es sich nicht einmal nehmen, die gestrengen Ordnungshüter anzukeifen. Auch Berthas Geiz (sie verschenkt im Winter die alten Osterplätzchen und umgekehrt) wird erschöpfend thematisiert. Fliegt ein Ball über ihren Gartenzaun - sie behält ihn. Die "bockige Bertha" eben, wie sie auch den Titel eines Kapitels bildet. Das traurige letzte Lebensjahr von Bertha Benz - sie fühlt sich verantwortlich für den Zweiten Weltkrieg, weil die Nationalsozialisten die Erfindung ihres Mannes für den Krieg ausgenutzt haben - ist erschütternd, wenn man bedenkt, was diese Frau in ihrem Leben geleistet hat - selbstlos, nicht auf sich, nicht auf ihren Mann bedacht; ihr einziges Ziel war, es der Menschheit leichter zu machen, den Leuten zu helfen. Deswegen werden im Buch auch wunderbar die Bewunderer Berthas beschrieben. Angela Elis hat ein Standardwerk geschrieben - ein Buch, das jeder Autofahrer lesen sollte, da es wichtig ist, zu wissen, wem wir alle eigentlich dieses unfassbare und nicht mit den Händen greifbare Verdienst an der Welt zuschreiben müssen. In einfacher, aber nicht leichter Sprache erzählt sie von Fiktion und Realität, von Höhen und Tiefen, skrupellosen Geldgebern und hilfreiche Freunde, sorglosen Zeiten und heftigen Nöten - und all das, ohne dabei das Wichtigste in diesem Buch, an dieser Frau, in diesem Leben außer Acht zu lassen: den Traum des Motorwagens - diesen Traum, der, länger als die Nacht, aus der Finsternis ins Licht des Ruhmes trat. |
Die Welt der Habsburger: Glanz und Tragik eines europäischen Herrscherhauses - Ein SPIEGEL-Buch
Gebundene Ausgabe, 3. Mai 2010 Verkaufsrang: 16151 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ein opulentes Panorama" (Zewener Zeitung, 21.06.2010 )
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Dasselbe doppelt 1 von 5 Punkten Null Punkte für die Unverschämtheit, ein bereits als "Spiegel Geschichte Nr.6/2009" in anderer Aufmachung erschienenes Buch ohne diese Information zu verkaufen, so daß ein ahnungsloser Käufer dasselbe Werk nachher zweimal hat. Im übrigen sind im Heft Nr.6 die Bilder bei weitem opulenter und besser, da es ein größeres Format hat. Wie gesagt: Eine Frechheit! Maximal zwei Punkte für den Text: Großenteils Journalistenschreibe statt auf den Punkt gebrachter Forschung, alles viel zu schal und oberflächlich.
Die Habsburger - eine Dynastie mit europäischer Bedeutung 5 von 5 Punkten Auf historisch fundierte und informativ-unterhaltsame Weise wird der Leser eingeführt in die vielschichtige Geschichte des Hauses Habsburg. Aus der Lektüre der einzelnen Beiträge, die von renommierten Autoren der SPIEGEL-Redaktion, aber auch von externen Historikern verfasst sind, wird rasch klar: Wer den umfassenden Beitrag des Hauses Habsburg würdigen will, kann sich nicht auf Dynastiegeschichte oder bloße "österreichische" Geschichtsforschung beschränken. Bei der Politik der Habsburger handelte es sich von Anfang an um ein Unternehmen in europäischen, ja weltgeschichtlichen Dimensionen! Das Buch bietet interessante Einzelartikel zu wichtigen Herrscherpersönlichkeiten (z.B. Karl V., Maximilian I., Maria Theresia, Joseph II., Franz Joseph), aber auch zu wichtigen Einzelthemen, die über das Politische hinausreichen und die kulturelle und soziale Dimension in den Blick nehmen. Von daher kann man es auch immer wieder in die Hand nehmen und den einen oder anderen Artikel je nach Interesse lesen. Wirkungsgeschichtlich wird aufgezeigt, dass das Thema Habsburger-Geschichte auch für die Gegenwart Bedeutung besitzt: Und dabei braucht man keineswegs ein Monarchist zu sein, um den völkerverbindenden und friedensstiftenden Grundimpuls der Habsburg legitimierenden übernationalen europäischen Reichsidee anzuerkennen! |
Jureks Erben: Vom Weiterleben nach dem Überleben Katarina Bader Gebundene Ausgabe, 22. Februar 2010 Verkaufsrang: 29202 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "... eine 'Ich-Geschichte', eine sehr persönliche Erzählung, die von der Freundschaft der deutschen Schülerin Katarina mit dem polnischen Auschwitz-Überlebenden Jurek handelt. Katarina Bader schreibt in leisen und klaren Worten nicht nur eine Liebeserklärung an ihren toten Freund, sondern erzählt vom Erwachsenwerden, von Nähe und Distanz der Generationen, von Schuld und Versöhnung und vom Weiterleben." Anita Blasberg über den auf jetzt.de veröffentlichten Artikel Herr Hronowski und ich von Katarina Bader, aus dem dieses Buch hervorging.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Interessant 5 von 5 Punkten Das Buch ist auf zwei Ebenen ein Schatz: 1. Wie kann ein Mensch - oder eben nicht - nach täglich erlebter Todesangst ein späteres, "ziviles", privates , "normales" Leben leben, und ein Ehemnn und Vater sein? 2. Wie gelnigt es einem Menschen, für sich selbst, unter Hintanstellung von Familie und anderen zu nahe kommenden Faktoren, ein solches Erleben in seine darauf folgenden weitrern 60 Lebensjahre zu integrieren? Antworten zu 1. es kann nicht wirklich gelingen. 2. es gibt Möglichkeiten für das Individuum, sich mit den Erinnerungen soweit zu arrangieren, das sie erträglich werden und auch an nachfolgende Generationen als lehrreich vermittelt werden können - unter (aus Sicht des Individuums) läßlicher Vernachlssäigung von Einzelheiten oder Simplifizierung des Gewesenen und Erlebten zu Gunsten einer leichteren "Verdaulichkeit" mit Schwerpunkt auf den positiven Aspekten. Diese werden in der Erinnerung, oder vielleicht auch nur in der erzählten Erinnerung, sträker hervorgehobern. Als Tochter eines Vaters, der zwar nicht im KZ war, aber trotzdem unermeßliches Grauen im 2. Weltkrieg erlebt hat, gab mir die Lektüre dieses Buches wertzvolle Hinweise zu weiterem Verständnis für meinen Vater.
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